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Stoppok | Solo

9. November, 20:00

Stop­pok ©

Sin­ger-/Song­wri­ting auf Deutsch, heu­te selbst­ver­ständ­lich. Als Stop­pok damit anfing  —  es war ein­mal und lan­ge her  —  gab es kaum einen, der in die­sem Metier unter­wegs gewe­sen wäre: Mit­te der 70er, als das Ruhr­ge­biet aus­sah wie Koh­len­pott und Ber­lin wie das Ruhr­ge­biet, zog er, ein Stra­ßen­sän­ger aus Essen, mit sei­ner Gitar­re durchs Revier und dann durch Euro­pa und sang und spiel­te und sang, heu­te hat er mehr als 20 Alben ein­ge­spielt.

Eine gro­ße Stim­me und mehr: ein groß­ar­ti­ger Gitar­rist. Sei­ne Musik: eine eigen­stän­di­ge, nein: eigen­wil­li­ge Mischung aus Folk und Rock und Rhythm’n‘Blues. Und Coun­try natür­lich, wir reden ja nun vom Ruhr­ge­biet und sei­nen indus­tri­el­len Prä­ri­en. Die Per­spek­ti­ve in die­sen Prä­ri­en: immer die eige­ne, Stop­pok steht auf kei­nem Hügel, kei­ner Hal­de, er weist kei­nen Weg, er singt über das, was so um einen her­um pas­siert. „Geh in ein Stop­pok-Kon­zert, und du weißt, was hier­zu­lan­de los ist“, hat eine Jury über ihn und sei­ne Musik gesagt. Und ihn aus­ge­zeich­net.

Aus­ge­zeich­net wor­den ist er mit dem, was in sei­nem Metier zu holen ist: Prei­se der deut­schen Schall­plat­ten­kri­tik, Prei­se diver­ser Radio­sen­der, Deut­scher Klein­kunst­preis 2015, Deut­scher Welt­mu­sik­preis RUTH 2016 … Moment, Welt­mu­sik­preis? Für Welt­mu­sik aus Essen?

Es trifft den Punkt, auch wenn Stop­pok inzwi­schen in Ham­burg lebt: Sei­ne Songs lösen die Welt ab von kon­ti­nen­ta­len Kar­to­gra­fi­en, von iden­ti­tä­ren Kol­lek­ti­ven und euro­zen­tris­ti­schen Denk­fi­gu­ren und der­glei­chen, er löst sich davon, indem er die­se Welt noch sehr viel mehr zen­triert. Auf eine Welt, die am Ende exakt so groß ist wie dei­ne und mei­ne:

„Hält die Welt dich gefan­gen oder gibt sie dir Halt /
Inter­es­siert dich dein Nach­bar oder lässt er dich kalt …“

Ins Sozio-Deut­sche über­setzt: Stop­pok sucht das Pri­va­te im All­ge­mei­nen, die Poe­sie im All­tag, die gro­ßen The­men in klei­nen Beob­ach­tun­gen, die klei­nen The­men in gro­ßen Songs, den Sinn zwi­schen Hügeln und Hal­den. Wird ein Heim­spiel. 

 


STOPPOK | SOLO

» Sams­tag 9. Novem­ber | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr
» VVK 28,70 €
» Tickets direkt hier online ordern oder in einer von 3000 VVK-Stel­len bun­des­weit