Visionen des Diesseits (gemäß VStättVO)

2016-07 hiero_bosch_bochum MONTAGE

links: Hie­ro­ny­mus Bosch, Visio­nen des Jen­seits: Der Auf­stieg der Geseg­ne­ten, 1505–1515 (Aus­schnitt); Veni­ce, Gal­le­rie dell’Accademia

Wir bau­en um. 501 Jah­re nach Hie­ro­ny­mus Bosch, er hat­te sich „Visio­nen des Jen­seits“ gemacht, da stei­gen die Men­schen, geseg­net und geflü­gelt, durch einen beton-ähn­li­chen Tun­nel zur himm­li­schen Ver­samm­lungs­stät­te empor. Wir bau­en die Chris­tus­kir­che zur irdi­schen Ver­samm­lungs­stät­te um. Nach allen Regeln der Kunst, der Theo­lo­gie und der VStätt­VO. //

Umbau heißt: Die Chris­tus­kir­che ist eine Kir­che und wird es blei­ben, ein dem Got­tes­dienst gewid­me­ter Raum. Was in ihm statt­fin­det  —  ob ein Got­tes­dienst, der zum Kon­zert wird oder ein Kon­zert zum Got­tes­dienst; ob eine Dis­kus­si­on über Gott geht oder die Welt; ob aus Büchern gele­sen wird oder dem Buch der Bücher  —  was statt­fin­det in die­sem Raum, gewinnt got­tes­dienst­li­che Qua­li­tät, denn:

„Eine künst­le­ri­sche Ver­an­stal­tung in einer Kir­che erhält ihr eige­nes Geprä­ge, eben weil es eine Kir­che, d.h. ein Raum ist, der für den Got­tes­dienst gewid­met ist.“

So Prof. Dr. Jörg Ennu­schat, Lehr­stuhl für deut­sches und euro­päi­sches Ver­wal­tungs­recht an der Ruhr Uni­ver­si­tät.

Heißt: Es zwingt uns kei­ner, die VStätt­VO anzu­wen­den, wir bau­en um, weil wir umbau­en wol­len. Das aller­dings ist kom­pli­ziert, die Ver­samm­lungs­stät­ten­ver­ord­nung ist dick wie das Wort lang und lässt sich nur mit gro­ßem Pla­nungs­auf­wand anwen­den auf Gebäu­de, die längst gebaut sind  —  die Chris­tus­kir­che ist Bj. 1956/59. Wir haben jetzt gemein­sam mit Soan-Archi­tek­ten und dem Bau­ord­nungs­amt einen Plan erstellt, und zu die­sem Plan gehört eine Hie­ro­ny­mus-Bosch-Refe­renz:

 

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© Chris­tus­kir­che Bochum