Crystal Meth

Eric Stehfest | 27. September

Crys­tal Metham­phet­ami­ne by Rads­punk (cc)

Kei­ne Dro­gen­beich­te, kei­ne Recht­fer­ti­gungs­ti­ra­de, ein Sprach­trip. Eric Steh­fest, DSDS-Gesicht, über die Abhän­gig­keit von (S)-N-Methyl-1-phenylpropan-2-amin. Auf­klä­rung, die über­geht in Fleisch und Blut, alle Infos hier.

wruuuuuuurtyp

urban urtyp: Auftakt mit Moca | 29. September

1946 Delahaye 135M Cabrio­let by el.guy08_11 (cc)

Ers­tes Album “Wrooooooo­am”, zwei­tes “Tem­po­mat”, jetzt beim drit­ten jam­men sie im “Cabrio­let”. Leicht unzeit­ge­mäß, denkt man und hört und … was wun­der­bar. 18 Jah­re jung ist das Trio bei­sam­men, die Stra­ße frei, am Him­mel kei­ne Wol­ke. Was einem ent­ge­gen flir­tet, ist fun­ky und jaz­zy, ist Latin und Pop, ein bis­sig ele­gan­ter Elec­tro-Sound. Easy urban lis­ten­ing ohne Über­roll­bü­gel, Moca aus Bochum eröff­net die neue Spiel­zeit von urban urtyp, sie wird ver­läss­lich fahr­ver­bots­frei, alle Infos hier.

Prä? Post? Emika

urban urtyp spezial | 19. Oktober

Emi­ka im Janu­ar 2017 im urban urtyp Kubus by Micha­el Schwett­mann ©

Klas­sik vom Kopf auf den Bass gestellt. Klar, dass Brandt Brau­er Frick sie remi­xed haben. Dass sie gemein­sa­me Pro­jek­te mit Hank Shock­lee von Public Ene­my macht. Dass die Film­welt ihre Musik gou­tiert (Mis­si­on: Impos­si­ble 4!) und die Olym­pia­de in Lon­don. Emi­ka, tsche­chisch-bri­ti­sche Welt­bür­ge­rin aus Ber­lin, kann umar­men, ja. Aber. Auf ihrer Home-Base, dem Berg­hain, gilt sie  —  in der Fül­le tol­ler Elek­tro­ni­ker dort  —  als Aus­nah­me­erschei­nung. So auch im urba­nen urty­phain. Hier alle Infos zum Kon­zert.

Brandt Brauer Frick

"Echo" live am 15. November | VVK gestartet

Dani­el Brandt, Jan Brau­er, Paul Frick by Max Parovs­ky ©

Tech­no, klas­sisch instru­men­tiert. Klas­sik, von Tech­no inspi­riert: „Als wir anfin­gen, hat­ten wir nur ein Mikro und ein kaput­tes Kla­vier.“ So begann die Affä­re zwi­schen Tech­no und Klas­sik, sie dau­ert an: Brandt Brau­er Frick stel­len ihr neu­es Album bei uns vor, es ist ein Coup, ein urban urtyp spe­zi­al! VVK hat jetzt begon­nen, Tickets gibt es über­all und hier bei uns und am bes­ten per Mail an tickets@urbanurtyp.de Und hier alle Infos zum Kon­zert.

„Freiheitsrechte, die für alle gelten“

Festival für die Freiheit der Kunst | Fotos

Sabi­ne Leu­theus­ser-Schnar­ren­ber­ger, Anti­se­mi­tis­mus-Beauf­trag­te des Lan­des NRW, beim Fes­ti­val für die Frei­heit der Kunst | © Sabi­ne Hahne­feld

Seit 70 Jah­ren gel­ten die Frei­heits­rech­te des Grund­ge­set­zes, „es sind kei­ne deut­schen Grund­rech­te“, sag­te Sabi­ne Leu­theus­ser-Schnar­ren­ber­ger heu­te Abend beim Fes­ti­val für die Frei­heit der Kunst: „Es sind Frei­heits­rech­te, die für alle gel­ten.“ Auch  —  und es ist kom­plett irri­tie­rend, dass man dies eigens dazu schrei­ben muss  —  auch für Juden. Hier die Foto-Gale­rie des Abends für die Frei­heit aller ua mit Vol­ker Beck, Diet­mar Kös­ter und dem Pia­nis­ten Vla­di­mir Mogo­levs­ky. 

