„Bitte sprechen Sie über Demokratie!“

Shirin Ebadi, Iran-Freedom, Amnesty | 18. Dezember 17:30 Uhr

Graffito in Cannaregio, Venedig: Informationen zum Foto am Ende des Artikels

Gio­vanni Dall’Orto | Wiki­me­dia Commons

„Die nächste Per­son, die getö­tet wer­den soll, ist Shirin Ebadi.“ Vor elf Jah­ren stieß die Tehe­ra­ner Juris­tin auf die­sen Satz, als sie in Regie­rungs­ak­ten wegen Dut­zen­der Regie­rungs­morde recher­chierte. Drei Jahre spä­ter wurde Shirin Ebadi in Oslo mit dem Frie­dens­no­bel­preis geehrt, sie reichte ihn wei­ter an alle Ira­ne­rin­nen und Ira­ner, die für Demo­kra­tie und Men­schen­rechte kämp­fen, für poli­ti­sche, sexu­elle, reli­giöse Frei­heit. „Die Grüne Bewe­gung“, so Ebadi, „ist eine demo­kra­ti­sche, also keine ideo­lo­gi­sche Bewe­gung. Sie ver­eint Men­schen mit unter­schied­li­chen Auf­fas­sun­gen und Nei­gun­gen.“ Im Kampf für Demo­kra­tie und Men­schen­rechte sei „jeder für sich selbst ein Held oder eine Heldin“.

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Artikel am 01. Dezember 2011 um 23:03 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Debatte, PeV 2010, Wort | Kommentare (1)

Christmas meets Cuba

Klazz Brothers & Cuba Percussion | Samstag 17. Dezember 20 Uhr

"Tannenbaum trifft Latin Groove, Marzipan auf Merengue": Klazz Brothers & Cuba Percussion

Foto | Mirko Joerg Kellner

Klazz ist ein Kunst­wort, es hat nichts mit Klez­mer zu tun, son­dern mit Klas­sik plus Jazz. Und wie das Wort, so die Musik, sie hat nichts zu tun mit einer „Grenz­über­schrei­tung“ oder dem, was man „Cross­over“ nennt. Sie hat damit zu tun zu spie­len und mit der Lust am Spiel, und die Klazz Bro­thers spie­len mit dem, was Klas­sik und Jazz gemein­sam ist. Vir­tuo­si­tät zum Bei­spiel, hohes Stil-Bewustsein, das freie Zitie­ren. Und natür­lich die Fähig­keit zu impro­vi­sie­ren. Bach, Beet­ho­ven, Mozart haben impro­vi­siert, Cho­pin sowieso. Musik ist eben nicht Ver­ord­nung, son­dern Ver­gnü­gen, das haben sich die kolum­bia­ni­sch­deutsch­ku­ba­ni­schen Brü­der zu Her­zen genom­men: Clas­sic meets Cuba hieß ihr ers­tes Vergnügungsprogramm …

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Artikel am 25. November 2011 um 14:35 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Chris Hopkins‘ Swinging Christmas

25. Dezember 2011 | Erster Weihnachtstag | 17 Uhr

"Swingt wie keiner, seit Cyrenius Landpfleger in Syrien war: Chris Hopkins

Foto | Sascha Kletzsch

Wie geht Weih­nach­ten? Gute Frage. Der Flie­gende Weih­nachts­mann ist aus­ge­flo­gen, der Weih­nachts­markt abge­räumt, und Weih­nachts­leuch­ten wir­ken, als hätte wer ver­ges­sen, sie abzu­stel­len: Am ers­ten Weih­nachts­tag hat Weih­nach­ten es ziem­lich schwer. „Swin­ging Christ­mas“? Klä­ren wir zunächst, wie das hier geht, „schwin­gen“. Das Wör­ter­buch sagt, es han­dele sich um ein Tu-Wort …

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Artikel am 24. November 2011 um 17:01 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (2)

