Reviews

Review | Die Happy

Live im April 2011

„Heute habe ich das Gefühl, dass mein Kleid end­lich zu der Loca­tion passt.“ Nicht nur das Kleid, auch DIE HAPPY und MARTA JANDOVÁ: „Da ist man im Got­tes­haus und fühlt sich ganz anders“, meinte sie, „ich glaube, ich kann heute gar nicht vul­gär sein.“ War sie denn auch nicht, zumin­dest nicht im Sinne des latei­ni­schen vul­ga­ris, es bedeu­tet gewöhn­lich, all­täg­lich. Und das war die­ses Kon­zert, fast das 1.000, das sie gaben, wirk­lich nicht: „Ich hab vor­her mit dem Herrn von die­sem Haus gespro­chen“ — Lachen — „ich meinte den Pfar­rer, er sagte, dass an der Stelle, wo ich heute sitze oder stehe, ein nor­ma­ler Mensch dafür lange stu­die­ren muss. Ich hab’s ohne Stu­dium geschafft durch 18 Jahre Tou­ren — oh mein Gott, ist das lang — und des­we­gen ist das schön, ich komme mir heute Abend wie eine kleine Pries­te­rin vor. Ich hoffe, ich habe nur Gutes für Euch zu sagen!“ Hatte sie. //  Die zitierte Pas­sage ab 4:45.

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Europa beginnt in Teheran

Die Reden von Shirin Ebadi und Khadijeh Moghaddam

Kämpft seit über 40 Jahren für Menschenrechte im Iran: Khadijeh Moghaddam (60), Frauenrechtlerin, mit dem Bochumer Menschenrechtspreis 2011

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

„Nach dem Bericht der ‚Jour­na­lis­ten ohne Gren­zen‘ hat der Iran die höchste Zahl an Jour­na­lis­ten, die inhaf­tiert sind. Aus die­ser Sicht steht Iran ein­mal an ers­ter Stelle.“ Shirin Ebadi, Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin, hat am Sonn­tag in der Chris­tus­kir­che vor 500 Zuhö­rern über die „mas­sive Zen­sur im Iran“ gespro­chen, über Staats­me­dien, ein „merk­wür­di­ges“ Pres­se­ge­setz und die Mani­pu­la­tion der öffent­li­chen Mei­nung. Eine prag­ma­ti­sche Rede, Men­schen­rechte sind auch sonn­tags nichts für Sonn­tags­re­den: „Wir möch­ten Sie, die freien Men­schen in Europa, anspre­chen. Sie glau­ben ja an Men­schen­rechte. Sie dür­fen nicht erlau­ben, dass Unter­neh­men Geschäfte mit Iran trei­ben, die zu mehr Unter­drü­ckung der Men­schen füh­ren.“ Hier die Rede von Shirin Ebadi. Und hier die Rede von Kha­di­jeh Mog­had­dam, die den Bochu­mer Men­schen­rechts­preis ent­ge­gen nahm: „Die­ser Preis gehört den Müttern“.

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Review | Patty Moon

urban urtyp # 13 live im November 2011

 

Judith Heusch, hoch­schwan­ger, und Tobias Schwab. Ein Sonn­tag im Herbst. Gibt noch eine Reihe wei­te­rer Videos auf Youtube, auch das phä­no­me­nale Clo­ser hat der nette Kol­lege da ein­ge­stellt, danke!

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Review | urban urtyp #11

utopia:banished live im September 2011

urban urtyp #11: utopia:banished zwischen Ausbruch und Apathie

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Wo lan­det, wer aus dem Nicht-Land aus­ge­wie­sen wird? Ist ja schon etwas her, dass Uto­pien was Dol­les waren, die aus Prin­zip und mit Cou­rage den Couch­tisch nebenan erobert haben. Sie von dort zu ver­ban­nen, ist leicht getan, aber was, wenn Uto­pien nicht nur ver­hauchte Kind­heits­hei­mat­klänge sind, son­dern ein kör­per­li­cher Ver­lust? Zum Para­dies gehört, ver­trie­ben zu wer­den, so wie es zur Uto­pie gehört, aus ihr ver­bannt zu sein. utopia:banished machen Musik, die nicht daran glaubt, sie rei­che ins Para­dies zurück und mache die Welt ein Stück weit bes­ser. Das näm­lich müsste, wer es denn wollte, schon sel­ber tun, wes­halb utopia:banished in die Kir­che gehört und nicht auf den Couch­tisch.  //  Fotos von dem Triple-Konzert mit Moon­bike und dem Kasia Bort­nik Trio hier.

