„Wir achten uns, wir ächten den Terror“

Bochumer Erklärung

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ror. Wei­ter­le­sen »Ras­sem­ble­ment Pray for Paris — Metz« by Richard Bur­ger | (cc) license

Zwei Tage nach den Terror-Attacken in Paris haben Reprä­sen­tan­ten des öffent­li­chen Lebens die­ser Stadt, vor­weg Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Eis­kirch, die BOCHUMER ERKLÄRUNG auf den Weg gebracht. Sie rea­giert auf den „Abgrund an Hass, der sich unter uns in Europa auf­tut“. Dass eine Stadt den Ter­ror ächtet  -  d.h. ihn kate­go­risch aus ihrer Mitte aus­schließt, ihn ver­ach­tet  -  dafür gibt es kein Vor­bild und kei­nen Ver­gleich. Es zu orga­ni­sie­ren, gibt es keine ver­trau­ten Wege. Die „Bochu­mer Erklä­rung“ wird sel­ber lau­fen ler­nen müs­sen: „Wir ver­wei­gern jede Recht­fer­ti­gung, jede Soli­da­ri­tät, jede Unter­stüt­zung des Ter­rors.“ // update_1 Hier der Link terror-aechten.de, jede/r kann unter­zeich­nen!  Wei­ter­le­sen

Unschuldig schön?

Ästhetische Romantik & ChorWerk Ruhr

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Wil­liam Tur­ner: The Burning of the Hou­ses of Lords and Com­mons, Octo­ber 16, 1834 | (cc) Google Art Project

„Der Geist des Juden­tums ist der ewige Feind der poli­ti­schen Roman­tik.“ Den Satz sollte man im Ohr behal­ten, wenn Chor­Werk Ruhr jetzt mit uns in die ästhe­ti­sche Roman­tik reist, er stammt von Paul Til­lich, pro­tes­tan­ti­scher Theo­loge, sein nächs­ter Satz: „Der Anti­se­mi­tis­mus ist wesent­lich mit ihr (der poli­ti­schen Roman­tik) gesetzt.“ Kaum ver­öf­fent­licht, wurde Til­lichs Buch Anfang 1933 von den Nazis beschlag­nahmt und  -  eine tief roman­ti­sche Aktion  -  öffent­lich ver­brannt. Das Chris­ten­tum, so Til­lich, gehöre „radi­kal und ein­deu­tig auf die Seite des Juden­tums.“ Kann Roman­tik heute, ein mör­de­ri­sches Jahr­hun­dert nach ihrem Ende, unschul­dig sein und schön? Wei­ter­le­sen

Tingvall, Brandqvist und …

Wesseltoft. Schwarz.Berglund.

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Bugge Wes­seltoft, Hen­rik Schwarz, Dan Berg­lund | © ohsotrue.de

Hät­ten wir drei Wün­sche frei gehabt für die­ses Jahr, wir hät­ten uns gewünscht: das TINGVALL TRIO im Sep­tem­ber, das EMIL BRANDQVIST TRIO im Mai und im Januar das Mega-Trio schlecht­hin: BUGGE WESSELTOFT + HENRIK SCHWARZ + DAN BERGLUND. Da kam auch schon die Fee, und leise wünsch­ten wir uns  -  das Ting­vall Trio? im Sep­tem­ber? Siehe, es kommt, sprach die Fee. Und Emil, flüs­ter­ten wir und setz­ten uns erst ein­mal hin, das Emil Brand­qvist Trio im Mai? Siehe, sprach sie, es kommt. Beglückt blick­ten wir auf zu der famo­sen Fee: Bugge? Sie lächelte. Hen­rik? Sie lächelte. Und Dan? Siehe, lächelte sie, auch Dan soll sei­nen Flie­ger nicht ver­pas­sen. Die Fee flog davon, hier das Pro­gramm  -  kein Haus in Europa, das nicht auf die Knie ginge vor Glück, diese drei Trios im Tria­log zu haben:  Wei­ter­le­sen

Pop und so

Johanna Borchert |urban urtyp #43

Oder was mit Jazz? „Die Musik, die ich jetzt mache, hat mit Jazz nichts mehr zu tun“, sagt die Frau, die den Echo Jazz 2015 gewon­nen hat, die Sän­ge­rin des Jah­res: „Jeder Jaz­zer fühlt sich auf den Schlips getre­ten, wenn man es Jazz nennt. Die Pop-Leute fin­den, es ist kein Pop. Ich finde, es ist … “ urban urtyp.

