Tag des Friedens am Platz des europäischen Versprechens

Vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg

Namen auf dem Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens | Foto Lutz Leit­mann, Stadt BO

1931 wur­de im Turm der Chris­tus­kir­che Bochum eine Gedenk­hal­le ein­ge­rich­tet. In ihr sind die Namen von 1358 Bochu­mern gelis­tet, die im Ers­ten Welt­krieg gefal­len sind. Jeder Name ist Buch­sta­be für Buch­sta­be in ein gol­de­nes Mosa­ik gelegt. Wenn man die vie­len Namen liest, kann man Euro­pa in ihnen hören: Man­che klin­gen fran­zö­sisch, ande­re rus­sisch, jeder drit­te Name  —  hier ist Ruhr­ge­biet  —  klingt pol­nisch.

Neben den Bochu­mer Namen eine zwei­te Lis­te, auf ihr die Namen von 28 Staa­ten  —  den „Feind­staa­ten Deutsch­lands“. Auch sie, die Namen der „Fein­de“, sind auf­wän­dig in Mosa­ik gelegt. Ein Zei­chen der Ver­söh­nung? Ein Hin­weis auf das Lei­den der Men­schen dort? Oder eher ein Appell, es denen dort dem­nächst heim­zu­zah­len? 1931 wur­de die­ser Gedenk­raum ein­ge­weiht, acht Jah­re spä­ter begann der nächs­te Krieg.

Heu­te beginnt hier, in die­sem pre­kä­ren Raum, der Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens. Der Platz ist eine Ein­la­dung, Euro­pa ein per­sön­li­ches Ver­spre­chen zu geben. Die Ver­spre­chen sind still, Wei­ter­le­sen

Kroke !

Konzert zum Tag des Friedens | 1. September

Kro­ke by Jacek Dylag ©

Die Kos­mo­po­li­ten des Klez­mers: Kro­ke spie­len das Kon­zert zum TAG DES FRIEDENS am Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens. Am 1. Sep­tem­ber jährt sich der Tag, an dem der II. Welt­krieg begann, er jährt sich zum 80. Mal. Hier alle Infos zum Kon­zert, Vor­ver­kauf hat jetzt begon­nen!

Perfect Day

Tom Gaebel & Orchestra | 29. August

Tom Gabel by Chris­to­pher Kas­set­te ©

Into­na­ti­on und Phra­sie­rung, Jazz-Sen­ti­ment und Pop-Ges­tus, gro­ßes Enter­tain­ment und sub­li­me Gran­dez­za  —  und das aus Gel­sen­kir­chen? Ja, Gae­bel aus GE beweist, dass es das, was eine libe­ra­le Gesell­schaft am nötigs­ten hat, weil es alle ver­bies­ter­ten Fun­dis ver­spot­tet  —  Leich­tig­keit, Zuver­sicht, gute Lau­ne  —  dass es das über­all gibt und jeden Tag: Der per­fek­te Tag jeden­falls bricht immer da an, wo Gae­bels Kar­rie­re begann, mor­gens unter der Dusche. Abends dann in die Chris­tus­kir­che, hier alle Infos und Tickets zum Kon­zert.

„I know what I’m not“


Gro­ßer Song. Madon­na hat viel Prü­gel bekom­men für „Madame X“, dabei hat sie die Idee des Pop beat­met. Dass es nicht dar­um geht, so zu sein, wie man ist, son­dern auch anders sein könn­te. Der­zeit ist die­se Idee nicht eben en vogue, man möch­te lie­ber iden­tisch sein mit sich selbst. Was ein  —  auch ästhe­tisch fata­les  —  Null­sum­men­spiel ergibt: Iden­ti­tät ist ein ande­res Wort dafür, den eige­nen Grab­stein zu beschrif­ten. Pop dage­gen war immer die Idee, mit Iden­ti­tä­ten zu spie­len. Sich ein­zu­füh­len in den Ande­ren, biblisch gespro­chen: Füh­le dei­nen Nächs­ten wie dich selbst. Madon­na: „I will be gay, if the gay are bur­ned. I’ll be Afri­ca, if Afri­ca is shut down. I’ll be Islam, if Islam is hated. I’ll be Isra­el, if they’re incar­ce­ra­ted. I’ll be a woman, if she’s raped. I know what I am (God knows what I am). And I know what I’m not (and He knows what I’m not). Do you know who you are?“

