Stilsichere Weihnachten

Chris Hopkins' Swinging Christmas | 25. Dezember

Chris Hopkins’ Swinging Christmas, hier in 2018, gesehen von Sabine Hahnefeld

An allen Untiefen der weihnachtlichen Ästhetik vorbei: Chris Hopkins, deutsch-amerikanischer Bochumer, kommt mit einer Bande, die swin­gen kann wie keine, seit die Engel über dem Stall von Bethlehem tanzten. Infos und Tickets: hier klicken.

Messiah

Stadtkantorei, Harmonie Universelle | 4. Advent

Wenn er kommt, der Messias, komme er durch dieses Tor: Golden Gate in Jerusalem | (cc) Nikodem Nijaki

Als der Messias erschien, wurde er sofort verboten. Von einem Bischof. So geschehen 1741 in London, Händels „Messiah“, soeben uraufgeführt, war ihm viel zu unterhaltsam. Ein Grund mehr für uns, den Messiah mit offenen Armen zu empfangen: Stadtkantorei Bochum kündigt ihn an, das Ensemble Harmonie Universelle spielt auf historischen Instrumenten, und das wiederum heißt, dieser Messiah überwältigt nicht, er unterhält. Infos und Tickets hier klicken.

Laith Al-Deen +++ Nachholtermin steht +++

Donnerstag 27. Februar 20 Uhr

Laith Al-Deen (c)

Laith Al-Deens Konzert, das er gestern wegen Erkrankung absagen musste, wird am Donnerstag, 27. Februar, 20 Uhr, Christuskirche Bochum nachgeholt. Tickets behalten Ihre Gültigkeit. Wer an dem neuen Termin partout nicht kann, kann seine Tickets in den kommenden Tagen an der VVK-Stelle zurück geben, an der sie gekauft worden sind. Und hier das, was Laith Al-Deen vorgestern Nachmittag schrieb: Weiterlesen

Ray Wilson

Zusatzkonzert! | 13. Dezember

Ray Wilson 2017 in der Christuskirche by Adam C. Glagla (c)

Großer Abend jüngst am Nikolaustag, die Kirche war überfüllt, jetzt das Zusatzkonzert: Der Mann aus dem schottischen Städtchen Dumfries hat weltweit Stadien besungen, richtig glücklich wird er dann, wenn er sein Publikum dicht bei sich hat. //  Gibt noch Resttickets, Infos hier

Collegium vocale und …

... instrumentale | Adventskonzert 10. Dezember

Collegium vocale 2018 in der Christuskirche by Sabine Hahnefeld

2 x Bach: ein berühmtes – natürlich adventliches – Spätwerk des Thomaskantors, die „Gloria-Kantate“, neben dem frühklassischen “Magnificat” seines ältesten Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach. Alle Infos hier, Karten auch an der Abendkasse ab 19 Uhr.

Philipp Poisel

Adventskonzert | ausverkauft

Philipp Poisel 2015 bei der 1Live Krone | Raimond Spekking (cc)

Im Grunde war er, der Liedermacher, schon immer ein Adventsliedermacher. Weil er sich so erwartungsfroh ins Leben gestellt hat, dass die Liebe auf ihn komme wie der Engel zu den Hirten, der Stern zum Stall, das Kind zur Welt. Jetzt kommt erst einmal er zu uns, hier ein paar Infos zum Parken und dgl.

andere über uns (II)

JM Welke über Deine Lakaien

Alexander Veljanov ind er Christuskirche by Olaf Rauch (c)

JÖRG MARIA WELKE im Feuilleton des MEDIENHAUSES BAUER: “Intim und ohne Elektronik. Das deutsche Ausnahme-Duo Deine Lakaien überzeugt mit seinem Akustik-Konzert in der Bochumer Christuskirche. | Bochum. Klassisch ausgebildeter Dirigent, Pianist, Komponist und Kapellmeister der eine. Theater/Filmwissenschaftler, Gothic-/Dark-Wave-Fan und mit einer überwältigenden Naturstimme gesegnet der andere. Ernst Horn, der vom klassischen Musikbetrieb Gelangweilte, lernte den rastlosen Studenten Alexander Veljanov per Inserat kennen. Horn suchte einen experimentierfreudigen Sänger für ein Bandprojekt, das seine Vorliebe für elektronische Musik mit seinen klassischen Wurzeln vereinen sollte. Es klickte auf Anhieb – seit 1985 sind Veljanov und Horn Deine Lakaien. Was sie gemeinsam mit vielen hochkarätigen Gastmusikern in knapp 35 Jahren geschaffen haben, ist ohnegleichen und kann ohne Übertreibung jetzt schon als großes Vermächtnis der Musikgeschichte bezeichnet werden. Weiterlesen

Chorwerk Ruhr

Konzert zum Totensonntag | 24. Nov.

