„Möchte sein, möchte nicht.“

Experimental Evening [V] | Samstag 26. Mai 20 Uhr

Natur hat recht, Frankfurt hat Höchst: Toter Vogel im Main an der Nidda-Mündung in Frankfurt-Höchst

Dont­worry | Com­mons WIkimedia

Natur ist dazu da, recht zu behal­ten. Ist jemand für etwas  -  zum Bei­spiel wel­ches Ver­gnü­gen es macht, in einem See zu baden  -  sieht es gleich viel edler aus, für einen Natur– statt einen Ver­gnü­gungs­park zu kämp­fen. Ist jemand gegen etwas  -  sagen wir: die Liebe von Mann zu Mann und Frau zu Frau   -  wirkt es gleich viel wich­ti­ger, wenn man sagt, man sel­ber sei ja nicht dage­gen, die Natur, die sei es. Natur geht immer, sie weiß Bescheid. Sie rich­tet, wenn sie rühmt. Simon Scott hat ihr zuge­hört  -  er hat wirk­lich zuge­hört, er ist mit Unter­was­ser­mi­kros und was nicht allem ins eng­li­sche Nie­der­moor gezo­gen  -  und hat ande­res gehört als eine Natur, die recht behal­ten will: „I heard the sur­pri­sin­gly upro­arious water boat­man (Notonecta glauca), an aqua­tic insect, on the end of my hydro­phone. I had no idea what these unfa­mi­liar sounds were.“ Fremd­spra­che eben, Natur ist, hört man ihr zu, ver­teu­felt unver­traut. Keine Idee, ob das, was sie erzählt, Bedeu­tung haben könnte. Möchte sein, möchte nicht. In diese Bedeu­tungs­leere hin­ein legt Scott seine Musik. Er hört zu, er ant­wor­tet, er kau­der­welscht. Was Notonecta glauca war, wird Gitarre, was Natur war, wird Idee. Eine, die nichts am Hut hat mit Roman­tik, aber mit Elek­tro­nik. Mehr Infos auf ThePostRock.de

Artikel am 16. Mai 2012 um 22:54 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Trackbacks sind nicht möglich, aber Sie könneneinen Kommentar verfassen..


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