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Diner en blanc

Review | Platz des europäischen Versprechens 10. Sept. 2011

"Stil ist eine Frage des Stils" : Diner en blanc auf dem Platz des europäischen Versprechens

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Stil ist eine Frage des Stils. Zum Diner en blanc gehört, dass das Pri­vate öffent­lich wird. Nicht groß orga­ni­siert, nicht groß ange­mel­det, eher asso­zia­tiv. Wenn, dann genü­gen zwei drei Regeln  -  alle kom­men in Weiß, alle tafeln in Weiß, und hin­ter­her ist alles wie zuvor  -  und schon ist alles anders als zuvor. Sieht zumin­dest erheb­lich anders aus als …

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„Liebe Freunde Europas“

Franz von Hammerstein * 6.6.1921 † 15.8.2011

Dr. Franz von Hammerstein * 6.6.1921 - † 15.8.2011

lichtblick-fotos.de

Im Alter von 90 Jah­ren ist Dr. Franz von Ham­mer­stein, Mit­be­grün­der der Aktion Süh­ne­zei­chen Frie­dens­dienste, jetzt in Ber­lin ver­stor­ben. Der Theo­loge gehörte zu den Weni­gen sei­ner Gene­ra­tion, die sich der gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung für die deut­schen Ver­bre­chen gestellt haben  -  nicht erst Jahr­zehnte spä­ter und nicht nur im Feuille­ton, son­dern mit sei­nem Lebenswerk.

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Review | Die Tonschützenkönige

Fiddler's Green live im März 2011

"Schneller als ihr Schall": Der Irish Speed Folk von Fiddler's Green aus Erlangen

Citi­zen X | unart.tv

Bei Irish Folk ist es so: Die einen sind bes­ser gelaunt als gut, die ande­ren bes­ser als gut gelaunt. Zu die­sen ande­ren zäh­len die Sechs von Fiddler’s Green, sie sind ein­deu­tig bes­ser als ihre (schon ziem­lich gute) Laune, und sie sind ein­deu­tig schnel­ler als ihr Schall. „Fiddler’s Green“ ist die iri­sche Bezeich­nung fürs Para­dies, in das die See­leute zie­hen. Keine Ahnung, warum es die Erlan­ger so eilig haben, aber nach Tönen pro Minute gemes­sen, sind sie die Tops­corer. Und weil Citi­zen X von unart.tv da mit­hal­ten kann und groß­ar­tige Fotos in Serie geschos­sen hat, hier eine kleine Galerie:

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Review | Luxuslärm

Live im März 2011

 

Die 1Live-Krone wurde wem anders auf­ge­stülpt. „Sieht cool aus“, um Luxus­lärm zu zitie­ren, „doch ich brauch es nicht“. Hier ein schö­ner Mit­schnitt von eben die­sem Song in der Chris­tus­kir­che, wo sie nicht nur keine Krone, son­dern kaum Strom brauch­ten, um, wie die Presse schrieb, allein damit zu über­zeu­gen, „dass sie echt was auf dem Kas­ten haben“.

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„Die Öko-Nummer natürlich“

Heute vor 30 Jahren: das 'Heidelberger Manifest'

"Wir werden bunter": Recycling-Tonnen in Aberystwyth, Wales

Calum Hut­chin­son | Public domain

Wenn es die Aus­län­der nicht gäbe  -  das war ja lange Jahre das dümmste Argu­ment dafür, dass es sie geben soll  -  würde nie­mand mehr den Müll abho­len. Also kann, solange es sie gibt, Müll pro­du­ziert wer­den und wird es auch: Von Sar­ra­zins Buch bei­spiels­weise leben alle gut, die Sar­ra­zins, ihre Kri­ti­ker und die Müll­man­ner. „Deutsch­land schafft sich ab“ schafft gute Jobs und recy­celte Debat­ten: Heute auf den Tag genau vor 30 Jah­ren  -  am 17. Juni 1981 -  wurde das „Hei­del­ber­ger Mani­fest“ ver­fasst, 15 hoch­ka­rä­tige Wis­sen­schaft­ler unter­schrie­ben Sätze wie die­sen: „Völ­ker sind (bio­lo­gisch und kyber­ne­tisch) lebende Sys­teme höhe­rer Ord­nung mit von­ein­an­der ver­schie­de­nen Sys­tem­ei­gen­schaf­ten, die gene­tisch und durch Tra­di­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben werden.“

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Review | Orka & Oktopus

urban urtyp #10 live im Mai 2011

 

In der Spra­che der Faröer heißt Orka Ener­gie. Warum sie so hei­ßen wie sie hei­ßen, kann man ahnen, wenn man den Film sieht, den Tobalo bei uns gedreht hat. Und hier ein Kon­zert­be­richt auf unart.tv mit sehr guten Fotos.

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