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Lyambiko | My Favourite Christmas Songs

15. Dezember, 20:00

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Lyam­bi­ko by Uwe Arens

Die Kri­ti­ken, die Lyam­bi­ko sam­melt, sind Doku­men­te der Wehr­lo­sig­keit: „Quä­lend schön. Rausch der Sin­ne. Abso­lu­ter Genuss. Emo­tio­na­ler Tief­gang. Per­fek­te Into­na­ti­on. Samt­weich kraft­vol­le Stim­me. Ero­tisch. Gra­zil. Gran­di­os … “ So geht das für und für, sie ist die erfolg­reichs­te Jazz-Sän­ge­rin Deutsch­lands, und sie ist erfolg­reich auch in dem Land, in dem der Jazz zu Hau­se ist:

„Lyam­bi­ko ist die meist­ver­spre­chen­de Jazz-Sän­ge­rin nach lan­ger, lan­ger Zeit“

schrieb der BOSTON GLOBE über sie:

„Sie besitzt die Dra­ma­tik einer Bil­lie Holi­day, die Ero­tik einer Julie Lon­don und die Schär­fe einer Nina Simo­ne.““

Kann man sich die­se Stim­me  —  quä­lend schön, samt­weich kraft­voll, Rausch der Sin­ne  —  kann man sie sich vor­stel­len, wie sie die Lie­der singt, die das gro­ße und rei­ne Gefühl in sich ber­gen, das Weih­nachts­ge­fühl? Es sei so. Lyam­bi­ko singt ihre liebs­ten Weih­nachts­lie­der, sie erfüllt sich einen lang geheg­ten Traum, sie singt ein Weih­nachtsal­bum ein.

Es ist soeben erschie­nen, es ist am Pop geschult, ja, das hebt ihre gro­ße Stim­me und eine phä­no­me­na­le Gesangs­tech­nik nur mehr her­vor. Alle Songs sind jaz­zy-leicht geklei­det, alle schlie­ßen sie den Gra­ben, der sich geöff­net hat zwi­schen Jazz und Pop: Wenn Lyam­bi­ko „Have Yours­elf a Mer­ry Litt­le Christ­mas“ von Ella Fitz­ge­rald inter­pre­tiert oder Nat King Coles „The litt­le Christ­mas tree“, hört man sofort, wo Pop­mu­sik gebo­ren wur­de — im Jazz. Und wenn Lyam­bi­ko „San­ta Claus is Com­ing to Town” von Mariah Carey singt oder Chris Reas „Dri­ving Home for Christ­mas“, hört man sofort, dass es der Pop ist, der nach Hau­se kommt, wenn Lyam­bi­ko ihn singt. Sagen wir es so: Für eine Stim­me wie ihre wur­de WDR 2 geschaf­fen.

Über­trie­ben? Tes­ten wir es. Und zwar mit „Last Christ­mas“, Geor­ge Micha­els Mega-Bal­la­de, einem Song, den man in sei­ner schmerz­li­chen Süße eigent­lich nicht inter­pre­tie­ren kann. Lyam­bi­ko kann. Sie hat eine Stim­me, die auch die­sen Song trägt, weil sie ihn ele­gant und leicht an allem Kitsch vor­über trägt, sie lieb­äu­gelt nicht ein­mal für einen Moment. Gro­ße Kunst. Lyam­bi­kos Stim­me kann intim sein, wie es nur Lie­ben­de kön­nen, und hält doch immer die Schär­fe einer Nina Simo­ne in pet­to. Sie ist ein­fühl­sam und male­risch, aber immer in der nöti­gen Distanz zu sich sel­ber. Ein­dring­lich ja, auf­dring­lich nein, sie tän­zelt auf die­sem schma­len Grat.

Und um sie her­um ihre Band: Pia­no, Gitar­re, Cel­lo und Kon­tra­bass — es ist fast schon ein Krip­pen­mo­tiv. Zu viel des Schö­nen? Dafür ist Weih­nach­ten da, es ist das Fest, das der Schön­heit ihr Recht zurück gibt.

LYAMBIKO

ist in Thü­rin­gen auf­ge­wach­sen, hat Saxo­phon, Kla­ri­net­te und klas­si­schen Gesang gelernt, grün­de­te mit 17 Jah­ren ihre ers­te Band, da hat sie Folk und Pop und Blues gesun­gen. Ihre ers­te Stu­dio­auf­nah­me hat sie dann bei einem Band­con­test gewon­nen, 1999 zog sie nach Ber­lin, nein, anders: Sie erschien, sie trat wie eine Erschei­nung auf die Jazz-Büh­nen Ber­lins. Ein US-ame­ri­ka­ni­scher Pia­nist, Mar­que Lowen­thal, sank auf die Knie, neben ihm knie­te sein kana­di­scher Bas­sist, Robin Dra­ga­nic, dane­ben der deut­sche Drum­mer Tors­ten Zwin­gen­ber­ger: „Lyam­bi­ko“ war gebo­ren, die Band, die erfolg­reich ist seit die­sem Tag in teils wech­seln­der Beset­zung.

Ers­tes Album 2002, „Out oft the Mood“ hieß es, jetzt san­ken die Kri­ti­ker auf die Knie. Wei­te­re Alben, diver­se Prei­se, vor allem aber: Live­kon­zer­te. Ihre Stim­me ist  —  viel­leicht gera­de wegen Lyam­bi­kos mar­le­ne-arti­ger Unnah­bar­keit  —  kei­ne Stim­me aus dem Stu­dio, son­dern für die Büh­ne. Und wie bei ihrem Album „Saf­fro­nia“ (2008)  —  eine Hom­mage an Nina Simo­ne  —  und dann bei „Lyam­bi­ko Sings Gershwin“ (2012) und wie­der­um bei „Muse“ (2015) legt Lyam­bi­ko ger­ne einen roten Faden durch die Songs ihrer Alben. Auch „Love Let­ters“, ihr jüngs­tes Album, ist eine gesun­ge­ne Erzäh­lung, sie inter­pre­tiert Lie­bes­brie­fe, die sie aus ihrer Fami­li­en­ge­schich­te  —  ihr Vater stammt aus Tan­sa­nia, daher ihr Name  —  gebor­gen hat.

Zu viel des Schö­nen? Dafür ist Weih­nach­ten da, es ist das Fest, das der Schön­heit ihr Recht zurück gibt.


LYAMBIKO | My Favou­rite Christ­mas Songs

» Lyam­bi­ko | vocals
» Tho­mas Brend­gens-Mön­ke­mey­er | guit
» Ste­fan König | pia­no
» Robin Dra­ga­nic | bass

» Sams­tag 15. Dezem­ber | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr
» VVK 27 € zzgl. Geb. |  1/2 Preis für alle bis 25 Jah­re
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