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Gottesdienst für die Unbedachten

28. November, 17:00

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Altar­wand der Chris­tus­kir­che Bochum by thw

Wenn ein Mensch stirbt, stirbt sei­ne See­le mit ihm, ja, aber nicht sei­ne Wür­de. Sie ist gebor­gen in sei­nem Namen, und sie wird bewahrt, indem man den Namen öffent­lich nennt, ihn laut in die Welt hin­ein spricht. Immer mehr Men­schen aber ster­ben und wer­den begra­ben, ohne dass es eine öffent­li­che Namens­nen­nung, eine Trau­er­fei­er gäbe. Sie ster­ben ohne Ange­hö­ri­ge, ohne Freun­de, ohne Nach­barn, sie ster­ben laut­los. Bestat­tet wer­den sie auf öffent­li­chen Fried­hö­fen, das aller­dings, es gibt dort beson­de­re Area­le, sie hei­ßen „Anony­mes Grä­ber­feld“: Die Städ­te sichern jedem, der in ihren Mau­ern stirbt, einen Ort zu, ein Grab, eine letz­te Zuflucht. In Bochum sind es monat­lich 20 Men­schen, die so aus der Stadt­ge­sell­schaft gehen: Sie wer­den bestat­tet, aber nicht erin­nert, sie blei­ben unbe­dacht.

Gäbe es nicht die Got­tes­diens­te für sie, die Unbe­dach­ten, Uner­in­ner­ten, die Nicht-Genann­ten. In Bochum wer­den die­se Got­tes­diens­te seit 10 Jah­ren gehal­ten, sie wer­den öku­me­nisch gehal­ten, und jetzt, im 10. Jahr, wird ein Gedenk­buch erschei­nen mit Bei­trä­gen Bochu­mer Künstler/innen.

Der Got­tes­dienst für die Unbe­dach­ten fin­det in der Chris­tus­kir­che statt, das Buch wird im Anschluss an den Got­tes­dienst vor­ge­stellt.

 


 

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