„Abenteuer der Ähnlichkeit“

Pulse of Europe auf dem Platz des europäischen Versprechens

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Pul­se of Euro­pe, 2. April 2017 | Foto thw

„Euro­pa führt eine eigen­ar­tig unwirk­li­che Exis­tenz in uns, ein Schat­ten­da­sein.“ Vor zwölf Jah­ren hat­ten wir Jochen Gerz nach Bochum ein­ge­la­den, damals mach­te sich das Ruhr­ge­biet dar­an, euro­päi­sche Kul­tur­haupt­stadt zu wer­den, ein Pro­jekt nach dem ande­ren wur­de ent­wor­fen in ein gül­de­nes Euro­pa hin­ein, dar­über ein Him­mel in Stahl­blau mit immer­zu strah­len­der Son­ne, und in die­se roman­ti­sche Gleich­gül­tig­keit hin­ein sprach Jochen Gerz davon  —  wir hat­ten ihm die Gedenk­hal­le im Turm gezeigt, die Namen der Toten und der „Feind­staa­ten“  —  sprach Jochen Gerz davon, dass Euro­pa erneut dabei sei zu zer­brö­seln: „Im Her­zen sei­ner Bewoh­ner reimt sich Euro­pa auf so gut wie nichts.“ Gerz wur­de wahr genom­men wie einer, der sich auf die fal­sche Par­ty ver­irrt hat, sei­ne Idee für einen Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens kam zu uns wie die Arche zu Noah. Euro­pa, so beschrieb Gerz das Bild, das er vor Augen hat­te, es ist die schöns­te Defi­ni­ti­on Euro­pas, die ich ken­ne, sei „das Aben­teu­er der Ähn­lich­keit, das Geschenk jeder Frem­de“.