Gebaute Sinnfragen

urbEXPO | Vernissage 31. Juli

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Schlegel-Brauerei: Trep­pen in die Gär­kel­ler | Foto Olaf Rauch

Die Erde ist eine Scheibe in Bochum. Auf ihr wan­deln die Men­schen, sie pen­deln zwi­schen Arbeits­platz und Schlaf­ver­hau. Über ihr spannt sich der Him­mel, an sei­ner höchs­ten Stelle ist er 73 m hoch, unter­halb der Scheibe geht es in ein Reich, von dem die Grie­chen dach­ten, es sei der Hades, und die Bochu­mer, man könnte Bier darin brauen. Sie konn­ten: Schle­gel war das erste Bier der Stadt, das tiefst gegärte und  -  bedenkt man die Reime, die Schle­gel sich machte  -  das tief­sin­nigste: „Wie einst den Urgroß­va­ter schon / labt Schle­gel heut den Enkel­sohn.“ So wer­den die gro­ßen The­men ver­han­delt, Wei­ter­le­sen

Kein einerlei Volk

Platz des europäischen Versprechens

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Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens © 2015

„… alle wur­den erfüllt von hei­li­gem Geist und began­nen, in frem­den Spra­chen zu spre­chen.“ Steht in der Bibel, geht um Pfings­ten, Fehl­far­ben haben es so for­mu­liert: „Sprich fremde Spra­chen im eige­nen Land.“ Ohne Fehl­far­ben ein­zu­ge­mein­den, die Emp­feh­lung ist bib­lisch: dass es nie wie­der nur eine Spra­che geben soll. Kein einer­lei Volk und einer­lei Zunge, keine Lin­gua Ter­tii Impe­rii, die „mit schreck­li­cher Ein­heit­lich­keit aus allen Lebens­äu­ße­run­gen“ gespro­chen hat, wie Vic­tor Klem­pe­rer schrieb. Keine Ein­heits­par­teien, keine Ein­heits­re­li­gio­nen, keine Ein­heits­kir­chen. Pfings­ten fei­ert die vie­len Stim­men, wie es der PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS tut: „Europa soll nicht mit einer Stimme spre­chen, son­dern mit vie­len“, hieß es 2007 in dem Auf­ruf von Jochen Gerz, „die Tole­ranz hat viele Stim­men.“ Wei­ter­le­sen

Wie von Turner gemalt

Greg Haines + Petrels | 12. Mai

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Wil­liam Tur­ner, Sun Set­ting Over A Lake, 1840 [Ausschnitt]

Die einen haben ihren Sound gefun­den und pfle­gen ihn wie eine Masche, andere blei­ben auf der Suche, sie wol­len, was sie sagen, auf eine Weise sagen und dann auf eine andere. Greg Hai­nes hat seine Sai­ten gegen Tas­ten ein­ge­tauscht, nach weni­gen Tak­ten klingt, was er macht, wie ein Appell: Schafft euch bloß kein Instru­ment an, schafft zwei drei viele an. Wei­ter­le­sen

It’s the religion, stupid

Zum RUB-Symposion "Moving Religion"

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Bag­dad 2007 | Foto (cc) Jim Gordon

„Dschi­ha­dist aus Dins­la­ken“, vor kur­zem noch hätte man so eine Zeile für einen Funny-van-Dannen-Song gehal­ten, jetzt liest man, es seien ein paar Tau­send Euro­päer, die ein paar Tau­send Kilo­me­ter rei­sen, um an gott­ver­las­se­nen Orten einen „Mär­ty­rer­tod“ zu suchen. Und die Reli­gi­ons­kri­tik? Wei­ter­le­sen

„Was verlangt dein Gott von dir?“

Janus | 24. April

Caravaggio Ausschnitt
Cara­vag­gio [1571–1610]: Die Opfe­rung Isaaks, 1603 [Ausschnitt]

