„Du darfst eine Legende sein“

Peter Murphy | Celebrates 35YRS of Bauhaus | 22. Mai 20 Uhr

Peter Murphy

Tho­mas Tadeus Bak

Gibt noch Kar­ten an der AK //Dieser Mann ist eine Ikone. Mur­phy war Kopf und Stimme von BAUHAUS, und die bri­ti­schen Post-Punker waren jene, die  -  als der Punk sich aus­ge­brannt hatte und das Leben wei­ter­ging  -  einen Stil dafür gefun­den haben. Fürs Leben danach, nach der Revolte. Eigen­sin­nig, auf eng­li­sche Weise exzen­trisch, war Mur­phy der Typ für das, was zur neuen Bewe­gung wurde, zur Dark Wave: seine Art, sich zu klei­den, seine Vor­liebe fürs Schmin­ken, seine blass-dunkle Aura und eine Stimme, die von wer weiß woher zu kom­men schien, nur kei­nes­falls von oben. BAUHAUS war Musik wie aus den Kata­kom­ben, und in die muss einer erst ein­mal hin­ab­ge­stie­gen sein, um Musik dar­aus zu schöp­fen. Mur­phy aber, und das ist wirk­lich groß­ar­tig an ihm, hat sich da unten nicht ein­ge­rich­tet und auch nicht den kom­mo­den Weg zurück gewählt. Gibt nicht viele Musi­ker in Got­tes Kata­kom­ben, die so unab­hän­gig gear­bei­tet haben, so eigen­sin­nig und …

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Artikel am 18. April 2013 um 14:56 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Boston Bochum Barcelona

Peter Murphy | 35 Years of Bauhaus | 22. Mai 20 Uhr

Ikone für alles, was Dark Wave wurde: Peter Murphy

Tho­mas Tadeus Bak

Wo Bochum liegt, ist klar, weni­ger klar, wo es hin gehört: 16.größte Stadt unter 80 Groß­städ­ten Deutsch­lands. Platz 29 von 30 im jüngs­ten Städ­ter­an­king. Platz 32 unter 36 Bun­des­li­gis­ten. Und dann die­ser Tour-Plan: Aus­tin | San Anto­nio | Dal­las | Hous­ton | Baton Rouge | Pen­sa­cola | Miami | Tampa | Atlanta | Char­lotte | Washing­ton | Bos­ton | New York | Phil­adel­phia | Toronto | Buf­falo | Pitts­burgh | Detroit | India­na­po­lis | Chi­cago | Bochum | Karls­ruhe | Zurich | Rome | Milan | Madrid | Lis­bon | Bar­ce­lona | Brus­sels | Paris | Eind­ho­ven | Ham­burg | Copen­ha­gen | Stock­holm | Hel­sinki | Not­ting­ham | Glas­gow | Bir­ming­ham | Bris­tol | Lon­don | Pho­enix | Den­ver | Salt Lake City | Boise | Seat­tle | San Fran­cisco | Las Vegas | Los Ange­les | San Diego. Peter Mur­phy Cele­bra­tes 35 Years of Bau­haus // Nur noch Resttickets!

Artikel am 15. Mai 2013 um 12:26 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

The Snow Goose, der Tod, das Leben

Camel | Tribute To Peter Bardens | 30. Oktober 20 Uhr

"Er spielte es auch, als Europa 1945 befreit wurde." Akkordeon von Alexander Graham King

