„Wir stellen bei den Gewalttätern seit einiger Zeit eine unverblümte Deutschenfeindlichkeit fest.“ Der Satz ist bald fünf Jahre alt, er stammt aus einem Interview, das Kirsten Heisig, Berliner Jugendrichterin, zusammen mit ihrem Kollegen Günter Räcke dem TAGESSPIEGEL gegeben hatten: „Scheiß-Christ, Schweinefleisch-Fresser – das sind Begriffe, die richtig in Mode sind.“ Ist der Satz Tötet die Deutschen, vor kurzem auf die Außenmauer der Christuskirche geschmiert, deutschenfeindlich? Ist das Rassismus?
Nein, würde die Publizistin Andrea Dernbach vermutlich sagen. Rassismus, schrieb sie kürzlich, sei das „falsche Wort“, denn:
Rassismus war immer der Vorwurf der Unterdrückten an die Adresse der Unterdrücker, der Opfer gesellschaftlicher Verhältnisse gegen deren Nutznießer. Er erzählt von Macht. […] Alles, was wir inzwischen über strukturelle Diskriminierung von Migranten allein auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungssystem wissen, spricht eine andere Sprache.
Ja, würde die Bundesministerin Kristina Schröder sicherlich sagen, der Satz Tötet die Deutschen ist
Deutschenfeindlichkeit ist Fremdenfeindlichkeit, ja Rassismus. Denn hier wird jemand diskriminiert, weil er einer bestimmten Ethnie angehört.
Recht hätten sie beide nicht, finde ich. Dernbach behauptet vorweg, dass nur, wer Macht habe, rassistisch sei und darum, wer keine habe, kein Rassist sein könne - eine kuriose Logik, mit der sich auch Neo-Nazis solange freisprechen ließen, bis sie die Macht erneut übernähmen. Dernbach braucht aber diesen Unfug, um die Welt zu sortieren: Migranten, sagt sie, seien ohne Macht, darum Opfer, weil „strukturell“ diskriminiert, während Deutsche von Geburt wegen „Nutznießer“ seien.
In der Redaktion ihrer Zeitung mag das auch durchaus so sein, ist es aber sicher nicht, wenn man die Namen der Abiturjahrgänge liest, die in der Zeitung stehen. Letzte Woche hatten wir hier in der Christuskirche zwei Abitur-Entlassungsfeiern, das war eine polyglotte Meisterleistung, das Aufrufen der Namen. Menschen sind nie Opfer oder Täter, sondern immer beides:
simul iustus et peccator
hieß das bei Martin Luther, gerecht und sündig zugleich. Es gibt kein Schwarzweiß und keine Weißen oder Schwarzen - entscheidend ist, wie sich das Grau schattiert.
Aber auch die Ministerin Schröder liegt falsch, wenn sie glaubt, Rassismus sei dann der Fall, wenn eine „bestimmte Ethnie“ diskriminiert werde. Was soll das sein, die deutsche Ethnie? Das Wort ethnisch ist bestenfalls eine Verlegenheit, es wanderte Anfang der 90er in den Sprachgebrauch ein, als man anfing, wieder in Völkern zu denken anstatt in Nationen, es aber nicht völkisch sagen konnte: Völkisch hatten die Nazis ihre Bewegung genannt,
Volk und Rasse
heißt das Konzept in Hitlers Mein Kampf. Weshalb die Familienministerin glücklicherweise unrecht hat: Den Völkischen ging es darum, aus Volk eine Rasse zu formen. Und genau das ist der entscheidende Punkt, wenn man verstehen will, was Rassismus überhaupt ist:
Zur Rasse wird, wer verfolgt, und nicht, wer verfolgt wird.
Rasse wird immer die Rotte, die egal wen zu Tode tritt. Tötet die Deutschen ist also lupenrein rassistisch, dies aber nicht deshalb, weil der Appell gegen die Deutschen gerichtet ist, sondern an die eigene Horde.
Die allerdings, wenn sie entsteht, so bunt gewürfelt sein wird wie die Gesellschaft, in der sie entsteht. So etwa die Vier, die jetzt in Berlin wegen Mordversuchs aus „Rassenhass gegen Deutsche“ angeklagt werden: Ihre Familien stammen aus Bosnien, Nigeria, dem Kosovo und dem Irak, gemeinsam aber scheint ihnen zu sein, über alles hinweg zu sehen, was man so liebevoll ethnisch nennt.
Die Horde, die heute entsteht, ist multikulturell, sie ist dabei, ihr Stammesbewusstsein zu entwickeln.
→ Update_1 | An diesem Punkt erst, an dem es ums Bewusstsein geht, kommt die Religion ins Spiel: Der Aufruf, Deutsche zu töten, wurde schließlich an die Christuskirche geschmiert und nicht ans Symbolgebäude nebenan, das Rathaus. Ob das jetzt spezifisch „christenfeindlich“ sei, ist ein eigenes Thema.


84 Kommentare
Thomas Wessel | Geschrieben am 19. August 2011 um 20:20 | Permalink
@Olaf | Bestreitet ja niemand. In den allermeisten Fällen geht Deutschenfeindlichkeit allerdings von Deutschen aus.
Olaf | Geschrieben am 19. August 2011 um 20:16 | Permalink
Wer Deutschenfeindlichkeit in unserem Multikriminellen Land bestreitet, ist ein Lügner oder ein Spinner.
Bernd | Geschrieben am 22. Juli 2011 um 10:36 | Permalink
Was für eine langatmige Diskussion für so ein einfaches Thema. Solche Dinge passieren und zwar tagtäglich im Ruhrgebiet. Wenn Du im richtigen Viertel lebst, bist Du halt der „Sche**deutsche, und?
Wie wir dem begegnen? Mit Liebe, wie sonst? Zitat: „Der Aufruf, Deutsche zu töten, wurde schließlich an die Christuskirche geschmiert und nicht ans Symbolgebäude nebenan, das Rathaus. Ob das jetzt spezifisch ‚christenfeindlich‘ sei, ist ein eigenes Thema“
Oh, das gibt es ganz sicher auch, Sie werden aber keinen finden, der „öffentlich“ darüber redet, das ist nicht „schick“ und das Schaaf wird gegenüber dem Wolf immer verlieren.
—
„Wer seine Worte zurückhält, der besitzt Erkenntnis, und wer kühlen Geistes ist, der ist ein weiser Mann“.
Gruß
B.
Thomas Wessel | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 20:41 | Permalink
@ Heinz-Otto Rohde | Nach drei Kommentaren fällt Ihnen auf, was eigentlich die Frage war? In der Tat ist Tötet die Deutschen „zu wenig präzise“, um diesem Aufruf genügen zu können. Die — nennen wir es so — „Opfer-Beschreibung“ taugt für sich genommen zu nichts. Die Spekulation darüber, wer der „Täter“ dieses Aufrufs gewesen sein möchte, taugt für sich genommen ebenso wenig: die üblichen Verdächtigen, die üblichen Debatten. Wer aber beides — unpräzises Opferprofil und unpräzises Täterprofil — unter einen Hut bringen muss, das sind diejenigen, die sich vom Aufruf aufgerufen fühlen.
Mit wem ich dann bete oder nicht, entscheide ich, wenn ich weiß, mit wem ich es tue oder nicht.
Heinz-Otto Rohde | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 18:46 | Permalink
>Thomas Wessel | Geschrieben am 11. Juli 2011 um 16:29 : „@ M. | Gibt zwei Unterschiede zu „Tötet Helmut Kohl“: „Tötet die Deutschen“ steht an einer denkmalgeschützten Kirche, es da wieder wegzukriegen, kostet reichlich Geld. Und: Schlingensief wurde festgenommen.“
Tja, Herr Wessel, dann nehmen Sie jetzt mal schnell reichlich Geld in die Hand und lassen diese Volksverhetzung entfernen! Das darf da nicht länger stehen bleiben.
Karl-W. Krähling | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 18:29 | Permalink
„Klar, dass es DIE Deutschen, DIE Migranten usw. nicht gibt — aber gerade dann stellt sich die Frage, woher das Interesse daran kommt, die Welt in so übersichtliche Kollektive zu sortieren.“
Sehr geehrter Herr Wessel, sofern o.a. keine „rhetorische“ Fragestellung sein soll, die nur das „Unverständnis“ des Fragenden zum Ausdruck bringen soll, einige Anmerkungen. Die Antwort scheint zunächst in der Logik der Notwendigkeit zur Selbsterkenntnis zu liegen, die im „Ich“ und im „Du“ wie auch im „Wir“ und im „Ihr“ fest in jeder Sprache – und damit im Denken und Empfinden aller Menschen verankert ist.
Zunächst erfordert Selbsterkenntnis eine wertfreie Unterscheidung (Diskriminierung) zwischen dem „Ich“ und dem „Du“, in dem sich das „Ich“ und das „Du“ gegenseitig bedingen und fördern (M. Buber).
Im weiteren Verlauf des Menschseins – man kann dies sowohl auf die personale Ebene reduzieren wie auch in geschichtlichen Ereignissen wiedererkennen — gewinnt das „Wir“ und das „Ihr“ an dramatischer Bedeutung. Eindrucksvoll zu beobachten im Kindergarten, tragisch, wenn es darum geht, dass Religionsgemeinschaften („wir“ gegen die anderen = „ihr“) aufeinander eindreschen, „wir“ uns von „den anderen“ existentiell bedroht sehen (vergl. Amalek), unseren Lebensraum gemeinsam erweitern müssen, wollen wir nicht untergehen oder die Oberhoheit einer fremden Kultur/Macht abwenden.
Da im „wir“ auch sofort Hierarchien entstehen, im Kindergarten wie im richtigen Leben, bedarf es nur der rechten Führer, die das „wir“ durch die Aufstellung entsprechender Werte als gemeinsame Identität vermitteln. Zum „wir“, wie es sich bei Völkern oder Religionsgemeinschaften ausgebildet hat, gehören entsprechenden Feindbilder ebenso wie Heldengeschichten, Märtyrer usw. und das Gefühl, besser zu sein, die bessere Lehre zu haben als „ihr“.
Dass zur Beschreibung des „wir“ von Franzosen der Begriff Rasse verwendet und idealisiert wurde, gewann tragische Bedeutung zunächst zwischen Europa und Afrika und später auch innereuropäisch.
Das „wir“ Gefühl von Hitlers NS-Bewegung war davon überzeugt, dass Juden das Böse an sich verkörpern. Er/sie war(en) auch der Meinung, Deutschland vor seinen Feinden und Europa vor dem Kommunismus retten zu müssen — wobei sie auf die Unterstützung der stammverwandten englischen Blutsbrüder hofften. Dass nach dem Verlust der Kolonien Deutschland zum Volk ohne Raum wurde, die Nahrungsmittelerzeugung sich kaum erhöhte, dafür aber die Bevölkerung umso stärker wuchs, ließ die alten Pläne der Osterweiterung Deutschlands blutige Wirklichkeit werden, sollen nicht wieder ‚wertvolle’ Deutsche in Krisen oder Kriegszeiten verhungern. Die Lehren von Pfarrer T.R. Malthus waren wirkmächtiger als die von Pfarrer A. Damaschke. Es war zudem selbstverständlich, dass die ‚Vorsehung’ mit dem Führer war. Es war eine Zeit, in der es verbreitet war, seinen deutschen Stammbaum auf Mannu zurückzuführen. Die systematische Züchtung von Pflanzen und Tieren auf wissenschaftlicher Grundlage begann sich im Kampf gegen den Hunger erfolgreich zu etablieren, auch über Eugenik wurde in Wissenschaft und Politik nachgedacht..
