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Rebekka Bakken | December Nights

19. Dezember, 20:00

Rebek­ka Bak­ken by Felix Bro­ede

Wun­der­bar, wie sprö­de sie war, als sie sich dage­gen wehr­te, „die euro­päi­sche Norah Jones“ zu sein. Ande­re hät­ten die­ses Eti­kett mit Kuss­hand genom­men, Rebek­ka Bak­ken ist ihre eige­ne Enti­tät. Show­busi­ness oder Soul­ful­ness  –  sie singt, was sie ist, sie singt, wie sie sich fühlt, sie sagt:

„Ich möch­te immer bis an die Gren­zen mei­ner Musi­ka­li­tät gelan­gen.“

2003 war die Nor­we­ge­rin wie eine Erschei­nung auf die Kon­zert­büh­nen Euro­pas getre­ten, Julia Hüls­mann [ist im Febru­ar solo bei uns!] hat­te sie dafür gewon­nen, Gedich­te von E.E. Cum­mings zu ver­to­nen, „Scat­te­ring Poems“ ist ein phä­no­me­na­les Album gewor­den, kurz dar­auf gab Rebek­ka Bak­ken ihr Solo-Debut, auch es war umju­belt, über­all. Es folg­ten wei­te­re sechs Solo-Alben, von ihr kom­po­niert, sowie ein fan­tas­ti­sches Cover-Album mit Songs von Tom Waits. Tom Waits covern? Höch­st­an­spruch! und Höch­stan­for­de­rung: Falls am Beginn ihrer Kar­rie­re noch jugend­li­che Süße in ihrer Stim­me mit­ge­schwun­gen hat, beein­druckt sie jetzt mit Sou­ve­rä­ni­tät, mit küh­ler Zurück­hal­tung und einer vor­neh­men Herbheit, die tech­nisch höchs­te Anfor­de­run­gen an die Stim­me stellt. Rebek­ka Bak­kens Kon­zer­te sind Ereig­nis­se.

Die Facet­ten, die ihre Stim­me gewin­nen kann, las­sen nie­der­kni­en, sie hat kris­tal­li­ne Küh­le, ist eis­klar und uner­reicht, im nächs­ten Moment hüllt sie mit Wär­me ein. Sie kann erdig sein, folk­ig und, als sei auch dies die leich­tes­te Übung, rockig röh­rend wie am Ring, dann wie­der sou­lig, sanft, las­ziv. Sie kann gelas­sen klin­gen und ent­spannt, wenig dar­auf formt sie die Wor­te mit Ent­schie­den­heit und Wucht  —  es ist ein wei­tes Pan­ora­ma der Gefüh­le, ihre Stim­me spannt es über drei Okta­ven auf. Und legt es nicht dar­auf an, Vir­tuo­si­tät aus­zu­stel­len, sich sel­ber sieht sie auch nicht als Jazz-Sän­ge­rin: Sie kam nicht zum Jazz, der Jazz kam zu ihr, und das kam so:

„Obwohl ich viel Pop- und Rock­mu­sik gesun­gen habe, waren es doch fast immer Jazz­mu­si­ker, mit denen ich gespielt habe. Schon als Kind habe ich eige­ne Stü­cke geschrie­ben, und ich erin­ne­re mich noch gut, wie ich mit mei­ner Schwes­ter zusam­men Musik gemacht habe und sie gesagt hat: He, das ist Jazz!“

„The Art Of How To Fall“ hat­te sie ihr ers­tes Solo-Album benannt, es ist ein Titel, der sie sel­ber beschreibt:

„Sich fal­len zu las­sen, nicht an etwas fest­zu­hal­ten, nicht zu kon­trol­lie­ren ist eine gro­ße, schö­ne Kunst“,

sagt sie,

„Du schmeißt dich in die Wel­len und hoffst, daß du irgend­wo hin­kommst. Es ist eine Fra­ge von Ver­trau­en. Ride the wave and trust. Wenn ich etwas immer und immer wie­der machen müss­te, hät­te ich das Gefühl, dass ich im ers­ten Ver­such nicht ehr­lich genug war. Ich habe die­se Idee und muss die Kon­tu­ren füh­len, auch wenn es nicht immer mei­ne Idee ist. Die schöns­ten Sachen kom­men manch­mal am ein­fachs­ten. Wir sind damit auf­ge­wach­sen, dass nur har­te Arbeit und Lei­den zu etwas führt. Das stimmt für mich nicht, ich muss­te ler­nen, der Leich­tig­keit im Leben zu ver­trau­en.“

Jazz­echo hat das Phä­no­men Rebek­ka B. ein­mal so beschrie­ben:

„Sie singt, was sie ist. Und sie ist, was sie singt. Das klingt nach einer Bin­sen­weis­heit, ist aber eigent­lich eine Grund­vor­aus­set­zung: Nur wenn man der Stim­me glaubt, die einem da vor­singt, schenkt man ihr Auf­merk­sam­keit und Bedeu­tung.“

Was man der Stim­me von Rebek­ka Bak­ken glaubt: dass es ihre Per­sön­lich­keit ist, die einen so viel­schich­ti­gen, dif­fi­zi­len Klang gewinnt. “Decem­ber Nights” ist ihr neu­es Pro­gramm mit einem auf die Advents­zeit und die weni­gen, exklu­si­ven Kon­zert­or­te zuge­schnit­te­nen Reper­toire  —  ein musi­ka­li­sches Fest in der Vor­weih­nachts­zeit. Beglei­tet wird Rebek­ka Bak­ken von ihrer wun­der­ba­ren Band, die kon­ge­ni­al ist, um die­se gro­ße und wan­del­ba­re Stim­me zu tra­gen.


REBEKKA BAKKEN | Decem­ber Nights

Rebek­ka Bak­ken | voc
Jesper Nor­den­strøm | p
Ola Gus­tavs­son | guit
Rune Arne­sen | perc

» Diens­tag 19. Dezem­ber, 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr
» VVK 30,00 € zzgl. Gebüh­ren | hal­ber Preis für alle bis 25 Jah­re
» Tickets direkt hier bei uns und in allen bekann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len bun­des­weit