Konzerte

One Woman, one Voice

Lyambiko | Internationaler Frauentag | 8. März 20 Uhr

"Letztlich habe ich den einzig richtigen Weg gefunden und mich selbst in der Musik gesucht. " - Lyambiko, Stimmrecht des gleichnamigen Quartetts

Foto | Uwe Arens

Und wie­der reg­net es Kri­ti­ken wie Rosen. Den ECHO-Jazz als beste Stimme die­ses Lan­des hat es schon im letz­ten Jahr gege­ben. Lyam­biko, die Ber­li­ne­rin aus Thü­rin­gen, sei „den Göt­tinnn des Jazz ganz nahe“, hatte die SÜDDEUTSCHE geschrie­ben und die FAZ „ihre Inten­si­tät, ihre Sinn­lich­keit, ihre Kraft“ bewun­dert. Ein paar Kri­ti­ken im Schnell­durch­lauf: „Quä­lend schön. Rausch der Sinne. Abso­lu­ter Genuss. Emo­tio­na­ler Tief­gang. Per­fekte Into­na­tion. Samt­weich und kraft­voll. Cool und sophisti­ca­ted. Ero­tisch. Gra­zil. Gran­dios …“ so geht das in einem fort. Und das ist keine Seri­en­hu­de­lei, hier der BOSTON GLOBE aus dem Land, aus dem der Jazz kommt: „Lyam­biko ist die meist­ver­spre­chende Jazz-Sängerin nach lan­ger, lan­ger Zeit. Sie besitzt die Dra­ma­tik einer Bil­lie Holi­day, die Ero­tik einer Julie Lon­don und die Schärfe einer Nina Simone.“ Als sei diese Stimme dafür geschaf­fen, den Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag zu fei­ern. Der eben dort erfun­den wurde, wo der Jazz her­kommt, damals ging es um One Woman, One Vote.

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„Drama, Baby!“

Me And My Drummer | urban urtyp #16 | 19. Februar 19 Uhr

"Ein Mann, eine Frau. Ein Piano, ein Schlagzeug. So simpel kann es manchmal sein." Charlotte Brandi und Matze Prollöchs sind Me And My Drummer

Foto | Tho­mas Kierok

Sie habe höchs­tens „ein net­tes Auf­wär­men“ erwar­tet, schrieb Andrea kürz­lich auf mit­telstern, dem Blog von Dres­den Indie Welt: „Geplän­kel. Bei­läu­fi­ges Mit­wip­pen.“ Bei­nahe wäre sie gar nicht hin­ge­gan­gen zum Kon­zert und wären wir ohne die­sen Kon­zert­be­richt: Bei­läu­fi­ges Mit­wip­pen? „Char­lotte fängt an zu sin­gen. Diese Stimme! Hal­le­luja! Was pas­siert hier? Völ­lige Ver­blüf­fung bei gleich­zei­ti­ger Begeis­te­rung. Ein Mann, eine Frau. Ein Schlag­zeug, ein Piano. Ein Raum, der plötz­lich viel zu klein wird für diese Stimme, diese Kraft, diese Momente …“

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (0)

„… this boy turned gold from blue …“

Einar Stray & Band | urban urtyp #16 | 19. Februar 19 Uhr

"Nichts ist nicht so gemeint, kein Ton gibt vor, was anderes zu sein als eben dieser Ton. Pop ist eine Haltung": Einar Stray

Hilde Mesics | sinnbus

„Pop ist eine Hal­tung“, sagte Michael Wollny, urban urtyp #15, neu­lich in einem Inter­view. Pop stehe für „Kom­pro­miss­lo­sig­keit“ und die­sen „unbe­ding­ten Wil­len, eine eigene Musik zu kre­ie­ren“. Im Jazz gehe diese Hal­tung schon mal ver­lo­ren, dann werde Impro­vi­sa­tion zum Vor­wand, „Noten nicht so zu mei­nen, wie man sie spielt.“ Bei Pop­bands dage­gen, den guten, „ist jede Note so gemeint“, so und nicht anders. Als ginge es immer ums Ganze, das ganze Glück im Unglück. Wenn man Einar Stray hört, den 21jährigen Nor­we­ger aus Oslo, hört man sofort, was Wollny meint. Die große Geste, der weite epi­sche Bogen und darin ein­ge­bor­gen Songs, so opu­lent wie ein Menü in 7 Gän­gen. Aber, und das lässt jeden Gang genie­ßen, nichts darin ist unei­gent­lich, nichts ist nicht so gemeint, kein Ton gibt vor, was ande­res zu sein als eben die­ser Ton. Pop ist eine Haltung.

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (1)

Spiritus Dei

Die Priester | 6. Februar 20 Uhr

"Keine Frauen auf die Bühne": Die Priester stellen keine Priester dar, sondern tun, was sie im wirklichen Leben tun, sie singen.

Gar­ment Rack | Com­mons Wikimedia

Die katho­li­sche Kir­che, sagte Nor­bert Lam­mert letzte Woche beim ökume­ni­schen Neu­jahrs­emp­fang in Bochum, sei eine „Männer-Bündelei“. Frei über­setzt: Keine Frauen auf die Bühne. Kaum wohl das, was man demo­kra­tisch nen­nen könne, so der Prä­si­dent des Deut­schen Bun­des­ta­ges. In der Summe sei die evan­ge­li­sche Kir­che, was Selbst­be­stim­mung angeht, „um 500 Jahre vor­aus“. Lam­mert ist Kura­tor die­ser Kir­che, er weiß, wel­che Mühe es macht und wel­chen Spaß, sel­ber zu bestim­men: Wür­den die Reprä­sen­tan­ten der katho­li­schen Kir­che ähnlich benannt wie pro­tes­tan­ti­sche, so Lam­mert, „wären Bischofs­kon­fe­ren­zen anders besetzt“. Ob aber auch „Die Pries­ter“? Die drei, die jetzt auf unsere Bühne kom­men, hier die Rest­kar­ten, die drei stel­len keine Pries­ter dar, es sind …

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Gold, Weihrauch und Wollny

Michael Wollny | urban urtyp #15 | 29. Januar 19 Uhr

"Ein Geschenk, wunderbar unerklärlich." Michael Wollny

Michael Wollny | ACT

Die­ser Mensch ist ein Geschenk, zwei­fel­los. Ein „Wun­der­kind“ sei erschie­nen, hieß es, die wei­sen Kri­ti­ker stau­ten sich stau­nend ums Kla­vier herum, auch die weise FAZ: „Sel­ten ein­mal hat man sol­che Aus­wei­tun­gen des kon­ven­tio­nel­len Kla­vier­spiels fol­ge­rich­ti­ger aus dem for­ma­len Ablauf der Impro­vi­sa­tio­nen ablei­ten kön­nen wie im Spiel von Wollny.“ Wie wahr. Wenig spä­ter staunte die wei­ter­hin weise FAZ, dass ein Wun­der­kind einen wun­der­vol­len Kopf ent­wi­ckelt: „Man wird wohl als genial bezeich­nen dür­fen, wie wun­der­bar uner­klär­lich Woll­nys Spiel über­all hin­passt.“ Was wie­derum wun­der­bar zu urban urtyp passt: Dass Wollny, „das deut­sche Jaz­zwun­der“, dem sie beim ECHO Jazz 2 x Gold umge­hängt haben, dass er bei uns als urban urtyp spielt, ist nicht Gold und nicht Weih­rauch, es ist ein Geschenk. Eines, das mit allem zu tun hat, mit Wollny und dem Wun­der, mit Echo, Jazz und „Mensch“  …

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (0)

Downliners Sekt

urban urtyp #14 special | Freitag 30. Dezember 19 Uhr

"Party ohne Rundenrekorde": Downliners Sekt aus Barcelona

Foto | Fric Lopez

Was nach Dub­step kommt, kommt aus Bar­ce­lona. Sie sel­ber nen­nen, was aus ihren Lap­tops kommt, „elec­tro­nic post post post post rock ambi­ent trip hop, I don’t know“. Eine Dekon­struk­tion von dem, was war, „als müsse ich zuerst zu gra­ben anfan­gen, müsse mich raus­wüh­len, raus­krat­zen aus einer Masse von Schutt, die uns zudeckt“. So lässt Peter Weiss einen Schrift­set­zer in sei­ner Ästhe­tik des Wider­stan­des reflek­tie­ren, als es um den Beginn des Spa­ni­schen Bür­ger­kriegs geht und das repu­bli­ka­ni­sche Europa, das sich gegen den Faschis­mus wehrt. 75 Jahre ist das her und der Kurz­schluss mit Down­li­ners Sekt erlaubt, weil sie heute — unpa­the­tisch und ent­schie­den — jede para­mi­li­tä­ri­sche Party hintertreiben.

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (0)

African American Art

New York Gospel Stars | 26. Dezember 20 Uhr

"Wie es anders gehen kann, sich an Weihnachten zu freuen": Die New York Gospel Stars bei ihrem Weihnachtskonzert 2010

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Weih­nachts­freude ist ein höf­li­ches Wort, es klingt mode­rat. Was mode­rat klingt, ist das, was man im Griff hat. Was man im Griff hat, ist das, was man dosie­ren kann. Die Weih­nachts­freude als Herd­platte, die sich regeln lässt. Weni­ger grif­fig ist das, was die New Yor­ker tun: Für die Weih­nachts­freude sind sie, was einem zustößt. Eine „große Freude, die allen wider­fah­ren wird“, siehe Lukas 2. Am Zwei­ten Weih­nachts­tag ist bei uns die satte Freude das Gegen­teil von satt.

Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Nicht-mönchische Mönche

Gregorian | 2. Zusatzkonzert | Dienstag 13. Dezember 17 Uhr

"Sieht gregorianisch aus": Die Gregorian live in der Christuskirche

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Gre­go­ria­nik geht anders, das ist sicher­lich wahr. Die Gre­go­rian sehen schon wie Mön­che aus -  das Foto hier ist von heute aus dem Kon­zert in der Chris­tus­kir­che — aber sie sin­gen weder ein­stim­mig noch a capella noch in latei­ni­scher Spra­che. Und der Inhalt von dem, was sie sin­gen, ist ab und an wohl auch ein ande­rer. Nur was soll’s, dann ist es eben nicht sehr gre­go­ria­nisch, was sie machen, son­dern Pop. Die Mön­che, siehe die­ses Foto …

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Christmas meets Cuba

Klazz Brothers & Cuba Percussion | Samstag 17. Dezember 20 Uhr

"Tannenbaum trifft Latin Groove, Marzipan auf Merengue": Klazz Brothers & Cuba Percussion

Foto | Mirko Joerg Kellner

Klazz ist ein Kunst­wort, es hat nichts mit Klez­mer zu tun, son­dern mit Klas­sik plus Jazz. Und wie das Wort, so die Musik, sie hat nichts zu tun mit einer „Grenz­über­schrei­tung“ oder dem, was man „Cross­over“ nennt. Sie hat damit zu tun zu spie­len und mit der Lust am Spiel, und die Klazz Bro­thers spie­len mit dem, was Klas­sik und Jazz gemein­sam ist. Vir­tuo­si­tät zum Bei­spiel, hohes Stil-Bewustsein, das freie Zitie­ren. Und natür­lich die Fähig­keit zu impro­vi­sie­ren. Bach, Beet­ho­ven, Mozart haben impro­vi­siert, Cho­pin sowieso. Musik ist eben nicht Ver­ord­nung, son­dern Ver­gnü­gen, das haben sich die kolum­bia­ni­sch­deutsch­ku­ba­ni­schen Brü­der zu Her­zen genom­men: Clas­sic meets Cuba hieß ihr ers­tes Vergnügungsprogramm …

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Chris Hopkins‘ Swinging Christmas

25. Dezember 2011 | Erster Weihnachtstag | 17 Uhr

"Swingt wie keiner, seit Cyrenius Landpfleger in Syrien war: Chris Hopkins

Foto | Sascha Kletzsch

Wie geht Weih­nach­ten? Gute Frage. Der Flie­gende Weih­nachts­mann ist aus­ge­flo­gen, der Weih­nachts­markt abge­räumt, und Weih­nachts­leuch­ten wir­ken, als hätte wer ver­ges­sen, sie abzu­stel­len: Am ers­ten Weih­nachts­tag hat Weih­nach­ten es ziem­lich schwer. „Swin­ging Christ­mas“? Klä­ren wir zunächst, wie das hier geht, „schwin­gen“. Das Wör­ter­buch sagt, es han­dele sich um ein Tu-Wort …

Wei­ter­le­sen…

Kategorie: Konzerte | Kommentare (2)

Weitere Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 Nächste