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Elektro Guzzi | urban urtyp #38

28. Dezember 2014, 19:0022:00

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
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© Elek­tro Guz­zi

Die drei aus Wien wur­den mit vie­len Namen belegt: Mensch-Maschi­ne, Uhr­werk, Tech­no Orga­nis­mus. In fast 100 Jah­ren Geschich­te ver­stärk­ten Sounds hat sich wohl kaum ein ande­res Gitar­re/­Bas­s/Drums-Trio wei­ter aus sei­ner Kom­fort­zo­ne her­aus­ge­wagt als die­se, die tigh­tes­te Machi­ne Funk Com­bo der Welt. Sie spie­len Din­ge, die die meis­ten für unmög­lich hal­ten – bis sie Elek­tro Guz­zi auf der Büh­ne erle­ben. Weil sie mit ech­ten Instru­men­ten — bass, guit, dr — ech­ten Tech­no machen.

Und haben sich damit zu einer ech­ten Tech­no Band hoch­ge­spielt, die die­sen Namen auch ver­dient: Sie ver­bin­den Beats mit der Wucht einer Maschi­ne und dem Detail­reich­tum eines Instru­ments. Nie­mand redet mehr von Soli mit mög­lichst vie­len Noten, es ist genau das Gegen­teil, es ist Groo­ve. Die völ­li­ge Über­ein­stim­mung von Büh­nen­prä­senz und Klang­er­zeu­gung – man sieht jeden ein­zel­nen Klang ent­ste­hen – dazu ihre hin­rei­ßen­den Tracks, Elek­tro Guz­zi ist ers­te Wahl dfür die Fes­ti­val­büh­nen der Welt:

Sónar (2x offi­ci­al pro­gram), Roskil­de, Melt!, C/O Pop, Mutek, Extre­ma, Euro­so­nic, Spring Fes­ti­val, Szi­get, Air­wa­ves, Dan­ci­ty und eine lan­ge Lis­te wei­te­rer in Euro­pa, Nord- + Mit­tel­ame­ri­ka und Japan. Ihre Vide­os wer­den hun­dert­tau­send­fach ange­klickt. Zusätz­lich erober­ten sie die bes­ten Clubs der Welt: vom Berg­hain über Trouw bis Fabric.

Und dazu: ein neu­es Album.

„Obser­va­to­ry“ stürzt so ziem­lich alle Erwar­tun­gen um, die man an eine Band haben kann. Jeder Klang fin­det sei­nen Beginn auf einer Sai­te oder einem Trom­mel­fell – aber ab dort bleibt kein Stein auf dem ande­ren. Was aus dem Laut­spre­cher kommt, scheint ohne­hin Licht­jah­re weit gereist zu sein. „Gitar­re“ trifft das ein­fach nicht mehr. Musik aus ganz wei­ter Fer­ne und Zeit. Es ist natür­lich immer noch Tech­no, aber in Kate­go­ri­en von Bandsound betra­chet: ein völ­li­ger Para­dig­men­wech­sel.

Trotz aller Soft­ware-Fort­schrit­te ist es iro­ni­scher­wei­se eine Band, die jetzt die Initia­ti­ve ergreift, um Tech­no einen neu­en Weg in die Zukunft zu wei­sen. Kei­ne Zita­te, kei­ne Rück­be­zü­ge. Die Tracks von „Obser­va­to­ry“ wir­ken wie auf­ge­nom­men auf einer Par­ty am Ran­de des Son­nen­sys­tems, deren Klän­ge einen gestör­ten Bit­stream aus Bruch­stü­cken fer­ner Erin­ne­run­gen for­men. Eine scho­ckie­ren­de Über­win­dung all des­sen, wofür Instru­men­te ste­hen. In völ­li­gem Kon­trast dazu steht der ana­lo­ge Tape-Sound der Auf­nah­men: Tech­no in einer Zeit­kap­sel, aus­ge­schleu­dert in das dunk­le Unge­wis­se. Metal­lisch und kör­per­lich zugleich, ein Gruß vom Ran­de der Zeit.

» 28. Dezem­ber
» ein urban urtyp Kon­zert, das heißt: wie immer sonn­tags, wie immer 19 Uhr, wie immer nur 10 Euro!
» VVK hat begon­nen!