Love is … Jungstötter

urban urtyp | 27. Oktober

Fabian Altstötter, Stimme von Jungstötter | Foto (c) powerline agency

Das Album heißt so: “Love is”, nur was? Reinhören, innehalten … woher diese Stimme! Der deutsche Nick Cave, sagen viele. Intensiv wie Neil Young, sagen andere. Zärtlich wie Marc Hollis, düster wie Scott Walker … Jungstötter sammelt Vergleiche, als hätten sich die Größen des Pop auf seinen Stimmbändern versammelt. Ein urban urtyp, bevor er Hallen füllt. // Alle Infos hier 

Wir uns.

Teil der Stadtgesellschaft: Synagoge Bochum eingebettet | Sabine Hahnefeld (c)

Das ist: die Stadtgesellschaft. Menschen, die bereit sind, mitzufühlen. Lässt sich selten erleben, diese Gesellschaft, in der wir leben. Es gibt sie aber, sie steht hier und vergewissert sich ihrer selbst. Wir uns. Das ist  –  nach dem x-ten antisemitischen Terrorakt  –  ein symbolisches Handeln, völlig klar. Das Symbol richtet sich an uns selbst und deshalb an alle, die politisch verantwortlich sind: dass sie nicht länger symbolisch handeln, sondern allen Antisemiten der Welt ihr mieses Geschäft vermiesen.  //  Fotos hier.

Solidarität mit Jüdischer Gemeinde

Menschenkette Freitag 11. Oktober 18 Uhr

Synagoge Bochum | (c) Schmitz Architekten

Nach dem gestrigen Terror-Anschlag in Halle rufen die Kirchen in Bochum dazu auf, sich mit den Jüdischen Gemeinden zu solidarisieren. „Wir stellen uns an die Seite derer, die im Fadenkreuz des Hasses stehen“, sagt der Superintendent der Evang. Kirche in Bochum, Dr. Gerald Hagmann: „Antisemitismus ist keine Meinung, sondern Triebkraft des Terrors.“ Weiterlesen

Gegen Nazis denken

Hans-Ehrenberg-Preis für Norbert Lammert

Zelle im KZ Sachsenhausen | (cc) by cmyk

Vordenker gegen Nazis, Vorkämpfer der Demokratie: An Hans Ehrenberg zu erinnern, ist bestürzend aktuell. Als er  –  nach jahrelangem und zunehmend einsamen Kampf gegen den Nazi-Terror  –  1938 ins KZ Sachsenhausen verschleppt wurde, hat er dort “die Solidarität erlebt, die ‘draußen’ abwesend war: die Solidarität zwischen Juden, Judenchristen, Christen, Kommunisten und Atheisten”. Eine demokratische Ur-Erfahrung: Wurde die Demokratie, die bundesdeutsche, in den Lagern geboren? Weiterlesen

Herman van Veen !

Erstes Weihnachtskonzert seit 10 Jahren, VVK beginnt!

Herman van Veen | (c) Karsten Jahnke Konzertdirektion

Erstes Weihnachtskonzert seit 10 Jahren! Herman van Veen, der Troubadour, eröffnet die festlichen Tage zusammen mit der kongenialen Edith Leerkes. Wunderbar! „Herman“, so der große Georges Moustaki über seinen Freund, „ich erkenne in dir die Weisheit des Hofnarren und die Brutalität des Moralisten, während du vorgibst, uns nur unterhalten zu wollen.“ Wenn das nicht die Botschaft von Weihnachten ist … Weiterlesen

Prä? Post? Emika

urban urtyp spezial | 19. Oktober

Emika im Januar 2017 im urban urtyp Kubus by Michael Schwettmann (c)

Klassik vom Kopf auf den Bass gestellt. Klar, dass Brandt Brauer Frick sie remixed haben. Dass sie gemeinsame Projekte mit Hank Shocklee von Public Enemy macht. Dass die Filmwelt ihre Musik goutiert (Mission: Impossible 4!) und die Olympiade in London. Emika, tschechisch-britische Weltbürgerin aus Berlin, kann umarmen, ja. Aber. Auf ihrer Home-Base, dem Berghain, gilt sie  –  in der Fülle toller Elektroniker dort  –  als Ausnahmeerscheinung. So auch im urbanen urtyphain. Hier alle Infos zum Konzert.

