urban urtyp

„Drama, Baby!“

Me And My Drummer | urban urtyp #16 | 19. Februar 19 Uhr

"Ein Mann, eine Frau. Ein Piano, ein Schlagzeug. So simpel kann es manchmal sein." Charlotte Brandi und Matze Prollöchs sind Me And My Drummer

Foto | Tho­mas Kierok

Sie habe höchs­tens „ein net­tes Auf­wär­men“ erwar­tet, schrieb Andrea kürz­lich auf mit­telstern, dem Blog von Dres­den Indie Welt: „Geplän­kel. Bei­läu­fi­ges Mit­wip­pen.“ Bei­nahe wäre sie gar nicht hin­ge­gan­gen zum Kon­zert und wären wir ohne die­sen Kon­zert­be­richt: Bei­läu­fi­ges Mit­wip­pen? „Char­lotte fängt an zu sin­gen. Diese Stimme! Hal­le­luja! Was pas­siert hier? Völ­lige Ver­blüf­fung bei gleich­zei­ti­ger Begeis­te­rung. Ein Mann, eine Frau. Ein Schlag­zeug, ein Piano. Ein Raum, der plötz­lich viel zu klein wird für diese Stimme, diese Kraft, diese Momente …“

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„… this boy turned gold from blue …“

Einar Stray & Band | urban urtyp #16 | 19. Februar 19 Uhr

"Nichts ist nicht so gemeint, kein Ton gibt vor, was anderes zu sein als eben dieser Ton. Pop ist eine Haltung": Einar Stray

Hilde Mesics | sinnbus

„Pop ist eine Hal­tung“, sagte Michael Wollny, urban urtyp #15, neu­lich in einem Inter­view. Pop stehe für „Kom­pro­miss­lo­sig­keit“ und die­sen „unbe­ding­ten Wil­len, eine eigene Musik zu kre­ie­ren“. Im Jazz gehe diese Hal­tung schon mal ver­lo­ren, dann werde Impro­vi­sa­tion zum Vor­wand, „Noten nicht so zu mei­nen, wie man sie spielt.“ Bei Pop­bands dage­gen, den guten, „ist jede Note so gemeint“, so und nicht anders. Als ginge es immer ums Ganze, das ganze Glück im Unglück. Wenn man Einar Stray hört, den 21jährigen Nor­we­ger aus Oslo, hört man sofort, was Wollny meint. Die große Geste, der weite epi­sche Bogen und darin ein­ge­bor­gen Songs, so opu­lent wie ein Menü in 7 Gän­gen. Aber, und das lässt jeden Gang genie­ßen, nichts darin ist unei­gent­lich, nichts ist nicht so gemeint, kein Ton gibt vor, was ande­res zu sein als eben die­ser Ton. Pop ist eine Haltung.

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Gold, Weihrauch und Wollny

Michael Wollny | urban urtyp #15 | 29. Januar 19 Uhr

"Ein Geschenk, wunderbar unerklärlich." Michael Wollny

Michael Wollny | ACT

Die­ser Mensch ist ein Geschenk, zwei­fel­los. Ein „Wun­der­kind“ sei erschie­nen, hieß es, die wei­sen Kri­ti­ker stau­ten sich stau­nend ums Kla­vier herum, auch die weise FAZ: „Sel­ten ein­mal hat man sol­che Aus­wei­tun­gen des kon­ven­tio­nel­len Kla­vier­spiels fol­ge­rich­ti­ger aus dem for­ma­len Ablauf der Impro­vi­sa­tio­nen ablei­ten kön­nen wie im Spiel von Wollny.“ Wie wahr. Wenig spä­ter staunte die wei­ter­hin weise FAZ, dass ein Wun­der­kind einen wun­der­vol­len Kopf ent­wi­ckelt: „Man wird wohl als genial bezeich­nen dür­fen, wie wun­der­bar uner­klär­lich Woll­nys Spiel über­all hin­passt.“ Was wie­derum wun­der­bar zu urban urtyp passt: Dass Wollny, „das deut­sche Jaz­zwun­der“, dem sie beim ECHO Jazz 2 x Gold umge­hängt haben, dass er bei uns als urban urtyp spielt, ist nicht Gold und nicht Weih­rauch, es ist ein Geschenk. Eines, das mit allem zu tun hat, mit Wollny und dem Wun­der, mit Echo, Jazz und „Mensch“  …

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Downliners Sekt

urban urtyp #14 special | Freitag 30. Dezember 19 Uhr

"Party ohne Rundenrekorde": Downliners Sekt aus Barcelona

Foto | Fric Lopez

Was nach Dub­step kommt, kommt aus Bar­ce­lona. Sie sel­ber nen­nen, was aus ihren Lap­tops kommt, „elec­tro­nic post post post post rock ambi­ent trip hop, I don’t know“. Eine Dekon­struk­tion von dem, was war, „als müsse ich zuerst zu gra­ben anfan­gen, müsse mich raus­wüh­len, raus­krat­zen aus einer Masse von Schutt, die uns zudeckt“. So lässt Peter Weiss einen Schrift­set­zer in sei­ner Ästhe­tik des Wider­stan­des reflek­tie­ren, als es um den Beginn des Spa­ni­schen Bür­ger­kriegs geht und das repu­bli­ka­ni­sche Europa, das sich gegen den Faschis­mus wehrt. 75 Jahre ist das her und der Kurz­schluss mit Down­li­ners Sekt erlaubt, weil sie heute — unpa­the­tisch und ent­schie­den — jede para­mi­li­tä­ri­sche Party hintertreiben.

