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Lea W. Frey | urban urtyp #72

7. April 2019, 19:00

Lea W. Frey und Band ©

Indie Ambi­ent Pop. Um es auf ein 3-Wor­te-Wort zu brin­gen. Fehlt aller­dings das Wort Jazz. Und das Wort Klas­sik, die­se Stim­me ist klas­sisch geschult, sie spa­ziert durch vier Okta­ven. „Hohe Sing­kul­tur“ hat RONDO ihr beschei­nigt, das Klas­sik- und Jazz­ma­ga­zin, „hohes Sucht­po­ten­ti­al“ die SÜDDEUTSCHE.

Lea W Frey, gebo­re­ne Ber­li­ne­rin, singt unaf­fek­tiert. Sie bet­telt nicht um Gefüh­le, wie es so vie­le ande­re tun im Pop, der­zeit sind es vor allem die Män­ner, die den Schmer­zens­mann geben. Sie dage­gen: kühl, klar, kris­tal­lin. Sie singt kei­ne Töne von unten an, zer­rüt­telt sie in kei­nem Vibra­to, lässt sie nicht selbst­zer­quält abschmie­ren — die gan­zen Tricks, Gefüh­le vor­zu­täu­schen, braucht sie nicht, Kate Bush hat sie auch nicht gebraucht. Kürz­lich hat Lea W. Frey in der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie den Solo-Sopran von Beet­ho­vens Neun­ter gesun­gen.

Die­se klas­sisch geschul­te Klar­heit und Sou­ve­rä­ni­tät der Stim­me ver­schafft ihrer Band einen grö­ße­ren Hör­raum, sie muss die Stim­me nicht tra­gen, es ist umge­kehrt, die Stim­me wird zu einem der Instru­men­te. Die wer­den von Pro­fis ers­ter Güte bedient: Drums und Drum Machi­ne etwa von Andi Haberl, lan­ge Jah­re das ryth­mi­sche Rück­grat von The Notwist, er hat die gan­ze Palet­te drauf, die von einem nuan­cier­ten Puls zu hyp­no­ti­schen Pat­terns reicht. An Bass und Gitar­re die Brü­der Mey­er, Bern­hard und Peter, die mit ihrem Melt Trio die Jazz-Sze­ne auf­ge­mischt haben und auch hier eine sub­til har­mo­ni­sche, kühl elek­tri­fi­zier­te Atmo­sphä­re schaf­fen zusam­men mit Liz Kosacks Syn­thie-Sounds, die klin­gen, als kämen sie nicht ganz von die­ser Welt. Liz Kosack kam aus Brook­lyn nach Ber­lin. Jetzt Bochum.

Im Okto­ber ist das drit­te Album von Lea W Frey bei Yellowbird/Enja erschie­nen, eine Samm­lung eige­ner Songs mit eigen­ar­ti­ger Stim­mung: nicht ver­träumt, eher ver­spon­nen, nicht eso­te­risch, aber etwas ent­rückt. Expres­siv, aber ungreif­bar, roman­tisch wie das Eis­meer und in etwa so zuver­sicht­lich wie der Blick, den Björk und Sigur Rós auf die­se Welt gewor­fen haben. Ein eis­kla­res Bekennt­nis zum Pop, auch zum Noi­se-Pop, auch zum Kraut­rock, zur Elek­tro­nik natür­lich. Dar­um das 3-Wor­te-Wort: Indie Ambi­ent Pop. Und die­se 2: urban urtyp.

Ist die Indie-Rei­he an der Ruhr. 1 x im Monat immer sonn­tags 19 Uhr, immer 10 Euro, immer anders. urban urtyp ist Jazz und Post, Elek­tro und Spra­che, Klas­sik und Ambi­ent und Pop und mehr. Stil, der sich kei­nem Stil ver­schreibt.

Das alles im Zen­trum der Stadt in einem Raum, der Musik ver­dich­tet: ein Kubus, 10 x 10 Meter groß, er wird für jedes urban urtyp-Kon­zert in den wei­ten Kir­chen­raum gestellt. Hören, was man nicht kennt, wir spie­len mit unse­rer Neu­gier.


LEA W. FREY | urban urtyp #72

» Sonn­tag 03. März | 19 Uhr
» Ein­lass 18:30 Uhr
» wie immer bei urban urtyp: nur 10 € !
» VVK direkt hier bei uns
» oder bes­ser noch: direkt bei uns reser­vie­ren, wir machen das dann