Stefanie Carp und Jimi Hendrix und der BDS

Nächstes CWR-Konzert am 18. November


Seit 16 Jah­ren arbei­ten wir mit CHORWERK RUHR zusam­men, nächs­tes Kon­zert ist im Novem­ber. Das Ensem­ble  —  Teil der Kul­tur Ruhr, zu der auch Ste­fa­nie Carps Ruhr­tri­en­na­le zählt  —  hat sich an die inter­na­tio­na­le Spit­ze gesun­gen. 2016 etwa wähl­te die US-ame­ri­ka­ni­sche Pres­se gleich zwei Ruhr­tri­en­na­le-Pro­duk­tio­nen mit CHORWERK RUHR zu „The Best Clas­si­cal Music of 2016″. Erhiel­te die­ser Chor dem­nächst eine Ein­la­dung aus, sagen wir, Isra­el, wür­de sich nie­mand wun­dern. Und wür­de sich wun­dern, trä­te BDS eine Kam­pa­gne los. Mit all den üblen Tricks, die die­se Leu­te drauf haben auch im klas­si­schen Sek­tor, sie­he etwa hier. Und das ist, was ich an der BDS-Stra­te­gie von Frau Carp  —  wir haben eine ande­re, aber die der Ruhr­tri­en­na­le soll sich ja jetzt ändern  —  was ich dar­an am wenigs­ten kapiert habe: dass es so gar kei­ne Fire­wall gab, um die eige­nen Leu­te zu schüt­zen. Man kann mit einem Chor nicht umge­hen wie Jimi Hen­d­rix mit sei­ner Gitar­re.

4 Kommentare zu diesem Artikel

  1. War vor 5 Mona­ten abseh­bar, dass BDS die gro­ße und stol­ze — und vor allem: unab­hän­gi­ge — RT so unter Druck set­zen könn­te? Dass BDS direkt ins Pro­gramm ein­grei­fen könn­te? Und das mit Erfolg?

    CWR ist Teil der Kul­tur Ruhr, die RT wird es nächs­tes Jahr wie­der geben. Und über­nächs­tes, was wird — nur mal als Bei­spiel — der Herr Platel machen? Anders gesagt: Es ist wei­ter­hin abseh­bar, was pas­sie­ren wird, wenn man BDS ins Haus lässt. Das The­ma bleibt. Es ist so lan­ge nicht „befrie­det“, wie es Anti­se­mi­tis­mus gibt.

    Und das heißt: Wir haben uns VOR Chor­werk Ruhr gestellt, bevor der BDS ins Haus kam. Und wir stel­len uns jetzt vor Chor­werk Ruhr, bevor wie­der alle da ste­hen und sich wun­dern.

    P.S. Waren Sie bei der Podi­ums­de­bat­te? Haben Sie Alo­ni erlebt? Es ist, was Sie „kon­struk­tiv“ nen­nen.

  2. Ist das Chor­werk Ruhr mit Boy­kott bedroht wor­den ? Wenn nein: was soll dann die­ser spe­ku­la­ti­ve und sach­frem­de Auf­ma­cher für ein span­nen­des Kon­zert des CWR ? Ihr Kampf gegen den BDS in allen Ehren, aber miss­brau­chen Sie den CWR hier nicht für eine Wie­der­be­le­bung einer von Ihnen sehr emo­ti­ons­ge­la­den und teil­wei­se unsach­lich geführ­ten Debat­te um die Ruhr­tri­en­na­le, die eigent­lich inzwi­schen befrie­det sein soll­te ? Land­tag, Lan­des­re­gie­rung und Auf­sichts­rat der RT sowie das Podi­um der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung der RT im August haben vor­ge­macht, wie man auch ohne Schaum vor dem Mund eine Debat­te füh­ren und zu einem kon­struk­ti­ven Schluss kom­men kann.

  3. CWR ist ein — oder: das — Aus­hän­ge­schild der NRW-Kul­tur. Und ist Teil der Ruhr­tri­en­na­le, deren Inten­dan­tin Frau Carp ist, und sie wie­der­um hat mehr­fach erklärt, sie sehe ihre Auf­ga­be dar­in, sich schüt­zend vor Künst­ler zu stel­len. Das ist gut, ich neh­me es ernst, es mag sogar — das gebe ich bei — eine Hand­lungs­stra­te­gie gewe­sen sein. Nur dass es dar­auf ankommt, was man tat­schlich tut, und die Inten­dan­tin tat das gera­de Gegen­teil, sie schütz­te ihre Künst­ler eben nicht, son­dern hol­te BDS ins eige­ne Haus: BDS auf Augen­hö­he mit CWR.

    So, und wenn CWR jetzt — was jeder­zeit mög­lich, der Chor hat inter­na­tio­na­les Level, und die Wege zwi­schen NRW und Isra­el sind kurz — wenn CWR jetzt eine Ein­la­dung nach Jeru­sa­lem bekä­me und Platels BDS — was eben­falls jeder­zeit mög­lich — eine sei­ner mie­sen Kam­pa­gnen star­te­te, vor wel­che ihrer Künst­ler woll­te sich Frau Carp dann schüt­zend stel­len? Wür­de es wie­der ein Podi­um geben? Wäh­rend Fotos von Flo­ri­an Hel­gath durchs Netz schwir­ren, in denen ihn der BDS mit Blut ver­schmiert?

    Glau­ben Sie nicht? Googeln Sie Yeru­ham Scha­rovs­ky, Diri­gent des Jeru­sa­lem Orches­tra (ist oben auch ver­linkt). Sol­chem anti­se­mi­ti­schen Irr­sinn haben Land­tag, Lan­des­re­gie­rung und zuletzt der Auf­sichts­rat der RT einen Rie­gel vor­ge­scho­ben.

    Jetzt die Fra­ge an Sie: Nen­nen Sie, was Land­tag, Lan­des­re­gie­rung und Auf­sichts­rat tun, eben­falls einen „unsäg­li­chen Kampf gegen die Ruhr­tri­en­na­le“? Oder nicht doch einen für die Frei­heit der Kunst, der Künstler/innen und des CWR? Freue mich auf Ihre Ant­wort.

  4. Mit Schaum vor dem Mund macht sich kei­ne soli­de und gute Kul­tur­ar­beit.
    War­um zie­hen Sie das Chor­werk Ruhr nun unge­fragt in Ihren unsäg­li­chen Kampf gegen Frau Carp und die Ruhr­tri­en­na­le ?

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