Ist nun Rassismus als „wir“-Gefühl in Deutschland, Europa, der Welt nicht mehr hoffähig? Es bleibt ein Traum. Die Debatten im „Kampf der Kulturen“ zeigen, dass sich die Problematik auf eine andere Ebene verlagert hat – die Auseinandersetzung mit „den“ Moslems hat bereits die Fronten (hie „Hassprediger“, dort „Islamversteher“) verhärtet.
Da das im Gegesatz zum „wir“ stehende und an die Eigenverantwortung des Individuums, an das „Ich“ appellierende „sapere aude“ nur langsam in unsere ehemals christlich geprägte Welt Eingang gefunden hat steht zu erwarten, dass bei vielen Mitgliedern von Moscheegemeinden es vermutlich noch sehr lange dauern wird, bis aus dem „wir“ ein „ich“ geworden ist, wie die Erfahrung mit anderen Gemeinschaften, die als Diasspora in einer vermeintlich oder tatsächlich feindlich eingestellten Umwelt leben, zeigen. Wieder erleben wir Ausgrenzung und Selbstausgrenzung von Gruppen mit dem gefährlichen Potential.
Heute sind nicht mehr Rassen das „wir“ Problem, es sind wieder — wie im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit — Religionsgemeinschaften mit ihren Predigern und gläubigen Mitläufern, zu denen heute auch noch die Glaubengemeinschaften mit weltlichen Göttern wie Marx gehören.
Heinz-Otto Rohde | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 16:40 | Permalink
»Thomas Wessel wünscht sich eine öffentlichen Diskussion darüber, wie eine solche Tat zu bewerten sei. Er äußert sich dazu auf der Internetseite der Kirche. Dort können Leser ihrerseits Kommentare hinterlassen. Einen Punkt findet Thomas Wessel wesentlich interessanter als die Frage, wer die Opfer der Parole sein sollen. „Ich frage mich, wer sich von diesem Tötungsfantasien angesprochen fühlt, sagt er.«
Nur mal angenommen, das hätten Sie tatsächlich so gesagt (ich kann das gar nicht glauben): wenn es dann tatsächlich die ersten Opfer geben sollte, wäre denn dann Ihr Interesse an ihnen geweckt? Würden Sie dann (nach dem Vorbild Ihrer ehemaligen Kollegin, Margot Käßmann) zum Gebet für die und mit den Tätern aufrufen, weil die ja für Sie „wesentlich interessanter“ wären?
Und weshalb stellt sich Ihnen überhaupt die Frage, wer die Opfer sein sollen? Ist Ihnen die Aussage „Tötet die Deutschen“ zu wenig präzise?
Thomas Wessel | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 15:50 | Permalink
Diskutieren.
Heinz-Otto Rohde | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 15:34 | Permalink
@ Thomas Wessel | Allmählich kommt bei mir der Eindruck auf, dass Sie ganz bewusst an mir vorbei argumentieren wollen. Mein Vorschlag, ein (kleines) Schild mit der ersten Strophe des Lutherliedes „Ein‘ feste Burg“ anzubringen, stellt doch nicht die Aufforderung zu einer „weiteren Beschriftung“ dar. Das wird allein durch die wesentlich geringere Größe gewährleistet. Mit „repräsentativ“ meinte ich eine Ausführung in Messing o.ä. und nicht, eine Tafel in den Ausmaßen des Graffitis. Ich hatte vorausgesetzt, dass mein Verweis auf die in Museen angebrachten Beschilderungen allgemein verständlich war.
Nun bin ich aber nicht darüber betroffen, dass meine Idee nicht auf Gegenliebe stößt, sondern über Ihre dagegen vorgetragenen Argumente. Ihre Schlussfolgerung, dass dadurch Deutsche über „altböse Feindstaaten“ erhoben würden, entbehrt nämlich nicht eines gewissen zeitgeistigen Zynismus. Das fünfte Gebot sollte Ihnen geläufig sein. Nun steht an Ihrer Kirchenwand die Parole, dieses Gebot Deutschen gegenüber zu brechen. Dieser Aufforderung selbstbewusst mit dem Luther-Zitat zu begegnen und nicht etwa mit einer Aussage wie: „Na, dann mach mal und du wirst schon sehen, was dann passiert“, entspricht nach meiner Auffassung sehr wohl friedlichen, mit dem christlichen Glauben zu vereinbarenden, Grundsätzen.
Gegen welchen „Staat“ würde dadurch ein „Feindbild“ aufgebaut? Auch nach langem Überlegen will mir dazu keine plausible Antwort in den Sinn kommen. Stattdessen scheint es Sie nicht im Geringsten zu stören, dass die Parole „Tötet die Deutschen“ ja auch explizit gegen den deutschen Staat, der durch die Gesamtheit der deutschen Bevölkerung gebildet wird, gerichtet ist. Ganz offensichtlich hat da wohl jemand von Deutschland das Bild eines „altbösen Feindstaates“. Dass dahinter eine Organisation eines Drittlandes steht, ist reichlich unwahrscheinlich. Auch von daher ist Ihr Verweis auf „Feindstaaten“, die zu „Freundstaaten“ wurden in diesem Zusammenhang absolut fehl am Platz. Sie fragen mich: „Keine sehr souveräne Deutung, oder?“ Darauf kann ich nur Antworten: „Richtig! Ihre Deutung ist alles andere als souverän.“
In dem von Ihnen verlinkten Text fand ich den Hinweis, dass die Christuskirche heute keine Kulturkirche, sondern Kirche der Kulturen ist. Momentan ist sie aber definitiv auch der Träger einer extrem volksverhetzenden Hassparole, der es an jeglichem sichtbaren Widerspruch fehlt. Was gedenken Sie, als verantwortlicher Vertreter des Gebäudeeigentümers, zeitnah zu unternehmen, diesen Straftatbestand (130 StGB) aus der Welt zu schaffen? Mit jedem Tag, an dem dieser unübersehbare volksverhetzende Mordaufruf an Ihrer Kirchenwand prangt, wird der Verdacht der fahrlässigen Billigung dieser Aussage größer. Denn, wie Sie o. ausführten „Da steht ‚Tötet die Deutschen‘, da steht nicht ‚Tötet die Christen‘ — sind ja längst nicht alle Deutsche Christen““ . Vielleicht überlegen Sie mal, welchen Schluss man aus dieser Aussage ziehen kann, wenn man daran die Grundsätze Ihrer — für mich recht seltsamen — Logik anlegt.
Als (nicht-christlicher) Deutscher fühle ich mich jedenfalls von dieser ungesetzlichen plakativen Tötungsaufforderung (an einer Kirchenwand) zutiefst betroffen. Daher mangelt es mir an jeglichem Verständnis dafür, dass sie auch nur eine einzige Stunde nach ihrem Entdecken bzw. nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen noch im öffentlichen Raum deutlich für jedermann sichtbar bleibt, ohne dass an gleicher Stelle zumindest ein deutlicher Widerspruch erhoben wird.
Deswegen noch mal: Was wollen Sie wann unternehmen, um die nun seit Tagen fortwährende öffentliche strafbare Aufforderung auf Ihrer Kirchenwand, das ist ausschließlich Ihr Verfügungsbereich, zu entfernen bzw. sinnvoll zu entschärfen?
Thomas Wessel | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 13:35 | Permalink
@ Bernd Dahlenburg | Wenn es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Islam und dem Satz „Tötet die Deutschen“, dann den, dass auch Muslime getötet werden sollen. Das ist der Punkt, alles andere, was Sie schreiben, ist ein anderes Thema. Nur kurz, um abzustecken, wie es hier bei anderer Gelegenheit diskutiert werden kann:
Die Feier 2006 hatte nichts mit Synkretismus usw. zu tun, sondern mit unseren Nachbarn, dem Karikaturenstreit und der Tatsache, dass der Geburts– wie Sterbeort Mohammeds in dieser Kirche verewigt sind: Beide liegen in Hedschas, das Land war einer der „Feindstaaten Deutschlands“: http://www.christuskirche-bochum.de/christuskirche/geschichte/ Keine Texte ohne Kontext.
Und keine Toleranz ohne Schmerz. Was allerdings allen so geht und vielen, wenn sie zu uns kommen: Nicht jeder sieht im Kreuz, was Sie darin erkennen, nicht jeder erkennt in Mohammed, was Sie in ihm sehen. Islamkritik ist so wenig verboten wie die Kritik des Christentums, es gib kein Kopftuch– und kein Kritikverbot. Auch Niveau ist dabei nicht verboten, was Schirrmacher von Benz genauso unterscheidet wie DiTiB vom Islamrat. Nur:
Mich interessiert nicht sonderlich, was „der Islam“ sei und wie zu kritisieren usw., mich interessieren Muslime, die für sich selber sprechen.
Thomas Wessel | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 12:32 | Permalink
@ Heinz-Otto Rohde | Doch doch, ist uns aufgefallen, dass nicht irgendeine Mauer beschrift worden ist. Ihr Vorschlag zur weiteren Beschriftung ergäbe allerdings, dass hier „die Deutschen“ und dort „der altböse Feind“ stünde. Keine sehr souveräne Deutung, oder? Es gibt in eben dieser Kirche, der Bürgerkirche Bochums, bereits „Feindstaaten“ die Menge, aus denen aber „Freundstaaten“ geworden sind. Geschichte ist eben nicht „altböse“: http://www.christuskirche-bochum.de/christuskirche/geschichte/
Heinz-Otto Rohde | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 09:47 | Permalink
Werter Herr Wessel, was da steht, habe ich verstanden. Bei nur drei Worten fällt das ja auch nicht sonderlich schwer. Sie scheinen jedoch nur marginal zu realisieren, dass es an eine Kirche gesprüht wurde und dass das Teil der Botschaft sein soll. Dieser Kontext spielt — auch bei der Außenwahrnehmung — eine herausragende Rolle.
In Ihrer Kirche sollten aber doch auch Nicht-Lutheraner, wie Reformierte, Freikirchliche, „sogar“ Katholiken und natürlich auch (nichtdeutsche) Nichtchristen Schutz vor Todesdrohungen finden. Quasi als Gebot christlicher Nächstenliebe. Oder gilt dieser Grundsatz im 21. Jahrhundert nicht mehr und wir befinden uns plötzlich wieder in der Zeit der Reformationskriege, in der „fein säuberlich“ zwischen Katholiken, Anhängern div. protestantischer Strömungen, sonstigen Ketzern und Heiden getrennt wurde?