33 325 … 483 … 1,5

Spielzeit 18/19: Christuskirche in Zahlen

Chris­tus­kir­che Bochum by Achim Bed­norz ©

69 Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, 33.325 Besu­cher. Das die Eck­da­ten unse­rer jüngs­ten Spiel­zeit von Sep­tem­ber 2018 bis Juni 2019, gezählt nach ver­kauf­ten Tickets. Das Kon­zept für eine Kir­che der Kul­tu­ren hat­ten wir 2005 ent­wi­ckelt, erst­mals haben wir jetzt, und das deut­lich, die Mar­ke von 30.000 Besu­chern über­sprun­gen. Im Schnitt macht das 483 je Abend, es ist die für das Boo­king ent­schei­den­de Zahl: Das Kul­tur­pro­gramm der Chris­tus­kir­che ist ja nicht  —  und soll es nicht sein  —  auf Aus­las­tung ange­legt.  Wei­ter­le­sen

Selbstbildnis mit Bonhoeffer: BDS am Rand des Kirchentags

Lee­re Bank: Ein­zi­ges Relikt des Kir­chen­ta­ges beim „The­men­tag“ mit BDS | Foto thw

Die Stadt Dort­mund hat­te dar­um gebe­ten, das Land Nord­rhein-West­fa­len, der Bun­des­tag: Hört auf, BDS zu pro­mo­ten. BDS, heißt es im Bun­des­tags­be­schluss, zie­le auf die „Brand­mar­kung israe­li­scher Staats­bür­ge­rin­nen jüdi­schen Glau­bens“, die Kam­pa­gne sei „scharf zu ver­ur­tei­len“. Der Evan­ge­li­sche Kir­chen­tag, vor zwei Jah­ren noch indif­fe­rent gegen­über BDS, hat jetzt ent­schie­den reagiert und zwei BDS-Pro­mo­ter vom Platz gestellt. Die dar­auf­hin  —  als sei­en sie von Assad ver­folgt  —  „Asyl“ erhal­ten haben in einer Dort­mun­der Gemein­de. Ulrich Duch­row, einer der bei­den Deplat­zier­ten: „Mei­ne Frau arbei­tet seit Jah­ren in der Asyl­ar­beit, ich war mehr­fach direkt betei­ligt, ich hät­te nie gedacht, dass ich sel­ber ein­mal ins Kir­chen­asyl müss­te.“ Das war ernst gemeint. Ein Selbst­bild­nis des BDS? Hier eine Bild­be­schrei­bung: Wei­ter­le­sen

War Jesus auf dem Kirchentag?

Ein Film von Christoph Böll, Interviews Ayla Wessel


Trai­ler zu „Vere homo“,der Film ist von Chris­toph Böll, die Inter­views hat Ayla Wes­sel geführt, gefragt wur­den Dort­mun­der. Bekann­te und weni­ger bekann­te, Kay Voges ist dabei und Sabi­ne Bran­dis, Ste­fan Keim und Fritz Ecken­ga, vor allem aber Nona­mes mit Gesicht und einer Ant­wort auf die Fra­ge: Kommt Jesus auch zum Kir­chen­tag? Und dann … man sieht und hört und schließt ins Herz, ob sie nun fromm sind oder läs­tern, gewiss sind oder zwei­feln, das hier ist nur ein Trai­ler. [Den kom­plet­ten Film (90 min, 10 €) gibt es bei Böll-Film­pro­duk­ti­on.] 

