Der Ukraine gewidmet

Elena Chekanova & Ensemble | 27. September

Ein unge­heu­rer Ver­gleich, Putin hat ihn ange­strengt: Die ukrai­ni­sche Armee erin­ne­re ihn an die Wehr­macht. Wir erin­nern uns an Babi Jar: Am 27. Sep­tem­ber 1941  —  Elena Che­ka­no­va hat ihr Kon­zert bei uns auf eben die­sen Tag gelegt  —  tra­fen sich höhe­re Wehr­machts-, SS- und Poli­zei­funk­tio­nä­re in Kiew und beschlos­sen, alle Juden der Stadt zu […]

Demokratie statt Staatsreligion

Internationaler Iran-Kongress

Wer die Hamas unter­stützt, die alle Juden abschlach­ten will, und wer der His­bol­lah zu einem der größ­ten Rake­ten-Arse­na­le welt­weit ver­hilft, gilt in Deutsch­land als „mode­rat“: Has­san Roha­ni, Prä­si­dent des Iran, rech­net man hier hoch an, dass ande­re noch bar­ba­ri­scher sind als er. Wäh­rend das Mul­lah-Regime, dem er dient, kei­nen Zwei­fel dar­an lässt, wohin die Rei­se […]

„Wir sind die Dazugekommenen“

INTERVIEW ZU EUROPA | TRAILER 05/14

Euro­pa ist The­ma in TRAILERRUHR 05/14. Unter den Bei­trä­gen auch ein Inter­view, das Lutz Debus mit mir geführt hat: Herr Wes­sel, denk ich an Euro­pa in der Nacht, dann …  Bit­te ergän­zen Sie.  —  Nein, nachts schla­fe ich. Oje, wie sol­len wir jetzt den Ein­stieg fin­den? Ging mir genauso, als wir damals mit dem […]

Friede den Eisdielen

Katatonia | Unplugged & Reworked

Kata­to­nia-Kon­zert fast aus­ver­kauft, gibt nicht mehr vie­le Kar­ten. Was wie­der­um Gele­gen­heit gibt, über das zu schrei­ben, was sie nicht machen: Sie phan­ta­sie­ren sich in kein Ewi­ges Eis hin­ein. In der Dun­kel-Musik ist die Eis-Meta­pher  —  Eis­mee­re, Eis­wel­ten, Eis­frau­en, Eis­fe­en  —  schwer beliebt, da wer­den Eis­pa­läs­te wie Rei­hen­häu­ser ent­wor­fen. Und zwar nicht, je wei­ter nörd­li­ch sol­che […]

Staatsreligion

Konzert zum Karfreitag

„Es stand die Mut­ter vol­ler Schmer­zen bei dem Kreuz“. Das die ers­te Zei­le des Gedichts „Sta­bat Mater“, das Dvořák ver­tont hat, das Bild einer trau­ern­den Mut­ter. Dafür, dass sich so etwas wie Empa­thie ent­wi­ckeln konn­te, die Fähig­keit, sich in das Füh­len ande­rer zu ver­set­zen, war die­ses Bild, über Jahr­hun­der­te tra­diert, von unschätz­ba­rer Bedeu­tung. Jeman­den ans […]

Ästhetik des Widerstands

Projekt 20 | Bochumer Menschenrechtspreis

Was man nicht sehen darf, kann man hören. Nicht gese­hen, nicht ein­mal gedreht wer­den dür­fen die Fil­me, die Jafar Pana­hi macht. Pana­hi, inter­na­tio­nal ver­ehrt [Gold in Can­nes und Vene­dig, Sil­ber in Ber­lin usw.], ist Teil der Grü­nen Bewe­gung, er wur­de Ende 2010 zu 6 Jah­ren Haft ver­ur­teilt und zu 20 Jah­ren Berufs­ver­bot. Im Iran wer­den […]