Tag der Befreiung

Synagoge Bochum | 27. Januar, 16:30 Uhr

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Mari­anne Rosen­berg | CHoppe, List-Verlag

Dass die Ermor­dung der euro­päi­schen Juden, der Sinti und der Roma gestoppt wer­den konnte, liegt ein Men­schen­le­ben zurück. Der Tag, an dem das Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz befreit wor­den ist  -  am 27. Januar 1945  —   steht stell­ver­tre­tend für die Befrei­ung von Zehn­tau­sen­den Lagern, Ghet­tos, Fol­ter­kel­lern, es gab sie über­all in Europa. 71 Jahre nach ihrer Befrei­ung aber gibt es immer weni­ger Men­schen, die davon berich­ten kön­nen. Die Zeit­zeu­gen ster­ben  -  gleich­zei­tig bricht in Europa ein neuer Anti­se­mi­tis­mus auf. Wei­ter­le­sen

Platz des europäischen Versprechens

Ein öffentlicher Platz wird eröffnet

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Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens | Foto Patrick Skrypczak

Im Zen­trum der euro­päi­schen Stadt lag immer der Raum, den alle bewoh­nen, der öffent­li­che Raum. Sein Kenn­zei­chen: ein Turm, sein Bau­prin­zip: ein Teil über­dacht, der andere nicht. Kir­che und Kirch­platz. Spä­ter dann: Rat­haus und Rat­haus­platz, dann Thea­ter und Thea­ter­platz usw. Alles ein­an­der zuge­ord­net, ein gebau­tes Zugriffs­recht, wenn man so will. Was jetzt im Zen­trum von Bochum ent­steht, ist neu: ein öffent­li­cher Raum unter den Bedin­gun­gen von Plu­ra­li­tät: Wei­ter­le­sen

Hätten Sie diesem Platz Ihren Namen gegeben?

Ein öffentlicher Platz entsteht

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Öffent­li­cher Raum in Bochum 2009 | Foto Chris­tus­kir­che Bochum

Hin­ter­hof, Rest­stück einer Straße, Park­plätze gepin­selt: So sah das Entrée der Chris­tus­kir­che jahr­zehn­te­lang aus, der öffent­li­che Raum am Rat­haus. 14 726 Men­schen aus über 1300 Städ­ten Euro­pas haben die­sem Platz ihren Namen gege­ben und sich sel­ber ein Ver­spre­chen an Europa. Eine neue Form des öffent­li­chen Raums ent­steht, welt­weit ohne Ver­gleich. Der PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS von Jochen Gerz wird im Dezem­ber eröff­net.

Der Computer schlägt die Augen auf

Wesseltoft Schwarz Berglund et all

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Bugge Wes­seltoft, Dan Berg­lund, Hen­rik Schwarz | © ohsotrue.de

Ein Kla­vier: Holz, Metall, Filz, Stahl­draht. Ein Com­pu­ter: Stron­tium, Thal­lium, Sili­zium, Kobalt, Arsen, Man­gan, Poly­amid … kürz­lich erst haben „mehr als Tau­send der renom­mier­tes­ten For­scher“ vor der Macht­über­nahme durch Künst­li­che Intel­li­genz gewarnt. Wir haben ein Fai­ble für intel­li­gente Kunst, wir stel­len das Kla­vier zum Com­pu­ter in die Kir­che, Holz zum Sili­zium, Filz zum Man­gan, und laden ein: Hauschka und Piano Inter­rup­ted, dazu Car­los Cipa solo, Bugge Wes­seltoft solo und dann  -  this is the daw­ning of the age of ai  -  Bugge Wes­seltoft + Hen­rik Schwarz + Dan Berg­lund ! // Wei­ter­le­sen

