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Chorwerk Ruhr | Bachs Erinnerungen v-e-r-l-e-g-t-

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CHORWERK RUHR

zählt zu den bedeutendsten Kammerchören in Deutschland. Das 1999 gegründete Vokalensemble entwickelte sich zu einer festen Säule der Vokalkunst im deutschsprachigen Raum. Die außerordentliche Qualität des Chores ist es den speziellen Anforderungen solistischer Besetzungen ebenso gerecht zu werden wie perfekte Verschmelzung des Ensembles im Chorklang. Seit der Gründung fanden Konzerte mit Musik aus allen Epochen bis zur Gegenwart statt in Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Frieder Bernius, Sylvain Cambreling, Reinhard Goebel, Robin Gritton, Rupert Huber, Susanna Mälkki, Kent Nagano, Peter Neumann, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Marcus Stenz, Bruno Weil und Hans Zender. Im November 2011 hat der mehrfach ausgezeichnete Dirigent Florian Helgath die Künstlerische Leitung übernommen. Er sieht einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, neue Chormusik in Bezug auf traditionelle Musikformen zu beleuchten und somit für den Zuhörer vor dem Hintergrund der reichen Musikgeschichte neu wirken zu lassen. CHORWERK RUHR hat er als eines der künstlerischen Markenzeichen der Metropolregion Ruhr und als einer der Spitzenchöre Deutschlands etabliert. Konzerte mit renommierten Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, Ensemble Resonanz, l’arte dell mondo, dem Ensemble Musikfabrik, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, dem Ensemble Modern, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Häufige Aufnahmen durch WDR und DLF und Teilnahme an nationalen sowie internationalen Musikfestivals spiegeln. CHORWERK RUHR ist ein Teil der Kultur Ruhr GmbH, kooperiert regelmäßig und in je besonderer Form mit der Ruhrtriennale und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Landes Nordrhein-Westfalen.[/fusion_text][/fusion_builder_column][fusion_builder_column type="1_6" layout="1_1" background_position="left top" background_color="" border_size="" border_color="" border_style="solid" border_position="all" spacing="yes" background_image="" background_repeat="no-repeat" padding_top="" padding_right="" padding_bottom="" padding_left="" margin_top="0px" margin_bottom="0px" class="" id="" animation_type="" animation_speed="0.3" animation_direction="left" hide_on_mobile="small-visibility,medium-visibility,large-visibility" center_content="no" last="no" min_height="" hover_type="none" link=""][/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]
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Chorwerk Ruhr | Verlust und Glaube | Konzert zum Totensonntag

Kein Automatismus. Der Titel des Konzerts folgt keiner Wenn-Dann-Logik, als sei der Tod eines geliebten Menschen der Ampelstart des Glaubens. Als könne Glauben gegen Trauer helfen wie Aspirin gegen Schmerz. Wenn ein Mensch, der geliebt wird, stirbt, und wenn die Liebe, die ihm gilt, durchs Leben irrt und keinen Ort findet, an dem sie sich niederlassen könnte, weil überall bereits wer anders sitzt, der Tod, die Leere, der Verlust, wenn es so ist, dann ist Glaube ein Aufschreien, kein Einstimmen. Der Tod, sagt der Glaube, ist ein Skandal. Dabei kommt nichts so natürlich daher und so alltäglich wie der Tod, der große Gleichmacher. Ihn als Skandal zu denunzieren, wie es die Bibel tut, die große Gleichmacherei nicht als selbstverständlich hinzunehmen, diese Sicht auf den Tod gibt der Glaube frei, er widerspricht. Wer glaubt, will nicht zum Mitläufer werden im Kreislauf der Natur, sondern hofft darauf, einmal auszubrechen aus ihm. Und hält sich dabei an den Einzelnen, den Ungleichen. Den Menschen, der im liebenden Blick unverwechselbar erschien und einzigartig. Und der im trauernden Blick, dem Blick zurück, einzigartig erscheint und unverwechselbar. Trauer diskreditiert die Idee, dass sich die Individualität eines Menschen in einem Meer unsterblicher Seelen auflösen könne wie Salz in einer Lake. Sie hofft nicht auf das, was werden könnte, sondern hält sich an das, was war: Wollte Gott, ich wäre für dich gestorben! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
