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Laith Al-Deen | C’est la vie

12. Dezember, 20:00

Laith Al-Deen: Akus­tik Advent 19

Vom Leben ver­steht er was. Davon, dass es mal so und dann anders ist, dass Wege gera­de­aus ver­lau­fen und kur­vig wer­den kön­nen und dass, wenn es berg­ab geht, am Hori­zont der nächs­te Berg erscheint, der dazu ein­lädt, das Leben anzu­neh­men: Wer C’est la vie sagt, nimmt das Leben nicht hin wie einen Befehl, son­dern nimmt es in die Hand wie einen … einen Song? „Was wenn alles gut geht.“

Das war der Titel von Al-Deens ach­tem Album und war  —  für ein Pop-Album  —  eine unge­wöhn­li­che Fra­ge. Und dann ver­wei­ger­te der Titel­song auch noch die Ant­wort, der Satz endet mit einem Punkt. Jetzt geht er wei­ter, C’est la vie:

Laith Al-Deen besingt das Leben  —  und was es mit einem macht  —  auf sei­ne Wei­se, eine musi­ka­li­sche: Es gibt die Erfolgs­spur, sie ist lang und  —  auf Laiths Weg ste­hen meh­re­re Gol­de­ne Schall­plat­ten, diver­se Num­mer-1-Plat­zie­run­gen in den Charts, umju­bel­te Tour­ne­en und gemein­sa­me Pro­jek­te mit Annett Loui­san und BAP und Peter Maffay uvm  —   die Erfolgspur also ver­läuft ziem­lich steil. Und doch gab es depres­si­ve Momen­te in die­sem Leben und depres­si­ve Pha­sen, sie kos­ten Kraft, und dar­über zu sin­gen, sagt Laith Al-Deen im Inter­view,

„hat mir klar gemacht, dass es vie­le Men­schen gibt, die in irgend­ei­ner Form dadurch berührt wor­den sind und dass es wich­tig ist, es mög­lichst öffent­lich zu machen“.

War­um? Weil unser Leben ein gemein­sa­mes Leben ist, nie­mand ist Ere­mit. Und also geht Laith Al-Deen wie­der los, geht wie­der raus auf die Büh­ne, sein The­ma jetzt ist? Die Weih­nachts­fra­ge: Was sind die Kraft­quel­len des Lebens? Woher kommt die­se Ener­gie, die einen dazu bringt zu lie­ben, zu glau­ben, zu hof­fen  —  eine Ener­gie, die unver­füg­bar scheint. Sie kommt, sie geht, sie kommt zurück, das Leben lebt:

„Ich woll­te schon lan­ge mal ein Album im Zuge einer Live Akus­tik Tour vor­stel­len“

sagt Laith Al-Deen, des­sen Stim­me jeder Mensch kennt, der in den letz­ten 19 Jah­ren  —  „Bil­der von dir“ ist aus dem Jahr 2000  —  län­ger als 3 Minu­ten Radio gehört hat:

„Die akus­ti­sche Instru­men­tie­rung zählt zu den gro­ßen Stär­ken mei­ner Band und der musi­ka­li­sche Frei­raum wirkt sich sehr posi­tiv auf die Songs aus. Die­se Arran­ge­ments pas­sen per­fekt in die Advents­zeit: Das wer­den groß­ar­ti­ge Fes­te vor dem Fest!“ 

War­um? Weil wir es Al-Deen zutrau­en, dass er das Wort „Besinn­lich­keit“ anders inter­pre­tie­ren kann als wir es ken­nen. Sein Pop ist ver­träumt, aber immer auf Erden, ist ver­letz­lich, aber selbst­be­wusst,  er spielt  —  um im Weih­nachts­bild zu blei­ben  —  nicht auf Sei­ten der Engel, die ihr Glo­ria im Him­mel auf­span­nen, son­dern hie­nie­den im Stall. Kein Him­mel vol­ler Gei­gen, son­dern ein Haus vol­ler Gefüh­le, so ist das Leben. Wenn das kein Grund, es zu fei­ern. 


LAITH AL-DEEN | C’est la vie
Akus­tik Advent Tour

» Don­ners­tag 12. Dezem­ber 2019 | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr
» VVK 41,75 €
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