Lade Veranstaltungen

Me And My Drummer | Love Is A Fridge

3. März, 20:00

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
meandmydrummer_by-sashberg_02_72dpi

Char­lot­te Bran­di, Mat­ze Pröl­lochs: Me And My Drum­mer by Sash­berg

Gibt Kar­ten an der Abend­kas­se! Kos­ten 20 €, es lohnt sich, viel­leicht wird es das letz­te Mal sein, dass Me And My Drum­mer live im Sek­tor spie­len.


Ihr Debüt fei­er­ten sie vor vier Jah­ren und wur­den gefei­ert: Chris­tus­kir­che voll, Kri­ti­ken begeis­tert, „You’re A Run­ner“ wur­de zum Radio-Hit. Zu einem recht wider­bors­ti­gen, bis heu­te ist das so: Wer die­sen Song im Radio hört, hört ihn her­aus. War­um? Es gibt erkenn­ba­re Sounds, auch unver­kenn­ba­re, ihrer ist mehr, er ist fühl­bar: Me And My Drum­mer haben sich einen eige­nen Sound erschaf­fen, einen, der hat, was alle erseh­nen: Cha­rak­ter.

Und jetzt: ein radi­ka­ler Schnitt. Ihn zu wagen ist groß. Eine künst­le­ri­sche Ent­schei­dung, die trifft, wer eine Idee davon hat, wie Pop­mu­sik klin­gen kann. Klin­gen muss. Die bei­den  —  Char­lot­te Bran­di, die aus dem Ruhr­ge­biet stammt, und Mat­ze Pröl­lochs an den Drums  —  bre­chen die Pla­tin-Regel des Pop-Busi­ness, die besagt, wei­che nie­mals von einer Erfolgs­spur ab. Sie tun es, sie suchen eine eige­ne Spur, haben kein Geld, aber da ist die­se Idee, der Sound im Kopf. Sie schrei­ben, pro­bie­ren aus, sie tes­ten ver­schie­de­ne Pro­du­zen­ten, neh­men ers­te Ver­sio­nen auf …

Und sind nicht zufrie­den. Sich sel­ber covern? In der Spur blei­ben bis zur Pop­be­triebs­ren­te? In Bochum fin­den sie einen, der ähn­li­ch getrie­ben ist: Olaf Opal. Auch er ein Suchen­der, er hat ua The Not­wist pro­du­ziert und Juli und Ich+Ich und ande­re, in sei­nem Bochu­mer Stu­dio schlägt für Bran­di und Pröl­lochs die Stun­de Null: Ihr zwei­tes Album.

„Love Is A Fri­dge“. Kei­ne Neu­ge­burt, der Me And My Drum­mer-Sound bleibt fühl­bar, die­se Kom­bi­na­ti­on von Erha­ben­heit und Inti­mi­tät, gran­dio­sem Gefühl und zar­ter Geste. Jetzt aber ist er wie durch ein Kalei­do­skop gese­hen: Jeder der neu­en Song hat eine eige­ne Fär­bung gewon­nen, das Klang­far­ben­spek­trum hat sich erheb­li­ch gewei­tet, es reicht vom Stark­strom-Syn­thie hin­über zum Ambi­ent, von klas­si­sch ange­leg­ten Songs zum hym­ni­sch cho­ra­len Höhen­flug und don­nern­den Riffs:

Die Sin­gle „Blue Splin­ter View“ etwa, sie fes­selt irri­tie­rend  —  ein kom­men­der Klas­si­ker? Dann die viel­schich­ti­gen Arran­ge­ments in „Pen­ton­vil­le Road“ oder in „Pra­gue I & II“, sie ver­füh­ren tief in eine Song­wri­ting-Welt, in der fili­gra­ne Melo­dien und ersehn­te Har­mo­ni­en oszil­lie­ren. Und: die Stim­me von Char­lot­te. Sehr nah, dann wie­der weit ent­fernt, mal ver­trau­li­ch, mal unter­kühlt, in Sze­ne gesetzt durch Mat­zes Schlag­zeug­spiel, das per­fekt sitzt wie ein Maß­an­zug. Das Album hat Spann­wei­te gewon­nen, es ist gran­di­os und ist zer­brech­li­ch, mal grungig, mal Frag­ment, es ist: der Pop als Wil­le und Vor­stel­lung.

Sel­ten genug, dass man einer mega-talen­tier­ten Band zuhö­ren kann, wie sie sich sel­ber ent­wi­ckelt anstatt ent­wi­ckeln zu las­sen. Wie sie dar­an fest hält, dass Pop, wenn er fühl­bar blei­ben will, tat­säch­li­ch bei­des sein muss, lei­den­schaft­li­ch und sprö­de. Ver­traut und fremd. Me And My Drum­mer, My Drum­mer And Me.

Bril­lan­ter Inde­pen­dent-Pop für den Kopf­hö­rer. Dass die bei­den eine Live-Band sind und kein cel­lo­phan-ver­pack­tes Stu­dio­pro­dukt, haben sie bereits mit der exten­si­ven Euro­pa-Tour­nee zu ihrem Debüt bewie­sen. Dass sie jetzt zurück kom­men an den Ort, an dem sie einen Tri­um­ph gefei­ert haben, vier Jah­re ist es her, neh­men wir als Geschenk.

 


 

ME AND MY DRUMMER

» Frei­tag 03. März | 20 Uhr | Ein­lass 19 Uhr
» VVK 16,00 € zzgl. Gebüh­ren
» Tickets direkt hier bei uns und in allen bes­se­ren VVK-Stel­len

» Me And My Drum­mer
» fb / Me And My Drum­mer

SUPPORT-ACT: BAYUK

Wie einem David-Lyn­ch-Film ent­stie­gen, so ver­han­gen, ver­rät­selt und selbst­ver­ständ­li­ch. Die Stim­me: mal in James Bla­ke-Manier, mal sou­lig, sie scheint einem Ori­en­tie­rung zu schen­ken im Nebel, aus dem sich lin­ker­hand Pathos schält, rechts Inti­mi­tät und gera­de­aus: das Gro­tes­ke. In der Sum­me: hohes Niveau, man wür­de sich nicht wun­dern, trä­ten anschlie­ßend Por­tis­head oder Grizz­ly Bear oder Spark­le­hor­se auf, aber es kommt noch bes­ser …

ME AND MY DRUMMER feat. BAYUK wird prä­sen­tiert von

ct-logo-simpel-kl