Full Service

Chris Hopkins, Stadtkantorei, New York Gospel

A pile of children shoes captured during refugees crisis. Refugee crisis. Budapest, Hungary, Central Europe, 6 September 2015.
Kin­der­schuhe von Flücht­lingen in Buda­pest, Sep­tem­ber 2015 | (cc) Mstys­lav Chernov

Ser­vice ist eng­lisch für Got­tes­dienst, unser Full Ser­vice zum Weih­nachts­wo­chen­ende: Le Enfance Du Christ von Hec­tor Ber­lioz, ein melo­diö­ses, fast fil­mi­sches Werk, darin ein mus­li­mi­scher Tisch­ler, der eine Tür gebaut hat, die „nie ver­schlos­sen ist gegen Men­schen in Not“; mehr Infos.  -  Ähnlich die Tür, an der Chris‘ Hop­kins steht, er hat Men­schen, die Zuflucht in Bochum gefun­den haben, ein­ge­la­den zur Swin­ging Christ­mas wie immer mit Engel­bert Wrobel’s Swing Society: Weih­nach­ten fei­ern ist eine Frage des Stils; mehr Infos.  -  Am Zwei­ten Weih­nachts­tag dann prayer & party mit den New York Gos­pel Stars, dazu hier mehr Infos.  

Navid Kermani liest

"Ungläubiges Staunen" | 9. Dezember

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Ger­hard Rich­ters Fens­ter im Köl­ner Dom: Licht­spiel im Innen | Foto Geolina163 (cc) 2012

Ein poli­ti­scher Intel­lek­tu­el­ler, seine Reden zei­gen Wir­kung. Was er über Europa sagt, übers Asyl­recht, über Reli­gion und Frie­den und Krieg, wird in den gro­ßen Feuille­tons dis­ku­tiert. Ker­mani belehrt nicht, er setzt Den­ken in Bewe­gung. Weil er etwas vor­aus setzt, das der ver­wal­te­ten Welt abhan­den kam: Schön­heit. Eine Kate­go­rie, die zwi­schen Dschun­gel­camp und Schön­heits­farm zer­rie­ben wird, Ker­mani bringt sie in den poli­ti­schen All­tag zurück  -  die Idee, dass Schön­heit ein Abglanz der Wahr­heit sei. Wei­ter­le­sen

Haudegen #NoPegida

Haudegen | 15. Dezember

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Hau­de­gen in der Chris­tus­kir­che 2013 | Foto Ayla Wes­sel, Kulturagentüer

Warum Pop die Welt ver­än­dern kann: Weil Pop keine Theo­rien hat. Weil er Gefühle hat. Weil er sich sel­ber ver­än­dern kann. Weil Pop, um gut zu sein, nicht gut sein muss. Weil es Leute gibt wie Hagen Stoll und Sven Gil­lert. Denen man vie­les nach­ge­wor­fen hat, zum Bei­spiel dass „irgend­wel­che Neonazi-Barden einen der­ar­ti­gen Kitsch aus Män­ner­bünd­le­rei und Natur­ver­bun­den­heit kaum bes­ser insze­nie­ren könn­ten, wes­we­gen in Antifa-Foren rauf– und run­ter­dis­ku­tiert wird, wo Hau­de­gen poli­tisch ein­zu­ord­nen seien.“ Die Frage haben Stoll und Gil­lert beant­wor­tet, sie haben  -  in der Spra­che des Pop, nicht in der von Antifa-Foren  -  allen erklärt, was es bedeu­tet, wenn man ein Lied von ihnen mag: „Mit die­sem Lied bin ich einer von ihnen.“ Den Flüch­ten­den. #NoPe­gida. Wei­ter­le­sen

Crystal Palace

Deine Lakaien | 03. Dezember

2015-11 Crystal_Palace_interior McNeven, J., The transept from the Grand Entrance, Souvenir of the Great Exhibition , William Simpson (lithographer), Ackermann & Co. publisher
Crys­tal Palace inte­rior McNe­ven, J., The Grand Entrance, Sou­ve­nir of the Great Exhi­bi­tion , Wil­liam Sim­pson (litho­gra­pher), Acker­mann & Co. publis­her | (cc)

