11. September

Die Opfer des Terrors erinnern

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11. Sep­tem­ber 2014 , 14:46 Uhr | Foto Ayla Wes­sel, Kul­tur­agen­tüer

Wohl nie zuvor hat es ein sol­ches welt­wei­tes Füh­len gege­ben und nicht mehr dana­ch. Als hät­te die Mensch­heit für einen Moment die Augen auf­ge­schla­gen.  //  Wir erin­nern an 9/11, den Jah­res­tag des Ter­rors. Mehr Infos hier und hier.

Meret Becker

"Deins And Done"

Prod./Motiv: Meret Becker Prod.dat. 09.11.2012 Fotograf: Kerstin Groh

Meret Becker by Kerstin Groh ©

Schau­spie­le­rin Sän­ge­rin Kom­po­nis­tin, ja, TV-Kom­mis­sa­rin, das auch. Eigent­li­ch aber ist sie ein Typus, ihr eige­ner. Meret Becker über die Lie­be, die geglück­te, die geschei­ter­te, „Deins and Done“. // Infos zum Kon­zert

Visionen des Diesseits (gemäß VStättVO)

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links: Hier­ony­mus Bosch, Visio­nen des Jen­seits: Der Auf­stieg der Geseg­ne­ten, 1505–1515 (Aus­schnitt); Venice, Gal­le­rie dell’Accademia

Wir bau­en um. 501 Jah­re nach Hier­ony­mus Bosch, er hat­te sich „Visio­nen des Jen­seits“ gemacht, da stei­gen die Men­schen, geseg­net und geflü­gelt, durch einen beton-ähn­li­chen Tun­nel zur himm­li­schen Ver­samm­lungs­stät­te empor. Wir bau­en die Chris­tus­kir­che zur irdi­schen Ver­samm­lungs­stät­te um. Nach allen Regeln der Kunst, der Theo­lo­gie und der VStätt­VO. // Wei­ter­le­sen

Spieleröffnung

Nik Bärtsch's Mobile

2016-06 BLUE MARBLE 4x4 bes by NASA. Photo taken by either Harrison Schmitt or Ron Evans (of the Apollo 17 crew 1972)

The Blue Marble by NASA. Pho­to taken by eit­her Har­ri­son Schmitt or Ron Evans, Apol­lo 17 crew 1972

Sich vor­zu­stel­len, dass alles, was wir tun, vor­her­be­stimmt sei  —  die meis­ten den­ken, dies sei, wenn ande­re so den­ken, das Ende ihrer Frei­heit, ich den­ke, jetzt geht das Spiel erst los: Könn­te schließ­li­ch sein, dass der ande­re recht hat, weil er Recht bekom­men könn­te am Ende aller Tage, was weiß denn ich. Nik Bärtsch’s Musik funk­tio­niert so, sie eröff­net das Spiel. Wei­ter­le­sen

Nils!

Christmas With My Friends | 17. Dezember

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Nils Land­gren by Sebas­ti­an Schmidt

Glück hat man nicht, Glück hört man. Kei­ne blan­ken Taler, die her­ab pras­sel­ten, es wird Luft durch Blech gepres­st, Glück sucht sich eige­ne Wege, die füh­ren zu uns … AUSVERKAUFT!  //  Mehr Infos

„Mehr davon!“

Laibach über Europa | Interview mit K.West

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Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens | © Patrick Skryp­cz­ak

„Euro­pa hat eine selbst­zer­stö­re­ri­sche Natur, es fällt immer wie­der aus­ein­an­der, aber das Aus­ein­an­der­fal­len ist eigent­lich Euro­pas Weg, sich zu kon­sti­tu­ie­ren. Jedes Mal ver­sucht es sich wie­der auf­zu­bauen, ver­sagt bes­ser und kommt stär­ker zurück. Des­halb sind wir über­zeugt von Euro­pa, wir wol­len mehr davon.“ LAIBACH im Inter­view mit K.West. Lai­bach spielt am Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens.

Terror ächten!

Bochumer Erklärung

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»Ras­sem­ble­ment Pray for Paris — Metz« by Richard Bur­ger, 14. Nov. 2015 | (cc) licen­se

Im Novem­ber, zwei Tage nach den Ter­ror-Atta­cken in Paris, haben Reprä­sen­tan­ten des öffent­li­chen Lebens die­ser Stadt die BOCHUMER ERKLÄRUNG auf den Weg gebracht: Bochu­mer und Bochu­me­rin­nen erklä­ren öffent­li­ch, dass sie dem Ter­ror „jede Recht­fer­ti­gung, jede Soli­da­ri­tät, jede Unter­stüt­zung“ ver­wei­gern. Wir laden Sie ein und bit­ten Sie, die BOCHUMER ERKLÄRUNG eben­falls zu unter­zeich­nen und in das Leben unse­rer Stadt hin­ein zu tra­gen. Hier der Link terror-aechten.de, jede/r kann unter­zeich­nen.

