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The Dorf | urban urtyp #42

30. Dezember 2015, 19:00

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The Dorf beim War­ming Up

Wer will denn aufs Land, THE DORF kommt in die Stadt. Und trifft auf URBAN URTYP, das Indie-Kol­lek­tiv für Indie-Musik, so fin­det THE DORF in die Kir­che. Hin­ein in den Kubus, den URBAN URTYP baut, sobald es hier etwas zu hören gibt und zu fei­ern. Und es wird eine Men­ge zu fei­ern geben, es ist mehr als viel, was auf die Ohren kommt:

THE DORF ist eine solis­ti­sche Big­Band mit hohem Anar­cho-Anteil und etwas Dis­zi­plin. Gen­au so viel an Dis­zi­plin, wie man braucht, um zu wis­sen, was man vom Tre­cker wer­fen kann. Mit Sicher­heit ist THE DORF das ein­zi­ge auf die­ser Welt, das nicht ver­schla­fen ist, die­ses Dorf brennt. Von innen. Auf der Suche nach dem Sound, dem Rhyth­mus. Dem Krau­tro­ck, dem Jazz, der Tran­ce. Dem Trieb, dem Fie­ber, der Jagd.

„Gemisch­te Raub­tier­num­mer“

nennt JAN KLARE das, was er, nun ja, diri­giert. Ein 25- und auch mal 30-köp­fi­ges Kol­lek­tiv, alle Pro­fis an ihrem Gerät, weni­ge Male im Jahr ruft Kla­re zusam­men, was gie­rig sich zusam­men rauft. Und dann pas­siert, was pas­sie­ren soll: Erst brab­belt es im Dorf ein wenig vor sich hin, mes­ser­scharf kon­zen­triert, und plötz­li­ch geht es ab wie Tre­cker beim Drag Race, quer­beet durch Bot­trop-Boy und Bochum-Wie­mel­hau­sen, alles wird hin­ein geris­sen in ihre Wucht, es hat etwas von Urge­walt, wie sie durch Sound­land­schaf­ten pflü­gen. Am Hori­zont Frank Zap­pa, er winkt.

Natür­li­ch, sie kön­nen auch lei­se. Auch lang­sam. Sie kön­nen lyri­sch und ver­träumt. Bau­en Span­nung auf und wie­der ab. Hören auf­ein­an­der, spie­len mit­ein­an­der, man kennt sich auf dem Dorf. Unter­schwel­lig aber, unterm war­men Acker ver­bor­gen, lodert die Glut, jeden Moment bricht sie her­vor, und wenn, dann ver­än­dert THE DORF nicht sich, son­dern uns. Es pas­siert etwas, das man nicht fas­sen kann, die Gen­re-Schub­la­den äch­zen, das Phä­no­men ist zu kom­plex, zu viel­far­big, um es zu packen, wäh­rend es einen packt. Die­se Dorf-Gemein­schaft ver­leibt einen ein, sie reißt einen mit, sie ist Selbst­ver­sor­ger, sie pegelt sich Solo um Solo auf Orgie ein, wei­ter und wei­ter Idee um Idee.

So ver­wan­delt THE DORF die Stadt und uns und einen ganz nor­ma­len Wochen­tag in einen Sonn­tag: urban–untypi­sch fin­det die­ses Kon­zert näm­li­ch nicht sonn­tags statt wie immer, son­dern am vor­letz­ten Abend im Jahr, es ist ein Mitt­wo­ch, er wird zum urban-Sonn­tag. Sowas machen THE DORF. Sie machen, dass die urban urtyp-Büh­ne  —  der Kubus im Kir­chen­raum  —  ans Wackeln kommt. Immer Jan Kla­res For­mel fürs wil­de Dorf­le­ben im Ohr:

„Jeder leis­tet sei­nen Bei­trag, das bedeu­tet: Wir leben in einer ziem­li­ch hei­len Welt.“

An die­sem Tag!


» 30.Dezember, ein Mitt­wo­ch wie noch nie
» 19 Uhr wie immer
» 10 Euro wie auf dem Land
» Tickets hier!