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Joachim Witt | Klassik Art Tour

5. Januar 2019, 20:00

Joa­chim Witt ©

Eine Kar­rie­re? Nein, ein Leben. Gefühlt hat Joa­chim Witt Musik gemacht, seit es Musik — nein, seit es Joa­chim Witt gibt und sei­ne Stim­me:

Seit den frü­hen 70er Jah­ren, ers­te Erfol­ge stell­ten sich ein zum Ende des Jahr­zehnts, wenig spä­ter schwapp­te die Neue Deut­sche Wel­le durchs Land, und Witt hat­te einen Rie­sen­er­folg mit „Der Gol-dene Rei­ter“. Ein legen­dä­rer Song für die Gene­ra­ti­on der NDW, ein Song, der durch­aus mili­tär­kri-tisch daher­kam, es pass­te alles. Und er? Witt? Rei­tet das Pferd nicht wei­ter, wech­selt immer wie-der mal in sei­nen ande­ren Beruf hin­über, die Schau­spie­le­rei, pro­du­ziert Musik, die nie­mand hören will, aber — es ist sei­ne eige­ne.

Seit die­ser Zeit arbei­tet er eng mit Peter Hepp­ner zusam­men, auch mit Chris Harms, bei­de sind sie Köp­fe einer musi­ka­li­schen Wel­le, die sich den iro­ni­schen Namen „Neue Deut­sche Här­te“ zuge­legt hat. Wir sind jetzt Ende der 90er Jah­re, Witt fei­ert einen wei­te­ren gro­ßen Erfolg mit „Die Flut“ und sei­nem Album „Bay­reuth“ — ja, Witt ist Wag­ner-Fan, aber auch als Wag­ner-Fan kann man ein Kos­mo­po­lit sein. 2012 dann eine gro­ße öffent­li­che Debat­te über „Glo­ria“, ein neu­es Musik­vi­deo von Witt, das sich — sie­he oben — mili­tär­kri­tisch lesen lässt.

Eine Kar­rie­re ist das nicht, zum Glück ist es kei­ne, son­dern ein Leben, eine musi­ka­li­sche Bio­gra­phie. Jetzt geht Witt auf die 70 zu, und zum ers­ten Mal klei­det er sei­ne Songs in ein klas­si­sches Gewand: Joa­chim Witt, vom Klang eines Kam­mer­or­ches­ter umhüllt.

Das ist, wo wir eben von Här­te spra­chen, eine wirk­lich neue Här­te, ein Här­te­test: Jetzt müs­sen die Songs hal­ten, was sie mit viel Bom­bast ver­spro­chen haben. Vio­li­nen tra­gen kei­ne Songs, sie umflat-tern sie, aber empor­schwin­gen müs­sen sich die Songs sel­ber.

Ein Risi­ko? Natür­lich. Alles ande­re wäre lang­wei­lig, das wird neu: Der Mann, der so vie­le musi­ka­li-sche Wet­ter­la­gen durch­wan­dert hat, reist in die Welt der lei­sen Töne, der gefühl­vol­len. Der ewig jun­ge Witt wird wei­se, und wir sind gespannt, er hat sich für sei­ne Rei­se — nur 4 Sta­tio­nen bun-des­weit — sei­ne Spiel­or­te sorg­sam gewählt, von der Elb­phil­har­mo­nie kommt er direkt zu uns. Und sagt:

„Die­se Kon­zert Rei­he wird für mich eine sehr per­sön­li­che Ange­le­gen­heit und sie bie­tet mir die Mög­lich­keit, mein Werk auf gänz­lich ande­re Art und Wei­se zu prä­sen­tie­ren, die man so von mir bis­lang noch nicht kennt. Das ist eine ganz beson­de­re und gro­ße Her­aus­for­de­rung an mich als Künst­ler.“

JOACHIM WITT | Klas­sik Art Tour

» Sams­tag 05. Janu­ar 2019 | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr | kein Sup­port
» VVK 46,00 € inkl. Geb.
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