Brandt Brauer Frick

"Echo" live am 15. November | VVK gestartet

Dani­el Brandt, Jan Brau­er, Paul Frick by Max Parovs­ky ©

Tech­no, klas­sisch instru­men­tiert. Klas­sik, von Tech­no inspi­riert: „Als wir anfin­gen, hat­ten wir nur ein Mikro und ein kaput­tes Kla­vier.“ So begann die Affä­re zwi­schen Tech­no und Klas­sik, sie dau­ert an: Brandt Brau­er Frick stel­len ihr neu­es Album bei uns vor, es ist ein Coup, ein urban urtyp spe­zi­al! VVK hat jetzt begon­nen, Tickets gibt es über­all und hier bei uns und am bes­ten per Mail an tickets@urbanurtyp.de Und hier alle Infos zum Kon­zert.

BDS stumm geschaltet: Der stille Beschluss von Bochum

Lee­re Rega­le: Micha Ull­mans Denk­mal zur Erin­ne­rung an die Bücher­ver­bren­nung 1933 auf dem Bebel­platz Ber­lin | Foto (cc) by Luis Alvaz

Der Rat der Stadt Bochum hat  —  ohne Auf­he­bens dar­um zu machen  —  der BDS-Kam­pa­gne alle Türen gewie­sen: „Nein zu Anti­se­mi­tis­mus“ ist der Rats­be­schluss beti­telt, getra­gen wird er von allen Mit­glie­dern aller Frak­tio­nen mit Aus­nah­me der bei­den NDP-Nazis: „Der Rat der Stadt Bochum ver­ur­teilt jeg­li­che Form von anti­se­mi­ti­schem und anti­is­rae­li­schem Den­ken und Han­deln, ins­be­son­de­re auch das Wir­ken der Boy­cott-, Dive­st­ment- und Sanc­tions-Bewe­gung (BDS-Kam­pa­gne).“ Und: „Der Rat for­dert die Ver­wal­tung und die stadt­na­hen Gesell­schaf­ten auf, alles im Rah­men der recht­li­chen Mög­lich­kei­ten zu unter­neh­men, um der BDS-Bewe­gung eben­so wie allen Grup­pie­run­gen, die eine grund­sätz­lich anti­is­rae­li­sche und damit anti­se­mi­ti­sche Hal­tung haben, kei­ne Ein­rich­tun­gen und Räum­lich­kei­ten für ihre Ver­an­stal­tun­gen und sons­ti­gen Zwe­cke bereit­zu­stel­len“. Zu den stadt­na­hen Ein­rich­tun­gen zäh­len in Bochum ua die Jahr­hun­dert­hal­le, zen­tra­ler Spiel­ort der noch bis 2020 von Ste­fa­nie Carp kura­tier­ten Ruhr­tri­en­na­le, sowie der Ruhr­Con­gress: Hier will am 18. und 19. Juni die bri­tisch-aus­tra­li­sche Band Dead Can Dance auf­tre­ten, deren Kopf, Bren­dan Per­ry, sich mit eini­ger Vehe­menz an der BDS-Het­ze betei­ligt.

Wei­ter­le­sen

Genesis, Gabriel, Klassik-Genre

The Watch | Gabriel Era | 24. Mai

Eigent­lich gibt es bei uns kei­ne Tri­bu­tes, unei­gent­lich schon, das gesam­te Klas­sik-Gen­re ist nichts ande­res, auch sie spie­len nach. Inso­fern lau­tet die Fra­ge: Sind die frü­hen GENESIS nicht sel­ber bereits Klas­sik? Hier alle Infos zum Kon­zert mit THE WATCH, es ist die Band, die Ste­ve Hackett mein­te, als er sag­te: „I recom­mend them.“

Seven Soul

Donnerstag 23. Mai

Seven by Sven Ger­mann ©

Er wird wie­der und wie­der mit Prince ver­gli­chen, die Lat­te liegt extrem hoch, und das heißt, sie wur­de von denen, die ihn gehört haben, so hoch gelegt. Sei­ne Tour jetzt spielt er, Stadt für Stadt, ua mit Tho­mas D, Wolf­gang Nie­de­cken, Ste­fa­nie Heint­z­mann, Gre­gor Meyle, Laith Al-Deen … und in Bochum mit Roman Lob. Alle Infos und Tickets hier.

