urban urtyp

„The Nico of the Rave Generation“

Billie Ray Martin | urban urtyp #9 | Freitag 15. April 19 Uhr

"One of the best voices on planet Earth”: Billie Ray Martin

BillieRayMartin.com

Auf die Frage, wel­che Gen­res sie beein­flusst hät­ten, hat Bil­lie Ray Mar­tin ein­mal geant­wor­tet, „all except heavy metal and George Ben­son“. Die Ant­wort erzählt eine Menge über sie und ihre Art, sich unab­hän­gig zu machen von Trends, also den Vor­ga­ben von Indus­trie plus schlech­tem Geschmack. Sie hat, wenn man denn Eti­ket­ten bemü­hen will, den Soul der 60er (Ann Pee­bles!) und den Groove der 70er, sie hat die Kühle der 80er und kann bes­ser dekon­stru­ie­ren als alle Derrida-Abgänger in den 90ern. Aber sie zweifle doch, sagt sie über sich, nie an ihren Songs, „eher an mei­nem Platz in der Musik­in­dus­trie“. Zu der sie gehört, ohne dazu­zu­ge­hö­ren … // urban urtyp live mit Roy Robert­son (pi). 10 EUR an der AK, Reser­vie­run­gen hier. Und hier ein gran­dio­ses Video. // Upload_1 15–04 uu–Inter­view mit Coo­li­bri // Upload_2 01–05 Live-Fotos von Julia Ber­ne­cker auf der uu-Seite

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„The Queen of Electronic Soul“

Billie Ray Martin | urban urtyp #9 | Freitag 15. April 19 Uhr

One of the most intelligent and principled artist: Billie Ray Martin

Bil­lie Ray Mar­tin | insicht.de

Das sei ein Coup, schrieb uns  jemand auf Facebook/urbanurtyp, das ist es in der Tat: Bil­lie Ray Mar­tin hat dem Dance­floor mit „Your Loving Arms“ einen Allzeit-Hit geschenkt, dem man bis heute nicht anhört, wann das gewe­sen sein mag, dass sie ihn auf Platz 1 der inter­na­tio­na­len Charts bug­siert hat. Die Ber­li­ne­rin, die eine Ewig­keit über in Lon­don gelebt hat, wird in Eng­land für ihre eis­klare Stimme ver­ehrt und noch viel mehr dafür, dass sie der Zeit und ihrer Musik einen Schritt vor­aus gewe­sen ist. Und dass sie diese Art Vor­sprung -  ihre Kunst des Vor­aus­hö­rens  -  bis heute hält: Eng­lands Musik­presse ging regel­mä­ßig auf die Knie, wenn „The Voice“ mit etwas Neuem zu ihr kam. Jetzt kommt sie zu uns, „one of the most intel­li­gent, uni­que and prin­ci­pled artists to have gra­ced the charts“.  // The living legend live mit Roy Robert­son [pi] für wie immer nur 10 EUR. Ein urban urtyp coup. Reser­vie­run­gen hier

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„Jewish Drinking Songs“

Geoff Berner & Band | urban urtyp #8 | Sonntag 27. März 19 Uhr

"Jewish Drinking Songs": Geoff Berner mit anarchistischem Akkordeon

geoffberner.com

Wie soll man das nen­nen, was der Kana­dier macht? nuklez­mer? urban klez­mer? Irgend­was zwi­schen Tom Waits, Woody Allen und Punk? Er sel­ber sagt, „I want to make ori­gi­nal klez­mer music that’s drunk and dirty, poli­ti­cal and pas­sio­nate.“ Und so ist das, was er macht, er und sein anar­chis­ti­sches Akkor­deon, dazu die kalt­schnäu­zige Geige und eine prun­k­lose Per­cus­sion, es ist „klez­mer punk folk dance music“. Oder was auch immer, Ber­ner bringt den Klez­mer dahin, dass man nicht mehr weiß, wohin das gehört, was man hört. Aber indem er die Klezmer-Musik erneu­ert, geht er  einen äußerst tra­di­tio­nel­len Weg, er bringt sie dahin zurück, wo sie her­ge­kom­men ist, auf die Stra­ßen die­ser Welt und an ihre Tre­sen. „Kicking klez­mer back into the bars“, das ist bis­sig, wie er das macht, es ist wit­zig und poli­tisch und der­ma­ßen jüdisch, dass die­ses Kon­zert Teil der Jüdi­schen Kul­tur­tage ist.

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„… individual and exciting acts …“

urban urtyp team | dienstag 08. März 18 uhr | k.gallery

urban urtyp Pauline

Eden und Team | Christuskirche

urban urtyp macht Früh­ling. Ende März kommt Geoff Ber­ner mit Band und spielt das, was ein Kri­ti­ker sehr prä­zise als „klez­mer punk folk dance music“ beschrie­ben hat. Und für alle, die es mit sol­chen Zuschrei­bun­gen nicht so haben: Ber­ner nennt, was er macht, „new Jewish drin­king songs“. An einem Frei­tag im April kommt Bil­lie Ray Mar­tin, „The Nico of the rave gene­ra­tion“, die große Stimme des Elec­tro­nic Soul, und dass sie kommt, ist ein rich­tig schö­ner Coup. Und im Mai dann  „one of the most indi­vi­dual and excit­ing acts to appear in a long time“, näm­lich etwas so Schrä­ges wie Indus­trial Sounds von den Färöer-Inseln: Die Jungs hei­ßen Orka und spie­len mit so ziem­lich allem, was an Gerä­ten an ihre Gesta­den gespült wird. Vor­her aber, jetzt am Diens­tag, 8. März um 18 Uhr, trifft sich das urban urtyp team  -  die­ses Mal in der k.gallery in der Rott­straße 15: urban urtyp ist ja keine Geheim­loge, son­dern ein Netz­werk, es komme, wer Lust hat auf Musik. Und auf Leute. Und auf Kunst. Und auf Ideen für das, was nach dem Früh­ling kommt. // Die uu # 8–10 Postkarte