Außerdem habe ich nicht gesagt, dass ich eine Kunstaktion initiieren wollte. Sondern ich wollte nur anschaulich machen, wie das Schild mit dem Statement plaziert werden könnte. Mir geht es um die Chance, die Gelegenheit zu einer souveränen(?) Darstellung des christlichen Selbstverständnisses (nicht nur) der Gemeinde der Christuskirche nach außen zu nutzen. Nach meiner Auffassung würde man damit den augenblicklichen Status Quo — nämlich den der „jetzt aber doch schon ein Stück weit betroffenen“ Rat– und Hilflosigkeit — verlassen und den Schmierern recht selbstbewusst den Wind aus den Segeln nehmen. Eigentlich schade, dass ich so missverstanden wurde und das kuchenbreit erklären muss. Ich wünsche mit freundlichen Grüßen einen friedvollen Sonntag. H.-O. Rohde
Bernd Dahlenburg | Geschrieben am 17. Juli 2011 um 03:11 | Permalink
@Thomas Wessel Ich bin ein wenig ratlos: Wenn Sie an einer Ampel stehen, die Rot anzeigt, und eine Ihnen nicht genehme Person weist Sie darauf hin, dass man darauf reagieren sollte, auch wenn Ihnen die Begründung dafür nicht gefallen sollte: Sagen Sie dann „Es ist Grün und ich ignoriere dies?“
Dankenswerterweise haben Sie mich ja auf zwei pdf-Dateien hingewiesen, die von Mohammeds Geburtstagsfeier in Ihrer Kirche am 9. April 2006 berichten: http://www.christuskirche-bochum.de/presse/ Schon der Teaser des Journalisten Michael Weeke (WAZ Bochum) reicht eigentlich, um sich ein Bild des synkretistischen Charakters der Feier damals in Ihrer Kirche zu machen: “Muslime gedachten erstmals in einer Kirche der Geburt des Propheten Mohammeds“
Da bleibt mir echt die Spucke weg. Ein Juden– und Christenmörder wird hofiert. Außerdem wimmelt es in dem Artikel nur so von Halbwahrheiten, historischen Fälschungen und gut gemeinten, aber irreführenden Weichzeichnungen wie „Vor dem Hintergrund der Debatte um die richtige Integrationspolitik und die Rolle des Islam müsse daran erinnert werden, dass der Islam religiöse und politische Toleranz freisetze. Im politischen Dialog seien Muslime kein Gegenüber, sondern Partner.“ Das stimmt schlicht und einfach nicht, wenn Sie die sunnitische oder schiitische Variante des Islam betrachten (Die alevitisch-schiitische ist ein anderes Thema). Sunnitische Theologen (Juristen) haben seit je her immer die Evang. Historisch Kritische Methode herangezogen (!), um die Evangelien und paulinischen Schriften zu „widerlegen“. In der Islamischen Apologetik gibt es aber keinen einzigen eigenen und ernst zu nehmenden (originären) Beitrag oder wissenschaftlichen Ansatz zur Historisch Kritischen Methode. Man greift also ins Bücherreal der Christen, um sie an deren Aussagen zu „messen“. Ich habe dazu hier einen kleinen Beitrag für Laien geschrieben, der bewusst auf eine wissenschaftliche Vertiefung verzichtet und relativ allgemein bleibt (Ich hoffe, Sie verzeihen mir ;-) ): http://castollux.blogspot.com/2007/10/islamische-apologetik.html Der Beitrag von Frau Dr. Schirrmacher (für Sie vielleicht zu konservativ?) geht das Thema aus einer anderen Perspektive an: http://www.islaminstitut.de/Artikelanzeige.41+M5fff2d8c174.0.html
Kurze Anmerkung noch zu Andreas Rehnolts Beitrag in der „Westdeutsche Zeitung“, der bei mir auch massives Stirnrunzel ausgelöst hat: Es stimmt befremdlich, dass Sie, Herr Wessel, keinerlei Bezug auf die Rolle nehmen, die die DITIB innerhalb der islamischen Verbände spielt: kein Hinweis darauf, dass sie ein rückwärtsgerichtetes Koranverständnis und massive Abgrenzung von westlichen/säkularen Lebensformen propagiert; kein Hinweis auf deren Verbindung zur türkischen Religionsbehörde Diyanet und rechtsgerichteten Islamisten wie denen von der IHH, die als (Terror-) Organisation maßgeblich an der ersten Gaza-Flottille gegen Israel beteiligt war.
„Der türkische Dachverband DiTiB steht für eine konsequente Trennung von Religion und Staat und darum auch für die Freiheit der Religionen“; so werden Sie von Andreas Rehnolt zitiert.Unglaublich. Sehen Sie das heute auch noch so? Und wie ist es mit der von Aiman Mazyek und Wolfgang Benz, (Emeritus) des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA), vertretenen These, dass (konstruktive) Islamkritík a) islamophob sei und b) man den Muslimen heute eine ähnliche Opferrolle zuweise wie den Juden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Finden Sie nicht auch, dass das eine ungeheuerliche Versuchsanordung ist?
Zum Schluss noch eine persönliche Anmerkung: Als Christ bin ich davon überzeugt, dass jeder Mensch von Gott bejaht, geliebt und angenommen ist — und das schon vor seiner Geburt, wie uns die Bibel sagt. Die türkischen Familien, die in den 1990er-Jahren Opfer rechten Fremdenhasses geworden waren, verdienen stets unsere Unterstützung und Solidarität. Das muss aber nicht zwangsläufig zu dem Schluss führen, dass Islamkritik tabu sei.
In Rehnolts Beitrag war von Toleranz die Rede. Da Sie an anderer Stelle H.M. Broder zitiert haben, mache ich dies jetzt auch. Er sagt sinngemäß — und ich finde, er hat hier Recht: Toleranz ist eigentlich ein Begriff, der sich aus einem „von Oben nach Unten“ vergangener Zeiten der aristokratischen und feudalen Gesellschaft ableitet — eine vertikale Angelegenheit also. Das ist aber heute (!) eine Herangehensweise, die dem Fremden oder Zugewanderten/Asylsuchenden das Prädikat des „Edlen Wilden“ zuschreibt, der geduldet wird.
Ich frage mich also, wer hier der Rassist ist: derjenige, der nach diesem Muster verfährt oder derjenige, der sich intensiv mit kulturellen Dissonanzen auseinandersetzt und auf diesem Wege nach Lösungen sucht. Die Niederlande haben uns 30 Jahre lang vorgemacht, wie es nicht gehen soll. Jetzt steuern sie um.
Damit Sie nicht angesäuert in die neue Woche gehen (ich bin kein Monster), hier ein Reisebericht aus meinem Kommentarblog Castollux: http://castollux.blogspot.com/2010/09/meien-prag-meien-augsburg-radtour-2010.html
Thomas Wessel | Geschrieben am 16. Juli 2011 um 20:04 | Permalink
@ Heinz-Otto Rohde | Da steht „Tötet die Deutschen“, da steht nicht „Tötet die Christen“ — sind ja längst nicht alle Deutsche Christen — und auch nicht „Tötet die Lutheraner“ — sind ja längst nicht alle Christen protestantisch.
Wenn es Kunst werden soll, geht es nur ohne Text, ginge aber vielleicht mit Rahmen. Wenn man den Spruch einrahmen würde …
Heinz-Otto Rohde | Geschrieben am 16. Juli 2011 um 19:43 | Permalink
Warum denn diesen dämlichen Spruch für viel Geld entfernen? Damit bald danach der nächste dahin geschmiert wird? In der Gemeinde gibt es doch ganz sicher jemanden, der ein repräsentatives Schild (kostengünstig) herstellen kann, das dann — wie im Museum — rechts oder links unter dem „Kunstwerk“ fest angebracht wird. Text:
Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. / Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. / Der altböse Feind mit Ernst er’s jetzt meint; / groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, / auf Erd ist nicht seinsgleichen. (Martin Luther)
Thomas Wessel | Geschrieben am 15. Juli 2011 um 08:01 | Permalink
@ Johann | Welche Dinge meinen Sie, die offensichtlich seien?
Johann | Geschrieben am 15. Juli 2011 um 00:10 | Permalink
Sehr geehrter Herr Wessel, Ihre Denkweise ist mir vollkommen fremd. Es gibt Dinge, die liegen so offensichtlich auf dem Tisch, und Sie zitieren Einzelfälle. Die Kirche sollte sich übrigens überhaupt nicht in Politik einmischen, sage ich als Katholik.
Dr. Fritz Baur | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 22:32 | Permalink
Mein lieber R.! Sie bemühen sich wirklich sehr — aber warum vergessen Sie die BrandstifterINNEN, die HeldINNEN, die SoldatINNEN und schließlich sogar noch die RassentheoretikerINNEN (Schreiben vom 12.7., 20.58h). Viele Grüß_Innen, Ihr F. Baur
Thomas Wessel | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 21:17 | Permalink
@ Hartmut Schröter | Auf ihre Weise zynisch schlau sind dummerweise Nazis. Stefan Laurin weist auf seinem Blog Ruhrbarone.de darauf hin, dass — in Bochum — ein NPD-Aktivist kleine Brandanschläge begangen und dazu Flugblätter verfasst hat, unterschrieben mit „Antifaschistische Jugend Bochum“. Noch eine Spirale weiter, sozusagen. Hier der WAZ-Bericht zum Prozessauftakt: http://www.derwesten.de/staedte/bochum/gericht/NPD-Aktivist-schweigt-zu-den-Anklagevorwuerfen-id4687751.html
Wurde übrigens kürzlich verurteilt, der Mann, der kanns nicht gewesen sein.
Hartmut Schröter | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 20:38 | Permalink
Man könnte auch annehmen,es handle sich um eine „Kunstaktion“, mit der alle aufs Glatteis geführt werden sollen, die sich gerne ereifern. Das wäre noch eine Spirale weiter und man müßte einen Antirassisten dahinter vermuten. Aber so zynisch schlau wird wohl noch niemand sein.
Thomas Wessel | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 15:12 | Permalink
@ aktivposten | Kennen Sie Serdar Somuncu? Oder Bülent Ceylan? Fatih Cevikkolu? Sind alles Kabarettisten, und sind nicht wenig wirklich böse Witze, die sie machen. Über deutsche Deutsche und türkische Türken und deutsche Türken und türkische Deutsche usw. Aber wie gesagt, wenn der Witz gut ist … Um mal Henryk Broder zu variieren: Für eine gute Pointe würde ich auch an Rassen glauben.
Ansonsten aber: Wen interessiert das noch mit diesen „verschiedenen Menschenrassen“. Was liegt dran? Aus „genetischen Unterschieden“ kann man Medikamente entwickeln, das hat Sinn, aber was wollen Sie aus „Menschenrassen“ entwickeln? Es ist einfach banal. Guter Stoff für Witze.
aktivposten | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 14:35 | Permalink
@ Thomas Wessel | Aber ein Italiener könnte sich dadurch beleidigt fühlen, daß seine Verwaltungsarbeit die „Hölle“ sei. Und machen wir uns nicht sogar innerhalb Deutschlands über Ostfriesen, Bayern, Schwaben oder Blondinen lustig? Ist das etwa in Ordnung ?? Wenn aber die bespöttelte Zielgruppe keine Ostfriesen, sondern Türken sind, ist das rassistisch ?
Und jetzt mal Butter bei die Fische, wieso bestreiten Sie so ernsthaft und vehement, daß es tatsächlich verschiedene Menschenrassen mit den ensprechenden genetischen Unterschieden gibt?
Thomas Wessel | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 12:26 | Permalink
@ aktivposten | Wenn Unterschiede gut sind für gute Witze, finde ich beides gut, soweit völlig d’accord.
aktivposten | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 12:10 | Permalink
@ thomas wessel | Sorry, ich bestreite immer noch daß aus mir ein Chinese werden kann, da nützt ihre Behauptung nüscht, das ist faktisch unmöglich und auch nicht gottgewollt.