Versprechen auf Freiheit

Europäische Flüchtlingspolitik | 15. Mai

Migrants in Hun­ga­ry 2015 Aug by Gémes Sán­dor / SzomSzed (cc)

Es sind die Migran­ten, die Euro­pa lie­ben, die dem Ver­spre­chen auf Sicher­heit und Frei­heit ver­trau­en. Dis­kus­si­ons­abend ua mit Beri­v­an Aymaz, MdL für Die Grü­nen. Alle Infos hier

Volker Beck und die Freiheit (von) der Religion

Stadt des europäischen Versprechens | 10. Mai

Vol­ker Beck by Sabi­ne Hahn­e­feld ©

Reli­gi­on ist über­holt, die Gesell­schaft säku­la­ri­siert, das The­ma durch? Ein Blick in die Zei­tung, es geht um das Kopf­tuch in der Schu­le und das Kreuz im Gerichts­saal, um Arbeits­recht und Kin­der­ehe, ums freie Bekennt­nis und freie Got­tes­läs­te­rung, um reli­gi­ös getun­ten Ter­ror und Ter­ror gegen die, die sich reli­gi­ös ver­ste­hen … Euro­pa, sagt Vol­ker Beck, braucht eine durch­dach­te Reli­gi­ons­po­li­tik. Wei­ter­le­sen

Jochen Gerz — ein Café-Gespräch

Stadt des europäischen Versprechens | 9. Mai

Jochen Gerz mit Joel Epal­le vom VfL Bochum 2010 in der Chris­tus­kir­che | © Sab­i­tha Saul

„Wo liegt Euro­pa? Gibt es einen Ort in unse­rem Her­zen, der die­sen Namen trägt?“ Jochen Gerz hat die­se Fra­ge gestellt in einer Zeit, in der Euro­pa zeit­los erschien. Das hat sich geän­dert, Euro­pa steht zur Wahl. Also spre­chen wir über uns, der Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens liegt im Her­zen der Stadt. Ein Café-Gespräch mit Jochen Gerz, er zählt zu den wich­tigs­ten Künst­ler der Gegen­wart, mit dem Direk­tor des Kunst­mu­se­ums Hans Gün­ter Golin­ski und dem Kul­tur­chef der WAZ, Jens Dirk­sen. // Beginn: 17 Uhr! Alle Infos hier kli­cken.

Poetry Slam „Mein Europa“

Stadt des europäischen Versprechens | 8. Mai

Euro­päi­sches Par­la­ment, Straß­burg | (cc) Diliff

„Man kann sich in Euro­pa über eine Ver­ord­nung zum Krumm­heits­grad einer Bana­ne ärgern. Ich per­sön­lich fand die Jahr­hun­der­te davor vol­ler Krie­ge noch etwas ärger­li­cher.“ Poe­try-Slam ist das lite­ra­ri­sche Live-For­mat, es bringt, was hoch ist, auf Augen­hö­he. Wei­ter­le­sen

Bilder von morgen

urbEXPO im Schlegel-Haus | 1. - 19. Mai

urb­EX­PO in den Schle­gel­kel­ler | Foto thw

Bio­gra­phi­sche Bruch­stü­cke, zer­fal­le­ne Wel­ten, kein Mensch auf kei­nem der Fotos: Die „Ästhe­tik des Ver­falls“ — jähr­li­ches The­ma der urb­EX­PO im Schle­gel-Haus gegen­über — ist ein memen­to mori, sie lehrt beden­ken, dass wir ster­ben müs­sen. Oder genau­er: Sie lehrt sehen, dass wir gestor­ben sein könn­ten. So kurz vor der Euro­pa­wahl ist das ein unmit­tel­bar poli­ti­scher Blick, er lehrt sehen, dass auch wir, wir Euro­pä­er, aus den Bil­dern von mor­gen ver­schwun­den sein könn­ten. Und dann kommt man aus dem Schle­gel-Kel­ler zurück ans Licht und steht vor der Fra­ge: Wäre Euro­pa tat­säch­lich zer­schla­gen, wie sähen wir uns sel­ber an?

