10 x 10 x 3,8 meter

urban urtyp

Ein Kubus in der Kir­che: 10 x 10 x 3,8 Meter. 380 Kubik­me­ter Musik ein­mal im Monat sonn­tags: immer 19 Uhr, immer 10 Euro, immer anders. Das ist das For­mat, es wur­de für ver­rückt erklärt, es geht in sei­ne 7. Spiel­zeit.

Pop und so

Johanna Borchert |urban urtyp #43

Oder was mit Jazz? „Die Musik, die ich jetzt mache, hat mit Jazz nichts mehr zu tun“, sagt die Frau, die den Echo Jazz 2015 gewon­nen hat, die Sän­ge­rin des Jah­res: „Jeder Jaz­zer fühlt sich auf den Schlips getre­ten, wenn man es Jazz nennt. Die Pop-Leu­te fin­den, es ist kein Pop. Ich fin­de, es ist […]

Spielzeit, Spielraum

Der­zeit ste­hen 40 oder 50 Ver­an­stal­tun­gen auf dem Zet­tel, die Eröff­nung des Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens ist dar­un­ter, der Hans-Ehren­berg-Preis, eine Per­len­ket­te an Kon­zer­ten, auch urban urtyp macht sich zu einer neu­en Run­de auf … man könn­te sagen, dass eine Spiel­zeit beginnt. Sagen wir es, gucken man­che irri­tiert: Spiel­zeit?

Bierkeller und Sinnfragen

urbEXPO | Vernissage 31. Juli

Die Erde ist eine Schei­be in Bochum. Auf ihr wan­deln die Men­schen, sie pen­deln zwi­schen Arbeits­platz und Schlaf­ver­hau. Über ihr spannt sich der Him­mel, an sei­ner höchs­ten Stel­le ist er 73 m hoch, unter­halb der Schei­be geht es in ein Reich, von dem die Grie­chen dach­ten, es sei der Hades, und die Bochu­mer, man könn­te […]

Miles, Makiko, Marilyn

urban urtyp #41 | 26. April

Ein Trio der abso­lu­ten Spit­zen­klas­se, das Maki­ko Hira­ba­ya­shi Trio. An den Drums: MARILYN MAZUR, die Drum­me­rin von Miles Davis. Miles! Davis! Die bei­den gro­ßen 80er-Alben hat sie mit ihm zusam­men ein­ge­spielt, 

Paris, Sonnenaufgang

Carlos Cipa, Charlie Hebdo

Vor 125 Jah­ren, am 9. Janu­ar, wur­de Kurt Tuchol­s­ky gebo­ren. Sei­nem Mut  —  „Sati­re darf alles!“  —  und sei­nem Stil  —  „dann sitzt halb Deutsch­land auf dem Sofa und nimmt übel“  —  ver­dan­ken wir Char­lie Heb­do und Car­los Cipa den Titel sei­nes Albums: „All Your Life You Walk“ ist eine Zei­le aus Tuchol­s­kys „Augen in […]

Elektro Guzzi

urban urtyp #38 | 28. Dezember

Was ist ein Coup? Elek­tro Guz­zi ins Ruhr­ge­biet zu holen. Was sind zwei Coup? Ihr Kon­zert in Bochum für 10 Euro zu ver­schen­ken. Muss man viel­leicht mal hin­schrei­ben: Das gibt es nur bei urban urtyp. Ohne Kul­tur­för­der­mit­tel, die Wäh­rung, in der wir rech­nen, lau­tet: urban oder nicht. Was Elek­tro Guz­zi machen, ist [womög­li­ch der Grund, […]

Klassik aber Indie

urban urtyp #37 | 9. November

Klas­si­sche Musik in Deutsch­land ächzt schwer unter einer mas­si­ven För­de­rung, die sie in dem Maße ertra­gen muss, wie sie von ihr getra­gen wird. In den USA ist das anders, ohne zent­ner­schwe­re För­der­last las­sen sich auch beschwer­li­che Wege gehen. Jener etwa, der in eine „elec­tro­nic ambi­ent indie pop direc­tion“ führt. 

Bar

urban urtyp #36 | 26. Oktober

Etwas New-Wave, etwas Balea­ric, etwas Sho­ega­ze. Auch etwas Dream-Pop und Noir-Song­wri­ting, viel Nobles­se und Küh­le, Soul und gefro­re­ne Magie. BAR sind Chris­ti­na Irr­gang und Lucas Croon, der von Sta­bil Eli­te.

Chogori

urban urtyp #36 | 26. Oktober

Ber­ge sind beschwer­li­ch, konn­te ich nie ab. Cho­go­ri haben sich nach dem zweit­höchs­ten Berg der Welt benannt, K2. Sind in Düs­sel­dorf aber auf die Schu­le gegan­gen anstatt auf den Berg. Immer die Kraft­werk-Auto­bahn ent­lang, mehr A1 als K2, sie spie­len  —  auf rein akus­ti­sche Art  —  mini­mal Elek­tro­ni­sche Musik. Eine Mischung aus tie­fen­ent­spann­ter Höchst-Anstren­gung, expe­ri­men­tel­lem […]

Gefühl für Sinn

UNMAP | urban urtyp #35

Erst hören, es ist fast nichts, aus dem die 4 so vie­les machen. // Tat­säch­li­ch, erzählt Marie­chen Danz, Irin aus Ber­lin und inter­na­tio­nal aner­kann­te Per­fo­man­ce-Künst­le­rin, „waren die ers­ten Per­for­man­ces, die ich gemacht habe, vocal based, da habe ich vor mei­nen Zeich­nun­gen gestan­den und ver­sucht, die Stim­men zu arti­ku­lie­ren für die Figu­ren, die ich gezeich­net hat­te  […]

