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Sólstafir | The Midnight Sun: a Light in the Storm

14. März, 20:00

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Sól­sta­fir by Snor­ri Stur­lu­son

Schroff, karg, bizarr. Island ist so: schrof­fe Stein­wel­ten, kar­ge Land­schaf­ten und eine bizar­re Schön­heit, die jeder­zeit gefähr­lich wer­den kann. Wenn eine Land­schaft klingt, dann klingt Island wie Sól­sta­fir, und Sól­sta­fir klin­gen wie nie­mand sonst.

Viking Metal? Ja, klang mal ein wenig danach, lan­ge her. Hard­core-Punk? Auch vor­bei. Eine ange­schärf­te Ver­si­on von Sigur Rós? Kommt der Sache näher. Ihr jüngs­tes Album gibt eine Men­ge psy­che­de­li­scher Sounds frei, ein­ge­bet­tet in Ele­men­te aus Clas­sic- und Hard-Rock, ab und an auch mal eine Andeu­tung von Metal, aber alle die­se Gen­res und Gen­re­gren­zen spie­len kei­ne Rol­le, den vier Islän­dern geht es um … Gefüh­le. Oder soll man sagen: um Spi­ri­tua­li­tät? „Ber­drey­minn“ heißt das aktu­el­le Album, dem metal-heads.de hat Aðalb­jörn Trygg­va­son den Titel erklärt:

Ein Ber­drey­minn ist jemand, der von Per­so­nen träumt und sie dann – manch­mal Jah­re spä­ter – tat­säch­lich irgend­wo trifft. Du träumst von einer Per­son und dann begeg­nest du ihr tat­säch­lich. Das ist manch­mal rich­tig krass. Ich bin so ein Ber­drey­minn. Es ist daher eine per­sön­li­che Geschich­te. Es war nicht mei­ne Idee, das Album so zu nen­nen, aber es pass­te zu den The­men und daher war es für mich in Ord­nung.

Ein The­men-Album also? Aðalb­jörn:

Das Album han­delt von The­men wie Miss­brauch in der Fami­lie, psy­chi­schen Erkran­kun­gen, Sui­zid. Eben von all den schwie­ri­gen Situa­tio­nen, in die Men­schen kom­men. Um den Kampf mit den eige­nen Schwie­rig­kei­ten und gegen die eige­nen Dämo­nen. Es geht dar­um, die­se The­men anzu­spre­chen. Man muss dar­über reden. Es trifft dich hart, wenn du von Men­schen aus dei­ner Fami­lie, im Freun­des­kreis oder dei­ner nähe­ren Umge­bung hörst, dass sie jah­re­lan­gen Miss­brauch erlebt haben, psy­chisch gro­ße Pro­ble­me oder einen Sui­zid­ver­such hin­ter sich haben. Da darf man nicht schwei­gen. Und in Island spre­chen wir viel dar­über.

2017 ist „Ber­drey­minn“ erschie­nen, auf der Mid­ni­ght-Tour jetzt spie­len Sól­sta­fir ein Set aus Songs von die­sem und ande­ren Alben  —  ein Set, das „eine aus­ge­reif­te­re, gar seich­te­re Nuan­ce beleuch­ten wird“, heißt es im Vor­feld. Heißt das: Gei­gen? Sósta­fir mit Gei­gen? Bis­her haben die Islän­der ihr Publi­kum in emo­tio­na­len Wel­len vor sich her­ge­trie­ben, das neue Set aber soll sich  —  so viel wird hier im O-Ton ver­ra­ten  —  „anfüh­len wie ein Kokon und dann wie ein Schmet­ter­ling zum Him­mel empor stei­gen“.

Wenn das nicht in eine Kir­che gehört.


SÓLSTAFIR | The Mid­ni­ght Sun: a Light in the Storm
Don­ners­tag 14. März 20 Uhr
Ein­lass 19 Uhr

VVK 28,00 € zzgl. Gebüh­ren
Tickets in 3000 VVK-Stel­len bun­des­weit oder direkt hier bei uns ordern

Aðalb­jörn Trygg­va­son | gui­tar, vocals
Sva­var Aust­mann | bass
Sæþór Maríus Sæþórs­son | gui­tar
Hall­grí­mur Jón Hall­gríms­son | drums, backing vocals

Prä­sen­tiert von Kars­ten Jahn­ke Kon­zert­di­rek­ti­on, Kon­zert­bü­ro Scho­ne­berg, Visi­ons, Metal Ham­mer und laut.de