„Vater, was ver­langt dein Gott von dir?“ Fragt Isaak, auf dem Opfer­tisch gebun­den, sei­nen Vater, der alle Anstal­ten macht, sei­nen Sohn zu schlach­ten. Auf ihrem 98er Album „Vater“ erzäh­len JANUS die Geschichte von Isaaks Bin­dung  -  ein ris­kan­tes Unter­fan­gen, die bib­li­sche Erzäh­lung wird bis heute gern anti­jü­disch gedeu­tet. Als sei sie Beweis dafür, dass der Gott der Juden blut­dürs­tig sei, rach­süch­tig, ein Moloch. Tat­säch­lich erin­nert die Erzäh­lung daran, dass Juden das Men­schen­op­fer abge­schafft haben  -  und eben dies, schrieb Hen­ryk Bro­der ein­mal, „nimmt uns die Spaß­ge­sell­schaft nach­hal­tig übel“. Wei­ter­le­sen

Miles, Makiko, Marilyn

urban urtyp #41 | 26. April

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Makiko Hira­ba­ya­shi ©

Ein Trio der abso­lu­ten Spit­zen­klasse, das Makiko Hira­ba­ya­shi Trio. An den Drums: MARILYN MAZUR, die Drum­me­rin von Miles Davis. Miles! Davis! Die bei­den gro­ßen 80er-Alben hat sie mit ihm zusam­men ein­ge­spielt,  Wei­ter­le­sen

Metal-Ästhetik und Mittelstadt

Lord Of The Lost | 18. April

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Notre Dame d’Amiens by Vas­sil (cc)

Gibt kei­nen Grund, Metal-Ästhetik zu mögen, so wie es kei­nen gibt, sie zu ver­teu­feln. Je böser die Metal-Szene tut, umso mehr gleicht sie der Thea­ter­szene jeder Mit­tel­stadt  -  und das ist kei­nes­wegs böse gemeint: Szene ist Szene ist ganz bei sich. Klar, Metal-Ästhetik ist wie Mehl-Schwitze, alles zu viel und viel zu fett: die Frak­tur, der Machismo, der ölfar­bene Kitsch. Aber es ist eben auch viel Spiel im Spiel, viel Schau­spiel in der Show, die Szene lebt im Zitat. Wei­ter­le­sen

Matthäus-Passion

Stadtkantorei | Karfreitag 17 Uhr

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© Theo Oberheitmann

Wer ans Kreuz geschla­gen wird, stirbt nicht, son­dern ver­reckt. End­los lang­sam, das Ster­ben dau­ert Stun­den, oft einen Tag. All­tag im Reich der Römer, gekreu­zigt wurde, wer den Staat miss­ach­tet. Und als die Tor­tur vor­über war, steht einer da und sieht und sagt: „Wahr­lich, die­ser Mensch ist Got­tes Sohn gewe­sen.“ Völ­lig unver­mit­telt, die­ser Vers im Markus-Evangelium, der Satz ersetzt jede Dog­ma­tik. Keine Auf­er­ste­hung in Sicht, keine Rede von Süh­ne­tod, keine Aus­sicht dar­auf, dass Sün­den ver­ge­ben wür­den: Die­ser eine sieht, wie ein ande­rer ver­reckt. „Und sah, dass er so ver­schied.“ Das ist die ganze Offen­ba­rung, es geht ums Wahr­neh­men, nicht ums Für­wahr­hal­ten. Theo­lo­gie ist eine ästhe­ti­sche Frage. Wei­ter­le­sen

Gaby Moreno

"Illustrated Songs" | 12. März

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Gaby Moreno ©

“Mit zwei Jah­ren nahm mich meine Mom auf Par­tys mit, da klet­terte ich dann auf einen Tisch und sagte: ‘Meine Damen und Her­ren, jetzt wird Gaby Moreno für sie sin­gen!’ Damals war ich gar nicht schüch­tern. Mit fünf sang ich mal bei einem Klas­sik­ti­tel mit und mei­ner Mut­ter fiel auf, dass ich die Töne traf. Sie brachte mich zum Gesangs­un­ter­richt  –  und das war es dann!” Näm­lich der Beginn ihrer Kar­riere Wei­ter­le­sen