Stadt des europäischen Versprechens

Europa-Tage 8. - 10. Mai

Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, Eröff­nung Dezem­ber 2015 | Foto Sab­i­tha Saul ©

„Wo liegt Euro­pa? Gibt es einen Ort in unse­rer Ima­gi­na­ti­on, der die­sen Namen trägt? Gibt es eine ver­bor­ge­ne Stel­le in unse­rem Her­zen?“ Die Fra­ge ist von Jochen Gerz, er hat sie uns vor Jah­ren gestellt in einer Zeit, in der Euro­pa zeit­los erschien und Frie­den in Euro­pa so selbst­ver­ständ­lich wie Tag und Nacht. Seit­dem hat sich vie­les geän­dert, Wei­ter­le­sen

Und das alles aus? Den Alpen.

Herbert Pixner Projekt | 4. Mai

Her­bert Pix­ner by Sin­nes­bich­ler-de ©

Blues? Ja. Folk? Ja. Rock? Ja. Auch Jazz­rock? Ja. World­mu­sic? Ja. Klas­sik? Ja. Volks­mu­sik? Auch das. Dance? Sicher. Tran­ce? Ja doch, und das alles aus? Den Alpen. Mit einer stei­ri­schen Har­mo­ni­ka. Einem Instru­ment, das so ähn­lich und vor allem so eigen ist, wie es das Kla­vier des Berg­manns war, das Ban­do­ne­on. Womit gesagt ist: Her­bert passt zu Bochum wie die Har­fe  —  auch sie ist Teil von Pix­ners Com­bo  —  zur E-Gitar­re und alle zusam­men zur stei­ri­schen Har­mo­ni­ka. Ziem­lich ver­rückt, das Gan­ze, defi­ni­tiv geni­al. Hier alle Infos zum Kon­zert.

„Woanders ist auch Himmel“

Interview mit Max Kühlem für bodo 2/2019

Foto | Dani­el Sad­row­ski für bodo 02/2019

Pfar­rer Tho­mas Wes­sel hat aus der inner­städ­ti­schen Chris­tus­kir­che in Bochum einen span­nen­den Ort für Kunst, Kul­tur, Poli­tik und Geden­ken gemacht. Immer wie­der mischt er sich enga­giert in aktu­el­le Debat­ten ein. Max Flo­ri­an Küh­lem woll­te wis­sen: Was ist das für ein Typ? Wei­ter­le­sen

Frank Martin: Golgotha

Konzert zum Karfreitag | Stadtkantorei, BoSy

Rijks­mu­se­um Ams­ter­dam, Late Rem­brandt Expo­si­ti­on 2015, The Three Cros­ses 1653 (cc)

Unter­gangs­stim­mung, Krieg bricht aus. Krieg mit Eng­land, es ist das Jahr 1652, und Rem­brandt malt, was er sieht, ein Licht-Dun­kel-Dra­ma. Men­schen, die nicht wis­sen wohin, in der Mit­te drei elen­dig Lei­den­de, die kei­ne Erlö­sung ver­spre­chen außer der einen: dass sol­ches Lei­den nicht gesche­hen soll. Knapp drei Jahr­hun­der­te spä­ter hat Frank Mar­tin  —  den Welt­krieg hat er in der Schweiz über­lebt, er sieht den Schre­cken in Rem­brandts „Drei Kreu­ze“ gespie­gelt  —  „Gol­go­tha“ geschrie­ben. Ein Werk zwi­schen Oper und Pas­si­on. Eines, das fest­hält an der Hoff­nung, dass sol­ches Lei­den nie wie­der sei.  //  70 Jah­re nach der Urauf­füh­rung im April 1949 füh­ren Stadt­kan­to­rei Bochum und Bochu­mer Sym­pho­ni­ker das Werk erneut auf. Tickets an der Tages­kas­se, alle Infos hier.