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Parfum Brutal

urban urtyp #7 | Samstag 12. Februar 19 Uhr

Rummage Pop auf Potsdamer Platz: Der Berliner Polenmarkt im Frühjahr 1987

ThW 1987 | Christuskirche

Fröh­lich und lieb­lich und roh: Ihren Namen haben sie nach einem pol­ni­schen Par­fum gewählt, das den Ruf genießt, getrun­ken bes­ser zu sein als auf­ge­tra­gen. So wie Par­fum Bru­tal live bes­ser ist als auf­ge­legt: Mit ihrem Rum­mage Pop  -  to rum­mage bedeu­tet so viel wie stö­bern, wüh­len  -  stö­bern und wüh­len sie sich durch die Vor­rats­la­ger der Musik wie über einen irren Floh­markt  -  auf dem Bild etwa, das ist der Pots­da­mer Platz, der, wenn man Floh­märkte mag, schon bes­sere Zei­ten gese­hen hat als heute: Den „Krem­pel­markt“, zeit­wei­lig auch „Polen­markt“, gab es in den 80ern, heute schlen­dert sich Par­fum Bru­tal durchs Gol­dene Jahr­zehnt wie durch ein Spie­gel­ka­bi­nett und nimmt sich, was es gab und was es gibt und macht Musik dar­aus, die nach urba­ner Liebe klingt, nach final good­byes und happy han­go­vers.

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„Transcendental Lullabies“

urban urtyp #6 | Marsen Jules Trio | 30. Januar 19 Uhr

basic_sounds | flickr.com

„Pure ambi­ent genius“ hat eine Zei­tung den Dort­mun­der genannt: „Mar­sen Jules stands for the ele­gic musi­cal out­put of Mar­tin Juhls from Dortmund/Germany.“ Außer­halb von Ruhrgebiet/Germany ist Juhl/Jules erheb­lich bekann­ter als drin­nen, aber das geht ja vie­len so: Um für Urlaub auf Bal­ko­nien eine Aus­zeich­nung als „Bes­tes Album“ abzu­ho­len, musste er, kurz vor Beginn der hie­si­gen Kul­tur­haupt­stadt, nach Paris zu den Qwartz Elec­tro­nic Music Awards rei­sen. Mit „emo­tive clas­si­cal mini­ma­lism“ hat man es hier, wo man zum klas­si­schen Maxi­ma­lis­mus neigt, eben nicht leicht. [Dazu auch ein schö­nes Inter­view von Potts­pot­ting mit Mar­tin Juhl] Dabei ent­spannt Jules seine Klang­welt ganz leicht zwi­schen Ambi­ent und Klas­sik, Modern-Jazz und Elek­tro­nik, aber was sagt das schon. “End­los schön”, sagte De:Bug.

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urban urtyp #5

Shahrokh Dini | 19. Dezember 19 Uhr

ThW | Chris­tus­kir­che Bochum

Das Foto hier erzählt, was pas­sie­ren wird, bevor was pas­siert. Bevor Shahrokh Dini sei­nen ent­spann­ten Mix aus House und Jazz und Elek­tro­nica zube­rei­tet. Mit fei­nen Anklän­gen an per­si­sche Musik, was manch­mal klingt, als sei der Deep­house Sound in Tehe­ran ent­stan­den. Wenn aber tat­säch­lich, dann nur des­halb, um diese fins­te­ren Ahma­dined­schads zu bla­mie­ren, die es dort gibt. Und nicht mehr lange geben wird, wenn es nach der Musik geht, die Shahrokh Dini macht: Sie macht lächeln.

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Drawing On My Piano

Bugge Wesseltoft | Dienstag 30. November 20 Uhr

Eine Projektion: Bugge W. neulich beim urban urtyp Konzert in der Christuskirche

Ayla Wes­sel | KULTURAGENTÜER

Es gibt ein Leben vor Bugge und eines danach. Zwi­schen­durch gibt er sein Kon­zert. Kar­ten gibt es an der Abendkasse.

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urban urtyp #4

Becker vs. Knop | Sonntag 7. November 19 Uhr

"Gegen das Schonmalgespielte": Christian Becker vs. Daniel Knop am Beginn ihres Konzerts in der Christuskirche

Ayla Wes­sel | Kulturagentuer

Ele­tro­ni­sche Musik hand­ge­macht, Easy Lis­ten­ing mit Niveau, Break­Beats mit Blues. Zwei Jungs, die etwas anstel­len, das mehr ist als keys und drums. Weil Chris­tian Becker und Daniel Knop mit den Sti­len spie­len und gegen die Rou­tine, gegen das Schon­mal­ge­spielte und das Schon­mal­ge­hörte. Es gibt ein tol­les Video von den bei­den, wie sie sich gegen­sei­tig nach vorne trei­ben und raus aus dem, was man kennt. So klingt Stadt.

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urban urtyp #3

Dizco Duo im Kubus

"Unfeierlich feiern": Andreas Brandis und Eren Solka im urban-urtyp-kubus

Bernd Zim­mer­mann | ruhrjazz.net

So sieht das aus, 350 Kubik­me­ter Musik. Wirkt etwas unwirk­lich und hört sich sehr real an, so dicht wie man dran ist an der Musik und ihrer Ent­ste­hung: Andreas Bran­dis und Eren Solak bei der Arbeit. Sven Stie­nen aus dem urban-urtyp-team hat über das erste Kon­zert im neuen Kubus  auf 2010lab.tv berich­tet.

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