Impe­rial War Museum | iwm.org.uk

Es stimmt. CAMEL kommt. Und: Sie wer­den Snow Goose spie­len. In vol­ler Länge. Zum ers­ten Mal seit 38 Jah­ren. Bibel­le­ser wis­sen, 38 Jahre dau­erte die Wüs­ten­wan­de­rung. 1975, das waren, bleibt man im schie­fen Bild, die Fleisch­töpfe Ägyp­tens. Hoch­kul­tur des Prog­Rock, Hoch­zeit der Gitar­ren­göt­ter, der Synthie-Mythen und Rock-Religionen. Und zwi­schen allem Bom­bast eine Band, so unhe­ro­isch wie ein Päck­chen Camel am Kiosk. Eine, bei der man nicht das Gefühl bekam, sie wolle Reli­gio­nen stif­ten oder Wel­ten ret­ten, Bewe­gun­gen aus­ru­fen oder Mas­sen mas­sen­haft erleuch­ten. CAMEL klang, wie es klingt, wenn jemand eine Geschichte erzählt. Die Geschichte von CAMEL sel­ber war denn auch keine des Mega-Erfolgs, sie haben das Album ein­ge­spielt, das vie­len als das Album der Prog-Ära gilt, danach haben sie alle Fleisch­töpfe umkurvt und sind die Wüs­ten der Musik durchirrt. Peter Bar­dens starb 2002 an Krebs, And­rew Lati­mer sprang dem Tod von der Schippe. Das alles  -  Snow Goose, der Tod, das Leben und eine Musik, die Geschich­ten erzählt  -  hat etwas mit die­sem Akkor­deon zu tun. Ein bri­ti­scher Sol­dat hat es 1940 am Strand von Dün­kir­chen gespielt.

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Artikel am 07. Mai 2013 um 16:52 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Vom Kirchenchor zum Härtefall

Staubkind | Akustik | Freitag 24. Mai 20 Uhr

Elbtal mit Waldschlößchenbrücke? Belmore Bridge in Maitland, Australien

Nomad Tales 2009 | commons

Staub gibt es, gegen allen Augen­schein, nur als Ein­zahl. Das ist so wie mit Lärm oder Luxus, auch da keine Viel­zahl, es gibt nur den Staub, den Lärm, den Luxus. Immer das Ganze, es gibt kein Hal­bes. Auf den Namen Staub­kind sei er gekom­men, erzählt Louis Manke oft, als er von Dres­den nach Ber­lin gezo­gen sei und er „den Staub zurück gelas­sen habe“ in Sach­sen  -  das Bild oben sieht nur so aus wie die Waldschlößchen-Brücke im säch­si­schen Natur­schutz­staub, es zeigt eine Brü­cke im aus­tra­li­schen Mait­land  -  und dann in Ber­lin „ein neues Leben“ begon­nen habe: „Das Kind ist das, was ich in Ber­lin neu geschaf­fen habe.“ Es wuchs zügig auf, das Kind, zuletzt war es Sup­port für Unhei­lig. Bei­den, Unhei­lig wie Staub­kind, wird gerne „neue deut­sche Härte“ nach­ge­sagt, beide amü­siert die­ser Auf­kle­ber eher, Manke führt jetzt den Gegen­be­weis: Der Här­te­fall für jeden Song tritt ein, wenn er akus­tisch gespielt wird. Das heißt:

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Artikel am 06. Mai 2013 um 16:27 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„Erkenne deine Gestaltungskraft“

Gauck, die Grünen und das europäische Versprechen

Foto | ThW

Der Bun­des­prä­si­dent hat über „Per­spek­ti­ven der euro­päi­schen Idee“ gespro­chen. War es eine große Rede oder eine kleine Ent­täu­schung? Ich finde, die große Wahr­heit die­ser Rede ist ein klei­ner Satz, er lau­tet: „Erkenne Deine Gestal­tungs­kraft. Ein bes­se­res Europa ent­steht nicht, wenn wir die Ver­ant­wor­tung dafür immer nur bei ande­ren sehen.“ Das ist der Satz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, und eben so endet Gaucks Rede:

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Artikel am 23. Februar 2013 um 22:58 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Europäisches Versprechen | Kommentare (0)

„Bochum als Barometer für Europa“

Platz des europäischen Versprechens | Streitgespräch

"So ist das in einer Demokratie: Die Leute denken selber." Die erste Steinplatte mit den Namen von Europäern in Europa. Seit dem Europatag 2009 eröffnet sie den PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS.

