Corona: Aktuelle Infos

zuletzt aktualisiert 01. Juli

2020-07-01T15:20:13+02:00

LONG DISTANCE CALLING: KONZERT AUF DEN 04. März 2021 verlegt. Tickets bleiben gültig, alle Infos hier +++ SHALOSH: VORERST ABGESAGT, Karten können zurückgetauscht werden. Wir bleiben aber dran, eines Tages werden sie bei uns spielen. +++ DARK TENOR: VERLEGT auf 30. DEZMEBER. Alle Infos hier +++ HUBERT VON GOISERN:Neuer Termin! Das Konzert, für 3. Oktober geplant, wird auf Samstag 24. April 2021 verlegt. Tickets bleiben gültig. + + + […]

Kuppel, Kreuz und Kniebeschwerden

Über das Retro-Schloss in Berlin und den Sinn einer Laterne

2020-07-01T15:20:50+02:00

Gestern wurde dem Retro-Schloss in Berlin, neudeutsch Humboldt-Forum, eine Laterne aufgesetzt, so nennt man die rund 12 m hohe Krönung des 644 Millionen schweren Ideenbaus. Ich hätte da  –  siehe Foto, es stammt aus dem Sommer 2018  –  einen Vorschlag gehabt. Die andere Laterne  –  die mit dem Kreuz obendrauf  –   wurde dann aber wie Märklin nachgebaut. 2018 war solche Bastelei noch irgendwie hingenommen worden: Wenn Retro-Schloss dann Retro-Kreuz, so etwa die Überlegung, das Kreuz sei Ornament wie ein Schnörkel am Gesims. Und die Kirchen? […]

AfD ist keine Wahl, kein Wahlkampf mit der AfD

Erklärung der Bochumer Stadtgesellschaft: Parteien und Verbände, Kirchen und Korporationen

"Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht": Transparent am Rathaus 2020-05-25T11:18:25+02:00

Kommunalwahlkampf steht bevor, die Stadtgesellschaft in Bochum behauptet ihr Recht gegen die Rechten, nämlich “dass wir  –  die demokratischen Korporationen, Verbände und Parteien unserer Stadt  –  frei entscheiden, wen wir einladen wollen in unsere Häuser und wen auf keinen Fall. Mit wem wir uns an einen Tisch setzen wollen und mit wem nicht. Nicht mit der AfD, nicht mit der NPD.” Das ist präzise. Und gut begründet, hier die ganze Erklärung: […]

Wellness-Hass

BDS und der ästhetische Alltag

2020-05-25T11:19:08+02:00

Noch eine Geschichte aus dem ästhetischen Alltag und einem gegebenem Anlass: Wir haben uns hier ja sehr betont gegen BDS gestellt, diese mit Terror verbandelte Kampagne gegen Israel, die versucht, altem Antisemitismus neue credibility zu verleihen. Heißt: Bevor wir einen Vertrag unterschreiben, schauen wir nach, ob jemand mitsegelt bei BDS. Das zu checken dauert 3 Minuten, BDS ist publicitygeil. Falls sich dann jemand  –  wie Lisa Gerrard  –  tatsächlich einen BDS-Sticker an die Brust geheftet hat, kostet es einen Mailwechsel, die Sache klar zu kriegen: Wir weisen dann freundlich darauf hin, dass wir die Anti-BDS-Kirche sind und gerne auch Sponsoren aus Israel gewinnen. Wer dann hier spielt, will hier spielen, der Abend wird zum Widerruf. Kann sein, dass wir  –  das ist der Nachteil  –  manche Acts gar nicht erst angeboten bekommen, weil es [...]

„Ich bin viele!“

Kid be Kid in der Christuskirche. Review von Stefan Pieper, nrwjazz.net

2020-05-25T11:20:00+02:00

Eine junge Berlinerin, zurzeit immer gefragter, im Ausland sogar mehr als in Deutschland. Ihr Soloauftritt in der Christuskirche legte vom ersten Ton an offen, warum dies so ist. // Die Macher dieser Spielstätte wissen, was sie tun und wollen  –  das ist beim Betreten der “Kirche der Kulturen” auf Anhieb spürbar. Wie realisiert man ein Clubkonzert in einem großen Kirchenraum? Man konstruiere  –  stylisch und funktional zugleich  –  ein durchsichtiges Cellophanviereck, in dem Stuhlreihen und die exquisite Soundanlage postiert sind. Die Bühne ist der Altarraum in der Mitte. Und man hole sich eine wirklich aufregende Live-Performerin  –  Kid be Kid, so der Künstlernahme der Berlinerin, die in ihren Bühnenansagen überhaupt kein Aufhebens um ihr  –  de facto spektakuläres!  –  Potenzial macht. Aufregend ist allein schon, wie sich in der Liveperformance dieser zarten Person gleich vier [...]