Und zu Ihrer Behauptung, es gäbe keine Unterschiede, mal ein schöner Witz zum Thema Himmel und Hölle:
Himmel:
Engländer: Polizisten
Deutsche: Ingenieure
Franzosen: Köche
Schweizer: Verwalter
Italiener: Liebhaber
Hölle:
Engländer: Köche
Deutsche: Polizisten
Franzosen: Ingenieure
Schweizer: Liebhaber
Italiener: Verwalter
aktivposten | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 12:04 | Permalink
@R | Sie schrieben im selben Kommentar vom 12.07 01:25: „Diese bestehenden Ausgrenzungsmechanismen halten nach wie vor zum Beispiel Millionen in Deutschland Lebende davon ab, wählen zu dürfen, eine Arbeit aufnehmen zu dürfen.“
„Und jenes Herrschaftsverhältnis, das dafür sorgt, dass zehntausenden in Deutschland lebenden Flüchtlingen verboten wird, einen Job anzunehmen.“
Noch Fragen? Ach ja, der allzu eilfertige Gebrauch der Nazikeule sagt etwas über den Nutzer und nicht über den Gegner.
Thomas Wessel | Geschrieben am 14. Juli 2011 um 00:10 | Permalink
@ all | Bis heute etwa 22 Uhr gingen alle Kommentare schnurgerade online, rausnehmen musste ich fünf, aber jetzt wird doch gefiltert. Es gibt hier ein Thema.
Für alle, die das Thema verfolgen und nicht andere Menschen: Eure & Ihre Kommentare gehen natürlich nicht verloren (womit hier sowohl die Natur wie das ü recht behalten).
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 23:07 | Permalink
@ Kathrin | Was zeichnet sich ab? Wenn ich die Presse verfolge, stelle ich fest, dass Deutschfeindlichkeit meistens von Deutschen ausgeht.
Kathrin | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 22:48 | Permalink
Das alles zeichnet sich doch schon seit Jahren ab. Wer mal in der Polizeipresse liest und mit offenen Augen durch die Straße geht, der weiß was uns in den nächsten Jahren noch blüht.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 22:40 | Permalink
@ Chayal | Die eine Frage ist, ob es „den“ Islam gibt. Aber wenn es ihn gibt, „den“ Islam, ginge es doch gerade darum, dass ein bisschen Plural entsteht. Gibt schließlich auch nicht „die“ Kirche, sondern Kirchen, und vor allem — das ist protestantisch gedacht — gibt es Christen und Christinnen, die selber denken können. Und wenn mans denn tut, ist das eine passable Voraussetzung für Toleranz.
Übrigens ist keineswegs klar, wer „Tötet die Deutschen“ geschrieben hat.
Chayal | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 22:19 | Permalink
Herr Pfarrer, was ich damit sagen wollte, hat mit Islam zu tun, nicht mit Erdogan oder Fatah, Hamas und wie sie alle heissen, es ist der Islam, der dort ausgelebt wird. Und ich bin wirklich keine Rassist, aber wenn sich die christliche Kirche an die Seite des Islams stellt, hat sie ihre Lehre vergessen.
Multikulti geht nur, wenn es ALLE tolerieren, aber wo Intoleranz herrscht, ist Toleranz falsch am Platze, das wollte ich damit sagen, wenn dort steht „Tötet die Deutschen“ hat Toleranz keinen Platz mehr, genau so wenig, wenn an einer Synagoge „Tod den Juden“ geschmiert würde, und ich möchte nicht wissen, welch medialen Aufschrei Deutschland erlebt hätte, wenn an einer Moschee „Tod den Muslimen“ gestanden hätte.
Ja, es ist Rassismus und zwar von der widerwärtigsten Art.….
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 22:01 | Permalink
@ Bernd Dahlenburg | „Geht gar nicht“, dieser Link, hieß, hier würde auf eine Seite verlinkt, die ganz und gar nicht geht. Darum mein Verweis auf echte Presse. Mit Recherche und so, kennen Sie ja. — Den Hörbeitrag von Hartwich, auf den Sie verlinken, kann ich so schnell nicht hören, der Link ist natürlich okay.
Bernd Dahlenburg | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:48 | Permalink
@Thomas Wessel: der Link funktioniert. Sie können ihn ja in einen Editor übertragen und dann in die URL-zeile reinkopieren.
Sie würden also Mohammeds Geburtstag feiern? Kann ich nicht nachvollziehen. Und zum Terminus „mulitikulturell“ ein Nachtrag hier. Der Autor ist alles andere als rechtslastig:
http://castollux.blogspot.com/2010/10/multiethnisch-statt-multikulturell.html
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:48 | Permalink
@ Bernd Dahlenburg | Hier zwei Presseberichte [stehen direkt unter dem Foto unter „AKTUELL“, dann die beiden pdf-Dateien „WAZ BO“ und „Westdeutsche Zeitung“.]. Die Sachen stehen nicht mehr im Netz. Aber die Moschee nebenan, die steht noch, es sind unsere Nachbarn.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:34 | Permalink
@ Bernd Dahlenburg | Klar, würde ich. [Sorry, dass ich Ihren Link rausgenommen habe, aber die Adresse ging gar nicht. Suche gerade nach einer anderen.]
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:28 | Permalink
@ Chayal | Weiß ich. Käme mir auch nie in den Sinn, Erdogan zu verteidigen oder die Fatah, von Hamas zu schweigen. Aber was hat das mit der Christuskirche in Bochum zu tun?
Bernd Dahlenburg | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:24 | Permalink
Sehr geehrter Herr Wessel, würden Sie auch heute wieder — wie schon am 9. April 2006, in ihrer Christuskirche den Geburtstag Mohammeds feiern?
Und würden Sie heute Sätze wie diese von Superintendent Fred Sobiech gutheißen? „„Heute erinnern wir an die Geburt und das Leben Mohammeds, und mit dem heutigen Tage beginnt zugleich die Woche, die uns Christen zum Karfreitag führen wird, dem Tag an dem Jesus von Nazareth gekreuzigt wurde.“
Gruß Bernd D. | Evang. Theologe | Freier Redakteur | Augsburg
Chayal | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:21 | Permalink
Hallo Herr Pfarrer, sollten Sie sich einfach einmal anschauen: So sehen Kirchen im türkisch besetzten Nord-Zypern heute aus:
http://aconservativemind.blogspot.com/2006/11/lislam-e-le-chiese-cristiane-dossier.html
Und wie es den Christen in Gaza und Samaria und Judäa geht, brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern. Wie blind sind eigentlich unsere Kirchen heute?
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:16 | Permalink
@ Iris | „Deutschland gehört den Deutschen und den Immigranten“, das ist ein schöner Satz, an den müssen sich tatsächlich alle anpassen.
Iris | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 21:04 | Permalink
Ich als Deutsche finde es sehr traurig, was man an Kirchen lesen muss. Wenn die Deutschen getötet werden sollen in Deutschland, dann Frage ich mich, warum leben Ausländer in unserem Land. Wenn es ihnen nicht gefällt, sollen Sie wieder in ihr sogenanntes Heimatland zurück kehren. Warum wollt Ihr in unserem Land leben und hasst uns Deutsche??? Wenn es so ist, müßt Ihr wieder gehen. Nicht nur von Vater Staat Geld beziehen, auch mal ein „bißchen Anpassen“. Ich bin der Meinung in unserer Politik läuft alles seid Jahren daneben. „Hallo Politiker, Hallo nicht Deutsche, wacht langsam auf oder liegt Ihr im Dauerschlaf??? Deutschland gehört den Deutschen und den Immigranten. Wir müssen uns alle anpassen. Und der Rest sollte es auch …
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 20:41 | Permalink
@ Kim Laurenz | Was hat ein Satz, der mit „ich“ beginnt, mit einem Überwesen zu tun? Ich bin kein Baum im Wald, auch allegorisch nicht, weil ich einfach keine Lust habe, als Exemplar herum zu stehen. Menschen sind unterschiedlich, sagen Sie ja selber.
Darum finde ich auch den Vergleich mit Synagoge / Moschee völlig berechtigt. Vergleichen heißt, Gemeinsames und Unterschiedliches herauszuarbeiten, das tun Sie aber nicht. Machen Sie doch mal, ich finde, es ist nicht so einfach.
Und machen Sie es halbwegs höflich.
Kim Laurenz | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 20:12 | Permalink
@Mike | Ich gehe sogar noch weiter: Ich stelle fest, es gibt unterschiedliche Geschlechter.
Bin ich jetzt auch noch Sexist? Mea Culpa, mea Culpa, mea maxima Culpa!
Kim Laurenz | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 20:09 | Permalink
@Maria | Nein, Gott sei Dank! Alle Menschen sind unterschiedlich!
Kim Laurenz | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 20:06 | Permalink
@Thomas Wessel: Klarer Fall von ätherischem Überwesen: Kein Ökosystem? Diskutieren Sie das bitte mit Ihrer Darmflora. Ansonsten sollten Sie als Pastor mit allegorischer Sprechweise etwas anfangen können. Wenn Sie meinen, durch wortwörtliche Auslegung Argumente in die Hand zu bekommen, bewegen Sie sich im Bereich der Eristik, die schon Schopenhauer verachtete.
Übrigens: Es gibt Schwarz und Weiß. Allein dass wir darüber sprechen und jeder genau weiß, was gemeint ist, dürfte als Beleg genügen. Welche Gottesgnadenschaft ermächtigt Sie eigentlich, diese Unterscheidung abschaffen zu dürfen.
Was Herr Krogull wollte und was er getan hat, dürfte zweierlei sein. Jedenfall gibt es auch rassistisch motierte Verbrechen gegen Juden und Schmierereien an Synagogen, und kaum ein Mensch in diesem Land hat Probleme, diese Taten in einen inhaltlichen Zusammenhang einzuordnen. Jeder der Schmierereien an Synagogen herunterspielt, muss sich zurecht der geistigen Brandstiftung und der Verhöhnung der Opfer bezichtigen lassen. Es bleibt dabei, Ihre Äußerungen sind Zynismus reinsten Wassers. Dieses Salonchristentum ist zum Abgewöhnen. ich jedenfalls habe Freunde, die hier als Asylbewerber leben und koptische Christen sind. Und das erste was sie in unserem wunderbaren Land erleben durften, waren massive Angriffe durch Moslems. Aber bleiben Sie ruhig in Ihrer rosaroten Harmoniewelt und lügen Sie sich das Gottesreich herbei, während Menschen, die weniger Feigheit vor der hässlichen Realität haben, sich für verfolgte Menschen einsetzen. Und dazu gehören in diesem Land zunehmend auch Deutsche.
Aber weiter so, schützen Sie die Rassisten, indem Sie (implizit) behaupten, die gebe es ja gar nicht.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 19:23 | Permalink
@ Mhh | „Deutschland ist doof“. In Kreide, nicht gesprüht.
Mhh | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 19:16 | Permalink
Was stand denn in der weißen Schrift, die man jetzt nicht mehr lesen kann, auf der Kirche?
J… ist doof ?