Sport und Utopie

Thomas Bach, Präsident des IOC

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Tho­mas Morus, Uto­pia; Holz­schnitt 1516

„Mit den Spie­len wol­len wir ein Bei­spiel set­zen, wie wir uns ein funk­tio­nie­ren­des Gesell­schafts­mo­dell vor­stel­len“, sagt Tho­mas Bach, Prä­si­dent des Inter­na­tio­na­len Olym­pi­schen Komi­tees: „Im olym­pi­schen Dorf leben Ath­le­ten aus 204 Natio­nen fried­lich zusam­men. Sie tre­ten im Wett­kampf nach den­sel­ben, für alle gel­ten­den Regeln gegen­ein­an­der an, ler­nen sich ken­nen, fei­ern zusam­men. Das ist die Annä­he­rung an Tho­mas Morus’ Uto­pia, die Schil­de­rung einer fer­nen, ‚idea­len‘ Gesell­schaft.“  -  Die Latte liegt hoch, wie sprin­gen?  -  „Es war Mahatma Gan­dhi, der die berühm­ten Worte sprach: ‚Sei Du selbst die Ver­än­de­rung, die Du Dir wünschst für diese Welt.‘“ Wei­ter­le­sen

Tango zwischen den Kriegen

Prentki & Angeleri | Tiempo de Tango

Old 1947 Chevrolet bus belonging to the now defunct line 149. Buenos Aires, Argentina (cc) Jorge Royan
Old 1947 Che­v­ro­let bus belon­ging to the now defunct line 149. Bue­nos Aires, Argen­tina | © Jorge Royan

„Ein offe­nes Land, frei und libe­ral, das alle Arten von Migran­ten akzep­tiert hat.“ Die Rede ist von Uru­guay, einem Land, das Juden offen stand, die aus Europa flie­hen muss­ten. So auch der Vater von Ger­mán Prentki, er war im Okto­ber 1940 nach Mon­te­vi­deo ent­kom­men  -  ein 18jähriger Kla­ri­net­tist, der auf der Flucht vor den Nazis den Tango lernt: Schpils­sche mir a tango, nor nit arisch, nit bar­ba­risch. Wei­ter­le­sen

„Er kommt! sein Donner ruft!“

Moving Noises Festival

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Effekt­ge­räte [Pedal­board] für Moving Noi­ses | (cc) kris_krüg

1797 schrieb Johann Gott­fried Her­der sein Gedicht „Die E-Gitarre“, es beginnt so: „O sagt mir an, wer die­sen Wun­der­bau / voll Stim­men alles Leben­den erfand“. Ricken­ba­cker? Her­der tippte auf Pan, den Hir­ten­gott, weil: „Vom leich­ten Hir­ten­rohre stieg der Schall / zum Pau­ken­don­ner und der wecken­den / Gericht­strom­met‘. Es stür­zen Grä­ber! Horch, / die Tod­ten regen sich!“ Klingt nach Auf­er­ste­hung, Her­der  -  der Mann war Super­in­ten­dent!  -  traute der E-Gitarre eini­ges zu: „Wie schwe­bet jetzt / der Ton auf aller Schöp­fung Fit­ti­gen / erwar­tend. Und die Lüfte rau­schen. Hört, / Jeho­vah kommt! Er kommt! sein Don­ner ruft!“ Moving Noi­ses heißt das Fes­ti­val, das wir, Her­der im Ohr, ver­an­stal­ten. Wei­ter­le­sen