Lutz Leit­mann | Stadt Bochum

Bene­dikt Rei­chel [RN] bat Wolf­gang Cor­des, Frak­ti­ons­chef der Grü­nen, und mich zum Streit­ge­spräch über den PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS. Über des­sen Idee, die Kos­ten und eine Stadt, die ihr Ver­hält­nis zu Europa öffent­lich erwägt:

Um die Fron­ten zu klä­ren: Was fällt Ihnen zum PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS ein?  -  WOLFGANG CORDES:  Ein Pro­jekt, das mit teils unglaub­li­cher Arro­ganz durch­ge­drückt wer­den sollte, koste es was es wolle.  -  THOMAS WESSEL: Die euro­päi­sche Idee gewinnt ein Bild.  -  Wel­che Idee ist das?  -  WESSEL: Man sagt, Europa stehe für Tole­ranz, für Frie­den, für aus­glei­chende Gerech­tig­keit. Für diese Ideen gibt es keine Bil­der, Euro­pas Werte-Himmel ist bil­der­los.  -  Sie glau­ben, die Namen könn­ten die­ses Bild sein?  -  WESSEL: Ja. Das hat mit der Gegen­ständ­lich­keit des Plat­zes zu tun, sei­ner Erdung. Er wird nicht nur in, son­dern aus Namen gebaut. Die Namen sind der Platz, sie sind der Werte-Himmel auf Erden: Im öffent­li­chen Raum bür­gen Namen für das, was Euro­päer in Europa sich ver­spro­chen haben.  -  CORDES: Das ist zu intel­lek­tu­ell. Mich erin­nern die Plat­ten eher an ein Massengrab …

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Artikel am 16. März 2013 um 19:08 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Debatte, Europäisches Versprechen | Kommentare (0)

„Fremde Sprachen im eigenen Land“

Gospel-Worship mit David Thomas et al | Pfingstsonntag 20 Uhr

"Keine Einheitsparteien mehr, keine Einheitsreligionen, keine Einheitskirchen. Die Toleranz hat viele Stimmen." Hinweisschild auf den Platz, der vor der Christuskirche entsteht.

ThW | Christuskirche

„Und als Scha­wuot anbrach, der Pfingst­tag, waren sie alle bei­sam­men an einem Ort. Auf ein­mal geschah vom Him­mel her ein Brau­sen wie von einem hef­ti­gen Sturm und erfüllte, wo sie saßen, das ganze Haus. Und Zun­gen erschie­nen ihnen wie von Feuer zer­teilt, auf jeden ließ sich eine nie­der, und alle wur­den erfüllt von hei­li­gem Geist und began­nen“  -  so steht es in Apg 2  -  „began­nen, in frem­den Spra­chen zu spre­chen, wie der Geist es ihnen ein­gab.“ Spä­ter haben Fehl­far­ben das­selbe kür­zer for­mu­liert: Sprich fremde Spra­chen im eige­nen Land. Ohne Fehl­far­ben christ­lich ein­zu­kas­sie­ren: Es ist der­selbe Impe­ra­tiv, kate­go­risch wie kei­ner, weil es nie wie­der nur eine Spra­che geben soll. Kein einer­lei Volk und einer­lei Spra­che, keine Lin­gua Ter­tii Impe­rii, die „mit schreck­li­cher Ein­heit­lich­keit aus allen Lebens­äu­ße­run­gen“ gespro­chen hat. Keine Ein­heits­par­teien, keine Ein­heits­re­li­gio­nen, keine Ein­heits­kir­chen. Pfings­ten  -  das ver­gisst sich schnell, wenn man dar­auf aus ist, andere zu mis­sio­nie­ren  -  ist dann ein Fest, wenn man der eige­nen Viel­stim­mig­keit begeg­net. „Europa soll nicht mit einer Stimme spre­chen, son­dern mit vie­len. Die Tole­ranz hat viele Stim­men.“  // Pfingst­sonn­tag 20 Uhr

Artikel am 09. Mai 2013 um 23:09 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Europäisches Versprechen, Wort | Kommentare (0)