Feinde … Freunde

Europa als Heimat der Imagination

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Gedenk­hal­le im Turm der Chris­tus­kir­che

Schwer vor­stell­bar, dass  —  wäh­rend aus Brüs­sel eine immer grö­ße­re Zahl an Opfern gemel­det wird  —  aus Fein­den Freun­de wer­den kön­nen. Und dass Bel­gier und Bochu­mer eben die­se Erfah­rung ver­bin­det: Bel­gi­en ist einer von 28 Staa­ten, die in der Gedenk­hal­le im Turm der Chris­tus­kir­che als „Feind­staa­ten“ erin­nert wer­den. Was so schwer vor­zu­stel­len ist: wie weit der Weg in ein gemein­sa­mes Euro­pa gewe­sen ist, und dass dies nur eine ers­te Etap­pe gewe­sen sein könn­te. Euro­pa  —  das war die eigent­li­che Idee von Jochen Gerz für den Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens  —  als „Hei­mat der Ima­gi­na­ti­on“.

Laibach

The Sound Of Music | 6. April

LAIBACH_Logo_2 cc by Laibach

Logo von Lai­bach | (cc)

Von HONKE RAMBOW | Das Pla­kat zum ers­ten öffent­li­chen Auf­tritt von LAIBACH 1980 in der slo­we­ni­schen Berg­ar­bei­ter­stadt Trbovlje zeig­te den Band­na­men und dar­über das dicke, leicht in der Sym­me­trie ver­zerr­te schwar­ze Kreuz. Allein die­se Kom­bi­na­ti­on reich­te den dama­li­gen jugo­sla­wi­schen Macht­ha­bern, um den Auf­tritt zu ver­bie­ten. Es war nicht nur die ver­pön­te deut­sche Bezeich­nung für Ljublja­na, die den Unwil­len erreg­te, son­dern die Kom­bi­na­ti­on mit dem wohl als christ­li­ch ver­stan­de­nen Sym­bol. Frei­li­ch ent­lehn­ten LAIBACH das Kreuz nicht so sehr der christ­li­chen Tra­di­ti­on, son­dern bei dem rus­si­schen Avant­gar­dis­ten Kasi­mir Male­wit­sch. Das macht die Sache noch etwas kom­pli­zier­ter, denn sein ers­tes supre­ma­tis­ti­sches Gemäl­de  –  das schwar­ze Qua­drat, heu­te eine Inku­na­bel der moder­nen Male­rei  —  lud Male­wit­sch sel­ber reli­giös auf, indem er es bei der ers­ten öffent­li­chen Prä­sen­ta­ti­on schräg in die obere Ecke des Rau­mes häng­te; an jenen Ort im Haus, der tra­di­tio­nell der christ­li­chen Iko­ne vor­be­hal­ten ist. Indem sich LAIBACH das Male­wit­sch-Kreuz zu eigen machen, ver­wei­sen sie einer­seits gezielt auf den Beginn einer spe­zi­fi­sch sla­wi­schen Avant­gar­de, neh­men die christ­li­che Asso­zia­ti­on aber ger­ne in Kauf. Wei­ter­le­sen

Götterlachen

Das Vollplaybacktheater | 18. April

2016-02 Kinderopfer - Wolfgang Sauber (cc) - National Museum of Anthropology in Mexico City. Sacrifice of children from Tlatelolco.

Natio­nal Muse­um of Anthro­po­lo­gy in Mexi­co City: Sacri­fice of child­ren from Tlatelol­co. | (cc) Wolf­gang Sau­ber 2008

Die Göt­ter der Grie­chen, so wird erzählt, hät­ten gelacht. Auch Krish­na habe viel gelacht und Bud­dha ohne Unter­lass gelä­chelt, der Gott der Bibel aber nie. Wie denn auch, lie­ße sich sagen, er kann­te das Voll­play­back­thea­ter ja nicht. Und wie das so ist, es führt ein Weg von den grie­chi­schen Göt­tern zu den drei ??? in der Kir­che: Wei­ter­le­sen

Ich, Judas

Ben Becker | Amos Oz, Walter Jens | 18. März

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Ben Becker | © Fritz Brinck­mann

Im August 1960 strengt Bert­hold B., Fran­zis­ka­ner, ein Ver­fah­ren an mit dem Ziel, der Papst möge Judas selig spre­chen. Judas Ischa­riot, Urbild des Ver­rä­ters, best-gehasst durch zwei Jahr­tau­sen­de  —  dem Mann, von dem die Bibel berich­tet, er habe Jesus ver­ra­ten, wird nun der Pro­zess gemacht: War er Täter oder Opfer, Ver­rä­ter oder wil­len­lo­ses Werk­zeug? Han­del­te er, ein Jün­ger Jesu wie Petrus einer war, aus frei­em Wil­len oder mus­s­te er tun, was er tat? Das Fra­ge-Karus­sell nimmt Fahrt auf, was ist mit Jesus, hat er gewusst, wem er sich ange­freun­det hat oder hat er, der Sohn des Höchs­ten, sich in Judas geirrt? War Jesus Täter? Opfer?  —  Das die lite­ra­ri­sche Fik­ti­on, von Wal­ter Jens erdacht, Ergeb­nis: Gewiss­hei­ten fäl­len kein Urteil, sie stür­zen nur ein. Wei­ter­le­sen