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 19:03 | Permalink
@ Columbin | An die Christuskirche pinkeln permanent Deutsche, und drinnen in der Kirche ist es so, dass sich (und mich) immer wieder Moslems umarmen. Es gibt kein Schwarzweiß.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 18:42 | Permalink
@ Kim Laurenz | Ich bin kein Ökosystem. Und: Peter Krogull hat keine Morde, keine Prügelorgien und keine Vergewaltigungen kommentiert, sondern einen Satz an einer Kirchenwand. Man kann wie Sie davon überzeugt sein, dass dies ein Mordaufruf sei, von dem eine direkte Spur zur Tat führe, das sehen andere aber anders. So wie sich von „Eat the rich!“ auch keine gerade Linie zur Tat ziehen lässt.
Columbin | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 18:11 | Permalink
„Ist der Satz Tötet die Deutschen, vor kurzem auf die Außenmauer der Christuskirche geschmiert, deutschenfeindlich? Ist das Rassismus?“
Rassismus ist die Lehre von der Ungleichwertigkeit der menschlichen Rassen (Weiße, Schwarze, Asiaten usw.). Da die Deutschen jedoch keine Rasse, sondern vielmehr ein Volk darstellen, handelt es sich bei der Forderung nach Tötung derselben „nur“ um Deutschenfeindlichkeit — nicht um Rassismus. Wenn es sich bei den Schmierern um eine Gruppe Schwarzer handeln würde, welche „Deutsche“ geschrieben und „Weiße“ gemeint haben würde, könnte die Tat gleichwohl rassistisch motiviert sein. Doch diese Option dürfte eher theoretischer Natur sein.
Der Diktion zu Folge handelt es sich bei den Tätern wohl auch nicht um sogenannte „Antideutsche“ aus der linksextremen Szene. Dass diese aus den Reihen der Religion des Friedens™ stammen könnten, erscheint hingegen ungleich wahrscheinlicher. Und ja — insbesondere dann würde sich zur Deutschenfeindlichkeit noch ein christenfeindliches Motiv gesellen. Wobei das Beschmieren einer Kirche an sich — aus welchen Gründen auch immer — bereits christenfeindlich sein dürfte.
Wer die Dokumentation „Kampf im Klassenzimmer“ gesehen hat — die Autorin Güner Balci ist übrigens Alevitin -, weiß, dass Deutschenfeindlichkeit in bestimmten Bezirken und Milieus ein gravierendes Problem darstellt. Feindlichkeit gegenüber dem Christentum ist — so ehrlich sollte man sein — allerdings keine Domäne von Einwanderern: Vor einiger Zeit durfte ich am späten Abend Zeuge werden, wie eine Gruppe „Südländer“ — vermutlich Moslems — an die Wand der „St.-Lamberti“-Kirche meiner Heimatstadt Münster urinierte. Genau so habe ich jedoch schon erlebt, wie sich tagsüber ein „autochthones“ Pärchen — an eine andere Kirche gelehnt — innig umarmte, befummelte und küsste. Beides zeugt von Respektlosigkeit gegenüber dem Christentum.
Alarmierend ist gleichwohl, wenn ausländischstämmige Personen in der Bundesrepublik ein besseres Leben als in ihren Herkunftsländer genießen können, dem aufnehmenden Volk jedoch ablehnend bis feindselig gegenüberstehen. So etwas gab es in der langen Historie der Migration bisher nicht.
„Es gibt kein Schwarzweiß und keine Weißen oder Schwarzen — entscheidend ist, wie sich das Grau schattiert.“
Dieser einem bildungsbürgerlichen Impetus entspringende Relativismus und das abwertende Gerede von einem „Schwarz-Weiß-Denken“ sind weit verbreitet, jedoch genauso falsch. Es gibt Handlungen, die subjektiv richtig sind und es gibt Handlungen, die subjektiv falsch sind. Und genau so ist ein Mensch subjektiv entweder überwiegend gut oder überwiegend schlecht. Wer dies als „Schubladendenken“ brandmarken will — bitteschön. Unbewusst denkt der Brandmarker aber vermutlich gleich.
Kim Laurenz | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 18:05 | Permalink
Ich bin entsetzt, wie weltfremd sie den Fall einer rassistischen Straftat betrachten. Allein die Tatsache, dass es schwierig ist die fließenden Grenzen eines Volkes zu bestimmen, besagt nicht, dass es dieses Volk nicht gibt. Jedes Ökosystem, wie z.B. ein Wald, hat fließende Grenzen. Zu behaupten es gäbe da keinen Wald sondern nur Bäume spricht, nun ja, für sich. Es bedarf keines ideologischen Konzeptes, um ein über Jahrtausende gewachsenes, durch Sprache, Mentalität und historischer Erfahrung verbundenes Kollektiv wahrzunehmen, das in unserer Sprache den Namen Volk trägt.
Zu behaupten Rassismus kann nur sein, wenn die Starken die Schwachen unterdrücken, ist böser, ja unchristlicher Zynismus. Wie oft ist eine starke Gruppe als solche identifiziert und verfolgt worden. Wie ist das mit der Propaganda gegen „Jüdisches Kapital“- kein Rassismus, weil die Betroffenen zu einer starken Gruppe gehörten?
Zu behaupten es gäbe keine Rassen ist blinde Realitätsverweigerung. Und zwar schon auf ganz primitiver, biologistischer Ebene. Wer es nicht glaubt, kann ja einmal mit einem Japaner eine Milchbar besuchen. Es sind in Australien auch vor allem die Weißen, die sich besonders vor der Sonne schützen müssen.
Nun muss man daraus keine Wertungen ableiten. Es zu ignorieren, weil man es nicht schön findet, ist brandgefährlich. Denn es finden sich immer Rassisten, die sich an solchen Unterschieden hochziehen und schlimmes tun. Und ein faselnder Realitätsverweigerer hat denen rein gar nichts zu entgegnen. Lediglich einen solch frömmelnden, bigotten Kram wie auf dieser Seite, der sich in den Ohren der Opfer handfester, antideutsch rassistischer Gewalt in kaum zu übersteigerndem Maße wie Hohn und Spott anhören dürfte, in den Ohren der zu Krüppeln und ins Koma geprügelten, der Vergewaltigten und Erniedrigten. (Vieleicht sollte Herr Pastor Krogull sich einmal an das Krankenbett des Komapatienten in Berlin begeben und ihm erklären, wie witzig es doch eigentlich ist, dass ein Satz wie „Tötet die Deutschen“ in fehlerfreiem Deutsch daherkommt „Hihihi“.) Ist das der Weg Christi, der Lüge huldigen, weil man zu feige ist, der unbequemen Realität ins Gesicht zu sehen.
Ich weiß, warum ich keine Kirche mehr betrete.- Gelobt sei Jesus Christus.
P.S. Ich gehöre übrigens der Ethnie der Deutschen an. Ich freue mich darüber zu diesem Volk zu gehören und möchte es weder abschaffen, noch mich dafür schämen, noch mich durch Rassismus angreifen lassen. Dazu gehört übrigens auch,Deutsche, die es akzeptieren Deutsche zu sein, als irgendwie rechts einzustufen.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 16:10 | Permalink
@ Maria | Die Christuskirche ist Teil vom Platz des europäischen Versprechens.
Maria | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 15:59 | Permalink
Alle Menschen sind gleich!!
Ich kann gleichzeitig „Chinese“, „Europäer“, „Amerikaner“, „Afrikaner“, „Muslim“ und „Deutscher“ sein. Das nennt sich hybride Identitäten und ist endlich das Ende von Rassenphantasien und Nationalismus. Nur weil jemand andere Hautfarbe hat, ist er nicht anders. Wenn er ein paar Jahrzehnte in Nordeuropa verbringt, wird seine Haut schon heller und paar Generationen weiter ist er ein „Arier“.
Außerdem ist es nicht gerecht, sich über solche Sprüche aufzuregen, schließlich haben die Europäer jahrhundertelang die anderen Weltteile ausgebeutet, nicht zuletzt gibt es auch Rassismus von Deutschen. Das ist doch vielmehr auch ein Hilfeschrei. Man sollte trotzdem vielleicht ein Stadtfest organisieren, auf dem das thematisiert wird und zwischen „Deutschen“ und „Türken“ friedlich diskutiert wird. Zum Beispiel könnte man sich darauf einigen, dass Schulklassen einmal eine Moschee besuchen und dann eine Kirche. Das baut Toleranz auf.
Übrigens bin ich dafür, die Bundesrepublik Deutschland umzubenennen in Zentraleuropäische Republik. Der Begriff deutsch steht für zuviel Schlechtes und unsere neue Gesellschaft will doch damit nichts mehr zu tun haben. ;-) Außerdem grenzt es die aus, die sich nicht alleinig über „deutsch“ definieren, was immer das auch sein mag.
Nicht nur die „Deutschen“ haben ein Recht, von dem Wohlstand in Deutschland zu profitieren, sondern auch die, die bisher geknechtet worden sind und keine Chance auf ein freies, schönes Leben hatten.
Es lebe der Humanismus! Es lebe die Menschheit!
numero 8 | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 14:06 | Permalink
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (sic)
Ich sags ja, das GG für die BRD ist einfach komisch. Es gibt keine Rasse.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 11:51 | Permalink
@ Mike | Es gab einen Hinweis auf Visumanträge, in denen nach einer race gefragt wird, der Hinweis ist richtig. Und es gab einen Hinweis darauf, wozu „Rassen“ in der Forensik dienen; ob das so stimmt, keine Ahnung. Aber was soll an Visumanträgen und der Forensik rassistisch sein? — Viel schwieriger finde ich, wie man mit diesem „die Deutschen“ und „die Ausländer“ umgehen soll: Wie und woran erkennt man, ob mit der Verhaftung im Kollektiv nicht gleich der Satz „Ausländer raus“ mitschwingt?
@ NAA | Natürlich nicht.
NAA | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 11:14 | Permalink
Hm, Verfolgung und Rasse — ja, ein Straftäter der von der jeweils geltenden Rechtssprechnung verfolgt wird — oder viele Straftäter die auf diese Weise „verfolgt“ werden, machen den Staat doch nicht etwa zur Rasse oder rassistisch. Ist der deutsche Staat also „rassistisch“, wenn er fortwährend Ausländer nach der geltenden Rechtssprechung wegen deren Angriffe auf Deutsche verfolgt? Bitte um Antwort. Vielen Dank und mit den besten Grüßen
Mike | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 10:36 | Permalink
@ Thomas Wessel | Lieber Herr Wessel, hier stellen Menschen die Behauptung auf, es gäbe unterschiedliche „Rassen“ und sie stellen fest, dass hier keine Rassisten unterwegs sind. Schwach…
Raffael | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 10:14 | Permalink
Naja, da die Deutschen mittlerweile in zunehmendem Maße verfolgt werden — und zwar von Ausländern — sind wir dann wieder eine Rasse? — oder wie soll ich das verstehen?
P.S. Bitte komme mir niemand damit, das Gewalt gegen Deutsche durch Ausländer heutzutage eine Ausnahmeerscheinung ist und das diese Gewalt nicht durch den Haß auf Deutsche gekennzeichnet wäre.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 02:29 | Permalink
@ R. 12. Juli 01:25 h | „Drei zentrale Denkfehler“? Sie zählen ja gar nicht bis drei, nehme ich also Ihren zentralen Kolportagefehler heraus, Ihre Behauptung, Rassismus sei ein „diskriminierendes Herrschaftsverhältnis“, und zwar „immer“.