Brandt Brauer Frick

"Echo" live am 15. November | VVK läuft

Daniel Brandt, Jan Brauer, Paul Frick by Max Parovsky (c)

Techno, klassisch instrumentiert. Klassik, von Techno inspiriert: „Als wir anfingen, hatten wir nur ein Mikro und ein kaputtes Klavier.“ So begann die Affäre zwischen Techno und Klassik, sie dauert an: Brandt Brauer Frick stellen ihr neues Album bei uns vor, es wird ein urban urtyp spezial! Tickets gibt es überall und hier bei uns und am besten per Mail an tickets@urbanurtyp.de Hier alle Infos zum Konzert.

„Leidenschaft, Esprit und Stil“

Hans-Ehrenberg-Preis für Norbert Lammert

Prof. Dr. Norbert Lammert | (c) Gerd Seidel

Der langjährige Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, wird mit dem protestantischen Hans-Ehrenberg-Preis 2019 geehrt. Die Laudatio auf den Bochumer Politiker und jetzigen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung hält der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider. Der Festakt am 13. Oktober ist öffentlich, alle Infos hier (klicken).

 

urban urtyp: Spielzeit beginnt

urban urtyp Grafik by Stefan Cofala, Glückauf Design

“Das Trio ist 18 Jahre jung, es gibt, wie der Gärtner der Lüste über Moca sagte, ‘keine musikalischen Grenzen, es groovt wie die Hölle.’” Die urban urtyp-Spielzeit beginnt, alle Infos hier!

wruuuuuuurtyp

urban urtyp: Auftakt mit Moca | 29. September

1946 Delahaye 135M Cabriolet by el.guy08_11 (cc)

Erstes Album “Wroooooooam”, zweites “Tempomat”, jetzt beim dritten jammen sie im “Cabriolet”. Leicht unzeitgemäß, denkt man und hört und … was wunderbar. 18 Jahre jung ist das Trio beisammen, die Straße frei, am Himmel keine Wolke. Was einem entgegen flirtet, ist funky und jazzy, ist Latin und Pop, ein bissig eleganter Electro-Sound. Easy urban listening ohne Überrollbügel, Moca aus Bochum eröffnet die neue Spielzeit von urban urtyp,  alle Infos hier.

“Freiheitsrechte, die für alle gelten”

Festival für die Freiheit der Kunst | Fotos

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismus-Beauftragte des Landes NRW, beim Festival für die Freiheit der Kunst | (c) Sabine Hahnefeld

Seit 70 Jahren gelten die Freiheitsrechte des Grundgesetzes, “es sind keine deutschen Grundrechte”, sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger heute Abend beim Festival für die Freiheit der Kunst: “Es sind Freiheitsrechte, die für alle gelten.” Auch  –  und es ist komplett irritierend, dass man dies eigens dazu schreiben muss  –  auch für Juden. Hier die Foto-Galerie des Abends für die Freiheit aller ua mit Volker Beck, Dietmar Köster und dem Pianisten Vladimir Mogolevsky. 

