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Michael Wollny & Heinz Sauer | urban urtyp edition

15. März 2019, 20:00

„Traum­paar des deut­schen Jazz“: Micha­el Woll­ny und Heinz Sau­er by Anna Meu­er ©

Erst ein­zeln, fan­gen wir mit MICHAEL WOLLNY an, er ist der »voll­kom­me­ne Kla­vier­meis­ter“, schrieb die FAZ, weil er alles mit­brin­ge, „was man von einem per­fek­ten Jazz­pia­nis­ten ver­lan­gen kann: vir­tuo­se Tech­nik und über­schäu­men­de Fan­ta­sie, Dis­zi­plin und die Fähig­keit zum krea­ti­ven Cha­os, Sinn­lich­keit und ästhe­ti­sches Gespür.“ 2012 ist er das ers­te Mal bei uns gewe­sen, er hat sich zu einem der wich­tigs­ten Jazz­mu­si­ker sei­ner Gene­ra­ti­on ent­wi­ckelt, und es gibt nie­man­den, der das bestrei­ten wür­de. Die SZ schrieb ein­mal, Woll­ny kön­ne „aus jeder nur erdenk­li­chen Musik ein Erleb­nis machen, das einem den Atem nimmt“. So füllt er die gro­ßen Kon­zert­sä­le, wird von den Grö­ßen sei­nes Fachs als Part­ner ange­fragt und ist mit größ­ter Vehe­menz dabei, sich nicht fest­le­gen zu las­sen. Schu­bert oder Mah­ler, Björk oder Kraft­werk, japa­ni­sche Gangs­ter­fil­me oder Gothic-Art, Woll­nys Spiel ist gren­zen­los, ide­en­reich, immer dia­lo­gisch. Dass er mit Prei­sen über­schüt­tet wird, ver­steht sich.  

Und jetzt HEINZ SAUER: „Man kann sie alle auf­zäh­len, die Hero­en auf dem Saxo­phon, dem Jazz­in­stru­ment schlecht­hin. Aber was die Fähig­keit angeht, den Ton immer wie­der neu zu for­men, die Phra­sie­rung zu vari­ie­ren, jedes ein­zel­ne Motiv klang­lich unter­schied­lich zu gestal­ten, über­trifft sie Heinz Sau­er alle. Sein Hirn muss einer gigan­ti­schen musi­ka­li­schen Farb­pa­let­te ent­spre­chen, auf der immer wie­der neue Klän­ge ange­rührt wer­den.“ Schrieb die FAZ. Und an ande­rer Stel­le: „Sein Spiel ist von unver­gleich­li­cher Dich­te, Weis­heit, Vita­li­tät, Schön­heit und Unbe­re­chen­bar­keit. Ein Gigant.“ Im Dezem­ber fei­ert der Alt­meis­ter des Neu­en sei­nen 86. Geburts­tag, sei­nen sechs­und­acht­zigs­ten: Was immer er spielt, es ist ange­füllt mit Erfah­rung, einem über­rei­chen Erle­ben und einem Ton, der, so die FR, „alles auf ein­mal ist, hei­ser, brü­chig, ver­narbt, zer­kratzt und wun­der­schön.“ 

So, und jetzt bei­de zusam­men: „Das Inten­si­täts­le­vel, das Heinz Sau­er und Micha­el Woll­ny errei­chen, ist fast schon beängs­ti­gend.“ Schrieb die JAZZ THING. „The part­nership bet­ween Heinz Sau­er and Micha­el Woll­ny is a hight­light of the jazz deca­de“, schrieb THE INDEPENDENT. „One of the gre­at cross-gene­ra­tio­nal jazz part­nerships“ THE GUARDIAN. Zwei radi­ka­le Indi­vi­dua­lis­ten in frei­er Inter­ak­ti­on, sie stel­len ein paar Noten in den Raum, ein The­ma, und dar­aus ent­steht etwas, von dem nie­mand weiß, woher es kommt. „Mys­te­ri­ös“, hat Heinz Sau­er das sel­ber ein­mal genannt, die­se beson­de­re Art des Spie­lens, „offen für den Raum, für das Publi­kum, für die Atmo­sphä­re und die Schwin­gun­gen, die wäh­rend des Kon­zerts unse­re Sin­ne errei­chen.“  

Ein Hoch­fest der Sin­ne, das „Traum­paar des deut­schen Jazz“.

 


HEINZ SAUER & MICHAEL WOLLNY | urban urtyp edi­ti­on

» Frei­tag 15. März 2019 | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr
» VVK 22,00 € zzgl. Geb. | hal­ber Preis für alle bis 25 Jah­re!
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urban urtyp edi­ti­on

Die Indie-Rei­he an der Ruhr: 1 x im Monat immer sonn­tags 19 Uhr, immer 10 €. urban urtyp ist Jazz und Post, Elek­tro und Spra­che, Klas­sik und Mini­ma­lism, Ambi­ent und Pop und mehr. Wer 1 x urban urtyp war  —  so wie Micha­el Woll­ny 2012  —  spielt fort­an in der urban urtyp edi­ti­on.