Aus Platzgründen

PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS | 28. März 2011

Einen neuen Platz gründen: Ferudun Ciftci und Bülent Polat am 28. März 2011

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Im Mit­tel­al­ter, hat man mir in der Schule erzählt, sei es üblich gewe­sen in Europa, Feinde von oben herab mit hei­ßem Teer zu begie­ßen. Nur was tun mit hei­ßem Teer, wenn Feinde zu Freun­den gewor­den sind? Heute wurde die oberste Teer– oder genauer: Asphalt­schicht auf dem Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens auf­ge­bracht, links Feru­dun Ciftci, rechts Bülent Polat. Und so sieht das dann aus:

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Artikel am 29. März 2011 um 00:45 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: PeV 2010 | Kommentare (0)

„… du bist dort …“

Faun | Freitag 8. April 20 Uhr

"Romantisch, aber nicht ohnmächtig": Rüdiger Maul beim Faun-Konzert im April 2010 in der Christuskirche

Lud­ger Heit­mann | heitmann-foto.de

Wo Faun auf­tritt, tau­chen mehr Feen und Elfen auf als jemals im Mit­tel­al­ter gesich­tet wor­den sind. Das fest­zu­stel­len trifft es aller­dings nicht, natür­lich war das Mit­tel­al­ter nicht ganz so zau­ber­haft, wie man es gerne hat, wenn man ein Appar­te­ment hat mit Innen­kloo. Es war aber auch nicht so unge­schlacht, wie es gerne hat, wer an den Fort­schritt glaubt und daran, dass alles in den Griff zu krie­gen sei, Atom­en­er­gie inklu­sive. Es gibt noch andere Ener­gien und eine Wirk­lich­keit, die man nicht grei­fen kann, von ihr erzäh­len nicht nur Faun und Feen: „Ich glaube an eine höhere Kraft, aber nicht an einen Gott, wie ihn die Kir­che beschreibt.“

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Artikel am 28. März 2011 um 22:55 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

Atomausstieg jetzt!

Kundgebung | Sonntag 20. März 13 Uhr

Energiewende ist kein sonderlich neuer Begriff: "Kommandobrücke 3" von Olaf Rauch

Olaf Rauch | nullkunsteins.de

Im Namen vie­ler Insti­tu­tio­nen und Ver­bände, so auch in unse­rem, hat der Deut­sche Gewerk­schafts­bund zur bür­ger­schaft­li­chen Kund­ge­bung auf­ge­ru­fen. Hier der gemein­same Auf­ruf sowie unsere Ein­la­dung,  ihn von „Kan­zeln und Pul­ten“ zu ver­le­sen. /  Update_1 17–03 Ralf Ilg­ner, DJ Gärt­ner der Lüste im Funk­haus Europa und Resident-DJ im Bahn­hof Lan­gend­reer, wird auf­le­gen. / Update_2 18–03 Das Trans­pa­rent [pdf 1,5 mb] / Update_3 20–03 Die REDE DES SUPERINTENDENTEN Peter Scheff­ler sowie der Text nach Wolf­gang Bor­chert, den die Schau­spie­le­rin Xenia Sagnow­ski, Ensem­ble­mit­glied am Schau­spiel­haus Bochum, gele­sen hat. / Update_4 21–03 Nach­be­richte und Foto auf unse­rer Presse-Seite

Artikel am 16. März 2011 um 21:53 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Debatte | Kommentare (3)