„Wie etwas mär­chen­haft Uner­hör­tes drang die Kunde in alle Lande, dass man aus Glas und Eisen einen Palast bauen wolle, der acht­zehn Mor­gen Land bede­cke.“ 1851 hatte ein Gärt­ner aus Devon­s­hire, Joseph Pax­ton, die Mög­lich­keit erkannt, die eine Träger-Konstruktion aus Eisen bot: dass Raum nicht um-, son­dern über­baut wird. Der Crys­tal Palace, den er für die erste Welt­aus­stel­lung 1851 im Lon­do­ner Hyde Park schuf, schluckte rie­sige Ulmen. Ein Raum ohne Rah­men, wirk­li­che und künst­li­che Welt flos­sen inein­an­der, eine Traum­welt der Moderne.  Wei­ter­le­sen

Staubkind

Wo wir zu Hause sind | 20. November

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© Roman Zeschky | urb­EXPO 2015

Bemer­kens­wert, der Name, den Louis Manke sich gege­ben hat: Bei Staub fällt einem –belas­tung, –fil­ter, –sau­ger ein. Viel­leicht noch Stäu­ber, Edmund, auch das ist pop­kul­tu­rell nicht über­zeu­gend, und dann natür­lich wir alle: aus Staub gemacht Wei­ter­le­sen

Position beziehen: Hans-Ehrenberg– Preis 2015

Sigmar Gabriel laudatiert Heinrich Bedford-Strohm

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Prof. Dr. Hein­rich Bedford-Strohm | Kolja Warnecke/EKD.de

Der Vor­sit­zende des Rates der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land, Prof. Dr. Hein­rich Bedford-Strohm, wird mit dem Hans-Ehrenberg-Preis 2015 geehrt. Die Lau­da­tio auf den Rats­vor­sit­zen­den hält Bun­des­mi­nis­ter Sig­mar Gabriel, Stell­ver­tre­ter der Bun­des­kanz­le­rin. Gewür­digt wird Hein­rich Bedford-Strohm „für seine öffent­li­che Theo­lo­gie“ und die „Impulse, die er dem Zusam­men­le­ben in einer plu­ra­len Gesell­schaft gibt“. Der Fest­akt am 30. Okto­ber, 14 Uhr ver­zich­tet auf das Ritual beid­sei­ti­gen Lob­re­dens, Sig­mar Gabriel und Bedford-Strohm wer­den „Posi­tion bezie­hen“  -  so der Titel ihres von Bernd Becker, Direk­tor des Evang. Pres­se­ver­ban­des für West­fa­len und Lippe, mode­rier­ten Dia­logs über gegen­wär­tige Her­aus­for­de­run­gen politisch-verantwortlichen Han­delns. Wei­ter­le­sen

We’re here

Anathema | 6. November

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Thora-Rolle mit Tetra­gramm [Bild­mitte] | (cc) Daniel Tibi 2008

Vom Aller­hei­ligs­ten zur Kunst zu Ana­thema, das ist der Weg, er geht so: Das Aller­hei­ligste ist der Name Got­tes, unaus­sprech­lich seit je, die Bibel gibt ihn wider in Kon­so­nan­ten ohne Klang: j+h+w+h. Über­set­zen lässt sich das nicht, allen­falls umschrei­ben, die kür­zeste Umschrei­bung lau­tet: „Ich bin da.“  - „Wir sind da“, hat der Künst­ler Mar­kus Wilf­ling, kra­ke­lig wie eine Notiz, 2011 an die Mauer der Leech­kir­che in Graz geschrie­ben, die Aus­stel­lung hieß „1+1+1=1“, es ging um Gott.  — Zur sel­ben Zeit etwa haben Ana­thema ihr ach­tes Album her­aus­ge­bracht, Titel: „We’re Here Because We’re Here“. // Wei­ter­le­sen

