The Polish Folk Explosion

Kosmopolen in Euforia | Freitag 4. Mai 20 Uhr

"Polen war schon immer ein beliebtes Reiseziel, seit den Völkerwanderungen ist einiges an Musik zusammengekommen": Polnische Nordsee im kosmopolnischen Blick

Polen 2011 | Ema­nuela Danielewicz

Folk, dachte ich immer, das ist, wenn jemand Lie­der singt, die nie­mand geschrie­ben hat. Vitold Rek dachte anders, er hat Lie­der geschrie­ben, die klin­gen, als gehör­ten sie  schon immer zur Tra­di­tion, und dann hat er diese Lie­der ver­jazzt. Anders for­mu­liert: Rek hat durch den Jazz hin­durch die pol­ni­sche Tra­di­tion erschlos­sen. Das war vor zehn Jah­ren, seine Polish Folk Explo­sion betrieb Rek, lange Jahre über Side­man von Tomasz Stanko, zusam­men mit Grö­ßen wie Albert Man­gels­dorff und Char­lie Mariano. Jetzt, bei der Neu-Auflage sei­nes Pro­jekts, greift Rek unmit­tel­bar auf die Fülle pol­ni­scher Tra­di­tion zurück  -  Polen war eben schon immer ein belieb­tes Rei­se­ziel, seit den Völ­ker­wan­de­run­gen ist da eini­ges an Musik zusam­men­ge­kom­men  -  und diese Fülle zu inter­pre­tie­ren, hat er erneut erle­sene Musi­ker gewon­nen, unter ihnen John Tchi­cai [sax], der auch schon mit John Col­trane Plat­ten ein­ge­spielt hat, Sebas­tian Karpiel-Bulecka [viol], in Polen pro­mi­nen­ter als Grö­ne­meyer in Bochum, Jaroslaw Bes­ter, einer der gro­ßen Akkor­deo­nis­ten welt­weit, und Ramesh Sho­t­ham [perc], hier zuletzt bei der Ruhr­tri­en­nale zu hören.  // Hier das voll­stän­dige Kosmopolen_in_EUforia–Pro­gramm. // Update: Mit sei­ner Band Zako­power hat Karpiel-Bulecka just drei Fry­de­rycks gewon­nen: Song des Jah­res, Album des Jah­res, Gruppe des Jah­res. Der Fry­de­ryck ist der wich­tigste Musik­preis Polens.

Artikel am 30. April 2012 um 18:13 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Trackbacks sind nicht möglich, aber Sie könneneinen Kommentar verfassen..


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