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Stadtkantorei | Matthäuspassion

14. April, 17:00

kreuze8-34

Theo Ober­heit­mann ©

KONZERT ZUM KARFREITAG


JOHANN SEBASTIAN BACH

MATTHÄUSPASSION | BWV 244
Pas­sio Domi­ni nos­tri J. C. secund­um Evan­ge­listam Matt­ha­e­um

MIT

Sibyl­la Rubens | Sopran
Nohad Becker | Alt
Alex­an­der Kaim­ba­cher | Ten­or (Evan­ge­list)
Cor­by Wel­ch | Ten­or (Ari­en)
Hei­ko Trin­sin­ger | Bass (Jesus)
Wil­helm Schwing­ham­mer | Bass (Ari­en)

Stadt­kan­to­rei Bochum
Bochu­mer Sym­pho­ni­ker
Arno Hart­mann, Diri­gent

 


» 26 € zzgl. Gebüh­ren
» 1/2 Preis für alle bis 25 Jah­re und für Inha­ber des Bochum Pas­ses
» Tickets direkt hier


 
DAS FOTO

Mit Reli­gi­on habe er gar nicht viel zu tun, sagt Theo Ober­heit­mann von sich sel­ber, er hat aber  —  wie der römi­sche Haupt­mann im Mar­kus-Evan­ge­li­um  —  den Bli­ck fürs Kreuz:

„Über­all auf den Fried­hö­fen der Bre­ta­gne und Nor­man­die ent­de­cke ich Kru­zi­fi­xe in den unter­schied­lichs­ten Sta­di­en des Zer­falls, lie­be­voll auf dem Grab plat­ziert und deko­riert.“

Die Bil­der, die er davon macht, set­zen die Iko­no­gra­phie der Lei­den Jesu fort, trau­rig und schön und anstö­ßig wie Blas­phe­mie. Anstö­ßig wie das Kreuz, das skan­da­lon:

Ein feh­len­der Kopf wird durch Blu­men ersetzt. Wenn die Schrau­ben für die Befes­ti­gung durch­ge­ros­tet sind, wird der Cor­pus mit Draht befes­tigt. Mich inter­es­siert das Eins­wer­den mit dem Unter­grund, der ste­ti­ge Ver­fall durch Kor­ro­si­on, das Über­wu­chern mit Pflan­zen bis zur fast tota­len Auf­lö­sung von Kreuz und Cor­pus.

Und dann, wie auf dem Foto oben, ein paar fri­sche Blu­men. Als stem­me die Trau­er sich gegen den Ver­fall, das Ver­schwin­den, als hal­te sie die fast tota­le Auf­lö­sung auf. Sie beharrt dar­auf, dass es eine Erin­ne­rung gibt und eine Wirk­lich­keit, die erin­nert und dass die Trau­er so wirk­li­ch ist wie die Blu­men auf dem Grab. Wenn irgend­was auf der Welt, das der Behaup­tung, wir sei­en ins post-fak­ti­sche Zeit­al­ter ein­ge­tre­ten, wenn irgend etwas dem ent­ge­gen steht, dann die Trau­er um einen gelieb­ten Men­schen, eine Trau­er, die den Tod rea­li­siert, das pure Fak­tum, und die gera­de des­halb nicht auf­hö­ren kann zu trau­ern, sie setzt sich nie­der mit Trä­nen.