“Ihr seid 1939”

Ein Wort zu Xavier Naidoo, dem frommen. Und zu Haudegen

2020-05-25T11:20:55+02:00

Seine jüngsten Einsichten – wörtlich: „Versündigt euch nicht an Deutschland. Ich geh nicht wählen, das ist nicht richtig, sich in diesem Unrechtssystem per Wahl an dem Unrecht auch noch zu beteiligen.”  –  dieses ultrarektionäre Zeugs bestätigt, warum Naidoo, der sich so gerne so fromm gibt und in so frommen Kreisen so gerne umarmt wurde, bei uns keinen Fußbreit bekommen hat, wir haben schon seit Jahren die Stop-Taste gedrückt, sobald es auch nur hieß, jemand “spielt mit X.N.” oder “stand mit X.N. auf der Bühne” oder dgl. Das einmal als Geschichte aus dem ästhetischen Alltag. Und gleich noch eine weitere, auch hier geht es um eine Grenze, aber anders, es geht um HAUDEGEN: […]

Schönheit, die wehrlos ist

Nils Landgren: Christmas With My Friends … VVK läuft!

2020-04-14T13:06:26+02:00

Über Weihnachten reden, während Corona wütet? Es geht nur in dem Bewusstsein, dass Weihnachten schon immer ein stilles Fest war, kein triumphales. Ein Fest, das ein intimes Gefühl gefeiert hat, das Mitgefühl. Ein wehrloses Kind in der Krippe, die wehrlose Mutter im Altenheim … vielleicht, dass Weihnachten bereits begonnen hat with our friends weltweit. // Zwei Konzerte am 12. Dezember 16 Uhr und 20 Uhr, alle Tickets hier bei uns! Tip: Zügig ordern, es wird schnell ausverkauft sein.

„Eigentlich ist dies ein schöner, ein menschheitlicher Moment“

Über Corona, Nazis und das Mitgefühl

2020-05-25T11:22:33+02:00

Ein Virus tut, was Nazis aller Länder gerne täten: Er rafft hinweg, was ihnen als unnütz gilt, als schwach und anfällig, als „lebensunwert“. Als liefe ein globales Euthanasieprogramm ab. Und die Welt? Sie tut, was Nazis aller Länder nicht gern haben, sie lehnt sich gegen deren Logik auf, dagegen, dass es „Ballast-Existenzen“ geben könnte. Sie tut dies mit größter Selbstverständlichkeit und bei allem Zaudern ohne Zögern. Nirgends  –  fast, es gibt Ausnahmen wie diese intellektuell verwahrloste Meike Lobo* und ein paar weitere Gernegroßfaschisten  –  nirgends eine rechte Bewegung, die sagte, lass den Virus machen. Die Ablehnung  –  und das ist ja eine gesellschaftlich getroffene Entscheidung  –  ist so breit, so selbstverständlich, so ohne jede politische Alternative, dass diese Entscheidung kaum mehr vor Augen tritt. In all dem Leid, das Corona schafft, ist dies ein [...]

Songs, die niederknien lassen

Charlie Cunningham | 12. März

2020-03-10T17:10:01+01:00

Wenn Charlie Cunningham nervös ist, und er ist vor jedem Konzert nervös, trinkt er ein Bier. Und nimmt sich gerne eines mit auf die Bühne. Das kann, wenn er in einer Kirche spielt  –  Kirchen sind für ihn perfekt, seine Songs lassen niederknieen  –  schon mal schwierig werden. Bei uns nicht, wir haben unser eigenes, das urban urtyp-Bier, es kann gerne mit auf die Bühne. Und dann einen Song hören wie diesen hier und sich in ihn verlieben: […]

„Ein zentnerschweres Gerät und das Orchester des Körpers“

Kid Be Kid ist urban urtyp | Sonntag 8.3.

2020-03-09T11:35:47+01:00

Man sieht eine Frau und hört eine Welt. Eine ohne Loops, ohne Overdubs, ohne Pre-Recordings, die ganze digitale Assistenz entlassen: Kid Be Kid sitzt am Flügel und rührt Rhythmen und Sounds in ihrer eigenen Welt an, im Mund- und Rachenraum, ihrem Kopf und Kehlkopf mit Lauten, die knacken, knirschen, zischen … Kennt man vom Hiphop, das hier ist Jazz. Das bourgeoise Instrument schlechthin plus Beatboxing, das zentnerschwere Gerät und das Orchester des Körpers, wie das klingt? "Geil", sagt sie, urban, sagen wir. Ein urban urtyp-Abend am Weltfrauentag.

