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Händel: Der Messias | 22. Dezember

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Bochum 11. Dezem­ber 2015 | © Sab­it­ha Saul

Als das Gerücht auf­kam, der Mes­si­as sei gekom­men, trat der Rab­bi ans Fens­ter und sah hin­aus: „Da ist kei­ne Erneue­rung.“  —  Ob etwas mes­sia­ni­sch ist oder nicht, die Fra­ge geht nicht an die Theo­lo­gie und der Bli­ck des Rab­bi in kein Buch, son­dern aus dem Fens­ter (kein Win­dows): Hat sich etwas geän­dert, ist Hohes nied­rig gewor­den? Wenn nicht, kein Mes­si­as.

Das mes­sia­ni­sche Zeit­al­ter jeden­falls müss­te, wenn es beginnt, auf der Stra­ße begin­nen, im öffent­li­chen Raum, dort wer­den Fak­ten geschaf­fen. Inso­fern liest sich Mar­tin Bubers Erzäh­lung vom Rab­bi Menach­em wie ein Kom­men­tar zu dem Gerücht, das post­fak­ti­sche Zeit­al­ter sei ange­bro­chen. Wäh­rend sich Hän­dels Mes­si­as wie ein Kom­men­tar hören lässt zu der Idee, dass Fak­ten sich auch anders vor­stel­len las­sen, dass Hohes auch nied­rig sein könn­te, jeder Thron ein Stuhl, jeder Stuhl ein Thron.


STADTKANTOREI | HÄNDEL: DER MESSIAS
Ora­to­ri­um in 3 Tei­len von Georg Fried­rich Hän­del

Stadt­kan­to­rei Bochum
Mit­glie­der der Bochu­mer Sym­pho­ni­ker

Solis­ten:

Ina Sied­lac­zek | Sopran
Fran­zis­ka Gott­wald | Alt
Georg Pop­lutz | Ten­or 
Klaus Mer­tens | Bass

Arno Hart­mann | Diri­gent

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