KONZERT ZUM TOTENSONNTAG Chorwerk Ruhr mit einem a-cappella-Programm, darin drei Hauptwerke: ERIC WHITACRE, neo-impressionistischer US-Amerikaner, reagiert mit seinem „When David heard“ auf eine erschütternde Trauererfahrung, den Unfalltod des 19jährigen Sohnes seines Chorleiters. Whitacres Werk, ein großer Klagegesang, sucht die Balance zwischen Aufschrei und Stille. Auf den Text, der von Davids Trauer erzählt, gehen auch die geistlichen Madrigale der beiden frühbarocken englischen Komponisten THOMAS WEELKES und THOMAS TOMKINS zurück. In der Komposition dieses Programms machen ihre Werke hörbar, wie sich ein Gefühl, das sich gegen den Tod auflehnt, durch die Jahrhunderte hindurch entwickelt hat: Trauer ist keine natürliche Reaktion, sondern ein menschheitliches Empfinden, es ist das Urgefühl von Solidarität, das uns durch die Jahrhunderte hindurch verbindet. FRANCIOS POULENC wiederum hat, indem er seine komplexe „Messe in G-Dur“ komponierte, gegen den Tod rebelliert und zugleich Trost gefunden im Glauben. Auch er, Neoklassizist, hat eine Antwort gesucht auf ein brutales Faktum  -  ein Freund war den Unfalltod gestorben. Anders Poulencs vierteilige A-cappella-Kantate „Un soir de neige“ aus dem Jahr 1944: Die auf den ersten Blick „weltliche Kantate“ erschließt die Einsamkeit des Todes in poetischen Bildern, in Bildern des Winters, die der surrealistische Dichter Paul Èluard erschaffen hat.
PROGRAMM FRANCIS POULENC | 1899-1963 Un Soir de neige (1944) 1. De grande cuillers de neige ... 2. La bonne neige ... 3. Bois meurtri ... 4. La nuit le froid la solitude ... HERBERT HOWELLS | 1892-1983 Requiem Salvator mundi Psalm 23 Requiem aeternam (I) Psalm 121 Requiem aeternam (II) Pause THOMAS WEELKES | 1576-1623 When David heard THOMAS TOMLINS | 1572-1656 When David heard ERIC WHITACRE | *1970 When David heard FRANCIS POULENC | 1899-1963 Messe en sol majeur _ Kyrie _ Gloria _ Sanctus _ Benedictus _ Agnus Dei _ _ _ CHORWERK RUHR | Dirigent » Sonntag | 24.11.2019 | 17 Uhr » Einlass 16:15 Uhr » VVK 22 € zzgl. Gebühren » 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre | 1/2 Preis bei Vorlage des Bochum-Passes » Tickets in allen VVk-Stellen bundesweit oder Eine CHORWERK RUHR Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro der Stadt Bochum
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Chorwerk Ruhr & Jazz

Vielleicht waren es nur Sekunden, vielleicht Stunden, eine gefühlte Ewigkeit: Chorwerk Ruhr hatte den letzten Ton von gesungen oder genauer: hatte ihn ausgeatmet und die Christuskirche mit einer derart tröstlichen Stille erfüllt, dass sie da lag wie Schneewittchen im Sarg, und dann ... kein Applaus, keine Bewegung keiner Hand, nur diese intensive Stille. Und aus ihr heraus ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit, die niemandem galt und sich an keinen wandte, die einfach da war . So war es im April des letzten Jahres, als Chorwerk Ruhr sein Konzert beschloss, das Konzert jetzt schließt daran an: Florian Helgath folgt dem „Sound of Silence“, es begegnen sich Madrigal und Jazz, Renaissance und Gegenwart, das Ungesagte und Unhörbare. Alle , und hier ein Interview mit Marc Schmolling: Interview mit Marc Schmolling Koeritz | „Der Titel „The Sound of Silence“ verweist ja auf Simon und Garfunkels berühmte Ballade. Nimmst du direkt darauf Bezug?“ Schmolling | „Ich habe mir aus dem Text ein paar Schlüsselwörte herausgepickt als Grundlage für eine freie, geräuschhafte Improvisation. Es geht um eine sehr perkussive Deklamation des Textes, ohne dass man den Text selber noch verstehen wird. Der Text ist „nur“ eine Art Sprungbrett zur Improvisation.“ „An sich ist das Konzert-Motto ja ein Paradoxon, „klingende Stille“. Wie fasst du als Musiker diesen Gedanken auf?