György Konrád z“l

Györ­gy Kon­rád 2013 am Tag der Befrei­ung in der Chris­tus­kir­che | Foto Sabi­ne Hahne­feld

Ein gro­ßer Schrift­stel­ler, ein gro­ßer Euro­pä­er: Györ­gy Kon­rád, 1933 in Beret­tyóúj­fa­lu im öst­li­chen Ungarn gebo­ren, ist jetzt in Buda­pest gestor­ben. Vor sechs Jah­ren hat­te er bei uns zum Tag der Befrei­ung von Ausch­witz aus sei­nen Wer­ken gele­sen: Ausch­witz, sag­te er damals, sei „wich­tigs­ter Ori­en­tie­rungs­punkt mei­nes Den­kens“. Kon­rád war Prä­si­dent des Inter­na­tio­na­len P.E.N. und Prä­si­dent der Aka­de­mie der Küns­te, er hat inter­na­tio­nal höchs­te Ehrun­gen erhal­ten, dar­un­ter den Frie­dens­preis des Deut­schen Buch­han­dels, den Karls­preis, den Orden der fran­zö­si­schen Ehren­le­gi­on. Im März 1944, als die Deut­schen Ungarn besetz­ten und inner­halb weni­ger Wochen eine hal­be Mil­li­on Juden depor­tier­ten  —  jedes drit­te in Ausch­witz ermor­de­te Opfer stamm­te aus Ungarn  —  tauch­te der 11jährige zusam­men mit sei­ner Schwes­ter in Buda­pest unter. Wei­ter­le­sen

„Die Anti-BDS-Kirche“

Wer Freiheit will, feiert die Kunst | 15. September

Gedenk­ta­fel für die Opfer des Ter­ror­an­schlags auf den Club Bata­clan, Paris, am 13. Novem­ber 2015 | (cc) Jean-Pierre Bazard

Ste­fan Frank hat das „Fes­ti­val für die Frei­heit der Kunst“ auf Mena Watch vor­ge­stellt und ua ein Inter­view mit mir geführt. // Das Musik­fes­ti­val fin­det in der Chris­tus­kir­che Bochum statt, einer der größ­ten Kul­tur­kir­chen bun­des­weit und bekannt als Ort für Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, wo Israel­boy­kott kei­nen Platz hat. Ihr Pfar­rer Tho­mas Wes­sel sieht die Boy­kott-Bewe­gung gegen jüdi­sche Künst­ler in einem Zusam­men­hang mit dem Mas­sa­ker im Pari­ser Ver­an­stal­tungs­lo­kal „Bata­clan“ vom 13. Novem­ber 2015. „Lan­ge Zeit“, sagt er gegen­über Mena Watch, habe er „nicht ernst genom­men, dass es wie­der Leu­te gibt, die Kul­tur boy­kot­tie­ren. Ist ja auch eine kom­plett irre Idee: ‚Kunst­ver­bot!’ Dann die Ter­rorm­or­de im Bata­clan, Paris, wo immer wie­der mal Bands gespielt haben, die auch bei uns auf­ge­tre­ten sind, da dach­te ich zuerst, dass es offen­bar die­se Art Kil­ler­ty­pen sei, die Kunst tot­schie­ßen wol­len. Als mir dann klar wur­de, dass Hyper Cacher [das kosche­re Lebens­mit­tel­ge­schäft in Paris, in dem der Dschi­ha­dist Ame­dy Couli­ba­ly am 9. Janu­ar 2015 vier Juden ermor­de­te und zahl­rei­che Gei­seln nahm; S.F.] nicht bloß irgend­ein Super­markt war, son­dern ein jüdi­scher Super­markt, da däm­mer­te mir, wor­um es wirk­lich geht.“ Wei­ter­le­sen

„Demandons l’impossible“

Fridays for Future im Dialog

Hal­de Hani­el, August 2019 | Foto thw

„Soyons réa­lis­tes, deman­dons l’impossible“ stand 1968 an den Mau­ern der Sor­bon­ne: „Sei­en wir rea­lis­tisch, for­dern wir das Unmög­li­che“. Und dis­ku­tie­ren es. Fri­days for Future im Dia­log, alle Infos hier!

Terror ächten!