Dem Blau entgegen

Jan Roth | urban urtyp #34 | 2. März

Er skiz­zie­re „Augen­bli­cke, die er auf ihren poe­ti­schen Gehalt hin unter­sucht“, schrieb smash-mag über Jan Roth. Momen­te des Noch-nicht, wenn etwas unauf­halt­sam wird, aber noch fest­steckt in der Zeit. Von irgend­wo­her strömt Roman­tik ein, unauf­dring­li­ch dem Blau ent­ge­gen, und dann ist der Moment vor­über, wie hat er das gemacht? So wie Jan Roth die Tas­ten […]

Cats & Breakkies

urban urtyp #33 | 9. Februar 19 Uhr

Ist schon die Fra­ge, wie­so ein elek­tri­sches Gerät so klin­gen soll wie eine Gitar­re, wenn die Gitar­re schon so klingt. Bei Cats & Bre­ak­kies klin­gen elek­tri­sche Gerä­te wie elek­tri­sche Gerä­te und die Musik wie aus den 70ern. Das aber nur solan­ge, wie sich ihre Gerä­te vor­stel­len, bevor es los­geht … wie immer sonn­tags, wie immer […]

Dasein & Mehr

Cats & Breakkies | urban urtyp #33

Neu­es von der Ener­gie­wen­de: Nach­hal­ti­ge Ver­sor­gung heißt nicht nur Depo­nie- & Klär­gas, jetzt auch Cats & Bre­ak­kies. Ihre Orga­nic Elec­tro kommt ohne Fos­si­le aus, kei­ne Ato­me, allen­falls Tom­toms und ein Repower­ing, das sich aus sechs Kraft­zen­tren spei­st,

Drum n‘ Bass n‘ Dissidenz

urban urtyp #32 | Dash & Dietmar Korthals

In der Elek­tro-Sze­ne zählt Dash aka Stef­fen Kort­hals zu den Grö­ßen des Drum n‘ Bass, als DJ wird er euro­pa­weit gebucht, war­um macht einer wie er jetzt was mit Orgel? Mit Kir­chen­or­gel? 3 Grün­de: Weil er es kann, weil sein Bru­der es kann, und weil es nahe liegt, bei­des zusam­men zu hören: repe­ti­ti­ve Kör­per­mu­sik und […]

It is Alice Francis

urban urtyp #31 | 29. Dezember 19 Uhr

Sie tritt nicht auf, sie erscheint. So wie in den 20ern die „Flap­pers“ erschie­nen waren, jun­ge, selbst­be­wuss­te Frau­en, die ihre eige­ne Mode ent­war­fen, eige­ne Regeln, ein eige­nes Frau­en­bild. Ali­ce Fran­cis  —  „Miss Flap­per­ty“  —  ent­wirft die Gegen­wart die­ser Geschich­te: eigen­wil­lig, selbst­be­wusst, stil­si­cher. Mit null Nost­al­gie. Als hät­te sie  —  mit der mon­dä­nen Geste gro­ßer Show, […]

Kabine im Kubus

Rockford Kabine | urban urtyp | 20. Oktober

„Der Begriff Kabi­ne (von fran­zö­si­sch cabi­ne, von alt­fran­zö­si­sch caba­ne = Hüt­te) bezeich­net einen umschlos­se­nen Raum zum (vor­über­ge­hen­den) Auf­ent­halt von Per­so­nen. Eine beson­de­re Bedeu­tung kommt der Sicher­heit der Per­so­nen zu. Ein dies­be­züg­li­ch ver­wand­ter Begriff ist Sicher­heits­zel­le.“ Die Wiki­pe­dia-Defi­ni­ti­on von dem, was Kabi­ne meint, könn­te hel­fen zu ver­ste­hen, was Rock­ford Kabi­ne meint. Als Rock­ford möge dabei jener […]

Nebenstrecke ist Kunst

Kreidler | urban urtyp | 20. Oktober

Was Kreid­ler kann: Kunst. Man hört die Tra­di­ti­on, die sie nicht zitie­ren. Die Schu­le, mit deren Zeug­nis sie nicht wer­ben. Man hört die 90er, deren Opti­mis­mus sie nicht tei­len, hört auch noch 80er, deren Inbrun­st fremd gewor­den ist. Hört Nul­ler Jah­re raus, die nicht wie son­st beflis­sen klin­gen, und hört etwas, das klingt, als sei […]

Frederik Köster

"Die Verwandlung" | urban urtyp | 10. Nov.

„‚Was ist mit mir gesche­hen?‘ dach­te er. Es war kein Traum. Sein Zim­mer, ein rich­ti­ges, nur etwas zu klei­nes Men­schen­zim­mer, lag ruhig zwi­schen den vier wohl­be­kann­ten Wän­den.“  —  Der Satz ist aus Kaf­kas „Die Ver­wand­lung“: Alles ist geblie­ben, wie es war, rich­tig und ruhig und etwas zu klein, nur Gre­gor Sam­sa hat sich ver­än­dert … […]

raumlabor bo

C60 Collaboratorium | 20. September 2013

„Akti­vie­ren­de Stadt­ent­wick­lung und tem­po­rä­re Archi­tek­tur“. Klingt sprö­de, ist inter­es­sant und fin­det in der Chris­tus­kir­che statt, weil wir hier tem­po­rä­re Archi­tek­tur haben: Für jedes Kon­zert der Rei­he urban urtyp bau­en wir einen 10 x 10 m Raum x Raum [oben spielt gera­de Alap Momin von Dälek dar­in]. Raum schaf­fen heißt ver­dich­ten. Im Ruhr­ge­biet, das ger­ne zer­läuft, […]