“ „Für mich ist der Begriff der Stille in der Musik immer wichtiger geworden, gerade auch als Komponist und improvisierender Künstler und zwar in Bezug auf das, was zwischen den Tönen passiert, den „space“, also den Raum zwischen den Tönen, große oder kleine Pausen, die nicht so wirken würden, wenn vorher und nachher nichts wäre. Die Japaner nennen diesen Raum zwischen den Dingen „Ma“. Ich habe zuletzt in meinen Projekten oft mit dieser Reduktion gearbeitet, nicht mehr zu spielen als nötig ist, auch abzuwarten, was passiert, wenn man nichts spielt, genau zuzuhören. Insofern ist Stille in der Musik kein Paradoxon, sondern ist ein Teil des Klanges für mich und derart Ausgangspunkt für dieses Projekt mit CHORWERK RUHR.“ „Kernstück des Konzertes in diesem Sinne ist sicherlich das Stück „Ticho“ tschechisch für „Stille“, das du 2014 bereits auf einem Album aufgenommen hast. Es hat einen ganz minimalistischen Ansatz, ohne Text, meist nur auf dem Vokal „a“ gesungen mit diesen stehenden Dissonanzklängen und eben den Pausen.“ „Dieses Stück war quasi plötzlich da. Ich hatte meine Hände auf den Tasten und ich bin einfach in diese Fermaten, in diese Klänge hineingegangen. Es stimmt, es sind Dissonanzen, aber doch mit einer sich reibenden Wärme und einer Sanftheit, und ich habe es immer schon sehr vokal gehört.“ „Durch das Vokale kommt ja oft eine andere Ebene in den Klang von Dissonanzen hinein.“ „Ja, die Idee ist im ersten Teil eher eine Ruhe und Sanftheit. Ab einem gewissen Punkt gibt es in diesem Stück dann einfach eine lange Pause, ein „tacet“, das nur durch dasjenige wirkt, was vorher da war. Als quasi etwas unerwarteter Abklang kommt plötzlich das Anfangsmotiv eine Oktave höher tatsächlich aus der Stille heraus als Schrei, wie ein Wachrütteln vielleicht, und doch verstärkt es umgekehrt wieder nur die Stille, die davor war.“ „Es sind „lediglich“ zwei Textvertonungen bei deinen Stücken dabei. Du benutzt Georg Trakls Gedicht „Schweigen“ und das Gedicht deiner Mutter Inka Machulková mit dem Titel „Little gardens“. Wie kam es zu dieser Textwahl?“ „Oft arbeite ich hier eher abstrakt, also ohne konkrete Texte. Der Text meiner Mutter stammt noch aus ihrer Zeit in Prag, bevor sie durch den Prager Frühling die Stadt verlassen musste. Diesen Text drückte mir meine Muter vor etlichen Jahren konkret in die Hand mit dem Vermerk: „Marc, if you like it, make music with it“. Und das Gedicht „Schweigen“ von Trakl ist einfach ein starkes Stimmungsbild, in der Knappheit dieser wenigen Zeilen, die doch soviel Raum lassen.“ „Die Trakl-Vertonung ist ja in gewisser Weise „klassisch“ komponiert, der Text deiner Mutter ist, auch gerade vom Klavier ausgehend, sehr jazzig umgesetzt.“ „Ja, das ist tatsächlich das jazzigste Stück des Abends, auch in gewisser Weise ein traditionelleres Stück. Meine Mutter war sehr beeinflusst von den Beatnik-Poeten. Ich habe mir gar nicht so bewusst überlegt, dass das jetzt Jazz sein muss. Es lag in der Natur der Sache.“ „Du hast bei diesem Projekt mit einem nicht jazz-orientierten Chor wie CHORWERK RUHR zusammengearbeitet. Welche Rolle spielt dabei die Improvisation?“ „Es ging mir ganz bewusst nicht darum, diesen Chor zu einem Jazz-Chor zu machen. Ich selber bin mittlerweile vom traditionellen Jazz sehr weit weg. Ich bewege mich seit Jahrzehnten eigentlich schon im Feld der freien Improvisation. Ich sehe mich auch mehr als Komponist denn als Jazzmusiker in diesem Sinne. Und ich bin schon sehr lange mit dem Schreiben von Vokalmusik beschäftigt. Ich wollte das wahnsinnig gerne mit einem Chor probieren, der auch die Offenheit mitbringt, in diese Welt einzutauchen. Die Idee war ferner, die Barriere zwischen Chor und Instrumentalisten gerade beim Improvisieren vielleicht auch durch die Aufstellung quasi aufzulösen.“
CHORWERK RUHR | MARC SCHMOLLING ENSEMBLE “The Sound Of Silence” Trompete: TOM ARTHURS Saxophon: CHRISTIAN WEIDNER Violine: BILINA VOUTCHKOVA Klavier: MARC SCHMOLLING Kontrabass: ANTONIO BORGHINI CHORWERK RUHR Dirigent: FLORIAN HELGATH » Sonntag 17. Februar 2019 | 17:00 Uhr » Einlass 16:00 h » Einführung 16:30 h » Tickets 22 / 11 € » Ermäßigung gilt für alle bis 25 Jahre » Tickets können Sie Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro Bochum.  