“Zusammenstehen gegen Rechts”

26. Februar 10 Uhr Willy-Brandt-Platz

2020-03-09T00:14:20+01:00

“Wir wollen gemeinsam einen Moment innehalten. Gemeinsam der Menschen gedenken, die in Hanau ermordet wurden. Gemeinsam an ihre Angehörigen denken. Gemeinsam an alle die Menschen denken, die sich in Deutschland nicht mehr sicher fühlen. Und wir fragen uns, was wir, was jede*r Einzelne beitragen kann, um diesem Hass entgegenzutreten. ‘Terror darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Terror und Demokratie schließen sich gegenseitig aus.'” […]

“Wer hasst, lästert Gott.”

Christen, Juden, Muslime: Unsere Antwort auf den rassistischen Terror

2020-03-09T20:35:01+01:00

Wir sind Christen, wir sind Juden, wir sind Muslime in Bochum. Alle leben wir unter dem einen Himmel, wir sagen: Wer hasst, lästert Gott. Und wer einen Menschen mordet, der ist, als hätte er uns alle ermordet. Wer gegen Menschen hetzt, hetzt gegen Gott. Und wer einen anderen verflucht, der ist, als verfluche er uns. Wer rassistisch denkt, lästert Gott. Und wer einen anderen rassistisch beleidigt, der ist, als hätte er uns beleidigt.   Wir in Bochum sagen - und sagen dies allen, die gehasst und gehetzt und gelästert werden: Wir stehen an Ihrer Seite. Wir weinen mit denen, die jetzt um ihre Kinder und Freunde trauern. Es ist, als seien es unsere Kinder und unsere Freunde gewesen. Wir fühlen mit denen, die sich fragen, ob dieses Land noch ihr Land sei. Es ist, als greife diese Frage [...]

Birth of Violence

Chelsea Wolfe | ausverkauft

2020-03-01T19:23:35+01:00

Stammt aus Kalifornien, sonnig ist ihre Musik nicht. War früher eher Neo-Folk mit rohem Vintage-Flair, ging über in düsteren Experimental-Sound, näherte sich dem Doom, wich Gothic aus, hielt eine eigene Spur, sie führt zu uns. Düster? Wird es nicht. Allein weil sie eine solche Frage stellt  -  Woher kommt die Gewalt und die Lust an ihr?  -  und eine Antwort sucht, schon deshalb klart es auf. Als falle ein Lichtstrahl auf einen Kulturbetrieb, der sich entschieden Anti-AfD gibt, dies aber  -  siehe „Erklärung der Vielen“, wir haben da nicht unterschrieben  -   dies aber nur pathetisch proklamiert, anstatt es künstlerisch zu formen. Gegen Rechts hilft keine Erklärung, wohl aber Empfindung, lat. Ästhetik.

Leise, stark, ein demokratischer Moment

597 Bochumer Namen: Prolog für die Beschlüsse im Rat

2020-02-08T18:54:45+01:00

Der Rat hat heute die Namen der 597 Bochumer, die von hier aus in den Tod deportiert wurden, gelesen und gehört. In konzentrierter Ruhe. So begann die Sitzung, in der es um Entlastungstarife, Fallpauschalen und Wettbewerbsverfahren ging. Was so ein Prolog  -  597 Bochumer Namen, darunter Familien mit vier Mitgliedern, mit fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf … anschließend Bebauungspläne  - was so ein Prolog bedeutet: Verlässlichkeit. Die Bereitschaft, eigenes Tun und Entscheiden zu verantworten. Nicht „vor der Geschichte“, das kann niemand, sondern vor sich selbst. Das heute im Bochumer Rat war leise, war stark, ein demokratischer Moment. Demokratie tut sich seit jeher schwer damit, zivilreligiöse Momente aus sich selber heraus freizusetzen, dies war einer.

Wir haben uns selber deportiert

Der Rat der Stadt liest die Namen der Bürger, die von Bochum aus in den Tod geschickt worden sind

2020-02-03T15:21:06+01:00

597 Namen. Es sind die Namen von Bochumer Bürgern, 318 Frauen und 279 Männer, darunter 74 Kinder und Jugendliche.* Sie wurden, weil sie jüdische Bochumer waren, zwischen 1942 und 1944 aus Bochum verschleppt und in den Ghettos und Lagern der Nazis ermordet  –  in Auschwitz, Bergen-Belsen und Buchenwald, in Chelmo, Dachau und Lodz, in Majdanek, Mauthausen und Minsk, in Riga, Sobibor und Zamosc. 75 Jahre nach der Befreiung der Lager erinnert der Rat der Stadt an das, was Bochumer Bürgern von Bochumer Bürgern angetan worden ist: Die kommende Ratssitzung, teilte die Stadt jetzt mit, werde damit eröffnet, dass der Rat die 597 Namen der ermordeten Bürger Bochums liest und hört. An dem Ort, der Bochums Bürgerschaft heute repräsentiert. Wir hatten eine solche Lesung im vergangenen Jahr vorgeschlagen, als die Namen Weiterlesen  […]

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