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Sonntag 30. September 19 Uhr

Mar­kus Sto­cl­hau­sen by Rober­to Masot­ti ©

„Den Jazz und die Impro­vi­sa­ti­on hat­te ich immer gleich­zei­tig mit Klas­sik und zeit­ge­nös­si­scher Musik gespielt.“ Mar­kus Stock­hau­sen ist ein Begna­de­ter, welt­weit ver­ehrt, über 80 Alben. Sein neu­es­tes: “Far into the Stars” zusam­men mit sei­nem Quar­tett. Und: mit Strom, sie ver­bau­en elek­tro­ni­sche Effek­te in ihrer Musik, nur so ent­ste­hen die­se ein­ma­li­gen Stim­mun­gen, die Über­gän­ge von Kom­po­si­ti­on zur Impro­vi­sa­ti­on, unan­ge­strengt und mit leich­ter Hand. // Alle Infos + Tickets

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Mittwoch 10. Oktober | 20 Uhr

Low by Shel­ly Mos­man ©

SPEX lesen, es bil­det. Über Low schreibt CHRISTOPH JACKE in der aktu­el­len Aus­ga­be: „Trip-Hop-Beats gekreuzt mit Indie, Folk, Ambi­ent und Indus­tri­al krie­gen kurz vorm digi­ta­len Stör­ge­räusch gera­de noch die Kur­ve zurück zum Song. (…) Neu zusam­men­set­zen und doch nichts wirk­lich Neu­es erstel­len. Die­se Grat­wan­de­rung macht Lows luzi­den Zau­ber aus.“ Der wir­ke auf dem neu­en Album wie „durch den dunk­len III-Hop-Fleisch­wolf gedreht“ und dann? „Dan­cing Blood hören und ster­ben. Zumin­dest den klei­nen Tod.“ Seit min­des­tens drei Alben, so Chris­toph Jacke, „schrei­be ich die­ser fan­tas­ti­schen Band immer wie­der den doofs­ten aller Kri­ti­ker­sät­ze zu: Die­ses Album ist ihr bes­tes. Dou­ble Nega­ti­ve ist es tat­säch­lich. Always Try­ing To Work It Out lässt mich kei­ne Wor­te mehr fin­den, ein so inten­si­ves Gefühl ent­zieht sich der Spra­che. Ver­su­chen wir nicht immer, das Bes­te aus dem gan­zen Scheiß zu machen? Low ist das gelun­gen.“ Mehr Infos

 

11. September 14:46

11. Sep­tem­ber 2018, 14:46 Uhr

Die Glo­cken der Chris­tus­kir­che läu­ten nur ein­mal im Jahr, immer am 11. Sep­tem­ber von 14:46 h bis 15:03 h. Sie erin­nern dar­an, dass es an die­sem Tag vor 17 Jah­ren etwas gege­ben hat, das es nie zuvor gege­ben hat: ein welt­wei­tes Mit­füh­len und Mit­lei­den, ein Emp­fin­den, das alle Men­schen, die ein Herz in sich tra­gen, mit­ein­an­der ver­band, wo auch immer sie auf dem Erd­ball leben. Als hät­te die Mensch­heit für einen kur­zen Moment die Augen auf­ge­schla­gen. Mehr

Mammal Hands

urban urtyp edition

Mam­m­al Hands by Tom Bar­rett

Ihre Kon­zer­te, heißt es, haben hyp­no­ti­sche Wir­kung. Sphä­risch, dyna­misch, mit majes­tä­ti­schen Bögen. Klingt nach GoGo Pen­gu­in? Nach Por­ti­co Quar­tet? Ja, klingt anders: Mam­m­al Hands sind Nick Smart am Pia­no, Jes­se Bar­rett an Tab­las und Drums, Jor­dan Smart am Saxo­phon. Kein Bass, kei­ne Vocals, mehr als ein Trio braucht es nicht für die Musik des 21. Jahr­hun­derts.  //  Eine urban urtyp edi­ti­on, Tickets am bes­ten bei uns reser­vie­ren: ticket@urbanurtyp.de

Stoppt den Terror, stoppt BDS!

Thomas Wessel | Rede auf der Kundgebung "Kein Support für BDS auf der Ruhrtriennale" 18.08.