Das schöne Muster, und dann …

Parastou Forouhar und das Recht zu trauern

Plötz­li­ch geht Schön­heit, ohne dass sie sich wan­delt, in Grau­sam­keit auf. Paras­tou Foro­u­har arbei­tet mit der per­si­schen Tra­di­ti­on, mit Orna­men­ten, Schrift­zei­chen und Sym­bo­len, formt sie aber so, dass sie noch eine ande­re Wirk­lich­keit ver­ra­ten: „Ich for­de­re den zwei­ten Bli­ck her­aus“, sagt sie, „auf den ers­ten Bli­ck sieht man das schö­ne Mus­ter und denkt, ich hab’s […]

„Shake Hands mit einem, der Frauen steinigt?“

Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin, laudatiert Menschenrechtspreis | 8. Dezember

„Are you wil­ling to shake hands with a govern­ment that sto­nes women? Are you going to trust a govern­ment that exe­cu­tes its politi­cal oppo­si­ti­on?“ Shirin Eba­di, Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin, hat sich an die Euro­päi­sche Uni­on gewandt: Ob Euro­pa bereit sei, die Hand zu schüt­teln, die Frau­en stei­nigt und Schwu­le hängt, die Demo­kra­ten hin­rich­tet und mehr Jour­na­lis­ten ein­ge­sperrt […]

Mohammad Reza Mortazavi

Solo für Menschenrechte | 8. Dezember 2013

Zwei Trom­meln, zwei Hän­de und ein 6/8-Rhythmus. Mit wenig mehr als nichts schafft Mor­ta­za­vi, was wie ein Orches­ter klingt. „Green Hands“ nann­te er sein ers­tes Album, es hat der „Grü­nen Revo­lu­ti­on“ im Iran ihren Rhyth­mus geschenkt. 

Mozart und Mörser

Stadtkantorei, Symphoniker | 28. November

Karl Kraus betrach­tet ein Pla­kat, das eine Auf­füh­rung von Mozarts Requi­em anzeigt: „Täuscht mich mein Auge nicht – so ist’s ein Mör­ser!“ Es ist das Jahr 1915, der Ers­te Welt­krieg tobt, und das Wie­ner Bür­ger­tum lässt sich zu Trä­nen rüh­ren  —  nicht etwa vom „Requi­em Euro­pas“, son­dern von Mozarts Erha­ben­heit. Kraus dage­gen hört Mozarts Musik, […]

Camel, Snow Goose, Krieg

Tribute to Peter Bardens | 30. Oktober 2013

„The Snow Goo­se“ erzählt vom Krieg, die Chris­tus­kir­che eben­falls. Es hat Sinn, dass CAMEL ihr Opus Magnum  —  erst­mals nach 38 Jah­ren  —  in die­ser Kir­che insze­nie­ren. Ohne dass ein Wort fällt, wird eine Geschich­te von Paul Gal­li­co ver­tont. Sie erzählt davon, dass der Kampf gegen die Nazis von Men­schen geführt wur­de, die lie­ben konn­ten. 

Tocotronic: Stoppt das Sterben

Lampedusa und das europäische Versprechen

„Die unpein­lichs­te Band des Lan­des“, wur­de Toco­tro­nic genannt. Das stimmt auch des­halb, weil sie kein Mar­ke­ting machen mit Moral. PRO ASYL, von Toco­tro­nic unter­stützt, for­dert jetzt die Bun­des­re­gie­rung auf, alles zu tun, das Ster­ben an Euro­pas Außen­gren­zen zu been­den: „Am 24. und 25. Okto­ber tagen die Staats- und Regie­rungs­chefs der EU in Brüs­sel. Dort hat […]

Al Andaluz Project

Akustik-Konzert | 26. Oktober 2013

Im Süd­en Spa­ni­ens hat sich eine Musik bewahrt, die zurück­reicht in eine Zeit, in der mus­li­mi­sche, christ­li­che und jüdi­sche Kul­tur auf­ein­an­der tra­fen  —  und über­leb­ten. Eine euro­päi­sche Musik, ori­en­ta­li­sch, sephar­di­sch und antik geprägt. Gebor­gen von Musi­kern aus Spa­ni­en, Marok­ko und Deutsch­land, die alle klas­si­sch aus­ge­bil­det sind. Jetzt, in der Kri­se Euro­pas, wird klar, wel­chen Sinn […]

Massaker Gedenken

Iran-Freedom | 13. September 2013

Im August 1988, vor 25 Jah­ren, wur­den in den Gefäng­nis­sen des Irans poli­ti­sche Häft­lin­ge sys­te­ma­ti­sch hin­ge­rich­tet. Die Hin­rich­tun­gen dau­er­ten bis Anfang 1989 an. Tau­sen­de, die dem Staats­ter­ror zum Opfer fie­len.