… was Menschen schufen

ChorWerk Ruhr | CWR 78

FOTO: PEDRO MALINOWSKI Chorwerk Ruhr KONTAKT Kultur Ruhr GmbH Leithestraße 35 45886 Gelsenkirchen Telefon 0209. 60 50 7 - 100 Telefax 0209. 60 50 7 - 109 Facebook: www.facebook.com/chorwerkruhr PROJEKTLEITUNG Jürgen Wagner Durchwahl 0209. 60 507 - 114 E-Mail an j.wagner@chorwerkruhr.de PROJEKTKOORDINATION Martina Ossoble Durchwahl 0209. 60 507 - 115 E-Mail an m.ossoble@chorwerkruhr.de PROJEKTASSISTENZ Kevin Jagelki Durchwahl 0209. 60 507 - 116 E-Mail an k.jagelki@chorwerkruhr.de
Chor­Werk Ruhr by Pedro Malinowski

Sollte es mal dahin kom­men, dass keine Reli­gion mehr exis­tiert und keine Vor­stel­lung davon, dass alles, was ist, nicht alles sein muss, viel­leicht wird man dann, im Blick zurück, vor Ehr­furcht auf die Knie gehen, Ehr­furcht vor dem, was Men­schen, die glau­ben konn­ten, an Schön­heit schu­fen. // Infos zum Konzert

„Radikaler Individualismus“

Qntal VII

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QNTAL VII Book­let [Ausschnitt]

Nietz­sche vor­weg, die­ser Satz: „Wo Sehn­sucht und Ver­zweif­lung sich paa­ren, da ent­steht die Mys­tik.“ Ein erstaun­li­cher Satz, ein ande­rer Zugang zu QNTAL: Die mys­ti­sche Erfah­rung  -   also das, was Qntal in der Musik erin­nert  -  sei eben nicht, dass der Mensch eins werde mit Gott, son­dern die eigene Sehn­sucht ver­eine sich mit der eige­nen Ver­zweif­lung. QNTAL VII ist wie ein Nach­hö­ren die­ser inne­ren Begeg­nung, der „inne­ren Offen­ba­rung“, wie Paul Til­lich über die Mys­tik gesagt hat. Wei­ter­le­sen

inspired by

Security Project | Peter Gabriel's Music

2015-02 Solsbury_Hill by Thomas Nielsen in half inspired by the cover (Solsbury Hill) of Peter Gabriel's first solo album
Tho­mas Niel­sen (cc) inspi­red by the cover of Peter Gabriel’s first solo album

Wenn man ver­ste­hen will, warum Peter Gabriel nicht nur Songs, son­dern Musik­ge­schichte geschrie­ben hat, muss man sich The Rhythm of the Heat oder San Jac­into anhö­ren und dann so ein Geht­gar­nicht wie Gra­ce­land von Paul Simon: Gabriel und seine Band  -  Jerry Marotta spielt am Sams­tag bei uns  -  konn­ten sich in andere musi­ka­li­sche Wel­ten hin­ein hören anstatt etwas her­aus zu holen. Wei­ter­le­sen

Je suis Juif

Terror und Tag der Befreiung

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Chris­tus­kir­che, Kon­zert des Ting­vall Trios | Foto: Ayla Wes­sel, Kulturagentüer

Ich bin Jude. „Wäre ich kein Jude“, so Han­nah Arendt 1942, „son­dern gehörte irgend­ei­nem ande­ren euro­päi­schen Volke zu, mir wür­den sich vor Angst die Haare auf dem Kopf sträu­ben, sobald einem Juden ein Haar gekrümmt wird.“ In Paris wur­den ermor­det: Yohan Cohen (22), Phil­ippe Bra­ham (45), François-Michel Saada (63), Yoav Hattab (21), sie wur­den ermor­det, weil sie Juden waren. Dass die Ermor­dung der euro­päi­schen Juden gestoppt wer­den konnte, liegt ein Men­schen­le­ben zurück. Wei­ter­le­sen