Adam Jones, Ph.D. 2013 (cc)

Guten Tag aller­seits, die Chris­tus­kir­che kann man von hier aus sehen, es ist eine Kul­tur­kir­che, wir haben so vie­le Besu­cher im Jahr wie die Ruhr­tri­en­na­le. Der Weg dahin ist kurz, es sind viel­leicht 800 Meter, so unmit­tel­bar ist das Inter­es­se, das ich habe, näm­lich kei­ne Lust, dass die­se Leu­te vom BDS dem­nächst vor mei­ner Kir­che ste­hen. Ich will sie nicht in mei­nem Pro­gramm, ich möch­te nicht, dass wir erpress­bar wer­den, so wie die Ruhr­tri­en­na­le erpress­bar gewor­den ist. Dazu 5 + 1 Punk­te:

(I) TICKET-DENKEN

Von BDS  —  so hat Frau Carp es uns anfangs erklärt  —  habe sie noch nie gehört. Zwei Wochen spä­ter erklär­te sie: Es wer­de eine Kam­pa­gne gegen die Ruhr­tri­en­na­le gefah­ren, sie müs­se nach­ge­ben. Und dann, wie­der zwei Wochen spä­ter, erklär­te sie, ohne BDS kön­ne sie eigent­lich gar kein Pro­gramm mehr machen, ein deut­sches viel­leicht, kein anspruchs­vol­les.

Das ging schnell. Von „kei­ne Ahnung“ zu „Ich kann nicht ohne“. Und jetzt einen klei­nen Schritt wei­ter gedacht: Wir wis­sen jetzt, BDS erpresst Künst­ler, BDS erpresst Inten­dan­zen, BDS greift direkt ein ins Pro­gramm  —  ist es vor­stell­bar, dass BDS auch ins Ticke­ting über­greift? Dass die­se Leu­te einen direk­ten Zugriff gewin­nen aufs Publi­kum?

Auch das wäre ein kur­zer Weg. Stel­len Sie sich vor, Sie kau­fen ein Ticket: Da wer­den Sie  —  so wie von der Ruhr­tri­en­na­le für die Podi­ums­dis­kus­si­on gleich hier im Anschluss  —  nach Ihrem Namen gefragt, Vor­na­men, wel­che Stra­ße woh­nen Sie, wel­che Haus­num­mer, wie heißt die Stadt, die PLZ, stu­die­ren Sie, aber wie alt sind Sie denn, haben Sie eine Mail­adres­se, falls es ein­mal Rück­fra­gen gibt, haben Sie eine Tele­fon­num­mer, wie ste­hen Sie zu Isra­el, haben Sie unse­re Club­kar­te … Wei­ter­le­sen

Roter Teppich für BDS ist wie der ECHO für Kollegah

Ruhrtriennale retten, Podium abblasen

Kloos vor der Jahr­hun­dert­hal­le by thw

Stand der Din­ge: Ste­fa­nie Carp, Inten­dan­tin der Ruhr­tri­en­na­le, hat­te dem Land­tag im Juli ange­kün­digt, sie berei­te anstel­le des Auf­tritts einer BDS-Band eine Ver­an­stal­tung mit Nor­bert Lam­mert vor. Die­ser Tage hat sie das Ergeb­nis ihrer Pla­nung vor­ge­stellt: Lässt sich eine poli­ti­sche Ver­nunft dar­in erken­nen, eine poli­ti­sche Ethik? Das Set­ting ein­mal durch dekli­niert: The­ma des Podi­ums sei, so der offi­zi­el­le Text, „das Span­nungs­ver­hält­nis von Mei­nungs­frei­heit und Frei­heit der Kunst mit per­sön­li­cher und gesell­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung im Kon­text der deut­schen Geschich­te“. Ein weit gespann­tes Pan­ora­ma, man wür­de  —  schon weil Nor­bert Lam­mert mode­riert, neben ihm Kul­tur­mi­nis­te­rin und Ex-Kul­tur­mi­nis­ter  —  einen renom­mier­ten Ver­fas­sungs­recht­ler an ihrer Sei­te erwar­ten oder Groß­his­to­ri­ker wie Hein­rich August Wink­ler und schaut sich die Beset­zungs­lis­te an: Alain Platel und Elliott Sharp, die bei­den expe­ri­men­tel­len Künst­ler, konn­ten ihr Berufs­le­ben lang tun und sagen, was immer sie tun und sagen woll­ten. Anders Ste­fa­nie Carp: Die „Span­nung“ zwi­schen „Mei­nung“ und „Ver­ant­wor­tung“ ist ihr aku­tes und sehr per­sön­li­ches Pro­blem. Carp ist das The­ma des Podi­ums, das sie arran­giert, nur dass sie den „Dis­kurs“ ver­ti­kal ver­scho­ben hat: Wo es um sie geht, geht es um „Frei­heit Ver­ant­wor­tung Geschich­te“. Theo­lo­gisch müss­te man von einer Ver­klä­rung spre­chen. Wei­ter­le­sen

avenidas y flores y mujeres

Lee Ritenour y Robin Beck y Nik Kershaw ...