Chorwerk Ruhr in der Christuskirche 2017 by Sabine Hahnefeld

Wer trauert, will nicht zum Mitläufer werden im Kreislauf der Natur, sondern hofft darauf, einmal auszubrechen aus ihm. Und hält sich dabei an den Einzelnen, den Ungleichen. Den Menschen, der im trauernden Blick unverwechselbar erscheint und einzigartig. Chorwerk Ruhr über Verlust und Glauben, den Zweifel und die Einsamkeit, den Aufschrei und die Stille. // Alle Infos zum Konzert hier klicken

Gehörte Geschichte, gefühlte

Faun | 17. November

Faun 2017 in der Christuskirche by Olaf Rauch

“Wozu studieren wir die Geschichte?” Rhetorische Frage von Horst Bredekamp, Antwort: “Um Alternativen zu uns zu erfahren.” Hätte uns ja nicht geben müssen, keinen von uns. Gibt uns aber, “das Leben ist schön”, singen die Alte Bekannte am Abend vor Faun. Und es hat einen langen Atem, das kurze Leben, davon erzählen Faun, indem sie akustische Instrumente beatmen. Es sind Jahrhunderte alte Erfahrungen, die mitschwingen im Sound einer Drehleier, dem Vibrato einer Holzflöte, dem Klang von Schlüsselfiedel und Dudelsack und einer Laute, deren Saiten aus tierischem Gedärm gemacht waren. Diesen Klang haben Generationen vor uns gehört, und die Empfindungen, die wir heute entwickeln, mögen ähnliche gewesen sein … Wozu hören wir Musik? Um uns selber zu erfahren. //  Hier alle Infos zum Konzert von Faun.

Klassik mit Krawums

Dark Tenor | 22. November

Dark Tenor 2017 in der Christuskirche gesehen von Sabine Hahnefeld

Wer Klassik mag, ist hier  –  sehr ausnahmsweise  –  sehr falsch, das hier ist Klassik mit Krawums. Aber auch dieser Tenor kann selige Lächeln zaubern, und darum geht’s ja nun, die Seligkeit jetzt. Hier alle Infos zum Konzert.

… was Ernst Horn macht …

Deine Lakaien | ausverkauft

Mosaik im Turm der Christuskirche mit den Namen von 1358 Bochumern, die im I. Weltkrieg gefallen sind, darunter der Name Ernst Horn. | thw

1358 Namen, darunter der von Ernst Horn, er war Bochumer. Viel wissen wir nicht von ihm, vermutlich war er Bergmann, vor 103 Jahren ist er zerschossen worden an irgendeiner Front des Krieges in Europa. Im Turm der Christuskirche wird sein Name, in Mosaik gelegt, erinnert, Sinn hatte sein Tod nicht. Sinn hat, was Ernst Horn heute macht. Weiterlesen

“Intimer geht nicht”

urban urtyp mit Philipp Rumsch | 10. November

Philipp Rumsch by Antje Kröger

Was er macht, ist kein Pop und ist kein Jazz, ist nicht Elektronik und nicht Klassik, es ist perfekt für urban urtyp. Philipp Rumsch, das wundert jetzt nicht, hat bei Michael Wollny gelernt, und seit Wollnys grandiosem Konzert im urban urtyp-Kubus  –  “intimer geht nicht”, schrieb Max Kühlem in den RN über Wollnys “Bochum Concert”  –  seit diesem Solo wissen wir, was eine ästhetische Erfahrung macht, wenn sie sich im urban urtyp-Kubus verdichtet hat: Sie verlässt einen nicht. Hier alle Infos zum Konzert.

Theodor Wonja Michael (†)

Theodor Wonja Michael am Tag der Befreiung in der Christuskirche, 27. Januar 2014 | Foto Ayla Wessel

Fünf Jahre her, dass er, begleitet von seiner wunderbaren Frau Edeltraut Schell-Michael, zum TAG DER BEFREIUNG in der Christuskirche gelesen hat. Jetzt ist Theodor Wonja Michael, Schauspieler, Autor und Beamter, ein Künstler des Lebens und Überlebens, im Alter von 94 Jahren verstorben. Die Geschichte seines Lebens ist eine ungemein deutsche, nur ist sie deutsch in anderer Perspektive: Sein Vater stammte aus Kamerun, der ehemals deutschen Kolonie, seine Mutter aus dem preußischen Posen, als Kind hat der kleine Theodor in den surrealen “Völkerschauen” gearbeitet, Weiterlesen

Love is … Jungstötter

urban urtyp | 27. Oktober

Fabian Altstötter, Stimme von Jungstötter | Foto (c) powerline agency

Das Album heißt so: “Love is”, nur was? Reinhören, innehalten … woher diese Stimme! Der deutsche Nick Cave, sagen viele. Intensiv wie Neil Young, sagen andere. Zärtlich wie Marc Hollis, düster wie Scott Walker … Jungstötter sammelt Vergleiche, als hätten sich die Größen des Pop auf seinen Stimmbändern versammelt. Ein urban urtyp, bevor er Hallen füllt. // Alle Infos hier 

Wir uns.

Teil der Stadtgesellschaft: Synagoge Bochum eingebettet | Sabine Hahnefeld (c)

Das ist: die Stadtgesellschaft. Menschen, die bereit sind, mitzufühlen. Lässt sich selten erleben, diese Gesellschaft, in der wir leben. Es gibt sie aber, sie steht hier und vergewissert sich ihrer selbst. Wir uns. Das ist  –  nach dem x-ten antisemitischen Terrorakt  –  ein symbolisches Handeln, völlig klar. Das Symbol richtet sich an uns selbst und deshalb an alle, die politisch verantwortlich sind: dass sie nicht länger symbolisch handeln, sondern allen Antisemiten der Welt ihr mieses Geschäft vermiesen.  //  Fotos hier.