„The Queen of Electronic Soul“

Billie Ray Martin | urban urtyp #9 | Freitag 15. April 19 Uhr

One of the most intelligent and principled artist: Billie Ray Martin

Bil­lie Ray Mar­tin | insicht.de

Das sei ein Coup, schrieb uns  jemand auf Facebook/urbanurtyp, das ist es in der Tat: Bil­lie Ray Mar­tin hat dem Dance­floor mit „Your Loving Arms“ einen Allzeit-Hit geschenkt, dem man bis heute nicht anhört, wann das gewe­sen sein mag, dass sie ihn auf Platz 1 der inter­na­tio­na­len Charts bug­siert hat. Die Ber­li­ne­rin, die eine Ewig­keit über in Lon­don gelebt hat, wird in Eng­land für ihre eis­klare Stimme ver­ehrt und noch viel mehr dafür, dass sie der Zeit und ihrer Musik einen Schritt vor­aus gewe­sen ist. Und dass sie diese Art Vor­sprung -  ihre Kunst des Vor­aus­hö­rens  -  bis heute hält: Eng­lands Musik­presse ging regel­mä­ßig auf die Knie, wenn „The Voice“ mit etwas Neuem zu ihr kam. Jetzt kommt sie zu uns, „one of the most intel­li­gent, uni­que and prin­ci­pled artists to have gra­ced the charts“.  // The living legend live mit Roy Robert­son [pi] für wie immer nur 10 EUR. Ein urban urtyp coup. Reser­vie­run­gen hier

Artikel am 15. März 2011 um 23:44 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (0)

Fiddler’s Green

Irish Speedfolk | Donnerstag 17. März 20 Uhr

Nachdem alles begonnen hatte: Fiddler's Green vorm heimischen Küchentisch

Cars­ten Bun­ne­mann | Fiddler’s Green

Sie spie­len in einer sehr eige­nen Liga, die Jungs aus Erlan­gen, wo es ansons­ten üblich ist, die höhe­ren Ligen nicht zu bespie­len, das aber inten­siv. „Ein ganz beson­de­res Geschenk“ haben sie ange­kün­digt und span­nen nach 20 Jah­ren einen Bogen dort­hin zurück, „wo alles begann: am hei­mi­schen Küchen­tisch“ (s. Foto). Mit ihrer klei­nen fei­nen Tour kom­men sie also weni­ger zu uns als auf sich sel­ber zurück und auf „den rohen Charme der iri­schen Musik“. Kei­ner­lei Boo­hei, sie beackern ihr musi­ka­li­sches Feld wie iri­sche Mön­che den Acker Got­tes. Statt Hacke und Spa­ten Gitarre und Kon­tra­bass und dazu  -  es ist tat­säch­lich ein akus­ti­sches Kon­zert  -  ein redu­zier­tes Schlag­zeug. Und ein paar Bar­ho­cker. Folk’s not dead. //  Update_1 21–03 Kri­tik von Lud­ger Heit­mann und Inter­view mit Albi Albers …

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Artikel am 15. März 2011 um 17:44 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„Jewish Drinking Songs“

Geoff Berner & Band | urban urtyp #8 | Sonntag 27. März 19 Uhr

"Jewish Drinking Songs": Geoff Berner mit anarchistischem Akkordeon

geoffberner.com

Wie soll man das nen­nen, was der Kana­dier macht? nuklez­mer? urban klez­mer? Irgend­was zwi­schen Tom Waits, Woody Allen und Punk? Er sel­ber sagt, „I want to make ori­gi­nal klez­mer music that’s drunk and dirty, poli­ti­cal and pas­sio­nate.“ Und so ist das, was er macht, er und sein anar­chis­ti­sches Akkor­deon, dazu die kalt­schnäu­zige Geige und eine prun­k­lose Per­cus­sion, es ist „klez­mer punk folk dance music“. Oder was auch immer, Ber­ner bringt den Klez­mer dahin, dass man nicht mehr weiß, wohin das gehört, was man hört. Aber indem er die Klezmer-Musik erneu­ert, geht er  einen äußerst tra­di­tio­nel­len Weg, er bringt sie dahin zurück, wo sie her­ge­kom­men ist, auf die Stra­ßen die­ser Welt und an ihre Tre­sen. „Kicking klez­mer back into the bars“, das ist bis­sig, wie er das macht, es ist wit­zig und poli­tisch und der­ma­ßen jüdisch, dass die­ses Kon­zert Teil der Jüdi­schen Kul­tur­tage ist.