West-Ber­lin 1985 by thw

Ein Wochen­en­de bei uns: Nik Kers­haw kommt (Infos hier) und Lee Ritenour (Infos hier) und Dave Grusin (Infos hier) und Robin Beck (Infos hier). Klingt retro, hat einen wun­der­ba­ren Effekt: Alle vier erin­nern dar­an, dass es eine Zeit gab, in der die Zei­chen eben­falls auf Sturm stan­den und die Welt vorm Abgrund, in der es aber Men­schen gab, die an so krau­se Din­ge glaub­ten wie die macht­lo­se Macht des Pop. An das Recht to par­ty und den zwang­lo­sen Zwang, etwas zu mögen, weil es ist, was es ist, anstatt empört zu sein, weil es nicht ist, was man lie­ber hät­te. Das Schö­ne an die­ser Erin­ne­rung ist, dass die­je­ni­gen, die damals dar­an geglaubt haben, die­sel­ben sind, die wir heu­te sind, ave­n­i­das y flo­res y muje­res. Viel­leicht liegt das Pro­blem dar­in, dass wir alle nur noch beob­ach­ten.

„Wenn wir anfingen, auf BDS zu schielen“

Offener Brief an Kulturministerin + Kulturausschuss NRW

 


Sehr geehr­te Frau Minis­te­rin,
sehr geehr­ter Herr Vor­sit­zen­der,

die Kam­pa­gne „Boy­cott, Dive­st­ment and Sanc­tions“  —  Sie haben sich deut­lich gegen sie gestellt, dafür möch­te ich Ihnen dan­ken  —  ver­übt  kul­tu­rel­len Ter­ror. Damit ist die allein ent­schei­den­de Gren­ze benannt: die zwi­schen Ter­ror und Demo­kra­tie. Es ist kei­ne Gren­ze zwi­schen „Nar­ra­ti­ven“ oder „Per­spek­ti­ven“: BDS boy­kot­tiert nicht Isra­el, son­dern demo­kra­ti­sche Kul­tur. Wei­ter­le­sen

Kershaw by Kühlem

„Wouldn’t It Be Good“? | Interview in RN


Mit­te der 1980er-Jah­re war der Bri­te Nik Kers­haw der Größ­te in der Pop­mu­sik: „Wouldn’t It Be Good“ oder „I Won’t Let The Sun Go Down On Me“ oder  „The Ridd­le“  —  hier mit René-Mag­rit­te-geschul­tem Video  —   lie­fen auf allen Radio­sta­tio­nen. Die­ses Jahr ist er 60 Jah­re alt gewor­den und geht im Som­mer wie­der auf Tour. Am 27. Juli spielt er mit Band in der Chris­tus­kir­che Bochum, spe­cial guest: Robin Beck. Mit Max Flo­ri­an Küh­lem / RUHR NACHRICHTEN sprach er über den über­ra­schen­den Erfolg, über das Älter­wer­den und über die Weis­heit von Spi­der­man. Wei­ter­le­sen

Carp und wie sie die Welt sah

Wie treten wir Antisemitismus heute entgegen?

Geblä­se­hal­le, Land­schafts­park Duis­burg Nord by Mat­thi­as Baus ©, Ruhrrri­en­na­le 2008

Dass eine Band, die sich als BDS-Band erweist, ins Pro­gramm rut­schen kann, hät­te auch uns pas­sie­ren kön­nen: Die Fra­ge ist, wie pri­va­te und staat­li­che Ver­an­stal­ter  —  wir hier finan­zie­ren uns weit­ge­hend am Markt  —  damit umge­hen, wenn es pas­siert. Die Ant­wort der Ruhr­tri­en­na­le wird ein Maß­stab sein für alle Ver­an­stal­ter in NRW. Ein Plä­doy­er, von der res publi­ca her zu den­ken, der öffent­li­chen Sache: Wei­ter­le­sen

Pressefreiheit, Königstochter

Der Impuls beim Pulse of Europe

„Königs­toch­ter Euro­pa“: Mul­ti­me­dia­les Ruhr­ge­biet im Jahr 2018 | thw (cc)

