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ChorWerk Ruhr | „Er stürzt die Mächtigen …“

21. April, 20:0022:00

Chor­Werk Ruhr Novem­ber 2017 in der Chris­tus­kir­che | © Sabi­ne Mich­a­lak

Wie klingt es, wenn eine Welt zer­fällt, ihre Ord­nung zer­bricht, wenn eine Gesell­schaft sich auf­löst und neu arran­giert und anders wie­der fin­det? Chor­Werk Ruhr  —  „Aus­hän­ge­schild des Ruhr­ge­biets“, unser choir in resi­dence  —  stellt Wer­ke der eng­li­schen Refor­ma­ti­ons­zeit den Wer­ken der bal­ti­schen Gegen­wart gegen­über. Musik des 16. Jahr­hun­derts einer­seits und des 20. Jahr­hun­derts ande­rer­seits, jeweils im Umfeld der Umbrü­che ent­stan­den, die Gesell­schaft durch­schüt­teln, ein Wider­hall von dem, was war und ist und was sein könn­te. 

Und bei­de getra­gen von der mensch­li­chen Stim­me, die singt: Die bal­ti­schen Staa­ten haben sich, man hat es hier im Land der Refor­ma­ti­on fast wie­der ver­ges­sen, mit einer „sin­gen­den Revo­lu­ti­on“ von der Über­macht gelöst, zwi­schen 1987 und 1991 waren es sin­gen­de Demons­tran­ten, die das Sowjet­reich nicht gestürzt, aber vor­ge­führt haben: Wenn der Staat ent­schei­det, was zu sin­gen sei, ist was faul im Staa­te. 

Ein Abend mit Wer­ken u.a. von Tho­mas Tal­lis, Wil­liam Byrd und Ēriks Ešen­valds unter Lei­tung von Ste­phen Lay­ton, einem der pro­fi­lier­tes­ten Chor­di­ri­gen­ten Euro­pas. Haupt­werk des Abends: die „Mis­sa Rigen­sis“ des let­ti­schen Kom­po­nis­ten Uģis Prau­liņš. Hier das gesam­te 

PROGRAMM

Uģis Prau­liņš (*1957)
Mis­sa Rigen­sis

Wil­liam Byrd (1543–1623)
Ave ver­um cor­pus

Tho­mas Tal­lis (1505–1585)
Sal­va­tor mun­di

Vytau­tas Miški­nis (*1954)
Ange­lus suis Deus

Eriks Ešen­valds (*1977)
Magni­fi­cat

Wil­liam Byrd (1543–1623)
O Lord, make thy ser­vant Eliza­beth

Tho­mas Tal­lis (1505–1585)
If ye love me

Paweł Łuka­szew­ski (*1968)
Nunc dimit­tis


Die „Mis­sa Rigen­sis“ des Let­ten Uģis Prau­liņš ist eine Hom­mage an des­sen Hei­mat­stadt Riga und steht im Geis­te der gro­ßen Mes­sen der Renais­sance. Dabei trägt sie die cha­rak­te­ris­ti­sche Hand­schrift des Kom­po­nis­ten, der in sei­ner Musik auf alte Tra­di­tio­nen und let­ti­sche Volks­mu­sik eben­so zurück­greift wie auf Ein­flüs­se aus der Rock­mu­sik und moder­ne Ele­men­te. So ent­steht eine fan­ta­sie­vol­le Ver­to­nung des Mes­se­tex­tes, modern und zeit­los zugleich, die das Medi­um Chor in den Mit­tel­punkt rückt.

Zwi­schen die Tei­le der Mes­se setzt Diri­gent Lay­ton Wer­ke des Litau­ers Vytau­tas Miški­nis, des Let­ten Ēriks Ešen­valds und des Polen Paweł Łuka­szew­ski sowie Motet­ten aus der eng­li­schen Renais­sance von Tho­mas Tal­lis und Wil­liam Byrd. Bei­de dien­ten als Katho­li­ken der pro­tes­tan­ti­schen Köni­gin Eli­sa­beth I. und erleb­ten die unmit­tel­ba­ren Fol­gen der Refor­ma­ti­on in der Church of Eng­land.

Ste­phen Lay­ton ist einer der pro­fi­lier­tes­ten Chor­di­ri­gen­ten Euro­pas. Gegen­wär­tig lei­tet er unter ande­rem den Chor des Tri­ni­ty Col­le­ge Cam­bridge und ist Chef­di­ri­gent und Künst­le­ri­scher Lei­ter der City of Lon­don Sin­fo­nia. Lay­ton kann auf ein enorm breit gefä­cher­tes Reper­toire und eine gro­ße Zahl von CD- und Rund­funk­auf­nah­men zurück­bli­cken. Neben Alter und Barock­mu­sik gilt sein Inter­es­se beson­ders der Neu­en Musik. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren lei­te­te er vie­le Urauf­füh­run­gen und Ersteinspie­lun­gen, dar­un­ter auch Wer­ke von Ēriks Ešen­valds, Paweł Łuka­szew­ski und Uģis Prau­liņš.


CHORWERK RUHR | Er stürzt die Mäch­ti­gen …

» Sams­tag 21. April 2018 | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr | Ein­füh­rung 19:30 Uhr
» VVK 22 € zzgl. Gebüh­ren | wie immer 1/2 Preis für alle bis 25 Jah­re
» Tickets kön­nen Sie direkt hier auf unse­rer Sei­te ordern