Chelsea Wolfe (c)

Stammt aus Kalifornien, sonnig ist ihre Musik nicht. War früher eher Neo-Folk mit rohem Vintage-Flair, ging über in düsteren Experimental-Sound, näherte sich dem Doom, wich Gothic aus, hielt eine eigene Spur, sie führt zu uns. Düster? Wird es nicht. Allein weil sie eine solche Frage stellt  –  Woher kommt die Gewalt und die Lust an ihr?  –  und eine Antwort sucht, schon deshalb klart es auf. Als falle ein Lichtstrahl auf einen Kulturbetrieb, der sich entschieden Anti-AfD gibt, dies aber  –  siehe „Erklärung der Vielen“, wir haben da nicht unterschrieben  –   dies aber nur pathetisch proklamiert, anstatt es künstlerisch zu formen. Gegen Rechts hilft keine Erklärung, wohl aber Empfindung, lat. Ästhetik.