„Die Pres­se­frei­heit hat in der EU weni­ge Anhän­ger.“ Ste­fan Lau­rin von den Ruhr­ba­ro­nen hat beim Pul­se of Euro­pe gespro­chen. Kein eupho­ri­scher, ein nüch­ter­ner Blick auf ein Pro­jekt, das Frie­dens­pro­jekt blei­ben und Frei­heits­pro­jekt wer­den muss: „Es gab mal eine Zeit, in der ich ein begeis­ter­ter Euro­pä­er war. Das fiel mir nicht schwer: Mein Vater ist Kre­ter, stammt also von der Insel, auf der die Königs­toch­ter Euro­pa, die dem west­li­chen Zip­fel der gro­ßen, asia­ti­schen Land­mas­se ihren Namen gab, die­se erst­mals betrat. Mein Groß­va­ter müt­ter­li­cher­seits war Jugo­sla­we, mit einer natio­na­len Iden­ti­tät konn­te ich also nie viel anfan­gen und da kam Euro­pa gera­de recht. Frü­her ver­schaff­te Euro­pa, ver­schaff­ten sei­ne Insti­tu­tio­nen mir neue Frei­räu­me: Modems, in Deutsch­land lan­ge ille­gal, waren auf ein­mal zu kau­fen, weil Euro­pa den Markt öff­ne­te. Wei­ter­le­sen

Hip = antisemitisch?

Ruhrtriennale hat ein Problem, wir haben es auch.

Jahr­hun­dert­hal­le Bochum by Jonak Loch­mann, Ruhr2010 | © Jonak Loch­mann

Im letz­ten Jahr waren sie die Head­li­ner unter den Anti­se­mi­ten, die das Pop-Kul­tur Fes­ti­val in Ber­lin „boy­kot­tiert“ haben. In die­sem Jahr sind sie Head­li­ner der Ruhr­tri­en­na­le. Zitat: „Young Fathers – das erfolg­rei­che schot­ti­sche Trio – sind zurück!“ Eine Gedan­ken­lo­sig­keit? Absicht? Ein Pro­blem. Ein mas­si­ves. Wei­ter­le­sen

He Died At Home

Neal Morse | 15. Juni


War­um bringt einer, der aus dem Krieg zurück­ge­kehrt ist, sich zu Hau­se um? „Post­trau­ma­ti­sche Belas­tungs­stö­rung“ lau­tet die Diga­no­se, ein per­fi­des Wort. In den USA ster­ben inzwi­schen mehr Sol­da­ten at home als in der com­bat zone, sie ster­ben weni­ge Wochen spä­ter oder Jahr­zehn­te danach, auch in der Bun­des­wehr ist das Phä­no­men akut. Neal Mor­se hat einen Song dazu gemacht, er erschüt­tert. Wei­ter­le­sen

urbEXPO und die Selbstverbesserung der Stadt

Über die Ästhetik des Verfalls | Foto-Ausstellung 9. - 24. Juni

Andrea Bie­nert: »Pre­s­idio Mode­lo 2«, Kuba 2015

Das Ruhr­ge­biet ist kei­ne Schön­heit, mit der Ästhe­tik des Ver­falls kennt man sich hier aus. Und was ver­fällt, das soll man sto­ßen. Was wie­der­um den Vor­teil hat, dass man hier nicht auf die Idee kommt, dem Städ­te­bau einen uto­pi­schen Gehalt anzu­dich­ten. Die uto­pi­sche Stadt ist die ver­las­se­ne. Und umge­kehrt, jeder Lost Place ist eine gebau­te Uto­pie. Klei­ner Streif­zug durch die Bau­ge­schich­te, er führt aus dem Para­dies hin­aus in die geträum­te Stadt hin­ein in das Pan­op­ti­cum, vor­bei an dem „Pre­s­idio Mode­lo“, dem kuba­ni­schen Modell­ge­fäng­nis, wei­ter in die Tru­man Show und schließ­lich in die Schle­gel-Kel­ler neben­an. Zuerst also: Wei­ter­le­sen

Pfingstfest der akustischen Gitarre

Rafael Cortés, André Krengel, Richard Smith

Rafa­el Cor­tés by Chris­toph Gie­se

Am Beginn des Pfingst­fests steht was? Ein Drei­kö­nigs­tref­fen. Der ers­te: Rafa­el Cor­tés. Muss man nicht vor­stel­len, an der Fla­men­co-Gitar­re  —  die sel­ber als „Königs­dis­zi­plin“ der Akus­tik­gi­tar­re gilt  —  zählt er zur abso­lu­ten Welt­spit­ze. Spielt sei­ne Kon­zer­te schon mal zusam­men mit Paco de Lucia, Al di Meo­la und Tom­my Emma­nu­el. Ein begna­de­ter Kom­po­nist, ein stil­si­che­rer Arran­geur, eine anda­lu­si­sche Fami­li­en­tra­di­ti­on: Cor­tés stammt aus dem Ruhr­ge­biet. In der Kunst der Fin­gerstyle-Gitar­re wie­der­um ist Richard Smith eine Legen­de. Wei­ter­le­sen

Nie wieder Auschwitz? Nie gehört.

