Kämpft seit über 40 Jahren für Menschenrechte im Iran: Khadijeh Moghaddam (60), Frauenrechtlerin, mit dem Bochumer Menschenrechtspreis 2011

Ayla Wessel | Kulturagentüer

“Nach dem Bericht der ‘Journalisten ohne Grenzen’ hat der Iran die höchste Zahl an Journalisten, die inhaftiert sind. Aus dieser Sicht steht Iran einmal an erster Stelle.” Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin, hat am Sonntag in der Christuskirche vor 500 Zuhörern über die “massive Zensur im Iran” gesprochen, über Staatsmedien, ein “merkwürdiges” Pressegesetz und die Manipulation der öffentlichen Meinung.

Es war eine pragmatische Rede, auch sonntags sind Menschenrechte nichts für Sonntagsreden:

“Wir möchten Sie, die freien Menschen in Europa, ansprechen. Sie glauben ja an Menschenrechte. Sie dürfen nicht erlauben, dass Unternehmen Geschäfte mit Iran treiben, die zu mehr Unterdrückung der Menschen führen.”

Hier die Rede von Shirin Ebadi. Und hier die Rede von Khadijeh Moghaddam, die den Bochumer Menschenrechtspreis entgegen nahm: “Dieser Preis gehört den Müttern”.

 

"Dieser Preis gehört den Müttern": Khadijeh Moghaddam und Shirin Ebadi

Ayla Wessel | Kulturagentüer

Iran-Freedom, eine Bochumer Initiative  –  Bochum hat eine starke exil-iranische Szene –  hatte am Sonntag gemeinsam mit Amnesty International zum “Iranischen Abend” geladen. Wolfgang Grenz, Generalsekretär von AI Deutschland, gab eine erste Zwischenbilanz zu den Umbrüchen in der arabischen Welt aus menschenrechtlichter Perspektive. Und Omid Pouryousefi, ein Freund dieses Hauses, stellte sein Buch vor: “Hoffnung gewinnt”.

in der WAZ hat Daniel Hadrys über den Abend berichtet: 2011-12-20 waz bo