György Konrád z”l

György Konrád 2013 am Tag der Befreiung in der Christuskirche | Foto Sabine Hahnefeld

Ein großer Schriftsteller, ein großer Europäer: György Konrád, 1933 in Berettyóújfalu im östlichen Ungarn geboren, ist jetzt in Budapest gestorben. Vor sechs Jahren hatte er bei uns zum Tag der Befreiung von Auschwitz aus seinen Werken gelesen: Auschwitz, sagte er damals, sei “wichtigster Orientierungspunkt meines Denkens”. Konrád war Präsident des Internationalen P.E.N. und Präsident der Akademie der Künste, er hat international höchste Ehrungen erhalten, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Karlspreis, den Orden der französischen Ehrenlegion. Im März 1944, als die Deutschen Ungarn besetzten und innerhalb weniger Wochen eine halbe Million Juden deportierten  –  jedes dritte in Auschwitz ermordete Opfer stammte aus Ungarn  –  tauchte der 11jährige zusammen mit seiner Schwester in Budapest unter. Weiterlesen

“Die Anti-BDS-Kirche”

Wer Freiheit will, feiert die Kunst

Gedenktafel für die Opfer des Terroranschlags auf den Club Bataclan, Paris, am 13. November 2015 | (cc) Jean-Pierre Bazard

Stefan Frank über das “Festival für die Freiheit der Kunst” (Auszug) // Das Musikfestival findet in der Christuskirche Bochum statt, einer der größten Kulturkirchen bundesweit und bekannt als Ort für Kulturveranstaltungen, wo Israelboykott keinen Platz hat. Ihr Pfarrer Thomas Wessel sieht die Boykott-Bewegung gegen jüdische Künstler in einem Zusammenhang mit dem Massaker im Pariser Veranstaltungslokal „Bataclan“ vom 13. November 2015. „Lange Zeit“, sagt er gegenüber Mena Watch, habe er „nicht ernst genommen, dass es wieder Leute gibt, die Kultur boykottieren. Ist ja auch eine komplett irre Idee: ‚Kunstverbot!’ Dann die Terrormorde im Bataclan, Paris, wo immer wieder mal Bands gespielt haben, die auch bei uns aufgetreten sind, da dachte ich zuerst, dass es offenbar diese Art Killertypen sei, die Kunst totschießen wollen. Als mir dann klar wurde, dass Hyper Cacher [das koschere Lebensmittelgeschäft in Paris, in dem der Dschihadist Amedy Coulibaly am 9. Januar 2015 vier Juden ermordete und zahlreiche Geiseln nahm; S.F.] nicht bloß irgendein Supermarkt war, sondern ein jüdischer Supermarkt, da dämmerte mir, worum es wirklich geht.” Weiterlesen

“Demandons l’impossible”

Fridays for Future im Dialog

Halde Haniel, August 2019 | Foto thw

“Soyons réalistes, demandons l’impossible” stand 1968 an den Mauern der Sorbonne: “Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche”. Und diskutieren es. Fridays for Future im Dialog, alle Infos hier!

Terror ächten!

Turm der Christuskirche, Aufgang zu den Glocken, die an 9/11 läuten | Foto thw

Seit dem letzten Jahr gibt es einen Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Terrorismus, es ist der 21. August. Dass es diesen Tag gibt, ist gut. Was fehlt: dass die Menschheit  –  und hier kann man tatsächlich einmal Bonhoeffer bemühen  –  nicht nur die Opfer unter dem Rad verbindet, sondern dem Rad in die Speichen fällt. Dass wir uns um die Opfer des Terrors kümmern, aber die Politik des Terrors ächten: Terror ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. So wie es der Einsatz von chemischen und biologischen und atomaren Waffen ist, diese Waffen sind geächtet. Man sagt mir immer, Terror zu ächten sei leicht gesagt und schwer getan, weil Terror schwer zu definieren sei. Ist das so? Terror ist das Gegenteil von Demokratie.

Was darf die Kunst? Alles. Außer sich selber boykottieren.

