Nils Landgren & Friends

Christmas With My Friends | Samstag 18. Dezember 16 & 20 Uhr

Nils Landgren und sein Red Horn: "Steht da und haucht mit großen Augen ..."

Wel­chen Sinn soll es haben, Luft durch Blech zu pres­sen, an Holz­ge­rä­ten zu zup­fen oder Texte her­zu­sin­gen, die sich rei­men? Die Ant­wort weiß die Hirn­for­schung, sie hat geforscht und fand her­aus, dass, wenn man Musik hört, eine Menge Abtei­lun­gen im Hirn zuge­schal­tet sind. Die Amyg­dala zum Bei­spiel, die immer zur Stelle ist, wenn es ums Lust­emp­fin­den geht. Der Hip­po­cam­pus, der Erin­ne­run­gen sor­tiert, und der Nucleus accum­bens, der sich ein­mischt für den Fall, dass ein Sucht­ge­fühl ent­steht. Ist also eini­ges los im Hirn, wenn man Nils hört und das Blech, in das er bläst. Die WAZ hat die Hirn­ströme gemes­sen: „Eine See­len­reise, die gen Him­mel ging.“

Und: „Eine atem­be­rau­bende, fast über­ir­disch schöne Mischung aus Cho­rä­len, alten Weih­nachts­lie­dern und mode­ra­tem Jazz.“  Den aller­neu­es­ten Stand der For­schung aber hat der STERN pro­to­kol­liert: „Die aller­al­ler­al­ler­schönste Weihnachtsmusik.“

Und das ohne Jingle Bells, ohne Pathos und ohne gezu­ckerte Gei­gen? Was ist los im Hirn? Alles ist spröde instru­men­tiert, ist unprä­ten­tiös und unge­küns­telt, aber das Hirn behaup­tet unbe­irrt, es emp­fände größte Lust, bade in schöns­ten Erin­ne­run­gen und wolle sich wehr­los dem Sucht­ge­fühl ergeben.

Glück, erklärt das Hirn, ist nichts, was man hat, son­dern hört. Was man hört, wenn Nils Land­gren zum Mikro­phon greift und singt, mein Kol­lege Gert Hof­mann hat es vor zwei Jah­ren beschrieben:

„Singt wie ein gro­ßes Kind, das noch die­sen zar­ten Rauch im Stimm­spek­trum hat, steht da und haucht mit gro­ßen Augen When You Wish Upon A Star …“

Eine See­len­reise mit den Jazz-Sängerinnen IDA SAND, SHARON DYALL und JESSICA PILNÄS, der klas­si­schen Sän­ge­rin JEANETTE KÖHN, JOHAN NORBERG an der Akus­tik­gi­tarre, JONAS KNUTSSON am Sax, EVA KRUSE am Kon­tra­bass und MR. RED HORN LANDGREN.


3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das Kon­zert ges­tern nach­mit­tag mit Nils Land­gren war ganz, ganz wun­der­bar. Vie­len Dank dafür.

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