Mohammad Reza Mortazavi

Solo für Menschenrechte | Live-Performance zum Bochumer Menschenrechtspreis | 8. Dezember 2013

Mohammad Reza Mortazavi by Acci Baba

Moham­mad Reza Mor­ta­za­vi by Acci Baba

Zwei Trom­meln, zwei Hän­de und ein 6/8-Rhythmus. Mit wenig mehr als nichts schafft Mor­ta­za­vi, was wie ein Orches­ter klingt. „Green Hands“ nann­te er sein ers­tes Album, es hat der „Grü­nen Revo­lu­ti­on“ im Iran ihren Rhyth­mus geschenkt. 

Der 6/8-Takt ist eine der Grund­la­gen per­si­scher Musik, Tom­bak und Daf sind ihre tra­di­tio­nel­len Trom­meln. Die Tra­di­ti­on beherrscht Mor­ta­za­vi wie kein ande­rer  —  er war 9 Jah­re alt, als ihn die Bes­ten des Lan­des zum aller­bes­ten Tom­bak-Spie­ler kür­ten  —  nur heißt Herr­schaft bei ihm nicht, der Tra­di­ti­on zu gehor­chen, son­dern mit ihr zu spie­len: Im Dut­zend hat er neue Spiel­tech­ni­ken für die Jahr­hun­der­te alten Instrue­men­te erfun­den und so die Tra­di­ti­on über sich sel­ber hin­aus geführt in ein ver­wir­rend vir­tuo­ses Geflecht  —  eine Welt aus tanz­ba­ren Rhyth­men, schnel­len Beats und tran­ce­ar­ti­gen Struk­tu­ren:

„Man könn­te sagen, es ist eine Revo­lu­ti­on.“

Urteil­te ZDF-Aspek­te. Es ist eine, weil es eine gewe­sen ist, sie fand auf den Stra­ßen statt, auf denen die Ira­ner für Men­schen­rech­te tanz­ten. Ihren Auf­stand für Demo­kra­tie hat Mor­ta­za­vi in die Ohren der Welt und  —  „Live At The Ber­lin Phil­har­mo­nie“ —  in ihre gro­ßen Kon­zert­häu­ser gebracht:

poly­rhyt­mi­sche Beats, dif­fe­ren­zier­te Melo­di­en, mehr­stim­mi­ge Kom­po­si­tio­nen  —  er spielt, was einem tota­li­tä­ren Regime ver­hasst sein muss.

Er spielt zum BOCHUMER MENSCHENRECHTSPREIS, den Shirin Eba­di und Jas­min Taba­ta­bai kura­tie­ren. Shirin Eba­di, Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin und eine der wich­tigs­ten Stim­men welt­weit, wo immer es um Men­schen­rech­te geht, wird in der Chris­tus­kir­che die Lau­da­tio hal­ten, Moham­mad Reza Mor­ta­za­vi wird im Anschluss spie­len.

» Sonn­tag, 8. Dezem­ber 2013, 16:30 bis 19:30 Uhr
» Der Ein­tritt ist frei.
» Der Fly­er zum Kon­zert [90 kb]