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Patty Moon

urban urtyp #13 | 06. November 19 Uhr

"Man muss nur die Arme aus ausbreiten und hören und verspielt genug sein": Judith Heusch alias Patty Moon

Patty Moon

Gro­ßes Song­wri­t­ing, zer­brech­li­cher Pop. Erin­nert die einen an ver­diente bri­ti­sche Exen­tri­ker wie Nick Drake und Kate Bush, andere an Björk oder die frühe Tori Amos, wie­der andere an Cohen und Waits. Wie auch immer, fest steht, seit Ele­ment of Crime war keine Musik so rät­sel­haft schön wie die von Patty Moon. Dis­kret roman­tisch, ohne Pathos, ohne Dra­men, Indie-Pop ohne Bom­bast. So funk­tio­nie­ren Songs.

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creating new material

Hauschka | urban urtyp #12 | 16. Okt. 2011 | 18 Uhr

Hauschka im Inter­view mit head­phone com­mute: „I feel that a live per­for­mance is there for crea­ting new mate­rial on the fly, and give people the exci­te­ment of expe­ri­men­ta­tion, risk and dan­ger at the same.” Das eben ist der Grund, warum es urban urtyp gibt.

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Hauschka

urban urtyp #12 | 16. Oktober 19 uhr

"Was Dinge alles erzählten, wären sie beseelt": Hauschka alias Volker Bertelmann

Foto | Estelle Klawitter

Elek­tro­ni­sche Musik ohne Elek­tro­nik. Hauschka, welt­weit gefrag­ter Pia­nist, legt die Sounds auf die Sai­ten und ein paar Dinge dazu, Radier­gum­mis, Kron­kor­ken und But­ter­brot­pa­pier, etwas Gaffa-Tape, etwas Folie, ein Satz Tisch­ten­nis­bälle. Was es so im Haus­halt gibt, was aber keine Gags ergibt, wenn er die Dinge zum Spie­len bringt. „He builds his repea­ting struc­tures with a Roman­tic ear“, schrie­ben die NEW YORK TIMES, und so stei­gen an den Klang­ge­rüs­ten selt­sam betö­rende Melo­dien empor, die einen ahnen las­sen, was Dinge alles erzähl­ten, wären sie beseelt. Eine „Ahnung unver­fälsch­ter Schön­heit“, schrieb die taz. Und wun­dert sich im Namen aller, denen pom­pöse Pop-Posen ver­trau­ter sind als irgend­was mit Sinn: „Wie blöd kommt man sich vor, im Zusam­men­hang mit Pop­mu­sik von Unschuld zu sprechen.“

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Experiment am lebenden Publikum

urban urtyp #11 | 25. September 19 Uhr

"Totales Nostalgie-Verbot": Die Vier von utopia:banished zwischen Ausbruch und Apathie

Foto | Anna Jagielska

Frü­her, also vor ein paar Jah­ren, war das so: Wenn man wis­sen wollte, wie die Gegen­wart tickt, ging man ins Kon­zert. Heute funk­tio­niert der Kon­zert­markt eher wie ein Video­shop in der Vor­stadt: Man hört nur, was man kennt. Bei urban urtyp geht es darum, Musik zu hören, weil man sie nicht kennt. Live­mu­sik ist kein ande­res Wort für Lan­ge­weile, son­dern dafür, am Leben zu sein. Also gibt es hier rund ein Dut­zend Leute, die Monat für Monat Musik ins Leben wer­fen: immer sonn­tags 19 Uhr, immer 10 EURO, immer anders. Sieht aus wie eine Reihe, ist aber ein Expe­ri­ment am leben­di­gen Publi­kum. Jetzt beginnt die zweite Spiel­zeit, den Auf­takt besor­gen drei Live-Acts von hier:

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Review | Orka & Oktopus

urban urtyp #10 live im Mai 2011

 

In der Spra­che der Faröer heißt Orka Ener­gie. Warum sie so hei­ßen wie sie hei­ßen, kann man ahnen, wenn man den Film sieht, den Tobalo bei uns gedreht hat. Und hier ein Kon­zert­be­richt auf unart.tv mit sehr guten Fotos.

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Deutsche Welle

urban urtyp in Saudi-Arabien

 

Alle den­ken immer, der Kir­che lie­fen die Leute weg. In abso­lu­ten Zah­len ist das nicht nur falsch, rela­tiv gese­hen ist es nur rela­tiv. „Wet­ten dass“ zum Bei­spiel schlägt sich mit ganz ande­ren Zah­len herum, und unter allen Zei­tun­gen, die ihre Leser bin­den statt bil­den, lernt jetzt selbst BILD, dass Ein­buße mit Buße tun etwas zu tun haben könnte. Alle sind auf dem Sprung, warum auch nicht, das hält den Laden am Leben. Selt­sam nur, wenn man just Kir­chen unter­schiebt, sie leb­ten so ein Leben aus schie­rer Not und täten, was sie tun, nicht aus Ver­gnü­gen. Wir hier machen, was wir machen, weil es sinn­voll ist und weil, was sinn­voll ist, Spaß macht. Dar­über  -  über urban urtyp und die Lust daran, Musik nicht nur zu hören, son­dern zu erle­ben — hat Simone Lau­en­stein von der Deut­schen Welle neu­lich mit net­ter Neu­gier einen klei­nen Film gedreht. Über Ideen aus Plas­tik und Schle­gel aus Fla­schen und Bil­lie Ray Mar­tin vorm Kreuz. Lie­ben Dank an Simone (und ein Gran weni­ger Dank an den, der …

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