Wir sind Detroit

11. September 14:46 - 15:03

2977 Men­schen sind am 11. Sep­tem­ber ermor­det wor­den. Sie waren links oder rechts, reli­giös oder nicht, kul­tu­rell so oder anders geprägt, sie waren viel­fäl­tig, man­nig­fal­tig, wider­sprüch­li­ch. Wie die Stadt, in der sie leb­ten, wie jeder Ein­zel­ne in ihr. „Wir sind alle Ame­ri­ka­ner“, hat Le Mon­de am Tag dana­ch geti­telt, Nous som­mes tous ame­ri­cains. Viel­fäl­tig, man­nig­fal­tig, […]

Gesetz zum Schutz von Nichtkünstlern

Grüne und das europäische Versprechen

Ist das vor­stell­bar? Dass eine Par­tei, die sich dem Schutz ver­schrie­ben hat, vor Kunst zu schüt­zen meint zu müs­sen? Nicht etwa, weil ein Künst­ler-Ego eine Mehr­heit mal­trä­tier­te. Auch nicht, weil eine Min­der­heit vorm Main­stream zu schüt­zen sei. Son­dern des­halb, weil die­se Par­tei im Auf­trag von Nicht­hei­ten han­del­te. Nichtrau­cher, Nichtfleisch­es­ser, Nichtauto­fah­rer, die mis­si­on from not­hing ist […]

World Refugee Day

Platz des europäischen Versprechens

„Welt­flücht­lings­tag“ ist ein ver­wal­tungs­deut­sches Drei­wort­wort und eigen­ar­tig fal­sch [was sol­len „Welt­flücht­lin­ge“ sein wenn nicht Ere­mi­ten, Almöhis, reli­giö­se Aske­ten?] Gibt man das Wort Flücht­lin­ge in die Bil­der­su­che ein, wird man in eine ähn­li­ch gezier­te Bil­der­welt gesto­ßen, melo­dra­ma­ti­sch bunt, hoch auf­ge­lös­tes Elend. Aber muss es denn nicht gen­au dar­um gehen? Um Mit­leid? Muss es nicht. Nächs­ten­lie­be, schrieb […]

„Fremde Sprachen im eigenen Land“

Gospel-Worship mit David Thomas et al

„… und alle wur­den erfüllt von hei­li­gem Geist und began­nen“  —  so steht es in Apg 2  —  „in frem­den Spra­chen zu spre­chen, wie der Geist es ihnen ein­gab.“ Spä­ter haben Fehl­far­ben das­sel­be kür­zer for­mu­liert: Sprich frem­de Spra­chen im eige­nen Land. Ohne Fehl­far­ben christ­li­ch ein­zu­kas­sie­ren: Es ist der­sel­be Impe­ra­tiv, kate­go­ri­sch wie kei­ner, weil es nie […]

„Wie wir in Demokratien leben“

Jochen Gerz | Interview

Herr Gerz, Sie sind in Ber­lin gebo­ren, leben in Irland, haben lan­ge in Frank­reich gelebt und vor allem dort und in Deutsch­land Wer­ke im öffent­li­chen Raum geschaf­fen. Gibt es Unter­schie­de? Wenn Arbei­ten wie DAS LEBENDE MONUMENT VON BIRON in der Dordo­gne oder jetzt der PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS in Bochum im Ate­lier ent­stan­den wären, gäbe […]

„Barometer für Europa“

Platz des europäischen Versprechens

Bene­dikt Rei­chel [RN] hat Wolf­gang Cor­des, Frak­ti­ons­chef der Grü­nen, und mich zum Streit­ge­spräch gebe­ten über den PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS. Über des­sen Idee, die Kos­ten und eine Stadt, die ihr Ver­hält­nis zu Euro­pa öffent­li­ch erwägt: