Neu im Programm: Hundreds

"Wilderness" elektro-akustisch | 8. Dezember

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Hund­reds ©

„Wil­der­ness“, das geheim­nis­vol­le Mega-Album des Duos, in elek­tro-akus­ti­scher Fas­sung. Wild­nis ist eben nicht nur rau und gewal­tig, sie kann auch ruhig sein, rein und klar. Die glei­chen Songs  —  und doch anders. VVK ab heu­te! Mehr Infos

Ob eine Marionette wohl einen Steigbügel halten kann?

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Foto Ayla Wes­sel | Kul­tur­agen­tu­er

Mal so dahin gefragt: Wür­de ein Steig­bü­gel von einer Mario­net­te gehal­ten und die Mario­net­te von einem Pup­pen­spie­ler, und wür­de die­ser Pup­pen­spie­ler dann sei­nen Fuß in den Steig­bü­gel stel­len, den sei­ne Mario­net­te hält … Münch­hau­sen, oder? In jedem Fall ein trü­ber Sumpf, aus dem, wer Den­ken übt mit Nai­doo, nicht ent­kommt.

„Vorliebe für seltsame Vereine“

Ein Tag für Europa | Review

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Cuvee, Mèlan­ge, Mischung: Küwee | © Ayla Wes­sel, Kul­tur­agen­tüer

Was uns hel­fen könn­te in Euro­pa? „Posi­tiv sein.“ Sagt Johan Simons, Inten­dant der Ruhr­tri­en­na­le. „Ver­trau­en und Akzep­tanz“, sagt Gert­jan Ver­beek, Trai­ner des VfL. Zwei Bot­schaf­ten aus den Nie­der­lan­den, deren Bot­schaf­te­rin per Video zuge­schal­tet war: Der Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, so Moni­que van Daa­len, habe vor­weg genom­men, was heu­te als Pul­se of Euro­pe durch die Städ­te gehe  —  ein euro­päi­sches Gefühl. Es ist eines für die Cuvee, die Mischung. Hier eine Review auf den „Tag für Euro­pa“ in Bochum. Wei­ter­le­sen

Stadtansichten

Frida Golds Video aus der Christuskirche

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Fri­da Gold in der Chris­tus­kir­che Bochum

Eine Nacht in der Chris­tus­kir­che, eine im Licht­Kunst­Tor am Haupt­bahn­hof: Fri­da Gold kommt nach Bochum zurück und hat „Zurück zu mir“ neu gedreht. Schö­nes Video. Schö­nes Bochum. Dage­gen sieht Grö­ne­mey­ers Text über die­se Stadt doch etwas alt aus und ganz grau. Hier das Video: Wei­ter­le­sen

„Das Abenteuer der Ähnlichkeit“

Pulse of Europe auf dem Platz des europäischen Versprechens

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Pul­se of Euro­pe, 2. April 2017 | Foto thw

„Euro­pa führt eine eigen­ar­tig unwirk­li­che Exis­tenz in uns, ein Schat­ten­da­sein.“ Zwölf Jah­re her, dass wir Jochen Gerz nach Bochum ein­ge­la­den haben, damals mach­te sich das Ruhr­ge­biet dar­an, euro­päi­sche Kul­tur­haupt­stadt zu wer­den, ein Pro­jekt nach dem ande­ren wur­de ent­wor­fen in ein gül­de­nes Euro­pa hin­ein, dar­über ein Him­mel in Stahl­blau mit immer­zu strah­len­der Son­ne, und mit­ten in die­se roman­ti­sche Gleich­gül­tig­keit hin­ein sprach Jochen Gerz davon  —  wir hat­ten ihm die Gedenk­hal­le im Turm gezeigt, die Namen der Toten und der „Feind­staa­ten“  —  sprach Jochen Gerz davon, dass jenes Euro­pa, das uns so selbst­ver­ständ­li­ch schien wie Saat und Ern­te, dabei sei zu zer­brö­seln: „Im Her­zen sei­ner Bewoh­ner“, so Gerz damals, „reimt sich Euro­pa auf so gut wie nichts.“ Dar­um die Idee für einen Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, er ist die Ein­la­dung, sich einen Reim auf uns sel­ber zu machen. Der eige­ne Name im öffent­li­chen Raum, die frem­den Namen neben mir … Euro­pa als „das Aben­teu­er der Ähn­lich­keit, das Geschenk jeder Frem­de“.  —  Heu­te, zwölf Jah­re spä­ter, zer­brö­selt Euro­pa tat­säch­li­ch. Und gibt es Euro­pä­er in Euro­pa, der Pul­se of Euro­pe wird fühl­bar, wir machen uns einen Reim auf uns.

Lieber WDR

Der WDR, die AfD und der Platz des europäischen Versprechens

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Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, WDR: Für was? | © chris­tus­kir­che bochum

Ob das eine gute Idee war? Mit dem AfD-Füh­rer von NRW, Mar­cus Pret­zell, ein „Streit­ge­spräch“ über Euro­pa zu insze­nie­ren? Um „kon­tro­ver­se Posi­tio­nen“ aus­zu­tau­schen? Kei­ne gute Idee war es, sich für die­se Insze­nie­rung  —  sie wur­de durch­ge­sto­chen  —  den Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens aus­zu­su­chen. Der Platz ver­dankt sich der Vor­stel­lungs­kraft von 14.726 Men­schen  —  Du, lie­ber WDR, machst ihn zu Dei­nem Park­platz. Und stell­st dann den AfD-Füh­rer dar­auf. Nicht neben den Platz, nicht neben die Namen: mit­ten­drauf. Und so tram­pelt, von Dei­nen Mit­ar­bei­tern gewie­sen, das groß­deut­sche Klein­hirn über die Namen von Wei­ter­le­sen

Habit & Hijab, Provo & Punk

Ein Loblied auf die Langeweile

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Charles Wilp: Motiv mit Mari­an­ne Faitfull, Petu­la Clark, Ali­ce Vat­ters | Afri Cola 1968

Hijab, Niqab, Kopf­tuch  —  zähe Debat­te, soll­te man es nicht mal mit Kul­tur pro­bie­ren? So wie Afri Cola 1968, legen­dä­rer Wer­be­spot von Charles Wilp, im Hab­it und im Cola-Rau­sch steck­ten Mari­an­ne Faith­full, Petu­la Clark und das Modell Ali­ce Vat­ters. Skan­dal? Sicher, aber egal, ent­schei­dend war das Gefühl, das Wilp traf, ein Lebens­ge­fühl, und das wur­de auch in den Kir­chen von vie­len geteilt. [Hier der gan­ze Spot.] 23 Jah­re spä­ter: „Love“ von Oli­vi­ero Tos­ca­ni für Benet­ton, ein Pries­ter und eine Non­ne im keu­schen Kuss: Wei­ter­le­sen

Raum, Zeit, Passion

Evang. Stadtkantorei, BO Symphoniker | Karfreitag

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© Theo Ober­heit­mann

Hat Musik Bedeu­tung? Lässt sie sich immer und über­all spie­len? Oder gewinnt sie ihre Bedeu­tung dadurch, dass sie zu einer bestimm­ten Zeit an einem bestimm­ten Ort erklingt? Wir spie­len die Mat­thä­us­pas­si­on am Kar­frei­tag an einem Ort, der dem Got­tes­dienst gewid­met ist. Es ist ein Werk von immen­ser Grö­ße, von tie­fer Trau­er und betö­ren­der Schön­heit. Ein Werk, das den Juden Jesus erin­nert und Jesu Geg­ner als „die Juden“ mar­kiert. Und sie ver­leum­det. Ein Werk, an des­sen Ende, wer es nach­er­lebt hat, nicht applau­die­ren mag, son­dern in der Welt sein wird wie der Chor, er setzt sich mit Trä­nen nie­der.  //  Zum Kar­frei­tags­kon­zert // Wei­ter­le­sen

Sein wie die Träumenden

Wie eigentlich Kultur entsteht

Ayla Wessel, Kulturagentüer

urban urtyp Kubus, hier mit Mar­sen Jules & Band | © Ayla Wes­sel, Kul­tur­agen­tüer

Nach aller feu­da­len Aus­beu­tung, nach Man­ches­ter-Kapi­ta­lis­mus und Keynes, nach SPD und alle­dem und nach Schulz, wie wohl das „Reich der Frei­heit“ ein­mal aus­se­hen könn­te? Dar­über hat Karl Marx, der es her­bei zu den­ken such­te, nie nach­ge­dacht und das aus gutem Grund: Für ein Zusam­men­le­ben ohne Not und Zwang, ganz aus dem eige­nen Wil­len her­aus, für eine sol­che Gesell­schaft gilt das Bil­der­ver­bot: Sie lässt sich nicht malen, ohne sie zu machen. Ein ein­zi­ges Mal auf 10 m Buch­re­gal hat Marx aber denn doch mal leich­t­erhands skiz­ziert, wie wohl das Leben aus­se­hen könn­te der­mal­ein­st: Wei­ter­le­sen

Über das Leben im Sektor

Frida Gold | live & acoustic | 25. April

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Andi Wei­zel, Ali­na Süg­ge­ler

„Har­te Schu­le“. Ali­na Süg­ge­ler hat ein­mal wem aus Öster­reich das Ruhr­ge­biet erklärt: „Es gibt da so ein Fes­ti­val, das heißt Emer­gen­za, da konn­te man sich mit ande­ren Bands mes­sen, und da war 95 % har­te Gitar­ren­mu­sik. Als Pop­band mus­s­te man da schon ein unglaub­li­ches Selbst­be­wusst­sein haben.“  —  Oder es ent­wi­ckeln. Im Ruhr­ge­biet. Wo es, was es in B gibt oder in K, nicht gibt: „Kein Musik­busi­ness, das uns beob­ach­tet, kei­ne hip­pen Strö­mun­gen, wo man sich immer den­ken muss, ist man über­haupt cool genug.“  —  Das ist gut beschrie­ben. Und wäre eine coo­le Skiz­ze dafür, über Stadt­ent­wick­lung in Bochum nach­zu­den­ken, Mot­to: Bloß nie cool genug sein, das sind ande­re, das ist lang­wei­lig.  //  Infos zum Kon­zert von Fri­da Gold, Infos zu Bolog: Innen­stadt wohin?

Keiner kann Kein-Karneval

außer Bohren & der Club of Gore

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Boh­ren und der Club of Gore ©

Nichts gegen Kar­ne­val und nichts dafür, es fällt uns nichts ein, Wiki behaup­tet, man habe es vor 5000 Jah­ren schon gefei­ert „im Land mit den ers­ten urba­nen Kul­tu­ren“. Seit­dem, behaup­tet urban urtyp, hat sich Urba­ni­tät ver­än­dert. Köln fei­ert, Boh­ren bohrt, also geben wir das Kein-Kar­ne­val-Ticket aus: ein urban urtyp-Sonn­tag mit The unde­fi­ned Gre­gor Schwel­len­bach, und dann der uu-Mon­tag mit Boh­ren & der Club of Gore. Kei­ner, der Kein-Kar­ne­val bes­ser könn­te, der Beweis: Wei­ter­le­sen

Aus Liebe zum Leben

Pippo Pollina | Il sole che verrà | 25. März

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Pip­po Pol­li­na: Il sole che ver­rà

„Nimm den Helm ab, wenn du mit der Ves­pa nach Poz­zuo­li rein­fähr­st!“ sag­ten sie zu Mar­cel­lo. „War­um, ich hän­ge doch am Leben“, lächel­te er. „Eben des­halb. Wenn sie dich nicht erken­nen, wer­den sie dich erschie­ßen, weil sie nicht wis­sen, ob du einer von den ande­ren bist.“  //  Pip­po Pol­li­na, der gro­ße Can­t­au­to­re, weiß, wovon er singt. Von der Hoff­nung. Der Son­ne, die wie­der und wie­der auf­geht, il sole che ver­rà.  //  Andre­as Pos­myk kün­digt ihn an:  Wei­ter­le­sen