Als Beleg dafür enteilen Sie erst einmal in die USA. Nun denn, die Amis also. Wenn ein Black Panther in den USA, sagen Sie, einen weißen Polizisten „pig“ genannt, ihn also vertiert hat, sei dies gerade nicht rassistisch gewesen. Warum das? Ein Polizist, sagen Sie sich, herrsche nun mal, und wo geherrscht werde, herrschen Verhältnisse, und wo ein Herrschaftsverhältnis sei, sei Rassismus, weil das ein Herrschaftsverhältnis sei.
Funktioniert — ich enteile jetzt auch — seit den Griechen, sie nannten diese Logik quod erat demonstrandum. Willste was beweisen, setze es voraus, dann ist es da. Nur was hat diese Erklärung mit dem Polizisten zu tun, dem „Schwein“? Nun, sagen Sie, das hat damit zu tun, „dass Schwarze in den USA nicht auf die gleichen Schulen gehen durften wie Weiße“. Und während ich mich frage, was den Polizisten mit dem Schwein, den Schwarzen und der Schule verbindet, hieven Sie einen in „jenes Herrschaftsverhältnis, das dafür sorgt, dass Zehntausenden in Deutschland lebenden Flüchtlingen verboten wird, einen Job anzunehmen“.
So geht das immer weiter im Text, weshalb auch eine Paraphrase nicht weiter hilft. Niemand, lieber R, bestreitet „strukturelle Diskriminierung“, niemand hier wird jemals leugnen, dass es „Diskriminierungserfahrungen“ gibt und „Privilegierte“ und „Macht– und Herrschaftsverhältnisse“ usw., das alles weiß jedes SPD-Mitglied und ist so empört wie Sie. Nur was hat das mit Rassismus zu tun?
Sie verweisen aufs „Weißsein“. Okay, das Weißsein. Zitat aus Ihrem verlinkten Film: „Mit Weißsein ist erstmal nicht die Hautfarbe bezeichnet. Das soll nicht auf einen angeblich existierenden genetischen oder kulturellen Unterschied zwischen Menschen oder Gruppen hinweisen.“ Sondern worauf? Schnitt, nächster O-Ton: „Ich finde diese Begriffe wichtig.“
Ich nicht. Ich frage mich nur, was unterscheidet dies von dem, was Sie den „Wischi-Waschi-Rassismus-begriff“ nennen.
Thomas Wessel | Geschrieben am 13. Juli 2011 um 00:47 | Permalink
@ Dieter 17:14 h | Es steht kein Koranvers an der Kirchenwand. Und es geht hier eben nicht darum, mit Leuten zu diskutieren, für die Diskutieren sinnlos ist. Hier geht es darum, sich das Diskutieren nicht von eben solchen Leuten verbieten zu lassen. Nur helfen Suggestivfragen wie Ihre („Was machen wir mit …“) nicht weiter, es sei denn, Sie beantworten Sie uns.
@ Aktivposten 17:40 h | Hiermit bestreite ich, dass es menschliche Rassen gibt. Auch aus Ihnen kann noch ein prima Chinese werden. Das zu akzeptieren, hat mit keiner Schere im Kopf, sondern mit dem Kopf zu tun. Ist aber auch, das gebe ich zu, irgendwie belanglos, das biologische Zeugs. Wer liebt schon Gene. || Weniger belanglos ist, wie Sie von „Mohammedanern“ sprechen — sie nennen sich Muslime, weil sie an Gott glauben, nicht an Mohammed — während Sie glauben, dass „ca 3–5 Millionen“ Muslime in Deutschland allen möglichen Unsinn fordern würden und sich im „ZMD“ organisiert hätten: Dieser „Zentralrat der Muslime“ vertritt 15 lass es 20 Tsd Muslime sein. So groß ist der Markt für Burkinas nicht. Und auch nicht der für die Scharia: Man muss kein Christ sein, um keine Lust zu haben, so zu leben, wie es Scharia-Wächter wollen, dieses Problem halten uns allen hier die Moslems selber vom Hals.
@ TRS 18:27 h | Der Vergleich ist fiktiv, die Frage berechtigt: Was macht den Unterschied aus zwischen „Tötet die Deutschen“, an diese Kirche geschmiert, und „Tötet die Türken“, hätte es jemand an eine türkische Moschee geschmiert? Sie sagen, beide Aussagen seien rassistisch, okay, aber wieso? Was unterscheidet sie von einem Satz wie „Tötet die Österreicher“ oder die Chemielehrer oder alle Bochumer-Dahlhausener?
@ R. 20:58 | Sie diskutieren anonym und verteilen hier Noten? Ziemlich schwach. Darum dies: Sie diskutieren hier mit keinen „Rassistinnen und Rassisten“, außer Sie sind es selber. Alle anderen werden gefiltert. Und dass gerade Sie es seien, der hier eine „Ausnahme“ machte, können Sie sich sonst wohin stecken. Argumentieren Sie, das ist nicht so schwer, wenn man Argumente hat. Ich tue es auch, s.u.
@ Martin Kläuser 22:33 h | Multikulti war nie ein „Experiment“, es war eine von Anfang an reaktionäre Begründung dafür, nichts zu tun. Multikulti hieß immer, dass alle „ihre Kultur“ haben. Und behalten sollen: Deutsche sind deutsch, Türken müssen türkisch bleiben. Wäre ich rechts, ich würde für Multikulti auf die Straße gehen (Le Pen in Frankreich hat es vorgemacht). || Nur: Von welcher „Masseneinwanderung“ sprechen Sie? Der Saldo ist seit Jahren irgendwo bei Null, für Multikulti reicht das nicht.
@ Gerlinde 22:46 | R. ist kein „Nestbeschmutzer“ und ist es schon deshalb nicht, weil es hier nirgends ein „Nest“ gibt, wo leben Sie denn. Dieses Land ist, Gottlob, von offenen Grenzen umgeben. Nicht so offen, wie R. es sich vorstellt und ich mir auch, aber immerhin. || Das mit den Nazis, die nur „ein paar Hansels“ seien, finde ich sympathisch, das trifft die Sache. Deren albernes Gun-Men –Gehabe usw., dieses lächerliche Gegockel. Andere sehen das allerdings anders, sie erkennen in der Pose den Ernst. Es mögen, wie Sie sagen, nur wenige Hansels von Nazis sein im Osten, ihre Opfer sind es nicht, sie sind weder wenige noch lebendig. Aber sie tauchen in Ihrem Kommentar nicht auf.
Gerlinde | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 22:46 | Permalink
@TRS
Haha, da wären die Linken Nestbeschmutzer wie dieser Herr @R. gleich zur Stelle und würden den Deutschen wieder Schimpf und Schande hinterher werfen.
Schrecklich, dabei sind diese Leute selbst Rassisten, wie sie, wie hier, den Osten wegen ein paar Hansels von Nazis/VS??? diskriminieren
hans | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 22:36 | Permalink
In Israel steht an den Wänden:Am Samstag töten wir die Juden-am Sonntag die Christen.
Martin Kläuser | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 22:33 | Permalink
Das „Multikulti-Experiment“ in dieser BRD ist längst gescheitert und solche Ausfälle sind erst der Anfang. Kein Wunder, wenn sich immer mehr Deutsche gegen die irrsinnige Politik der Masseneinwanderung zur Wehr setzen!
R. | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 20:58 | Permalink
Eigentlich diskutiere ich ja nicht mit Rassistinnen und Rassisten und anderen extrem rechten Brandstiftern, sondern höchstens mit anderen Leuten darüber, wie man ihren politischen Einfluss zurückdrängt. Aber ich mach mal eine kleine Ausnahme und antworte auf das, was „Aktivposten“ hier geschrieben hat.
„Was denn nun, „Millionen“, denen die Arbeit verweigert wird, oder doch nur „Zehntausende“? Macht einen sub stan ziellen Unterschied von ein paar Zehner poten zen in der Aussage.“
Naja, etwas genauer sollten auch Leute lesen können, die an krude Rassentheorien glauben. Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben in Deutschland kein Wahlrecht, zehntausenden Flüchtlingen wird das Recht verweigert, arbeiten zu dürfen. So schwierig ist das doch nicht, oder?
„Ansonsten schließt ihre Aussage aus, daß Rassismus jemals von einer nicht herrschenden Minderheit aus gehen kann.“
Andersrum: Wenn man Rassismus als ein diskriminierendes Herrschaftverhältnis versteht, dann kann es sich jedenfalls nicht gegen eine privilegierte Mehrheitsgesellschaft richten. Das besagt übrigens auch der zitierte Wikipedia-Satz, denn er definiert Rassismus ebenfalls als eine spezifische Form von Diskriminierung. Zu behaupten, dass eine privilegierte Mehrheitsgesellschaft („die Deutschen“) diskriminiert werde, das ist ein noch deutlich unsinnigere Vorstellung als die sprichwörtliche Quadratur eines Kreises. (Natürlich: Wer neonazistischer Paranoia vom angeblich bedrohten Deutschen Volk oder vom vermeintlichen Aussterben der Deutschen anheim gefallen ist, wird das anders sehen. Aber Verfolgungswahn ist niemals eine valide politische Einstellung.)
@Thomas Wessel: Sie schrieben
„Das ist ja das Problem, dass es kaum möglich ist, das Pro blem zu diskutieren, ohne dass die Diskussion nach rechts rückt.“
Nein, das ist falsch. Es gäbe diverse Möglichkeiten, das Problem der Beschriftung Ihrer Kirche zu diskutieren, ohne dass die Diskussion nach rechts rückt. Da gibt es zig Möglichkeiten, die mir spontan einfallen. Sie hätten zum Beispiel eine Diskussion darüber anstoßen können, mit welcher Form von Reinigungsmittel man unerwünschte schwarze Farbe von Fassaden am besten wieder abbekommt. Oder: Wenn Sie schon ohne nähere Anhaltspunkte Spekulationen über Urheber/innen und Bedeutung anstellen, dann hätten sie ebenso z.B. spekulieren können, dass der Spruch an Ihrer Wand Bezug nimmt auf die Geschichte Ihrer Kirche als „Heldengedenkhalle“ mit den Namen von toten deutschen Soldaten, die ihre Nachbarländer im Ersten Weltkrieg im Namen Deutschlands angegriffen haben. Oder auf die Liste mit den 28 „Feindstaaten“, die man dort immer noch bewundern kann. Egal ob Seifenlauge, erster Weltkrieg oder was auch immer: Es gäbe zig Kontexte, in die man die Schmiererei stellen könnte. Aber Sie haben sich dafür entschieden, wie selbstverständlich bestimmte Setzungen zu machen und aufgrund dieser Setzungen (also impliziten Vermutungen über die Urheber/innen) rechte Ideologeme wie „Deutschenfeindlichkeit“ in den Raum geworfen. Kein Wunder, dass eine solche Einladung nun rechte Rassentheoretiker auf den Plan ruft. Das liegt aber mitnichten daran, „dass es nicht anders möglich ist“. Das war schon Ihre Entscheidung.
trs | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 18:27 | Permalink
viel text um Nichts. Was wäre der Tenor wenn an einem türkischen Gebäube (Moschee, Dönerbude, Gemüseladen, etc…) stehen würde „Tötet die Türken!“
Wäre das auch „kein Rassismus“? Wie lächerlich sich so um eine klare Aussage zu drücken!
aktivposten | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 17:40 | Permalink
Tausche „ß“ gegen „s“ ;-)
aktivposten | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 17:40 | Permalink
@ Thomas Wessel
Sorry, wieso kann man das „Rassenthema“ nicht mal ressentimentfrei behandeln? Das es unterschieldiche menschliche Rassen gibt, kann ja wohl keiner ernsthaft bestreiten. Die Frage ist doch eher, wie wird damit umgegangen. Menschen sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Aus mir wird nie ein Chinese, da könnte ich mich noch so anstrengen.
