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Meret Becker | Deins and Done

24. September 2016, 20:00

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Meret Becker | © Kerstin Groh

Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin, Per­for­me­rin, sie kom­po­niert, pro­du­ziert und fliegt quer durch die Küns­te: „Mul­ti­ta­lent“, heißt es dann, dass sie es wur­de, kam so:

In Bre­men gebo­ren, in Ber­lin auf­ge­wach­sen, von Klein­auf ins Schau­spiel­mi­lieu ein­ge­bet­tet  —  nach ihrem Stief­va­ter, dem Schau­spie­ler Otto San­der, heißt hier um die Ecke ein städ­ti­scher Platz, ihre Mut­ter: Schau­spie­le­rin, ihr Bru­der: Schau­spie­ler  —  und von Klein­auf auch an die Musik her­an geführt, die Kunst, sich sin­gend aus­zu­drü­cken, Mit 17 schmeißt sie die Schu­le, beginnt ihre Kar­rie­re als Schau­spie­le­rin, ist bald am Film, aber nie auf einen Typus fest­ge­legt, Meret Becker ist schüch­ter­nes Mäd­chen, fre­che Göre, Dame von Welt. Ers­te Aus­zeich­nun­gen, dann wei­te­re: Adolf-Grim­me-Preis, Baye­ri­scher Film­preis, Gol­de­ne Kame­ra, Film­band in Gold …

1992 hat­te sie in der „Bar jeder Ver­nunft“ in Ber­lin ihr ers­tes Varié­té-Pro­gramm gege­ben, das lan­ge Zeit Publi­kums­ma­gnet war: Meret am Kla­vier, am Akkor­de­on, am Sax, sie singt mal sel­ber mal mit der „sin­gen­den Säge“, sie mode­riert … spä­ter arbei­tet sie mit BLIXA BARGELD von den Ein­stür­zen­den Neu­bau­ten zusam­men, mit WOLFGANG NIEDECKEN und den SPORTFREUNDEN STILLER und MAX RAABE …

Sie gewinnt einen eige­nen Stil, das Gören­haf­te an ihr setzt das Ver­träum­te frei. Wenn Meret Becker „nicht weiß, zu wem ich gehö­re“, weiß kei­ner zu sagen, ob die­se Stim­me einem Schul­mäd­chen gehört oder bereits einer Mar­le­ne-Diet­rich-Rei­fe ent­stammt. Ver­mut­li­ch hat Meret Becker mit ihrer Wei­se eine gan­ze Gene­ra­ti­on von jun­gen Frau­en beein­flusst …

Jetzt ihr fünf­tes Album. Wie­der ein Kon­zept­al­bum, es geht um  —  die Lie­be. Die gro­ße und die geschei­ter­te. „Deins and Done“ sind vor allem eige­ne Songs, vie­le davon auf Eng­li­sch gesun­gen, dazu ein paar Cover-Songs (u.a. von Tom Waits!), das alles zusam­men mit ihrem Part­ner Bud­dy Sacher in ver­blüf­fend viel­fäl­ti­ger Wei­se auf die Büh­ne gebracht: „Musi­que en minia­tu­re“ nennt Meret Becker die­sen Stil, der davon lebt, dass weni­ger mehr ist, das Weni­ge aber per­fekt sit­zen muss: jeder Ton, jede Pau­se, jede Nuan­ce.

Als Schau­spie­le­rin, hat Meret Becker mal gesagt, sei sie wesent­li­ch fremd gesteu­ert, mit ihren eige­nen Songs auf ihrer Büh­ne kön­ne sie sich öff­nen.


 

» Sams­tag 24. Sep­tem­ber 2016 | 20 Uhr | Ein­lass 19 Uhr
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