Lieber WDR

Der WDR, die AfD und der Platz des europäischen Versprechens

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Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, WDR: Für was? | © chris­tus­kir­che bochum

Ob das eine gute Idee war? Mit dem AfD-Füh­rer von NRW, Mar­cus Pret­zell, ein „Streit­ge­spräch“ über Euro­pa zu insze­nie­ren? Um „kon­tro­ver­se Posi­tio­nen“ aus­zu­tau­schen? Kei­ne gute Idee war es, sich für die­se Insze­nie­rung  —  sie wur­de durch­ge­sto­chen  —  den Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens aus­zu­su­chen. Der Platz ver­dankt sich der Vor­stel­lungs­kraft von 14.726 Men­schen  —  Du, lie­ber WDR, machst ihn zu Dei­nem Park­platz. Und stellst dann den AfD-Füh­rer dar­auf. Nicht neben den Platz, nicht neben die Namen: mit­ten­drauf. Und so tram­pelt, von Dei­nen Mit­ar­bei­tern gewie­sen, das groß­deut­sche Klein­hirn über die Namen von Sabi­ne Kam­pa und Chris­toph Wil­le­ke hin­weg, mar­schiert über Mayuren Param­so­thy und Roc­co Bor­gia, über Othel­lo Bri­mont und Che Wah Man, steht auf den Namen von Cris­ti­na Mukam­bu-Maya­la und Fat­ma Tur­sun-Can­baz, von Nguy­en van Hen und Sez­gin Yidi­rim und Tobi­as Nig­ge­mann, die meis­ten von ihnen sind Bochu­mer. Du hät­test sie ein­la­den kön­nen, lie­ber WDR, Du hät­test Dir Gedan­ken machen kön­nen dar­über, wo und wie Du den Füh­rer der AfD auf die­sem Platz plat­zie­ren willst. Ob über­haupt auf den Namen und wenn, auf wel­chen und war­um. Aber Dir, lie­ber WDR, sind die euro­päi­schen Namen  —  ja was eigent­lich? Egal? Euro­pa ein „kon­tro­ver­ses“ The­ma, die Kunst Kulis­se? Für was?