Weihnachtsoratorium 1–3 und 4–6

23. Dezember 20 Uhr | 04. Dezember 17 Uhr

"Bis es mit Weihnachen weitergehen kann": Bachs WO in diesem Jahr in voller Länge

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Es wer­den ja viele Gefühle durch Bachs Weih­nachts­ora­to­rium geweckt, eines davon ist eigen­ar­tig. Es stellt sich ein, wenn man Kan­ta­ten 1–3 gehört hat und weiß, man muss nun ein Jahr war­ten, bis es mit Weih­nach­ten wei­ter­ge­hen kann. In die­sem Jahr wird das anders und das eigen­ar­tige Gefühl zur Vor­freude wer­den, wir haben Bachs Weih­nachts­werk als Gesamt­werk im Pro­gramm. Zwei Abende, zwei Chöre, ein Werk.

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Artikel am 23. November 2011 um 17:08 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (1)

Thron kann jeder

Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer | 22. Nov. 19 Uhr

St.-Petrus-Platz in Rom: "Thron kann jeder"

Jane­ri­clo­ebe | commons

Wenn Krieg die Fort­set­zung der Poli­tik mit ande­ren Mit­teln ist, ist Demo­kra­tie die Fort­set­zung des Krie­ges mit ohne Waf­fen. Das gilt auch dann, wenn Par­teien mehr Vor­sit­zende als Mei­nun­gen haben, die Parteien-Landschaft über­sicht­lich ist und Poli­tik die Fort­set­zung von Gün­ther Jauch mit ohne Joker. In die­ser Fern­be­die­nungs­land­schaft gibt es Berei­che, in die zu gehen sich nie­mand traut. Brach­ge­lände der Demo­kra­tie, in denen die Regeln nicht so klar sind wie beim Sport und keine Straf­räume mar­kiert. Wer da hin­ein geht, kriegt beste Wün­sche mit auf sei­nen Weg und, wenn sich ein Weg her­aus stellt, von allen Sei­ten auf die Mütze. Darum wür­di­gen wir, wie Antje Voll­mer Poli­tik ver­steht und demo­kra­ti­sche Arbeit.

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Artikel am 21. November 2011 um 17:51 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Debatte, Wort | Kommentare (1)

Kult, Eleganz, Esperanto

David Orlowsky Trio | 08. Dezember 20 Uhr

"Chamber World Music und die kultivierte Eleganz": David Orlowsky Trio

Foto | Uwe Arens

Keine 30, aber 3 ECHO Klas­sik gewon­nen. Jedes Mal, wenn Orlow­sky bei uns gewe­sen ist, kam kurz dar­auf ein neuer Preis dazu. Jetzt kommt er mit sei­nem Trio zum vier­ten Mal, mal sehen was pas­siert. Wobei die Preise gar nicht das Inter­es­sante sind, die ähneln sich wie all die Prei­sun­gen, die über die­ses Trio aus­ge­schüt­tet wur­den  -  Frank­furt: „Kul­ti­vierte Ele­ganz“, Ham­burg: „höchst hörens­wert“, Augs­burg: „Musik, wie sie einem in die­ser Erha­ben­heit und Per­fek­tion noch nie zu Ohren gekom­men ist“ und­so­wei­ter  -  das Inter­es­sante daran ist, dass sich das Prei­sen über die Jahre ähnelt, ihre Musik aber nicht. Sie hält das Niveau, indem sie viel herum kommt.