Erleuchtung

Orphaned Land | 15. Oktober

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Orpha­ned Land

Kann Musik Reli­gion sein? Bes­ser nicht, man denke an Göt­ter­chen wie Jag­ger. Kann Reli­gion Musik sein? In jedem Fall, sie mag wirr sein oder wahr, ton­los bleibt sie nicht, jeden­falls nicht lange. Auch könnte Kobi Farhi mit dem, was er singt, jeden Kir­chen­tag beglü­cken, es geht um bro­ther­hood & peace & con­ci­lia­tion. Nur wie er es singt, wie Orpha­ned Land ihre Reli­gion in die Welt hin­ein bal­lern, macht die Sache ein­zig­ar­tig, zum Ver­gleich: Die einen tril­lern träu­mend vor sich hin und hof­fen, man könne Hass mit Hage­but­ten­tee betö­ren; die ande­ren tau­chen tief ins Kunst­blut­bad und grun­zen (das ist O-Ton Kobi, er meint damit sich sel­ber, eben so hat er ein­mal begon­nen] grun­zen von „blood and death and stuff like that“  -  Orpha­ned Land dage­gen, die Israe­lis, träu­men von Ver­söh­nung im aller­här­tes­ten Metal-Ton. Wei­ter­le­sen

Till Brönner

Till Brönner & Dieter Ilg | 11. September

Till Brönner
Till Brön­ner by Ali Kepenek ©

Brad Pitt hat für Oma-Parfüm gewor­ben, Sean Con­nery für eine geho­bene Trekking-Marke, Till Brön­ner wirbt für Her­ren­mode. Klas­si­scher Schnitt, zeit­los wie ein Talar. Man steht und staunt, wie per­fekt das alles passt  -  Brön­ner, der Anzug, die Musik -  und fragt sich still: Ist es das, was aus dem Jazz gewor­den ist? Ein Herrenausstatter-Feeling? Antwort: Ja. Zum Glück! Kein Herrenausstatter-Feeling wäre dumm, es klänge wie Schüt­zen­fest und sähe aus wie … egal, ein guter Anzug lässt sich wie ein Charlie-Parker-Solo hören. Mode ist Ein­füh­lung. Zum Kon­zert

11. September

14:46 - 15:03 Uhr | zum Gedenken

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Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Um den Ter­ror von Al-Qaida und IS zu begrei­fen, zieht Oli­vier Roy, fran­zö­si­scher Poli­to­loge, einen Ver­gleich mit dem Links­ter­ror der 70er und 80er Jahre: „Beide Bewe­gun­gen betrei­ben Ter­ror im Namen einer Welt­re­vo­lu­tion. Beide ver­ste­hen sich als Speer­spitze gegen den Impe­ria­lis­mus. Beide sind fana­tisch anti­ame­ri­ka­nisch und anti­se­mi­tisch.“ Wei­ter­le­sen

Hauschka’s Paradise Lost

Hauschka | Abandoned City | 29. August

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Hauschka in der Chris­tus­kir­che Bochum 2011 | Foto Tobalo.de

Der erste Ort, der sich sel­ber über­las­sen blieb, weil alle Men­schen ihn ver­las­sen hat­ten, war das Para­dies. Das erklärt viel­leicht den Nost­al­gie­f­ak­tor, den Lost Pla­ces haben, sie schei­nen etwas zu ent­zün­den, „das allen in die Kind­heit scheint und worin noch nie­mand war“. Berühm­ter Satz, stammt von Ernst Bloch, hier erwähnt, weil er aus einem Lost Place, wie es die Schlegel-Keller sind, ein Lost Para­dise her­aus gele­sen hätte, einen „Traum nach vor­wärts“. Hauschka macht das ähnlich: Er hat sich vor­ge­stellt, wie es klin­gen würde, fände er in einer ver­las­se­nen Stadt ein Kla­vier, das sich mit dem, was sonst wohl noch zu fin­den wäre, prä­pa­rie­ren ließe  -  es klingt wie vor­wärts geträumt. Wei­ter­le­sen