Festival für die Freiheit der Kunst | 15. September

“Kunst verbindet, Boykott trennt”: Radfahrer auf dem Weg zu Augustin Ibarrolas “Totems” auf der Halde Haniel | Foto thw

Kunst verbindet, Boykott trennt. Was darf die Kunst? Alles. Was darf sie nicht? Sich selber boykottieren. Es ist ihr einziges Gesetz, sie setzt es sich selber. Und doch ist es immer wieder so, dass Künstler boykottiert werden  –  wenn sie aus Israel kommen. Oder in Israel auftreten wollen. Als ob die Freiheit der Kunst für alle gälte außer für sie. Als ob die Kunst alle Menschen miteinander verbinde außer mit Juden. BDS nennt sich diese Kampagne gegen Kunst, sie ist antisemitisch, das hat der Bundestag nachdrücklich erklärt: Wer boykottiert, will brandmarken. Dagegen gilt: Wer die Kunst feiert, will Freiheit, wer die Freiheit feiert, will Kunst. Weiterlesen

Crystal Meth

Eric Stehfest | 27. September

Crystal Methamphetamine by Radspunk (cc)

Keine Drogenbeichte, keine Rechtfertigungstirade, ein Sprachtrip. Eric Stehfest, DSDS-Gesicht, über die Abhängigkeit von (S)-N-Methyl-1-phenylpropan-2-amin. Aufklärung, die übergeht in Fleisch und Blut, alle Infos hier.

“Die Moderne”

Tag des offenen Denkmals | 8. September

Turm der Christuskirche, Fördertum des Deutschen Bergbau-Museums | Lichtblick-Fotos

„Die Moderne: Umbrüche in Architektur und Kunst“  –  sperriges Thema? Gar nicht, die Moderne ist das, was sich  –  und zwar dringend, man muss nur Richtung AfD blicken  –  was sich zu verteidigen lohnt. Während die Christuskirche ein Bauwerk ist, das die Moderne verdichtet wie kaum ein anderes. „Die Moderne“ ist was? Ein Versprechen, uneingelöst. // Zum Tag des offenen Denkmals bieten wir 3 öffentliche Führungen an um 13 / 15 / 17 Uhr, Dauer jeweils 60 – 90 Minuten. Kostenfrei, ist klar, kann jede/r kommen. Wer mag, kommt dann bis hoch zu den Glocken. Hier alle Infos

Vladimir Mogilevsky

Festival für die Freiheit der Kunst

Vladimir Mogilevsky, Klavier-Genie

„Klavier-Genie.“ „Ausnahme-Pianist.“ „Weltklasse.“ Mogilevsky, 49 Jahre alt, ist auf dem Weg, zu einem der ganz Großen zu werden. Seit 15 Jahren gastiert er regelmäßig als Solist in der Philharmonie Berlin  –  und füllt den riesigen Saal. Er gastiert solo im Großen Saals des Konzerthauses Berlin, konzertiert in der Elbphilharmonie Hamburg, spielt in den Häusern Europas, wird eingeladen in die Welt. Als er 2002 das Liszt-Festival in Bonn beehrte, war es, so ein Kritiker, „als wäre Liszt persönlich anwesend gewesen.“ Weiterlesen

“Nie wieder Krieg. Nie wieder Auschwitz. Nie wieder.”

Präses Kurschus und OB Eiskirch zum Tag des Friedens

Jerzy Bawos, Tomasz Kukurba, Tomasz Lato in der Christuskirche | Foto Olaf Rauch

„’Da gibt es nur ein Wort als Erklärung: Die Musik. Die Musik ist ein Zauber. Wir haben alles auswendig gespielt. Die Etüden, die Beethoven-Sonaten, Schubert, alles. In einem Saal für 150 Leute, alte, verzweifelte, kranke, verhungerte Menschen. Die haben gelebt von der Musik, die Musik war das Essen. Die wären längst schon gestorben, wenn sie nicht gekommen wären. Und wir auch.“ So antwortete die jüdische Pianistin Alice Herz-Sommer einmal auf die Frage, wie sie das Leben im Lager ertragen habe. „Da gibt es nur ein Wort als Erklärung: Die Musik.’“  –  Mit dieser Erinnerung eröffnete Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende Vorsitzende des Rates der EKD, das Konzert zum Tag des Friedens am Platz des europäischen Versprechens. Weiter sagte Kurschus: Weiterlesen