Nils Landgren & Friends

Christmas With My Friends | Samstag 18. Dezember 16 & 20 Uhr

Nils-Landgren-X-Kirche-19.12.08-56-kl-600x402

Nils Land­gren, Chris­tus­kir­che Bochum 2008

Wel­chen Sinn soll es haben, Luft durch Blech zu pres­sen, an Holz­ge­rä­ten zu zup­fen oder Tex­te her­zu­sin­gen, die sich rei­men? Die Ant­wort weiß die Hirn­for­schung, sie hat geforscht und fand her­aus, dass, wenn man Musik hört, eine Men­ge Abtei­lun­gen im Hirn zuge­schal­tet sind. Die Amyg­da­la zum Bei­spiel, die immer zur Stel­le ist, wenn es ums Lust­emp­fin­den geht. Der Hip­po­cam­pus, der Erin­ne­run­gen sor­tiert, und der Nucleus accum­bens, der sich ein­mischt für den Fall, dass ein Sucht­ge­fühl ent­steht. Ist also eini­ges los im Hirn, wenn man Nils hört und das Blech, in das er bläst. Die WAZ hat die Hirn­strö­me gemes­sen: „Eine See­len­rei­se, die gen Him­mel ging.“ 

 

Und: „Eine atem­be­rau­ben­de, fast über­ir­di­sch schö­ne Mischung aus Cho­rä­len, alten Weih­nachts­lie­dern und mode­ra­tem Jazz.“  Den aller­neu­es­ten Stand der For­schung aber hat der STERN pro­to­kol­liert: „Die aller­al­ler­al­ler­schöns­te Weih­nachts­mu­sik.“

Und das ohne Jingle Bells, ohne Pathos und ohne gezu­cker­te Gei­gen? Was ist los im Hirn? Alles ist sprö­de instru­men­tiert, ist unprä­ten­tiös und unge­küns­telt, aber das Hirn behaup­tet unbe­irrt, es emp­fän­de größ­te Lust, bade in schöns­ten Erin­ne­run­gen und wol­le sich wehr­los dem Sucht­ge­fühl erge­ben.

Glück, erklärt das Hirn, ist nichts, was man hat, son­dern hört. Was man hört, wenn Nils Land­gren zum Mikro­phon greift und singt, mein Kol­le­ge Gert Hof­mann hat es vor zwei Jah­ren beschrie­ben:

„Singt wie ein gro­ßes Kind, das noch die­sen zar­ten Rauch im Stimm­spek­trum hat, steht da und haucht mit gro­ßen Augen When You Wish Upon A Star …“

Eine See­len­rei­se mit den Jazz-Sän­ge­rin­nen IDA SAND, SHARON DYALL und JESSICA PILNÄS, der klas­si­schen Sän­ge­rin JEANETTE KÖHN, JOHAN NORBERG an der Akus­tik­gi­tar­re, JONAS KNUTSSON am Sax, EVA KRUSE am Kon­tra­bass und MR. RED HORN LANDGREN.


3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das Kon­zert ges­tern nach­mit­tag mit Nils Land­gren war ganz, ganz wun­der­bar. Vie­len Dank dafür.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *