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L B T | urban urtyp #71

3. März, 19:00

LBT: 3 Gesich­ter, 1 Trio

Wie­der ein Pia­no-Trio, wie­der völ­lig anders, jetzt ist es unto­ter Tech­no, am leben­den Instru­ment erzeugt und rein akus­tisch beat­met. Kei­ne Com­pu­ter nir­gend­wo, und doch reicht der Sound von deep bis indus­tri­ell, von fein­füh­lig bis eksta­tisch. Viel­leicht hau­en sie den Flü­gel zu Brei, viel­leicht ent­he­ben sie sich (und uns) auf Flü­geln der Impres­sio­nen hin­weg, sie sind alle unter 30, kom­men aus Mün­chen und hei­ßen Leo + Maxi­mi­li­an + Sebas­ti­an. Oder eben Grand Pia­no + Dou­ble Bass + Drums, was in der Sum­me Tech­no ergibt. Die baye­ri­sche Pres­se schwärmt:

„Der neue Jazz in Mün­chen wird vom Tech­no ähn­lich geprägt wie der in Lon­don von Grime und Drum’n Bass oder der in Los Ange­les vom Hip-Hop. Jazz wächst orga­nisch. Mün­chen hat für den Tech­no zwar nie eine weg­wei­sen­de Rol­le gespielt, Tech­no für Mün­chen aber durch­aus. Da liegt der Spa­gat nahe. Das Kla­vier­trio LBT um den Pia­nis­ten Leo Betzl hat den mit­rei­ßend per­fek­tio­niert.“

Schrieb die SÜDDEUTSCHE über LBT, und dann schwär­me­risch sie drauf­los: 

„Manch­mal muss man nicht selbst Musi­ker sein, auch kein Kri­ti­ker, man spürt es auch als ganz nor­ma­ler Kon­zert­gän­ger: das schie­re Talent, die­ses Cha­ris­ma, jene aus lan­ger, gro­ßer Anstren­gung gebo­re­ne magi­sche Ver­bin­dung zwi­schen der eige­nen Per­sön­lich­keit und dem Trans­port von Musik.“  

Und wie machen die 3 Musik-Stu­den­ten das? Das JAZZ PODIUM:

„Die stu­pid mono­to­ne Bass­drum, teil­wei­se in don­nern­den Dop­pel­schlä­gen, erzeugt die erwünsch­te Tran­ce, wird aber viel­fach durch poly­rhyth­mi­sche Ver­schie­bun­gen und alter­nie­ren­de Tem­pi gebro­chen.“

JAZZTHETIK wie­der­um erin­nert dar­an, dass LBT als klas­si­sches Jazz­trio begon­nen hat; für den Modern Jazz des ers­ten Albums gab es die ers­ten Prei­se, auf die­sem Album wie­der­um ist am Ende ein Stück mit dem Titel „Tech Tech Tech“ erschie­nen, das bei Kon­zer­ten viel Bei­fall fand, es ist für LBT in etwa das, was das „Schwar­ze Qua­drat“ für die Kunst­ge­schich­te ist:

„Tech­no funk­tio­niert aber nach ande­ren Gesetz­mä­ßig­kei­ten als tra­di­tio­nel­ler Jazz und erfor­dert ent­spre­chend ande­re Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken, wie Maxi­mi­li­an erläu­tert: ‚Wenn man die Musik am Blatt Papier kom­po­niert, ist man dazu ver­lei­tet, viel zu viel zu schrei­ben und zu vari­ie­ren. ich habe mir dann zuerst die DJ-Soft­ware Able­ton gekauft und alles wie ein DJ kom­po­niert. Danach habe ich die Stü­cke für ein akus­ti­sches Trio auf­ge­schrie­ben. In die­ser Art ent­stan­den nach und nach die Titel.“

Wobei sich die kom­po­si­to­ri­schen Kon­zep­te je nach Titel ver­än­dern, LBT spielt alles ande­re als eine Masche. Die Band ist, schreibt JAZZTHETIK,

„ein Expe­ri­ment­al­la­bor. So ver­wun­dert es nicht, wenn Maxi­mi­li­an sagt: ‚Es gibt eine Schnitt­stel­le zwi­sche­en Neu­er Musik und Free Jazz, die eigent­lich ziem­lich ähn­lich klingt. Wenn man die­se Klang­äs­the­tik nimmt, passt das gut zu Tech­no.‘ Für die eige­ne Klang­äs­the­tik wählt das Trio einen mini­ma­lis­ti­schen Ansatz: ‚Wir erzeu­gen, wie in der neu­en Musik, alle Klän­ge ana­log. Man klebt etwas über die Sai­ten, legt etwas ins Kla­vier, kratzt irgend­wo oder nimmt eine Spray­do­se und sprüht ins Mikro­fon. So ent­ste­hen bei uns die Klän­ge, die sonst vom Com­pu­ter kom­men. Zusätz­lich gibt es ein 08/15-Misch­pult mit einem Hall- und einem Delay-Effekt.‘“

Also: eher unty­pisch für Bay­ern, urty­pisch für uns. LBT ein per­fek­tes Prä­lu­di­um für Boh­ren.

 


LBT | urban urtyp #70

» Sonn­tag 3. März 19 Uhr
» 10 € wie immer
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BOHREN & DER CLUB OF GORE | urban urtyp spe­zi­al

» Rose­mon­tag 4. März 19 Uhr
» 20 € wie sonst nie
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