Wie es ist, in einem Fluss zu baden …

Albert Hammond & Band | Songbook Tour 2013 | 5. Mai 20 Uhr


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Andere schrei­ben Tage­buch, Ham­mond schreibt Welt­hits: Unglaub­lich, wie viele Melo­dien, die in sei­nem Kopf ent­stan­den sind, durch den eige­nen schwir­ren. Keine Kir­mes­lie­der, 99 Miles From L.A. etwa oder The Air That I Breath sind kom­pli­zierte Songs, die las­sen sich nicht leicht nach­pfei­fen. Viel­leicht irre ich mich, aber Ham­mond war der erste Sin­ger­Song­wri­ter, der es ins deut­sche Wohn­zim­mer gebracht hat. Der es geschafft hat, Songs die­ser Güte in eine Wohn­welt zu brin­gen, in der Hits noch immer Para­den waren. Mann mit Gitarre, jun­gen­haft wie Dus­tin Hoff­man, gelockt wie Ado­nis (nicht: Corda­lis), Ham­mond passte nicht in Die­ter Hecks­pa­ra­den Welt. 99 Miles sind kein Grund, den Zug nach Nir­gendwo zu neh­men, Sehn­sucht braucht Über­sicht. Im Video oben dau­ert es keine 3 Minu­ten, bis Ham­mond sich sel­ber ver­liert [sein Auf­schre­cken am Ende, wenn der Applaus ein­bricht: groß­ar­tig!]. In ande­ren sei­ner Songs denkt man, es ginge auf eine Party, wäh­rend er einem die deut­sches­ten The­men ser­viert: Umwelt­zer­stö­rung. Und das mit dem Frieden.

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Artikel am 29. April 2013 um 20:54 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„… Son of Mine“

Ray Wilson & Genesis Classic Quartett | 26. April 20 Uhr

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Kei­nes die­ser per­fek­ten Videos, dafür eines, das zu Wil­son passt. Der ja nie in eine Welt gepasst hat, in der man Sta­dien vol­ler Publi­kum beflir­ten muss. Hier sitzt, der Phil Collins beerbt hat, und singt für sich. Und plötz­lich wird „No Son Of Mine“, Genesis-Hit der 90er — ein reich­lich voll­ge­tank­ter Songs, für den auch ein Sta­dion zu mick­rig schien -  wie­der zu dem, was er ist, zum gran­dio­sen Song. In dem es gerade nicht ums Pom­pöse geht, son­dern um seine Häss­lich­keit, seine häss­li­che Häus­lich­keit. Die Geschichte han­delt von Miss­brauch, von männ­li­cher Gewalt gegen­über dem Jun­gen, der erzählt, oder gegen­über sei­ner Mut­ter, das bleibt unklar in dem Song. Weil es nicht um die Tat geht und nicht um den Täter, son­dern um den, der das, was ein ande­rer getan hat, abtra­gen muss. Ihm bleibt nichts ande­res, er muss, um Schuld zu tra­gen, Ver­söh­nung suchen. Der Song endet ohne sie.  //  Infos zum Kon­zert mit Ray Wil­son, dem Deu­ter.

Artikel am 16. April 2013 um 11:56 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„Wie wir in Demokratien leben“

Jochen Gerz | Interview mit 'Kulturaustausch' 1/2013

"Kultur ist nicht dazu da, Besucher zu züchten": Besucher-Eingang des Europäischen Parlaments in Brüssel

Red­vers 2007 | commons

Herr Gerz, Sie sind in Ber­lin gebo­ren, leben in Irland, haben lange in Frank­reich gelebt und vor allem dort und in Deutsch­land Werke im öffent­li­chen Raum geschaf­fen. Gibt es Unter­schiede? Wenn Arbei­ten wie DAS LEBENDE MONUMENT VON BIRON in der Dor­do­gne oder jetzt der PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS in Bochum im Ate­lier ent­stan­den wären, gäbe es kaum Unter­schiede. Da aber beide Werke im und durch die Men­schen im jewei­li­gen Land geschaf­fen wur­den, sieht man ihnen ihre Umwelt an. Es ist des­halb auch ein Unter­schied, ob sie in Pas­sau oder Ber­lin ent­ste­hen. Womög­lich liegt der Unter­schied eher zwi­schen Dorf und Stadt, Metro­pole und Pro­vinz, heute und ges­tern. In der der­zei­ti­gen Krise sehen viele Europa und seine demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­tion bedroht. Spielt die Kunst hier eine Rolle? Ich beschäf­tige mich vor allem damit, wie wir in Demo­kra­tien leben, die sich vom Bei­trag aller ernäh­ren. Wir wis­sen, wie schnell Demo­kra­tien unter­ge­hen können …