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Chorwerk Ruhr | „The Sound of Silence“

Eine Stimme verschwebenden Schweigens. In dieser Stimme, , begegne Gott. Nicht im Donner, nicht im Blitz, in keinem Feuer, keinem Sturm: Biblisch besehen steht einer wie Zeus als Zauberer da, ein Krachmacher, der nach Dezibel giert (allein das Wort Dezibel klingt so, als handele es sich um einen vorzeitlichen Fruchtbarkeitsgott). In der Bibel wird es zwar auch ab und an laut, die Naturgewalten aber werden, sobald es um Gott geht, auf Null gedimmt: die vier Elemente verstummt, die Extreme beruhigt, der Wolf liegt neben dem Schaf. Niemand brüllt herrisch, kein verzweifeltes Klagen, keine bedrängte Kreatur. Und was dann, wenn es einmal dahin käme, dass keine Kreatur länger seufzt, was dann erklingen könnte, es könnte klingen, wie die Stille klingt. Womöglich hängt der Himmel auf Erden gar nicht voller Geigen und wird auch nicht von Heerscharen besungen, sondern es könnte, hört man der Bibel zu, eine sabbathischer Ruhe sein. Könnte sein wie das Ruhen Gottes nach all den fruchtbarkeitsfrommen Dezibeln. Der Klang, der zu sich selber kommt, verschwebt im Schweigen. Höher also  -  das sollte mit diesem Intro deutlich werden  -  höher lässt sich der Anspruch nicht schrauben, den stellt. An sich selber, an uns, an den Glauben an das, was menschliche Stimmen können. Die göttliche Stille zum Klingen bringen? Die Idee dieses Konzerts: Es sucht die Stille zwischen den Extremen, nicht an den Rändern, sondern in der Begegnung, und das heißt hier zunächst und sehr konkret: Die Welt des Madrigals begegnet dem Jazz. Das Madrigal ist eine Vokalform der Renaissance, eine empfindsame. Der Jazz, wie Marc Schmolling und sein Ensemble ihn spielt, ist gegenwärtig. Texte leiten, sie stammen von Inka Machulkova und Georg Trakl, es geht um „Ticho“, tschechisch für „Stille“: Instrumentales, Klangschichtungen, Textdeklamation und Vokalisen treffen auf tradierten Chorgesang, Frühbarockes auf Zeitgenössisches, Komponiertes auf Improvisiertes. Und jetzt ein wenig in die Details: Die Welt der Madrigale wurde von den drei Hauptvertretern des italienischen Frühbarocks  -  Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo, Luca Marenzio  -  eingerichtet, sie haben die Kompositionsregeln ihrer Zeit bewusst zugunsten des Textausdruckes verletzt. Sprache wird hier zur „Herrin“ der Musik. Und kann richtiggehend weh tun, wenn etwa Monteverdi in „Cruda Amarilli“ die Dissonanzen des Liebesschmerzes nicht mehr auflöst, sondern sie gegen alle Regeln seiner Kunst stehen lässt. Der Liebesschmerz findet im späten Madrigal seinen besonders intensiven und individuellen Ausdruck gerade auch in der modern klingenden Harmonik eines Gesualdo: In dessen „Io tacerò“ wird das trotzig behauptete Schweigen von den Tränen und dem Klang des Seufzens verdrängt. Das ist das eine, das andere sind der Tod und der Traum, die Motive der Stille. In Monteverdis „Cruda Amarilli“ stirbt der Klagende am Ende schweigend. In „Tränen des Geliebten am Grabe seiner Geliebten“, ebenfalls von Monteverdi komponiert, ist der in die Stille geführte Klang das erschreckende Zentrum des Werkes ebenso wie die Pausensetzungen beim Betrachten des Grabes, die Totenstille. Wenn der Mensch schweigt, hört er die Stille, die zur Natur werden kann, wunderbar lautmalerisch ist dies in Monteverdis „Ecco mormolar l’onde“ dargestellt, ebenso wie andererseits der Madrigalist Marenzio mit dem nachklingenden Echo, dem Nachlauschen in die Stille hinein, in „O tu che fra le selve occulta vivi“ einen beredten Dialog des Menschen mit seinem eigenen Schweigen erzeugt ... Hello silence  -  um „The Sound of Silence“, den Song von Simon & Garfunkel, den jedermensch kennt, einmal leicht abzuwandeln  -  „hello silence, my friend, I come to talk to you again ….“
CHORWERK RUHR | MARC SCHMOLLING ENSEMBLE “The Sound Of Silence” Trompete: TOM ARTHURS Saxophon: CHRISTIAN WEIDNER Violine: BILINA VOUTCHKOVA Klavier: MARC SCHMOLLING Kontrabass: ANTONIO BORGHINI CHORWERK RUHR Dirigent: FLORIAN HELGATH >> Sonntag 17. Februar 2019 | 17:00 Uhr >> Einlass 16:00 h >> Einführung 16:30 h >> Tickets 22 / 11 € >> Ermäßigung gilt für alle bis 25 Jahre >> Tickets können Sie Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro Bochum.   