Nicht gleichartig heißt „unterscheiden“, das Fremdwort dafür ist „Diskriminierung“. Wenn also die Unterscheidung, weil nicht gleichartig, zwischen einem Chinesen und einem Europäer idiotischerweise verboten weil politisch inkorrekt ist, was sagt das über unsere Schere im Kopf aus?
Leute, die Nazizeit ist seit 65 Jahren Geschichte, und 2000 vom Verfassungsschutz erfaßte Nazis werden nicht in der Lage sein, diese wieder herzustellen.
Wenn aber ca. 3–5 Millionen Mohammedaner (es gibt mehr, aber das könnte der entscheidende Anteil sein) hier die Einführung der Scharia fordern und z.B. in deutschen Schwimmbädern extra Badetage für Frauen eingeführt werden, weil der ZMD so etwas mit Rücksicht auf deren Kultur fordert, dann ist das eine gesellschaftliche Veränderung, die keiner ernsthaft wollen kann, der seinen Verstand nicht an der Garderobe abgegeben hat. Und hier ist der Schnittpunkt zum Linksextremismus: die Menschen, die sich gegen diese Entwicklungen wehren, werden von Linksextremisten gewaltsam angegangen.
Als entschiedener Christ sage ich: christlicher Glaube und Islam sind nicht kompatibel, Allah hat mit dem Gott der Bibel nicht, aber auch gar nichts zu tun, und wer die Einführung der Scharia will, diskriminiert sich im besten Sinne des Wortes selbst.
Bei aller Gleichwertigkeit der Menschen will die Mehrheit der in Deutschland lebenden keine Scharia. Die Scharia-Befürworter auf islamische Länder zu verweisen, wo sie ihren Vorstellungen entsprechend leben können, ist daher kein Rassismus, sondern Überlebensstrategie. Ob „die Türken“ oder „die Araber“ dann noch Teil der deutschen Gesellschaft sind oder sein wollen, entscheiden sie selber. Wer den Koran wörtlich nimmt und entsprechend handelt, ist es nicht!!
Dieter | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 17:14 | Permalink
@ Thomas Wessel — Türken und Araber, die Teil unserer Gesellschaft sein wollen und auch fundamentale Werte und Normen (es gibt für mich Werte, die auch gegen den Widerstand der Kirchen erreicht wurden und diese sind für mich nicht verhandelbar) dieser Gesellschaft akzeptieren und sich an bestehende Gesetze halten sind und bleiben für mich auch Teil dieser Gesellschaft.
Was machen wir aber mit dem viel zu hohen Prozentsatz speziell bei der von Ihnen ins Spiel gebrachten Bevölkerungsgruppe, die unsere Werte nicht akzeptieren, dies auch mit Worten und Taten eindeutig zeigen, den Koran wörtlich auslegen und möglicherweise Koransuren mit einem kleinen Übersetzungsfehler an die Wand Ihrer Kirche geschrieben haben? Wollen Sie da wie Frau Käßmann Plätzchen backen und gemeinsam beten und diskutieren. Nein danke, bei dieser Teestunde bin ich nicht dabei.
Thomas Wessel | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 17:09 | Permalink
@ all | Lass ich mal stehen, diesen „Kottan“. Dann gibt es einen Beitrag dieser schrägen Art und wir brauchen keinen weiteren mehr, die fliegen raus.
Kottan | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 17:00 | Permalink
@ Herr Wessel — KYRIOS IESOUS CHRISTOS. Herr ist Jesus Christus! Für Muslime ist und bleibt er ein gewöhnlicher Prophet. Sägen Sie ruhig weiter am Fundament unserer Kirche. Sie werden Ihren Lohn erhalten. „Wer mich verleugnet vor der Welt, …“
Denken Sie bei Gelegenheit auch mal darüber nach, warum schon bei den Römern „links“ > „sinister“ auch für „Unglück verheißend“ stand.
Thomas Wessel | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 16:15 | Permalink
@ Dieter @ Aktivposten | Die Rechten sind an keiner Wahrheit dran, an unangenehmen schon gar nicht. Was allerdings stimmt, dass ist, dass alles Verstehen nicht dasselbe ist wie etwas verstehen. In Berlin wird da schon etwas anders diskutiert als hier — aber immer unter der Prämisse, dass „die Türken“, „die Araber“ usw. Teil dieser Gesellschaft sind und bleiben.
Mit „Rassen“ — oder dem, was von dieser Art Wissenschaft noch übrig ist, bevor sich alles mit allem vermählt — mit „Rassen“ hat das nichts zu tun. Mit Linksextremisten auch nicht.
aktivposten | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 15:39 | Permalink
@ R — Was denn nun, „Millionen“, denen die Arbeit verweigert wird, oder doch nur „Zehntausende“? Macht einen substanziellen Unterschied von ein paar Zehnerpotenzen in der Aussage.
Ansonsten schließt ihre Aussage aus, daß Rassismus jemals von einer nicht herrschenden Minderheit ausgehen kann. Wem wollen Sie das erzählen. Nehmen wir nur Wiki:
„Rassismus zielt dabei nicht auf subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit und im Extremfall die Existenz der anderen in Frage. Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen.“
dann kann es diesen Rassismus geben und den gibt es auch. Eine soziologische Theorie ist sehr schön, aber in 99% der Fälle ohne jeglichen Realtätssinn. Wenn in DU, B oder HH Mädchen als „deutsche Huren“ und „deutsche Schlampen“ bezeichnet werden, wenn mein Schwager sich als Bundespolizist in Berlin anhören muß „Von einem Sch…deutschen lasse ich mir gar nichts sagen“, dann ist das in Realität und Praxis von einer Minderheit ausgeübter Rassimus, der zudem noch von Herrn Erdogan befeuert und unterstützt wird.
Daher ist das Graffiti rassistisch — völlig egal, wer der Schmierer war.
@all — Und hier soll ernsthaft bestritten werden, daß es verschiedene Menschenrassen gibt, die sich sogar genetisch unterscheiden? Daß die Forensik diese Erkenntnisse bei unbekannten Opfern nutzt, um die Herkunft festzustellen, um dem Opfer einen Namen geben zu können? Kann ja wohl nicht wahr sein.
P.S.: Der letzte Verfassungsschutzbericht weist mehr Gewalttaten von Linksextremisten als von Rechtsextremisten aus. Nur mal so als Anmerkung. Die Diskussion darf nämlich auch nicht den Linken überlassen werden…
Dieter | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 15:19 | Permalink
Tja, Herr Wessels, dann diskutieren Sie mal schön das Problem. Immer schön „weiter so“, immer weiter schönbeten, beschwichtigen und ich nenne es jetzt mal ganz provakotiv „Geistig onanieren“. Immer schön den Kopf in den Sand stecken, bis es zwischen den Zähnen knirscht. Ich will für die Rechten jetzt wirklich keine Lanze brechen. Aber in so manchen Dingen sind die an unangenehmen Wahrheiten näher dran. An diesem Problem sind die Beschwichtiger und Allesversteher zu einem großen Teil schuld.
Aber macht nur weiter so, der Spruch an der Mauer wird ja mehr und mehr Realität, wenn man sich so die Zeitungsartikel über Straftaten in unseren Städten ansieht.
J. | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 15:09 | Permalink
Ich kann R. nur zustimmen und bin dankbar für diesen Beitrag. Besonders den Hinweis auf kritisches Weißsein halte ich für wichtig als Grundlage für diese Diskussion.
Thomas Wessel | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 14:31 | Permalink
@ Böser Wolf | Ist ja auch eine blöde Frage. Tiere lassen sich in Rassen unterteilen, Menschen sind individuell. Und je mehr Visumsanträge gestellt werden und Leute einreisen und sich verlieben und Kinder zeugen, umso offensichtlicher wird das auch für Grenzbeamte werden.
@ Karsten John | „Krankes Hirn“? Nun, wenn es aus UNTERforderung entsteht, lassen wir’s stehen. Aber mit dem Hinweis auf die Rechten haben Sie natürlich recht. Das ist ja das Problem, dass es kaum möglich ist, das Problem zu diskutieren, ohne dass die Diskussion nach rechts rückt. Oder gerückt wird. Deshalb diskutieren wir es hier, die ruhrbarone.de übrigens tun es auch, weil es blöd wäre, den Rechten irgendetwas zu überlassen.
Karsten John | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 14:02 | Permalink
Ich sage nur, so etwas entspringt kranken Hirnen unterforderter Idioten. Und gibt den braunen Hornochsen wieder Wasser auf die Mühlen..
Böser Wolf | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 13:42 | Permalink
»>Zur Rasse wird, wer verfolgt, und nicht, wer verfolgt wird.«<
So ein Unsinn, dann wäre ja die Frage nach der Rasse, die in den Visumsanträgen zahlreicher Länder gestellt wird, ebenfalls per se rassistisch.
Thomas Wessel | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 13:40 | Permalink
@ Grafmein | Peter Krogull hat doch gar nicht behauptet, dass es ein Türke gewesen sei, der „Eat the Rich!“ ans Kirchengebäude geschmiert hat.
Grafmein | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 13:33 | Permalink
@ Krogull | Sehr geehrter Herr Krogull, wie hätte ein Türke denn sonst die Kirche beschmieren sollen? Etwa mit „Messert die ungläubigen Schwünüfresser!“…??? Vllt. noch mit Untermalung diverser Suren wie „Tötet die Ungläubigen wo immer ihr auf sie trefft…“
Aber klar, Islam bedeutet ja Frieden… Nein, ich mach mir auch gar keine Sorgen dass die Islamisierung voranschreitet und wir dadurch wieder eine faschistische Ideologie im religiösen Gewand und erneuten Antisemitismus mit Aufnahme der Kültürbereicherer bekommen…
Der gute Glaube sei mit ihnen!
Thomas Wessel | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 01:42 | Permalink
@ R. | Puah, „R.“, immerhin stimme ich am Ende zu. Geht in der Tat darum zu begreifen, dass Rassismus etwas anderes ist als irgendeine Form von Diskriminierung. Ansonsten muss ich für heute passen, Antwort folgt.