Kriege, Pop, Erinnerung

Songbirds Collective | 6. März

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„Feind­staat Eng­land“: Mosa­ik von 1931 im Turm der Chris­tus­kir­che

Was Euro­pa zusam­men hält? Dies: Ein Bri­te kämpft in Frank­reich gegen Deut­sche, der Bri­te  —  Pri­va­te James Bri­an  —  wird ver­wun­det, Liz­zie, sei­ne Frau, erhält einen Brief und kurz dar­auf einen zwei­ten, dar­in steht, ihr Mann sei tot. Wenig spä­ter stirbt Liz­zie Bri­an, ihr Herz ist gebro­chen, 100 Jah­re spä­ter liest Dai­sy Chap­man die bei­den Brie­fe, sie schreibt ein Lie­bes­lied, man kann Euro­pa in ihm hören. Wei­ter­le­sen

Jitterbugs

Pasadena Roof Orchestra | 8. März

Jitterbugs_(II) Artist William H. Johnson ca. 1941

Jit­ter­bugs by Wil­liam H. John­son, ca 1941

Swing ist das Gegen­teil von Pegi­da und PRO das Gegen­teil vom Brex­it: Die­se Bri­ten brin­gen zurück, was Euro­pa ein­mal gemein­sam war, ein Lebens­ge­fühl. Gershwin, Ber­lin, Por­ter, die Lust, zu tän­zeln bis in den Mor­gen hin­ein und nicht zu mar­schie­ren, bis alles in Scher­ben fällt. // Zum Kon­zert

Unschuldig schön?

Ästhetische Romantik & ChorWerk Ruhr

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Wil­liam Tur­ner: The Burning of the Hou­ses of Lords and Com­mons, Octo­ber 16, 1834 [Aus­schnitt] | (cc) Goo­gle Art Pro­ject

„Der Geist des Juden­tums ist der ewi­ge Feind der poli­ti­schen Roman­tik.“ Den Satz soll­te man im Ohr behal­ten, wenn Chor­Werk Ruhr jetzt mit uns in die ästhe­ti­sche Roman­tik reist, er stammt von Paul Til­li­ch, pro­tes­tan­ti­scher Theo­lo­ge, sein nächs­ter Satz: „Der Anti­se­mi­tis­mus ist wesent­li­ch mit ihr (der poli­ti­schen Roman­tik) gesetzt.“ Kaum ver­öf­fent­licht, wur­de Til­lichs Buch Anfang 1933 von den Nazis beschlag­nahmt und  —  eine tief roman­ti­sche Akti­on  —  öffent­li­ch ver­brannt. Das Chris­ten­tum, so Til­li­ch, gehö­re „radi­kal und ein­deu­tig auf die Sei­te des Juden­tums.“ Kann Roman­tik heu­te, ein mör­de­ri­sches Jahr­hun­dert nach ihrem Ende, unschul­dig sein und schön? Wei­ter­le­sen

Tingvall, Brandqvist und …

Wesseltoft.Schwarz.Berglund.

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Bug­ge Wes­seltoft, Hen­rik Schwarz, Dan Berglund | © ohsotrue.de

Hät­ten wir drei Wün­sche frei gehabt für die­ses Jahr, wir hät­ten uns gewünscht: das TINGVALL TRIO im Sep­tem­ber, das EMIL BRANDQVIST TRIO im Mai und im Janu­ar das Mega-Trio schlecht­hin: BUGGE WESSELTOFT + HENRIK SCHWARZ + DAN BERGLUND. Da kam auch schon die Fee, und lei­se wünsch­ten wir uns  —  das Ting­vall Trio? im Sep­tem­ber? Sie­he, es kommt, sprach die Fee. Und Emil, flüs­ter­ten wir und setz­ten uns erst ein­mal hin, das Emil Brand­qvist Trio im Mai? Sie­he, sprach sie, es kommt. Beglückt blick­ten wir auf zu der famo­sen Fee: Bug­ge? Sie lächel­te. Hen­rik? Sie lächel­te. Und Dan? Sie­he, lächel­te sie, auch Dan soll sei­nen Flie­ger nicht ver­pas­sen. Die Fee flog davon, hier das Pro­gramm  —  kein Haus in Euro­pa, das nicht auf die Knie gin­ge vor Glück, die­se drei Tri­os im Tria­log zu haben:  Wei­ter­le­sen