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Artikel am 07. März 2011 um 23:00 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (0)

Luxuslärm: Restkarten

Luxuslaerm im Licht

Luxus­lärm

Lärm ist immer das, was andere machen und Luxus das, was nur die ande­ren haben. Für Luxus­lärm aller­dings sind noch Kar­ten zu haben, und was die Iser­loh­ner machen, hat nichts zu tun mit dem Lärm, den andere machen: Sie spie­len akus­tisch und gegen jedes Gesetz außer gegen das eine. //  Tickets für das Kon­zert am Don­ners­tag gibt es an der Abend­kasse; das Kon­zert am Frei­tag ist lange schon ausverkauft.

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Artikel am 07. März 2011 um 17:24 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

„… individual and exciting acts …“

urban urtyp team | dienstag 08. März 18 uhr | k.gallery

urban urtyp Pauline

Eden und Team | Christuskirche

urban urtyp macht Früh­ling. Ende März kommt Geoff Ber­ner mit Band und spielt das, was ein Kri­ti­ker sehr prä­zise als „klez­mer punk folk dance music“ beschrie­ben hat. Und für alle, die es mit sol­chen Zuschrei­bun­gen nicht so haben: Ber­ner nennt, was er macht, „new Jewish drin­king songs“. An einem Frei­tag im April kommt Bil­lie Ray Mar­tin, „The Nico of the rave gene­ra­tion“, die große Stimme des Elec­tro­nic Soul, und dass sie kommt, ist ein rich­tig schö­ner Coup. Und im Mai dann  „one of the most indi­vi­dual and excit­ing acts to appear in a long time“, näm­lich etwas so Schrä­ges wie Indus­trial Sounds von den Färöer-Inseln: Die Jungs hei­ßen Orka und spie­len mit so ziem­lich allem, was an Gerä­ten an ihre Gesta­den gespült wird. Vor­her aber, jetzt am Diens­tag, 8. März um 18 Uhr, trifft sich das urban urtyp team  -  die­ses Mal in der k.gallery in der Rott­straße 15: urban urtyp ist ja keine Geheim­loge, son­dern ein Netz­werk, es komme, wer Lust hat auf Musik. Und auf Leute. Und auf Kunst. Und auf Ideen für das, was nach dem Früh­ling kommt. // Die uu # 8–10 Postkarte

Artikel am 06. März 2011 um 13:55 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte, urban urtyp | Kommentare (0)

Bagger kommen zurück

PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS | 17. Februar 2011

Comeback der Bagger: Luis Souse schafft Platz

Ayla Wes­sel | Kulturagentüer

Der Win­ter geht, die Bag­ger kom­men. Vor ein paar Wochen war es umge­kehrt und die Auf­re­gung groß, als die Bag­ger gin­gen, weil der Win­ter kam. Aber solange die Erde steht und Bochum auf ihr, wird das nicht auf­hö­ren, das mit dem Som­mer und Win­ter, dem Tag und der Nacht. Jetzt also gehen die Bau­ar­bei­ten wei­ter auf dem Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, der west­li­che Ein­gang des Bou­le­vards wird in den kom­men­den Wochen mit einer geschwun­ge­nen Stu­fen­an­lage aus Basalt und Asphalt terrassiert.

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Artikel am 17. Februar 2011 um 22:27 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: PeV 2010 | Kommentare (0)

Nadja + N

Drone Ambient | Freitag 4. März 20 Uhr

Steinzusammenkünfte: Hinterhof in der Mauerstadt

ThW | Christuskirche

Wenn man am liebs­ten das tut, was Aidan Baker und Leah Buckareff tun, näm­lich Klang­mau­ern auf­zu­schich­ten, dann wun­dert es nicht, dass die bei­den Kana­dier vor eini­ger Zeit nach Ber­lin gezo­gen sind in die Mau­er­stadt. Ein doo­mi­ges Duo mit Gitarre und Bass, ab und an neh­men sie ein paar Sounds aus dem Com­pu­ter hinzu, und nach und nach baut sie sich auf, die Wall of Sound. Sehr lang­sam, mit mini­ma­lis­ti­scher Spiel­weise, die einen dazu bringt, dass man Töne sehen lernt.

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Artikel am 14. Februar 2011 um 17:45 Uhr von Thomas Wessel veröffentlicht | Kategorie: Konzerte | Kommentare (0)

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