Turm der Chris­tus­kir­che, Auf­gang zu den Glo­cken, die an 9/11 läu­ten | Foto thw

Seit dem letz­ten Jahr gibt es einen Inter­na­tio­na­len Tag des Geden­kens an die Opfer des Ter­ro­ris­mus, es ist der 21. August. Dass es die­sen Tag gibt, ist gut. Was fehlt: dass die Mensch­heit  —  und hier kann man tat­säch­lich ein­mal Bon­hoef­fer bemü­hen  —  nicht nur die Opfer unter dem Rad ver­bin­det, son­dern dem Rad in die Spei­chen fällt. Dass wir uns um die Opfer des Ter­rors küm­mern, aber die Poli­tik des Ter­rors äch­ten: Ter­ror ist ein Ver­bre­chen gegen die Mensch­heit. So wie es der Ein­satz von che­mi­schen und bio­lo­gi­schen und ato­ma­ren Waf­fen ist, die­se Waf­fen sind geäch­tet. Man sagt mir immer, Ter­ror zu äch­ten sei leicht gesagt und schwer getan, weil Ter­ror schwer zu defi­nie­ren sei. Ist das so? Ter­ror ist das Gegen­teil von Demo­kra­tie.

Was darf die Kunst? Alles. Außer sich selber boykottieren.

Festival für die Freiheit der Kunst | 15. September

„Kunst ver­bin­det, Boy­kott trennt“: Rad­fah­rer auf dem Weg zu Augus­tin Ibar­ro­las „Totems“ auf der Hal­de Hani­el | Foto thw

Kunst ver­bin­det, Boy­kott trennt. Was darf die Kunst? Alles. Was darf sie nicht? Sich sel­ber boy­kot­tie­ren. Es ist ihr ein­zi­ges Gesetz, sie setzt es sich sel­ber. Und doch ist es immer wie­der so, dass Künst­ler boy­kot­tiert wer­den  —  wenn sie aus Isra­el kom­men. Oder in Isra­el auf­tre­ten wol­len. Als ob die Frei­heit der Kunst für alle gäl­te außer für sie. Als ob die Kunst alle Men­schen mit­ein­an­der ver­bin­de außer mit Juden. BDS nennt sich die­se Kam­pa­gne gegen Kunst, sie ist anti­se­mi­tisch, das hat der Bun­des­tag nach­drück­lich erklärt: Wer boy­kot­tiert, will brand­mar­ken. Dage­gen gilt: Wer die Kunst fei­ert, will Frei­heit, wer die Frei­heit fei­ert, will Kunst. Den­noch hält die anti­se­mi­ti­sche Kam­pa­gne an. Heu­te hat das Blog Ruhr­ba­ro­ne berich­tet, die STADT DORTMUND wol­le ihren nach Nel­ly Sachs benann­ten Kunst­preis an eine Kunst-Boy­kot­teu­se ver­lei­hen, an die beken­nen­de BDS-Akti­vis­tin Kami­la Sham­sie. Es ist erst weni­ge Mona­te her, dass die Stadt  Wei­ter­le­sen

„Die Moderne“

Tag des offenen Denkmals | 8. September

Turm der Chris­tus­kir­che, För­der­tum des Deut­schen Berg­bau-Muse­ums | Licht­blick-Fotos

„Die Moder­ne: Umbrü­che in Archi­tek­tur und Kunst“  —  sper­ri­ges The­ma? Gar nicht, die Moder­ne ist das, was sich  —  und zwar drin­gend, man muss nur Rich­tung AfD bli­cken  —  was sich zu ver­tei­di­gen lohnt. Wäh­rend die Chris­tus­kir­che ein Bau­werk ist, das die Moder­ne ver­dich­tet wie kaum ein ande­res. „Die Moder­ne“ ist was? Ein Ver­spre­chen, unein­ge­löst. // Zum Tag des offe­nen Denk­mals bie­ten wir 3 öffent­li­che Füh­run­gen an um 13 / 15 / 17 Uhr, Dau­er jeweils 60 – 90 Minu­ten. Kos­ten­frei, ist klar, kann jede/r kom­men. Wer mag, kommt dann bis hoch zu den Glo­cken. Hier alle Infos

Vladimir Mogilevsky

Festival für die Freiheit der Kunst

Vla­di­mir Mogi­levs­ky, Kla­vier-Genie

„Kla­vier-Genie.“ „Aus­nah­me-Pia­nist.“ „Welt­klas­se.“ Mogi­levs­ky, 49 Jah­re alt, ist auf dem Weg, zu einem der ganz Gro­ßen zu wer­den. Seit 15 Jah­ren gas­tiert er regel­mä­ßig als Solist in der Phil­har­mo­nie Ber­lin  —  und füllt den rie­si­gen Saal. Er gas­tiert solo im Gro­ßen Saals des Kon­zert­hau­ses Ber­lin, kon­zer­tiert in der Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg, spielt in den Häu­sern Euro­pas, wird ein­ge­la­den in die Welt. Als er 2002 das Liszt-Fes­ti­val in Bonn beehr­te, war es, so ein Kri­ti­ker, „als wäre Liszt per­sön­lich anwe­send gewe­sen.“ Wei­ter­le­sen