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Artikel am 14. April 2013 um 13:35 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Europäisches Versprechen | Kommentare (0)

Vom Ende des Zockens

ruhrgestalten 7 | interview

"Der Zweifel gehört zum Glauben wie das Risiko zum Spiel": Halma-Puppen im Gespräch

Jan Reh­schuh | commons

ruhr­ge­stal­ten ist ers­tens ein Print-Magazin und zwei­tens eine Emp­feh­lung. Drit­tens ist jetzt die siebte Aus­gabe erschie­nen, es geht ums Zocken. Die Redak­tion hatte ein Inter­view mit mir geführt, es aber wie­der aus dem Heft gekippt, kippe ich es also hier rein.  //  Sind Sie ein Zocker, auch im über­tra­ge­nen Sinne? Das Wort „zocken“ stammt von dem hebräi­schen Wort für „spie­len“ ab, im Hebräi­schen bedeu­tet „spie­len“ das­selbe wie „lachen“. Wäre also, bib­lisch gese­hen, um jeden schade, der kein Zocker ist. Was sagt denn die Bibel zum Glücks­spiel? Man denkt immer, irgendwo stünde da „Du sollst nicht glücks­spie­len“, aber das steht nir­gends. Als Abra­ham und Sara  -  die bei­den ste­hen ja nun Modell für immer­hin drei Welt­re­li­gio­nen  -  einen Sohn bekom­men, nen­nen sie ihn Isaak, der Name bedeu­tet soviel wie „Gott lacht“ oder auch „Gott bringt zum Lachen“. Und weil „lachen“ im Hebräi­schen das­selbe bedeu­tet wie „spie­len“, klingt immer mit, dass „Gott spielt“ oder einen „zum Spie­len bringt“. Auch zum Zocken? Schon mög­lich. Die Frage ist doch, wann kippt …

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Artikel am 11. April 2013 um 14:57 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Wort | Kommentare (0)

Albert Hammond

Songbook 2013 | 5. Mai 20 Uhr

hammond-albert_2013

Albert Ham­mond

30 Top 40 Hits. 360 Mio Plat­ten ver­kauft. Zah­len, als seien sie nicht ganz von die­ser Welt, in der Liga sin­gen allen­falls ein hal­bes Dut­zend Lebe­we­sen. Und Ham­mond. Der Mann hat unfass­bar viele Chart­bus­ter kom­po­niert, die einem wie von sel­ber auf die Lip­pen kom­men, wenn es soweit ist: Die Sonne scheint, die Laune steigt? „It never rains in Cali­for­nia“. Kei­nen Bock auf Kar­riere? „All I need is music and the free elec­tric band“. Der Mensch, den man liebt, ist gerade weit weg? „When I need you, I just close my eyes …“ Sich sel­ber Mut zuspre­chen? „One moment in time, when I’m more than I thought I could be“. Wo immer man auf die­ser Welt ein Radio andreht, die Wahr­schein­lich­keit, bald einen sei­ner Songs zu hören, dürfte höher lie­gen als die, kei­nen sei­ner Songs zu hören. „The Air That I Brea­the“? Von den Hol­lies? Von Ham­mond. „99 Miles From LA? Art Gar­fun­kel? Ham­mond. „Nothing’s Gonna Stop Us Now“? Star­ship? Ham­mond. Für Tina Tur­ner hat er „Don’t Wanna Lose You“ geschrie­ben, für Diana Ross „When You Tell Me That You Love Me“, für Joe Cocker „Don’t You Love Me Any­more“, für Chi­cago „I Don’t Wanna Live Wit­hout Your Love“, für Whit­ney Hous­ton „One Moment in Time“, für Leo Sayer „When I need You“, für Tom Jones … Celine Dion … Chris De Burgh, Are­tha Fran­klin, Johnny Cash …  Albert Ham­mond ist Teil des Lebens, das wir alle führen.

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Artikel am 08. April 2013 um 23:34 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

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