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Tag des offenen Denkmals | Führungen

11. September 2016, 15:1519:00

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
11. September 2014 , 14:46 Uhr | Foto Ayla Wessel, Kulturagentüer

11. Sep­tem­ber 2014 , 14:46 Uhr | Foto Ayla Wes­sel, Kul­tur­agen­tüer

Haben Denk­mä­ler Sinn? Oder war­um soll­te man sie erhal­ten? „Denk­mä­ler gemein­sam erhal­ten“ ist Mot­to des dies­jäh­ri­gen Tag des offe­nen Denk­mals  —  wel­chen Sinn haben Glo­cken und Glo­cken­tür­me, die nicht zum Got­tes­dienst rufen?

Kei­nen. Um die Gemein­de zu errei­chen, gibt es Face­book, um Alarm zu schla­gen, elek­tro­ni­sche Sire­nen, und um sinn­los Lärm zu machen, schuf Kärcher den Laub­blä­ser. Glo­cken rufen zum Got­tes­dienst.

Nächs­te Fra­ge also: Was ist Got­tes­dienst? Ant­wort: Es soll­te etwas sein, das mit der Gegen­wart zu tun hat, aus rei­ner Nost­al­gie lässt sich nicht jeder gern von Werks­si­re­nen wecken oder von Klein­kraft­rä­dern aus den 70ern. Die Werks­si­re­ne soll einen Sinn haben, wenn sie heult, wel­chen Sinn kann eine Kir­chen­glo­cke haben, wenn sie läu­tet?

Wir läu­ten zu 9/11. Weil wir an etwas erin­nern, an das sich jeder erin­nern kann: dass es damals, an 9/11 und in den Wochen danach, ein ein­ma­li­ges Gefühl gege­ben hat welt­weit, ein Mit­füh­len. Fast jeder und jede weiß, wie es war, als einen die Bot­schaft erreich­te: Das Gefühl die­ser Tage ist phy­sisch gewor­den, es hat sich ein­ge­nis­tet in den eige­nen Kör­per, der damals an die­sem einen Ort war und nicht irgend­wo, in die­ser Situa­ti­on und kei­ner ande­ren. Und mit die­sem einen Gefühl …

Das ist Erin­ne­rung: ver­in­ner­li­chen, was ande­re erfah­ren haben und erlei­den muss­ten. Es hat ein solch welt­wei­tes Füh­len wohl nie zuvor gege­ben und nicht mehr danach, die­sen ur-soli­da­ri­schen Impuls, der durch die Kör­per um die Welt­ku­gel ging. Als hät­te die Mensch­heit für einen Moment die Augen auf­ge­schla­gen.

Haben Denk­mä­ler Sinn?


Tag des offe­nen Denk­mals 2016

Unser Pro­gramm:

14:46 — 15:03 | Glo­cken­läu­ten | Ter­ror äch­ten! Zum Geden­ken an die Opfer des Ter­rors

15:15 Füh­rung | Gedenk­hal­le, Kir­che, Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, Turm bis hoch zum Glo­cken­ge­schoss

17:15 Füh­rung | Gedenk­hal­le, Kir­che, Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, Turm bis hoch zum Glo­cken­ge­schoss

Die Füh­run­gen sind kos­ten­frei. Dau­er jeweils 75 — 90 Min.

Hin­weis: Die Trep­pen des Tur­mes hoch­zu­stei­gen, ist kei­ne über­mä­ßige, aber den­noch kör­per­li­che Anstren­gung, die Luft im Turm kann sti­ckig sein. Wir geben das allen zu beden­ken, die unter Atem­be­schwer­den lei­den.


 

Christuskirche BO 1959

Bericht der Lokal­pres­se zur Ein­brin­gung der Glo­cken in die Chris­tus­kir­che 1959