„Sehnsucht nach Härte“?

Henry Rollins' Travel Light Show | 29. Nov.

Hen­ry Rol­lins graf­fi­ti in Asbu­ry Park, New Jer­sey by She­phard Fai­rey | Foto Dan Cen­tu­ry (cc)

„… eine Musik, um Gewalt­er­fah­run­gen gleich­zei­tig zu erdul­den und aus­zu­le­ben als Opfer und Täter in einer Per­son“: Kai Mül­ler im Tages­spie­gel über die „Sehn­sucht nach Här­te“ in der Musik. Lesens­wer­ter Streif­zug, er führt von Achil­les über „Achil­les Last Stand“ auch an Hen­ry Rol­lins vor­bei, „einem Kraft­pa­ket mit gro­ßen Ängs­ten“. Dann die­ser Satz: „Die Nach­kriegs­ge­ne­ra­ti­on muss ein­se­hen, dass Lie­be eine schlech­te Über­le­bens­stra­te­gie ist und sie sich inner­lich stäh­len muss, um ihre Frei­heit zu erhal­ten.“ Stimmt das? Oder stimmt nicht eher das Gegen­teil? Dass man, um „Här­te“ zu erfah­ren, sie insze­nie­ren muss? Und simu­lie­ren? Hen­ry Rol­lins jeden­falls hat sei­ne Erfah­run­gen nicht nur an dem gemacht, was er dem eige­nen Kör­per aus frei­em Wil­len antut, son­dern was ande­ren andern­orts ange­tan wird, und wenn er bei uns ist, berich­tet er von sei­nen Rei­sen:

Es sind Welt­rei­sen durch Kopf und Kon­ti­nen­te, durch Kri­sen und Kata­stro­phen, durch Come­dy und Ankla­gen. Er wird pro­vo­zie­ren, das dürf­te zu erwar­ten sein, aber er pro­vo­ziert, weil er opti­mis­tisch ist, und die­ser Satz gilt auch vice ver­sa: Hör­te einer wie er ein­mal auf zu pro­vo­zie­ren, lohn­te kei­ne Mühe mehr.

Nicht mehr vie­le Tickets, alle Infos hier!


HENRY ROLLINS  |  Hen­ry Rol­lins‘ Tra­vel Sli­de­show

» Don­ners­tag 29. Novem­ber | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr
» Tickets 30,10 € zzgl. Geb.
» VVK direkt hier bei uns!
» Park­haus P3 wird eigens län­ger geöff­net sein!