Die zwei Seiten einer Mauer

"Mauergeschichten" | Ausstellung

Sei­ja Ulku­nie­mi ©

Neu­lich wie­der, Tages­schau: Die Ber­li­ner Mau­er im sel­ben Atem­zug genannt wie die Gren­ze zwi­schen Isra­el und dem West­jor­dan­land. Als sei es das­sel­be, ob ein Flücht­ling kommt oder ein Ter­ro­rist. Ob jemand die Frei­heit sucht, um sie zu genie­ßen, oder einen Schul­bus, den er in die Luft jagen will. Ob jemand einen Club auf­sucht, um zu tan­zen oder um alle, die tan­zen, zu ermor­den. Eben dies war das Pro­gramm der „Zwei­ten Inti­fa­da“: Ter­ror gegen Zivi­lis­ten. In Zah­len: 143 Selbst­mord­an­schlä­ge, 513 Israe­lis ermor­det, 3.380 ver­letzt. Allein im Jahr 2002 gab es 26 Selbst­mord-Atten­ta­te, wur­den 203 Israe­lis ermor­det und 1.215 ver­letzt; auf die Bevöl­ke­rung der Bun­des­re­pu­blik umge­rech­net, ent­sprä­che dies 1 929 Ter­ror-Mor­den und 11.500 Ver­letz­ten in 1 Jahr. In eben die­sem Jahr begann Isra­el mit dem Bau einer Sperr­an­la­ge, seit­dem ging die Zahl der Selbst­mord-Atten­ta­te peu à peu zurück. Die­se Gren­ze hat Sinn, sie ret­tet Leben, die Grenz­an­la­gen der DDR haben getö­tet. Das ist ein Unter­schied, wie er grö­ßer nicht denk­bar ist.


MAUERGESCHICHTEN | Fotos von Sei­ja Ulku­nie­mi 

» alle Infos hier auf unse­rer Sei­te (hier kli­cken)

Eröff­nung 30. August 2019 | Chris­tus­kir­che Bochum | 20 Uhr
» Sei­ja Ulku­nie­mi wird zur Eröff­nung der Aus­stel­lung per­sön­lich anwe­send sein.

Aus­stel­lung im Schle­gel-Haus (gegen­über der Chris­tus­kir­che)
» 31. August — 15. Sep­tem­ber 2019
» Mo-Fr 15–20 Uhr
» Sa & So 12–18 Uhr
» Ein­tritt 3,- €