“Freiheitsrechte, die für alle gelten”

Festival für die Freiheit der Kunst | Fotos

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismus-Beauftragte des Landes NRW, beim Festival für die Freiheit der Kunst | (c) Sabine Hahnefeld

Seit 70 Jahren gelten die Freiheitsrechte des Grundgesetzes, “es sind keine deutschen Grundrechte”, sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger heute Abend beim Festival für die Freiheit der Kunst: “Es sind Freiheitsrechte, die für alle gelten.” Auch  –  und es ist komplett irritierend, dass man dies eigens dazu schreiben muss  –  auch für Juden. Hier die Foto-Galerie des Abends für die Freiheit aller ua mit Volker Beck, Dietmar Köster und dem Pianisten Vladimir Mogolevsky. 

2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. NRW-ANTISEMITISMUSBEAUFTRAGTE KRITISIERT BDS-KAMPAGNE

    Bochum (epd). Die nordrhein-westfälische Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die israelkritische BDS-Bewegung kritisiert, zugleich aber zur Differenzierung aufgerufen. Die Kampagne überschreite Grenzen, wenn sie zum Boykott Israels aufrufe und das Existenzrecht des Staates Israel infrage stelle, sagte die frühere Bundesjustizministerin (FDP) am 15. September in Bochum. Nicht jeder BDS-Sympathisant sei aber ein Antisemit.

    Die BDS-Bewegung fordert eine Ende der Besetzung palästinensischer Gebiete und ruft zum Boykott israelischer Waren und Dienstleistungen auf. Der Bundestag hatte die Argumentationsmuster und Methoden der Bewegung im Mai als antisemitisch bezeichnet. Auch Leutheusser-Schnarrenberger erklärte, der BDS wolle keine politische Diskussion über Israel führen, sondern den jüdischen Staat gefährden.

    Lob für Jüdische Kultur-Initiative

    Die FDP-Politikerin sprach in der Bochumer Christuskirche bei einem Benefiz-Festival der neuen “Jüdischen Kultur-Initiative”. Sie lobte, die Initiative setze sich mit ihrem Engagement ausdrücklich für die künstlerische Freiheit jüdischer Künstler in Deutschland ein. Die Aktion sei aus der Mitte der Gesellschaft entstanden, zeige eine klare Haltung und setze auf Begegnung der Menschen.

    Der Europaabgeordnete Dietmar Köster (SPD) beklagte, dass der Antisemitismus in zahlreichen europäischen Ländern zugenommen habe, und kritisierte ebenfalls die BDS-Kampagne. Die Bezeichnung Israels als Apartheid-Staat passe nicht zur realen Situation in dem Land, sagte Köster.

  2. Guten Morgen, wir sind alle beeindruckt vom Festival. Gestern saßen wir nach dem Festival noch mit allen Künstler*innen zusammen. Alle schätzten die gute Organisation und das familiäre. Alle wollen miteinander in so einem Rahmen weiter machen. Das war sehr schön zu hören. Und wir werden weiter machen.

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