Giora Feidman

Konzert zum Tag der Befreiung

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Giora Feid­man by Felix Broede

Zum 70. Mal jährt sich der Tag, an dem die weni­gen, die Ausch­witz über­lebt haben, befreit wor­den sind. Giora Feid­man hat ihnen  -  den Ermor­de­ten, den Über­le­ben­den  -  eine Stimme gege­ben, die Stimme sei­ner Kla­ri­nette. Sie erin­nert das Lachen derer, die nicht mehr lachen kön­nen, ihr Wei­nen, ihre Freude, die Klage, die Stille. Wei­ter­le­sen

Paris, Sonnenaufgang

Carlos Cipa, Charlie Hebdo

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Les­ser Ury: Paris, Son­nen­auf­gang, 1928

Vor 125 Jah­ren, am 9. Januar, wurde Kurt Tucholsky gebo­ren. Sei­nem Mut  -  „Satire darf alles!“  -  und sei­nem Stil  -  „dann sitzt halb Deutsch­land auf dem Sofa und nimmt übel“  -  ver­dan­ken wir Char­lie Hebdo und Car­los Cipa den Titel sei­nes Albums: „All Your Life You Walk“ ist eine Zeile aus Tuchols­kys „Augen in der Groß­stadt“: Wei­ter­le­sen

Was alles gut und richtig ist

Nach dem Terrorangriff in Paris

2015-01 Les_amants_de_la_rue_vieille_du_temple, Paris, août 2005 n.b. Modified from another picture after wise counsel from Laguna3DGuy
Paris, Rue Vieille du Temple | (cc) Vitelone

„Der Fun­da­men­ta­list glaubt, dass wir an gar nichts glau­ben“, schrieb Sal­man Rush­die zwei Wochen nach 9/11: „Um ihn zu wider­le­gen, müs­sen wir zunächst über­zeugt, sein, dass er im Unrecht ist. Wir müs­sen uns einig sein dar­über, was alles gut und rich­tig ist: Küs­sen in der Öffent­lich­keit, Schin­ken­brote, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, neu­es­tes Mode, Lite­ra­tur, Groß­zü­gig­keit, spar­sa­mer Umgang mit Was­ser, eine gleich­mä­ßi­gere Ver­tei­lung der Res­sour­cen die­ser Welt, Filme, Musik, Gedan­ken­frei­heit, Schön­heit, Liebe. Das wer­den unsere Waf­fen sein. Nicht, indem wir Krieg füh­ren, son­dern durch die furcht­lose Art zu leben, für die wir uns ent­schei­den, wer­den wir sie besie­gen.“ Wei­ter­le­sen

Carlos Cipa

urban urtyp #39

CarlosCipa_AllYourLifeYouWalk - Kopie
Car­los Cipa, Art­work von „All Your Life You Walk“ (Ausschnitt)

Wie wohl Film­mu­sik geklun­gen hat, als der Film noch nicht erfun­den war? Was wurde, bevor es Kinos gab, im Kopf­kino gezeigt? Cipa geht  -  eine groß­ar­tige Ein­füh­lung  -  zurück an den Beginn der Moderne dahin, wo der Impres­sio­nis­mus ent­stand. Ein kur­zer Moment in der Geschichte, viel­leicht einer der glück­lichs­ten, es tra­fen zusam­men: die Begeis­te­rung für Tech­nik, die Fas­zi­na­tion für das, was aus sich sel­ber her­aus ent­steht, die Ver­führ­bar­keit durch alles, was sich wie end­los wie­der­holt — einer­seits, und ande­rer­seits das Gefühl für bür­ger­li­che Frei­heit, die Lust am Ver­su­chen, die Ver­su­chung zur Impro­vi­sa­tion. Gefühls­welt und Maschi­nen­welt, eine neue Sinn­lich­keit für alles, was sich zu Klang­bil­dern for­mt. // Mehr Infos