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Artikel am 14. November 2011 um 22:54 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„Besinnliches Beben“

Gospel Family | Christmas Celebration | Samstag 26. Nov. 20 Uhr

Gospel Family mit Sarah Hartmann bei der Haiti-Spendengala im Januar 2010

Just Gos­pel

In Bochum gibt es einen Weih­nachts­markt, der beginnt Mitte Novem­ber und endet, wenn Weih­nach­ten beginnt. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein gutes Kon­zept ist. Natür­lich könnte man, wenn man Lust hat, im Som­mer den Win­ter­schluss­ver­kauf machen und die Früh­jahrs­of­fen­sive im Herbst. Man könnte auch Rosen­mon­tags­um­züge so recht­zei­tig los­lau­fen las­sen, dass alle am Mon­tag zu Hause sind, wer ist denn schon gerne, wo er hin will. Und wenn man eh nir­gends hin will, ist eben der Weg das Ziel und Weih­nach­ten das, was auf­hört, wenn es anfängt. Falls Sie das jetzt nicht über­zeugt, hier noch ein ande­res Kon­zept, es stammt von unse­rer Gos­pel Family. Sie besteht dar­auf, dass Weih­nach­ten an Weih­nach­ten beginnt …

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Artikel am 14. November 2011 um 13:36 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Review | Patty Moon

urban urtyp # 13 live im November 2011

 

Judith Heusch, hoch­schwan­ger, und Tobias Schwab. Ein Sonn­tag im Herbst. Gibt noch eine Reihe wei­te­rer Videos auf Youtube, auch das phä­no­me­nale Clo­ser hat der nette Kol­lege da ein­ge­stellt, danke!

Artikel am 08. November 2011 um 18:23 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Reviews | Kommentare (0)

Antje Vollmer, Margot Käßmann

Hans-Ehrenberg-Preis 2011 | Dienstag 22. November 19 Uhr

Antje Vollmer, Publizistin, Theologin und langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Foto | Jim Rakete

Die Publi­zis­tin und lang­jäh­rige Vize­prä­si­den­tin des Deut­schen Bun­des­ta­ges, Dr. Antje Voll­mer, erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011. Der pro­tes­tan­ti­sche Preis wird der Theo­lo­gin in Form eines öffent­li­chen Gesprächs zwi­schen ihr und Mar­got Käß­mann ver­lie­hen. Thema: „Gott & die Poli­tik“. Mode­ra­tion: Rein­hard Mawick, Pres­se­spre­cher der EKD. Mit Voll­mer werde ein poli­ti­sches Den­ken gewür­digt, das „in schein­bar aus­weg­lo­sen gesell­schaft­li­chen Kon­flik­ten“ Ver­stän­di­gungs­pro­zesse ein­lei­ten könne, heißt es in der Begrün­dung der Fin­dungs­kom­mis­sion. Vor­aus­set­zung dafür sei Voll­mers poli­ti­sche Sen­si­bi­li­tät, „mit der sie gesche­he­nes Unrecht wahr­nimmt und es, ohne es zu beschö­ni­gen, zu besänf­ti­gen sucht“. // Fest­akt und Dis­kus­sion sind öffent­lich, der Zugang frei.

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Artikel am 02. November 2011 um 22:10 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Debatte, Wort | Kommentare (115)

Ein bisschen Frieden, ein bisschen Beuys

Nicole | Freitag 11. November 20 Uhr

Es gibt die Fans von Nicole, und es gibt die Nicht-Nicole-Fans. Dies hier ist für die Nicht-Nicole-Fans, es ist eine Erin­ne­rung daran, dass das Jahr 1982 sehr weit zurück liegt und auch sonst vie­les anders war. Das ver­gisst sich leicht, was man, wenn man damals gelebt hat, an Kla­mot­ten her­um­ge­tra­gen hat und an gedan­ke­n­ähn­li­chen Din­gen im Kopf. Was alles getex­tet wurde und gesun­gen und gesen­det, Wolf Maahn, Ina Deter oder ist das Nicole, der Major von BAP und ist das nicht Joseph Beuys. Das Youtube-Filmchen hier ist von 1982 und eine Art Such­spiel, man fin­det sich sel­ber und fragt sich mit Fas­sung, wie das die Nach­ge­bo­re­nen wohl fin­den. Was ich an Nicole gut finde: dass sie keine von denen ist, die glau­ben machen, sie könn­ten „sich neu erfinden“.

Artikel am 01. November 2011 um 14:09 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (1)

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