Über Robert Menasses „Die Hauptstadt“

(cc)

Tol­ler Roman, Men­as­ses „Die Haupt­stadt“. Viel­stim­mig, viel­schich­tig, viel­deu­tig. Unter­halt­sam und wit­zig, oft bit­ters­weet. Eine Ode an Euro­pa, das ver­läss­lich und mit gro­ßer Effi­zi­enz beweist, dass es nicht noch ein­mal unter­ge­hen will: Nie wie­der Krieg! Zugleich ein Nach­ruf auf eben die­ses Euro­pa, das kei­ne Ahnung haben will, war­um es Euro­pa eigent­lich gibt: Nie wie­der Ausch­witz? Men­as­se stellt die Fra­ge in einer Zeit, in der Tau­sen­de Juden die­ses Euro­pa in Rich­tung Isra­el ver­las­sen  —  die wenigs­ten von ihnen tun es frei­wil­lig  —  und er ent­wi­ckelt die Fra­ge anhand der Figur des Mar­tin Sus­man, eines Refe­ren­ten in der EU-Gene­ral­di­rek­ti­on für Kul­tur, der den Auf­trag erhält, eine Fei­er zum 50. Geburts­tag der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on zu orga­ni­sie­ren, die Kom­mis­si­on ist die Exe­ku­ti­ve der EU, eine Art Regie­rung. Ziel des „Big Jubi­lee Pro­jects“: Image polie­ren. Nur wie? Noch hat Sus­mann kei­ne Idee, als er Wei­ter­le­sen

Böhmermann für Dumme

Kollegah und Echo-Preis, Tröten und Pop

Chris­tus­kir­che? Arma­ged­don? Gehei­me Mäch­te? Roman Zeschky, Foto­graph aus Dort­mund, auf der urb­EX­PO 2017

Leu­te vom Schla­ge eines Kol­le­gah und Farid Bang, auch Nai­doo, sind Anti­se­mi­ten, darf man sie so nen­nen? „Völ­lig egal“, sagt Dani­el Neu­mann in der WDR-Doku „Die dunk­le Sei­te des Rap“: Es sei „völ­lig irrele­vant“, ob einer Anti­se­mit sei oder nicht und „völ­lig egal, was er denkt, weil es dar­auf ankommt, was er tut, was er singt und wel­che Text­zei­len er ver­brei­tet.“ Neu­mann, Direk­tor des Lan­des­ver­ban­des der Jüdi­schen Gemein­de in Hes­sen, erzählt in der abso­lut sehens­wer­ten WDR-Doku die schrä­ge Geschich­te, dass Kol­le­gah, Big­boss der Sze­ne, ihn ange­ru­fen habe um mit­zu­tei­len, er sei kein Anti­se­mit. Falls sei­ne Songs mal anti­se­mi­tisch klän­gen, dann, erzählt Neu­mann, habe Kol­le­gah dar­auf bestan­den, dass das „nur eine Geschich­te“ sei, „nur ein Bild, da sei­en kei­ne Sym­bo­li­ken, die er tat­säch­lich ernst gemeint habe oder die irgend­wel­che Hin­ter­ge­dan­ken hät­ten“.  —  Kommt einem bekannt vor? Ja, klingt wie Böh­mer­mann. Wei­ter­le­sen

Fredrik Vahle singt

urban urtyp kids: Vorverkauf läuft

Kin­der­kon­zert in der Chris­tus­kir­che

Das 11:30-Uhr-Konzert ist rap­pel­voll, jetzt geben uns Anne Kaf­fee­kan­ne und Lilo Lausch ein Zusatz­kon­zert! Infos hier, VVK läuft!

„Schönste Stimme des Ruhrgebiets“

Chorwerk Ruhr + Christuskirche + Stadt

Chor­Werk Ruhr 2015 in der Chris­tus­kir­che | © Sabi­ne Mich­a­lak

Groß­ar­ti­ger Chor, groß­ar­ti­ger Raum, groß­ar­ti­ges Publi­kum: Chor­werk Ruhr, das Kul­tur­bü­ro der Stadt und wir ver­län­gern unse­re Koope­ra­ti­on. Nächs­tes Kon­zert: „ein Lob­ge­sang der Demo­kra­tie“.  Wei­ter­le­sen