R. | Geschrieben am 12. Juli 2011 um 01:25 | Permalink
@ Thomas Wessel | Ihre Argumenation hat drei zentrale Denkfehler. Fangen wir vorne an. Erstens:
„Dernbach behauptet vorweg, dass nur, wer Macht habe, rassistisch sei und darum, wer keine habe, kein Rassist sein könne — eine kuriose Logik, mit der sich auch Neo-Nazis solange frei sprechen ließen, bis sie die Macht erneut über nähmen.“
Ein tragischer logischer Fehlschluss. Tragfähige soziologische Rassismusdefinitionen denken Rassismus immer als Macht– und Herrschaftsverhältnis. Der Begriff hätte überhaupt keine Bedeutung mehr, würde man ihn nicht in Beziehung zur Macht setzen. Dabei braucht es freilich einen etwas weniger unterkomplexen Machtbegriff als Sie ihn hier anführen. Nazis beziehen sich auf herrschende machtvolle Ausgrenzungsmechanismen, allen voran Nationen, Nationalitäten und Grenzen. Diese bestehenden Ausgrenzungsmechanismen halten nach wie vor zum Beispiel Millionen in Deutschland Lebende davon ab, wählen zu dürfen, eine Arbeit aufnehmen zu dürfen, oder sich nur Angstfrei als Nicht-Illegalisierte hier aufhalten zu dürfen. Und diese machtvollen herrschenden Ausgrenzungsmechanismen wollen die Nazis weiter radikalisieren und ausbauen. Es ist also ziemlich absurd zu behaupten, Nazis sprächen nicht aus einer Position der Macht und Herrschaft heraus, wenn sie rassistisch hetzen.
Es ist ein alter Trick von Vertreterinnen und Vertretern einer rassistischen Mehrheitsgesellschaft, der Minorität, die sie ausgrenzen, einen eigenen Rassismus zu unterstellen. Diesbezüglich gab es z.B. während der Black-Panther-Bewegung in den USA lange Debatten. Sind Publikationen der Black Panther rassistisch, wenn dort Weiße Polizisten als „Pigs“ bezeichnet werden? Nein — jedenfalls nicht, wenn man keinen Wischi-Waschi-Rassismusbegriff zugrunde legt, sondern Rassismus als ein Herrschaftsverhältnis versteht — nämlich jenes Herrschaftsverhältnis, das dafür sorgte, dass Schwarze in den USA nicht auf die gleichen Schulen gehen durften wie Weiße. Und jenes Herrschaftsverhältnis, das dafür sorgt, dass zehntausenden in Deutschland lebenden Flüchtlingen verboten wird, einen Job anzunehmen. Und jenes Herrschaftsverhältnis, das ihnen die Abschiebung häufig in Folter und Mord, in jedem Fall aber in die Armut androht. Und jenes Herrschaftsverhältnis, das (nicht nur) die Kinder von diesen Flüchtlingen in Deutschland massiv benachteiligt, wie gerade der UN-Sozialbericht einmal mehr deutlich angeprangert hat. In diese rassistischen Verhältnisse ist auch Nazi-Terror eingebunden: Auf sie bezieht er sich und fordert deren Verschärfung und Verabsolutierung.
Und jetzt zu Punkt zwei:
„Migranten, sagt sie, seien ohne Macht, darum Opfer,weil ‚strukturell‘ diskriminiert, während Deutsche von Geburt wegen ‚Nutznießer‘ seien.“
Niemand ist völlig „ohne Macht“ — aber dass Macht in unserer Gesellschaft ungleich verteilt ist, und dass sich diese ungleiche Verteilung ziemlich unheilvoll wirkmächtig an rassistisch konstruierten, aber trotzdem höchst wirkmächtigen Grenzen festmacht, das ist nun wirklich eine Alltagserfahrung für Millionen von in Deutschland lebenden Menschen. Kaum zu glauben, dass ein Pfarrer, dem ich eigentlich ein ziemlich weitreichendes politisches Verständnis attestiere, leugnen will, dass es strukturelle Diskriminierung und strukturelle Bevorzugung in unserer Gesellschaft gibt. Es reicht nun wirklich ein Blick auf die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, von Bildungschancen — oder einfach nur ein Gespräch mit Betroffenen über ihre alltäglichen Diskriminierungserfahrungen. Vom immer wiederkehrenden dummen Witz über geringere Löhne bei gleicher Arbeit und diskriminierende Fragen bei Vorstellungsgesprächen bis hin zur weitaus größeren Gefahr, Opfer rassistischer Übergriffe zu werden: Das alles kann man doch nicht als Hirngespinst abtun.
Lieber Herr Wessel, Hand aufs Herz: Fühlen Sie sich etwa nicht privilegiert, weil Ihnen schon seit Jahrzehnten niemand das Recht streitig machen will, in diesem Land zu leben? Fühlen SIe sich nicht privilegiert, weil von Ihnen niemand einen einen Integrationstest abverlangt, sondern alle wie selbstverständlich davon ausgehen, dass Sie hier sein dürfen? Sie fühlen sich nicht privilegiert, weil Sie oder Ihre Familie niemals von einer Abschiebung aus Deutschland bedroht war? Und Sie fühlen sich auch nicht privilegiert, weil Sie weniger Angst haben müssen zusammengeschlagen zu werden, wenn Sie in bestimmte ostdeutsche Orte reisen, weil Sie dort nicht auf den ersten Blick auf der Straße als Verletzung der Regeln einer „National befreiten Zone“ wahrgenommen werden?
Wenn Sie wirklich nicht der Meinung sind, dass Sie durch all das privilegiert sind, und zwar in einem sehr großen Maße aus bereits „von Geburt wegen“, dann leiden Sie meiner Meinung nach unter einem ziemlichen Wirklichkeitsverlust.
Aber es kommt ja noch schlimmer. Sie schreiben:
„Es gibt kein Schwarzweiß und keine Weißen oder Schwarzen — entscheidend ist, wie sich das Grau schattiert.“
Gut gebrüllt, der Theologe. Als ob Macht– und Herrschaftsverhältnisse dann nicht mehr existieren würden, wenn man sich einfach die Augen zuhält oder wegsieht. Es gibt keine Weißen oder Schwarzen? Erzählen Sie das mal dem 46jährigen Mann aus Mosambik, der in Chemnitz von Nazis zusammengeprügelt wurde, weil er mit seiner Hautfarbe nicht ins Weltbild der Nazis passte. Und erzählen Sie das mal den vielen Schwarzen Deutschen, die — hier geboren und aufgewachsen — immer wieder „oh, Sie sprechen aber gut deutsch“ zu hören bekommen, und bei denen sich die Leute nicht mit der Antwort „Bochum“ zufrieden geben, wenn sie gefragt werden: „Wo kommen Sie denn her?“
Auch scheinen Sie ein ganzes Jahrzehnt Kritischer Weißseinsforschung völlig zu ignoriert zu haben — ebenfalls für mich kaum zu glauben für jemanden, der sich hier über Rassismus auslässt. Ein paar Literaturtipps gibt es unter anderem hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Weißsein
Und hier ein gut vierminütiges Video: http://blog.derbraunemob.info/2009/06/26/weiszsein-und-rassismus-kritische-weiszseinsforschung-gut-erklaert/ (Auch ansonsten lohnt sich das Stöbern in dem Blog)
Also: Der erste Schritt zu ein wenig mehr Gerechtigkeit wäre es, existierende Macht– und Herrschaftsverhältnisse nicht so fahrlässig zu leugnen wie Sie das tun. Und eines dieser Herrschaftsverhältnisse ist das, welches man gemeinhin als Rassismus bezeichnet. Und das findet in ganz vielen Formen in unserer Gesellschaft Ausdruck — aber wohl am wenigsten in der Schmiererei an Ihrer Kirche. Dabei handelt es sich um Sachbeschädigung, vielleicht auch um den Aufruf zu einer Straftat. Aber wer Rassismus nicht als in Macht– und Herrschaftsverhältnisse eingebundene Formen von Diskriminierung versteht, sondern den Begriff auf alle möglichen Formen von Kollektivangriffen, Kollektivbedrohungen oder Kollektivbeleidigungen ausdehnt, macht ihn analytisch unbrauchbar. Die tatsächlichen Rassistinnen und Rassisten werden sich drüber freuen.
Thomas Wessel | Geschrieben am 11. Juli 2011 um 16:29 | Permalink
@ M. | Gibt zwei Unterschiede zu „Tötet Helmut Kohl“: „Tötet die Deutschen“ steht an einer denkmalgeschützten Kirche, es da wieder wegzukriegen, kostet reichlich Geld. Und: Schlingensief wurde festgenommen.
M. | Geschrieben am 11. Juli 2011 um 16:19 | Permalink
Vielleicht ist es ja, dass die Christuskirche bekannt ist wegen ihrer Israel-Veranstaltungen und –Aussagen. Vielleicht wurde da zwischen Kirche und Synagoge eben nicht unterschieden.
Wobei es dann auch wieder schwer zu sagen ist, wer diesen Spruch gemalt hat. Nur um nicht auf die üblichen Verdächtigen zu zeigen: Ein paar Meter weiter, habe ich vor ein paar Tagen gesehen, steht der „Bauwagen Europa“, da hat jemand groß „Antifa“ drauf gesprüht. Vielleicht waren das mit dem „Tötet die Deutschen“ wirklich die Anti-Deutschen, also diese speziellen Hardcore-Linken aus behüteten deutschen Elternhäusern. Die finden die Veranstaltungen in der Christuskirche ganz sympathisch und der Spruch war als eine Support gedacht …
Vielleicht spielt aber auch ein schlingensiefsches Kunstverständnis mit hinein, der hat ja mal dazu aufgerufen: „Tötet Helmut Kohl!“ Da waren auch viele empört, aber allen war klar, dass Absicht und Aussage des Satzes verschieden sind.
Thomas Wessel | Geschrieben am 11. Juli 2011 um 16:11 | Permalink
@ Christian | „Weltfremd“? Das finde ich eine interessante Einschätzung. Das Wort vom „Stammesbewusstsein“ stammt von Hannah Arendt, und sie hat solches Bewusstsein sehr ähnlich bezeichnet, als „weltlos“. Eines, dem „alle eigenen geschichtlichen Erinnerungen und alle der Erinnerung werten Taten fehlen“, also ein betont unpolitisches Bewusstsein. [Spricht das gegen linke Internationalisten?] Klar, dass es „die“ Deutschen, „die“ Migranten usw. nicht gibt — aber gerade dann stellt sich die Frage, woher das Interesse daran kommt, die Welt in so übersichtliche Kollektive zu sortieren.
Peter Krogull | Geschrieben am 11. Juli 2011 um 15:25 | Permalink
Als Pfarrer weiß ich ja, wie nervig Graffitis an der Kirche sind, aber witzig ist ja schon, dass der Satz in fehlerfreiem Deutsch daherkommt. Man stelle sich vor, er wäre auf arabisch, bulgarisch, türkisch oder russisch verfasst…das hätte mich doch eher betroffen gemacht. Jedenfalls würde ich diesen Satz eher als geistlos und höchstens unfreiwillig komisch bewerten, so wie vor kurzem eine Schmiererei am Verwaltungsgebäude des Duisburger Kirchenkreises, wo tatsächlich „Eat the rich!“ geschrieben stand…
Christian | Geschrieben am 11. Juli 2011 um 14:34 | Permalink
Ich glaube „Deutsch“ dient hier als Schublade genau wie „Ausländer“. DEN Deutschen, DEN Ausländer — was soll das sein? Wer auch immer den Schwachsinn geschrieben hat, links-autonome Internationalisten oder identitätsverwirrte Migranten-Kids — darin schwingt ein eigenartig welfremdes Verständnis der Gegenwart mit. Und irgendwie auch eine eigenartige Umdrehung des Neonazi Spruchs: „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“- Die Denke ist die gleiche