„Nie wieder Krieg. Nie wieder Auschwitz. Nie wieder.“

Präses Kurschus und OB Eiskirch zum Tag des Friedens

Jer­zy Bawos, Tomasz Kukur­ba, Tomasz Lato in der Chris­tus­kir­che | Foto Olaf Rauch

„‚Da gibt es nur ein Wort als Erklä­rung: Die Musik. Die Musik ist ein Zau­ber. Wir haben alles aus­wen­dig gespielt. Die Etü­den, die Beet­ho­ven-Sona­ten, Schu­bert, alles. In einem Saal für 150 Leu­te, alte, ver­zwei­fel­te, kran­ke, ver­hun­ger­te Men­schen. Die haben gelebt von der Musik, die Musik war das Essen. Die wären längst schon gestor­ben, wenn sie nicht gekom­men wären. Und wir auch.“ So ant­wor­te­te die jüdi­sche Pia­nis­tin Ali­ce Herz-Som­mer ein­mal auf die Fra­ge, wie sie das Leben im Lager ertra­gen habe. „Da gibt es nur ein Wort als Erklä­rung: Die Musik.‘“  —  Mit die­ser Erin­ne­rung eröff­ne­te Annet­te Kur­schus, Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che von West­fa­len und stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Rates der EKD, das Kon­zert zum Tag des Frie­dens am Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens. Wei­ter sag­te Kur­schus: Wei­ter­le­sen

Die zwei Seiten einer Mauer

"Mauergeschichten" | Ausstellung

Sei­ja Ulku­nie­mi ©

Neu­lich wie­der, Tages­schau: Die Ber­li­ner Mau­er im sel­ben Atem­zug genannt wie die Gren­ze zwi­schen Isra­el und dem West­jor­dan­land. Als sei es das­sel­be, ob ein Flücht­ling kommt oder ein Ter­ro­rist. Ob jemand die Frei­heit sucht, um sie zu genie­ßen, oder einen Schul­bus, den er in die Luft jagen will. Ob jemand einen Club auf­sucht, um zu tan­zen oder um alle, die tan­zen, zu ermor­den. Wei­ter­le­sen

Tag des Friedens am Platz des europäischen Versprechens

Vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg

Namen auf dem Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens | Foto Lutz Leit­mann, Stadt BO

1931 wur­de im Turm der Chris­tus­kir­che Bochum eine Gedenk­hal­le ein­ge­rich­tet. In ihr sind die Namen von 1358 Bochu­mern gelis­tet, die im Ers­ten Welt­krieg gefal­len sind. Jeder Name ist Buch­sta­be für Buch­sta­be in ein gol­de­nes Mosa­ik gelegt. Wenn man die vie­len Namen liest, kann man Euro­pa in ihnen hören: Man­che klin­gen fran­zö­sisch, ande­re rus­sisch, jeder drit­te Name  —  hier ist Ruhr­ge­biet  —  klingt pol­nisch. Neben den Bochu­mer Namen eine zwei­te Lis­te, auf ihr die Namen von 28 Staa­ten  —  den „Feind­staa­ten Deutsch­lands“.  Wei­ter­le­sen

„I know what I’m not“


Gro­ßer Song. Madon­na hat viel Prü­gel bekom­men für „Madame X“, dabei hat sie die Idee des Pop beatmet. Dass es nicht dar­um geht, so zu sein, wie man ist, son­dern auch anders sein könn­te. Der­zeit ist die­se Idee nicht eben en vogue, man möch­te lie­ber iden­tisch sein mit sich selbst. Was ein  —  auch ästhe­tisch fata­les  —  Null­sum­men­spiel ergibt: Iden­ti­tät ist ein ande­res Wort dafür, den eige­nen Grab­stein zu beschrif­ten. Pop dage­gen war immer die Idee, mit Iden­ti­tä­ten zu spie­len. Sich ein­zu­füh­len in den Ande­ren, biblisch gespro­chen: Füh­le dei­nen Nächs­ten wie dich selbst. Madon­na: „I will be gay, if the gay are bur­ned. I’ll be Afri­ca, if Afri­ca is shut down. I’ll be Islam, if Islam is hated. I’ll be Isra­el, if they’­re incar­ce­r­a­ted. I’ll be a woman, if she’s raped. I know what I am (God knows what I am). And I know what I’m not (and He knows what I’m not). Do you know who you are?“

33 325 … 483 … 1,5

Spielzeit 18/19: Christuskirche in Zahlen

Chris­tus­kir­che Bochum by Achim Bed­norz ©

69 Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, 33.325 Besu­cher. Das die Eck­da­ten unse­rer jüngs­ten Spiel­zeit von Sep­tem­ber 2018 bis Juni 2019, gezählt nach ver­kauf­ten Tickets. Das Kon­zept für eine Kir­che der Kul­tu­ren hat­ten wir 2005 ent­wi­ckelt, erst­mals haben wir jetzt, und das deut­lich, die Mar­ke von 30.000 Besu­chern über­sprun­gen. Im Schnitt macht das 483 je Abend, es ist die für das Boo­king ent­schei­den­de Zahl: Das Kul­tur­pro­gramm der Chris­tus­kir­che ist ja nicht  —  und soll es nicht sein  —  auf Aus­las­tung ange­legt.  Wei­ter­le­sen

Selbstbildnis mit Bonhoeffer: BDS am Rand des Kirchentags

Lee­re Bank: Ein­zi­ges Relikt des Kir­chen­ta­ges beim „The­men­tag“ mit BDS | Foto thw

Die Stadt Dort­mund hat­te dar­um gebe­ten, das Land Nord­rhein-West­fa­len, der Bun­des­tag: Hört auf, BDS zu pro­mo­ten. BDS, heißt es im Bun­des­tags­be­schluss, zie­le auf die „Brand­mar­kung israe­li­scher Staats­bür­ge­rin­nen jüdi­schen Glau­bens“, die Kam­pa­gne sei „scharf zu ver­ur­tei­len“. Der Evan­ge­li­sche Kir­chen­tag, vor zwei Jah­ren noch indif­fe­rent gegen­über BDS, hat jetzt ent­schie­den reagiert und zwei BDS-Pro­mo­ter vom Platz gestellt. Die dar­auf­hin  —  als sei­en sie von Assad ver­folgt  —  „Asyl“ erhal­ten haben in einer Dort­mun­der Gemein­de. Ulrich Duch­row, einer der bei­den Deplat­zier­ten: „Mei­ne Frau arbei­tet seit Jah­ren in der Asyl­ar­beit, ich war mehr­fach direkt betei­ligt, ich hät­te nie gedacht, dass ich sel­ber ein­mal ins Kir­chen­asyl müss­te.“ Das war ernst gemeint. Ein Selbst­bild­nis des BDS? Hier eine Bild­be­schrei­bung: Wei­ter­le­sen

War Jesus auf dem Kirchentag?

Ein Film von Christoph Böll, Interviews Ayla Wessel


Trai­ler zu „Vere homo“,der Film ist von Chris­toph Böll, die Inter­views hat Ayla Wes­sel geführt, gefragt wur­den Dort­mun­der. Bekann­te und weni­ger bekann­te, Kay Voges ist dabei und Sabi­ne Bran­dis, Ste­fan Keim und Fritz Ecken­ga, vor allem aber Nona­mes mit Gesicht und einer Ant­wort auf die Fra­ge: Kommt Jesus auch zum Kir­chen­tag? Und dann … man sieht und hört und schließt ins Herz, ob sie nun fromm sind oder läs­tern, gewiss sind oder zwei­feln, das hier ist nur ein Trai­ler. [Den kom­plet­ten Film (90 min, 10 €) gibt es bei Böll-Film­pro­duk­ti­on.] 

Perfect Day

Tom Gaebel & Orchestra | 29. August

Tom Gabel by Chris­to­pher Kas­set­te ©

Into­na­ti­on und Phra­sie­rung, Jazz-Sen­ti­ment und Pop-Ges­tus, gro­ßes Enter­tain­ment und sub­li­me Gran­dez­za  —  und das aus Gel­sen­kir­chen? Ja, Gae­bel aus GE beweist, dass es das, was eine libe­ra­le Gesell­schaft am nötigs­ten hat, weil es alle ver­bies­ter­ten Fun­dis ver­spot­tet  —  Leich­tig­keit, Zuver­sicht, gute Lau­ne  —  dass es das über­all gibt und jeden Tag: Der per­fek­te Tag jeden­falls bricht immer da an, wo Gae­bels Kar­rie­re begann, mor­gens unter der Dusche. Abends dann in die Chris­tus­kir­che, hier alle Infos und Tickets zum Kon­zert.