Kray // Monocular // unter anderem Max

urban urtyp #20 | Sonntag 20. Mai 19 Uhr

"Kein Adelstitel, keine Elbe und keiner, der einem gleich die halbe Welt erklärt": unter anderem Max im posturbanen Park

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Kein Kon­zert, ein klei­nes Fes­ti­val mit Indie-Pop, Elektro-TripHop und Song­wri­ter­tum, alles von hier und alles uu, unbeug­sam urban. Von KRAY! etwa kommt kei­ner aus Kray, aber alle in ein Alter, in dem Indie-Pop tat­säch­lich inde­pen­dent wird: Die Sechs müs­sen kei­nem nichts bewei­sen, kei­ner etwas vor­bal­zen oder die­sen blö­den Ehrliche-Haut-Habitus pfle­gen, ihre Son­nen­un­ter­gänge sind wirk­lich rot. Ent­stan­den sind ihre Songs, wenn sie im Stau stan­den auf dem Weg zur Probe auf der Höhe von Kray, jetzt ste­hen sie als die wohl ältes­ten New­co­mer der jüngs­ten Musik­ge­schichte auf der Bühne. Seit­dem wis­sen wir, dass Alter vor gar nichts schützt, auch davor nicht, bes­ser zu wer­den. Sie machen Schluss mit wich­tig, sie machen Songs und besin­gen die Sehn­sucht, die sich von Essen-Kray nach Bochum-Dückerweg streckt. Ruhig und ent­spannt ist das, ab und an ein wenig trau­rig, dann klingt die A40 wie a-Moll, bevor sie läs­sig den Kitsch umkur­ven und eine andere Aus­fahrt neh­men, die ist dann bes­ser was in Dur. Große Kunst, gelas­sene Geste, wer braucht da noch den Som­mer.  -  Dann MONOCULAR: Elek­tro Tri­p­Hop aus Dort­mund,  der über­haupt nicht so klingt wie …

… Mor­cheeba, son­dern eher so, als hät­ten Mor­cheeba ver­sucht, Mono­cu­lar zu covern. Aber auch die­ser Ver­gleich trifft die  -  blö­des Wort, gibt kein ande­res  -  Reife nicht, die Mono­cu­lar in vier Jah­ren gewon­nen haben, so wenig wie die Ver­glei­che, die sonst her­an­ge­zo­gen wer­den, mit Mas­sive Attack oder Por­tishead oder Gold­frapp oder Kos­heen. Wobei Mono­cu­lar mit einer Gitarre kom­men, die, wenn sie will, so dre­ckig klingt, wie es das Ruhr­ge­biet mal war, und mit einer Stimme, die grö­ßer ist als  -  aber las­sen wir es den gro­ßen Tom Liwa sagen:

“There aren’t many female sin­gers in Ger­many whose voices kill me like Nic Koray’s does. And there are even fewer who I grant to have the rare talent to for­mu­late songs that are as uni­ver­sal and at the same time per­so­nal in the most inti­mate way”.

Soweit Tom! Liwa! Den UNTER ANDEREM MAX ver­ehrt: Die 3-Wörter-Band besteht aus Max, sei­ner Gitarre und den Geschich­ten, die sie erzäh­len. Die Geschich­ten spie­len in einer Stadt, in der sich  -  hier gleich nebenan  —  Grün­flä­chen über Indus­trie­an­la­gen legen und dar­über Songs, die einem nicht gleich die halbe Welt erklä­ren. Das hat nichts von Ham­bur­ger Schule, bei unter ande­rem Max darf man auch sel­ber mal schlau sein:  Gold­kante schlägt Water­kant. Und Max ein neues Kapi­tel auf, er kommt mit Drum­mer! Und mit Bas­sist! Und E-Gitarre! Mehr Max war nie. Und mehr gibt es auch nicht zu sagen auf die Frage, warum wir urban urtyp machen und wel­chen Sinn es hat, Indie-Musik indie-Kirche zu holen, das machen wir wegen unter anderem …

 

Wes­we­gen es auch eine dritte Spiel­zeit geben wird ! Por­tico Quar­tet ist bereits bestä­tigt, der VVK läuft !

» urban urtyp #20 am 20. Mai
» wie immer sonn­tags, wie immer 19 Uhr, wie immer nur 10 Euro
» Tickets an allen bekann­ten VVK-Stellen oder hier | Reser­vie­run­gen hier

Artikel am 13. Mai 2012 um 17:11 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Trackbacks sind nicht möglich, aber Sie könneneinen Kommentar verfassen..


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