ChorWerk Ruhr

"Stabat Mater" | CWR 94

ChorWerk Ruhr in der Christuskirche Bochum | (c) Sabine Michalak

Chor­Werk Ruhr in der Chris­tus­kir­che Bochum | © Sabi­ne Mich­a­lak

End­los, das Ster­ben am Kreuz, ein amt­li­ches Mor­den, das Stun­den andau­ert, oft Tage, ein Fest­spiel staat­li­cher Macht. Unter dem Kreuz eine Mut­ter, von Schmerz zer­ris­sen, sta­bat mater dolo­ro­sa. Es ist das Mit­füh­len, das sich der Macht wider­setzt, die tie­fe Schön­heit der Trau­er. // CWR 94 Mehr Infos zum Kon­zert

Europäische Erinnerung

Terem Quartet | Konzert zum Tag der Befreiung

Sankt Petersburg Karte von Matthaeus Seutter ca 1734

Sankt Peters­burg: Kar­te von Matt­ha­eus Seut­ter ca 1734

Sankt Peters­burg ist so groß wie das Ruhr­ge­biet  —  ist es vor­stell­bar, eine Mil­lio­nen­stadt „vom Erd­bo­den ver­schwin­den zu las­sen“? Die „Wei­sung Nr. 21“ ergeht im Dezem­ber 1940, deut­sche Mili­tärs ent­wi­ckeln eine Idee: Könn­te man Lenin­grad nicht abrie­geln wie ein KZ, dann die Lager­häu­ser zer­stö­ren, die Ener­gie- und Was­ser­wer­ke, dann abwar­ten? 900 Tage hat gedau­ert, was heu­te zur „Blo­cka­de“ ver­nied­licht wird: Die „Blo­cka­de von Lenin­grad“ war ein Geno­zid, die Stadt soll­te nicht zur Auf­ga­be genö­tigt, sie soll­te aus­ge­hun­gert wer­den. Weit über eine Mil­lion Men­schen wur­den ermor­det. Wei­ter­le­sen

urban urtyp

Emika, Sonic Art Lab, Gregor Schwellenbach, Bohren & Club of Gore, Karsten Riedel

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Emi­ka by Adam Krena

“Was ist das da für ein Typ? Was sind das für Leu­te? Was wol­len die? Wie sind die?” Died­rich Diede­rich­sen zufol­ge ist das die gro­ße Pop-Musik-Fra­ge: „Pop-Musik klingt immer so, dass ich wis­sen will, wie die Per­son aus­sieht, die die­sen Klang ver­ur­sacht. Und dann schickt mich die­ses Bild in einen sozia­len Raum“. Erst da  —  bei urban urtyp ist es ein Kubus  —  wird Pop-Musik erschaf­fen, näm­li­ch von denen, die sie hören.  //  urban urtyp

Me And My Drummer

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Char­lot­te Bran­di 2012 beim urban urtyp-Kon­zert in der Chris­tus­kir­che | © Micha­el Schwett­mann

Die bei­den waren immer des­halb gut, weil sie sich ihren eige­nen Weg gesucht haben. Wie es aus­sieht, suchen sie sich jetzt ihre zwei eige­nen Wege. Was das bedeu­tet? Dass es vor­er­st kei­ne Songs mehr geben wird wie die­sen hier, unbe­dingt hören.  //  Mehr Infos

Weihnachten 16

Nils Landgren, Chris Hopkins, Codera et all

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Nils Land­gren & Fri­en­ds — Jonas Knuds­sons Sax by Sabi­ne Mich­a­lak

Nicht lan­ge her, da war Weih­nach­ten ein ande­res Wort für Gefüh­lig­keit, in Tagen des Ter­rors ist es zum State­ment gewor­den: dass Schön­heit wehr­los ist.