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Chorwerk Ruhr | „The Sound of Silence“

Eine Stimme verschwebenden Schweigens. In dieser Stimme, , begegne Gott. Nicht im Donner, nicht im Blitz, in keinem Feuer, keinem Sturm: Biblisch besehen steht einer wie Zeus als Zauberer da, ein Krachmacher, der nach Dezibel giert (allein das Wort Dezibel klingt so, als handele es sich um einen vorzeitlichen Fruchtbarkeitsgott). In der Bibel wird es zwar auch ab und an laut, die Naturgewalten aber werden, sobald es um Gott geht, auf Null gedimmt: die vier Elemente verstummt, die Extreme beruhigt, der Wolf liegt neben dem Schaf. Niemand brüllt herrisch, kein verzweifeltes Klagen, keine bedrängte Kreatur. Und was dann, wenn es einmal dahin käme, dass keine Kreatur länger seufzt, was dann erklingen könnte, es könnte klingen, wie die Stille klingt. Womöglich hängt der Himmel auf Erden gar nicht voller Geigen und wird auch nicht von Heerscharen besungen, sondern es könnte, hört man der Bibel zu, eine sabbathischer Ruhe sein. Könnte sein wie das Ruhen Gottes nach all den fruchtbarkeitsfrommen Dezibeln. Der Klang, der zu sich selber kommt, verschwebt im Schweigen. Höher also  -  das sollte mit diesem Intro deutlich werden  -  höher lässt sich der Anspruch nicht schrauben, den stellt. An sich selber, an uns, an den Glauben an das, was menschliche Stimmen können. Die göttliche Stille zum Klingen bringen? Die Idee dieses Konzerts: Es sucht die Stille zwischen den Extremen, nicht an den Rändern, sondern in der Begegnung, und das heißt hier zunächst und sehr konkret: Die Welt des Madrigals begegnet dem Jazz. Das Madrigal ist eine Vokalform der Renaissance, eine empfindsame. Der Jazz, wie Marc Schmolling und sein Ensemble ihn spielt, ist gegenwärtig. Texte leiten, sie stammen von Inka Machulkova und Georg Trakl, es geht um „Ticho“, tschechisch für „Stille“: Instrumentales, Klangschichtungen, Textdeklamation und Vokalisen treffen auf tradierten Chorgesang, Frühbarockes auf Zeitgenössisches, Komponiertes auf Improvisiertes. Und jetzt ein wenig in die Details: Die Welt der Madrigale wurde von den drei Hauptvertretern des italienischen Frühbarocks  -  Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo, Luca Marenzio  -  eingerichtet, sie haben die Kompositionsregeln ihrer Zeit bewusst zugunsten des Textausdruckes verletzt. Sprache wird hier zur „Herrin“ der Musik. Und kann richtiggehend weh tun, wenn etwa Monteverdi in „Cruda Amarilli“ die Dissonanzen des Liebesschmerzes nicht mehr auflöst, sondern sie gegen alle Regeln seiner Kunst stehen lässt. Der Liebesschmerz findet im späten Madrigal seinen besonders intensiven und individuellen Ausdruck gerade auch in der modern klingenden Harmonik eines Gesualdo: In dessen „Io tacerò“ wird das trotzig behauptete Schweigen von den Tränen und dem Klang des Seufzens verdrängt. Das ist das eine, das andere sind der Tod und der Traum, die Motive der Stille. In Monteverdis „Cruda Amarilli“ stirbt der Klagende am Ende schweigend. In „Tränen des Geliebten am Grabe seiner Geliebten“, ebenfalls von Monteverdi komponiert, ist der in die Stille geführte Klang das erschreckende Zentrum des Werkes ebenso wie die Pausensetzungen beim Betrachten des Grabes, die Totenstille. Wenn der Mensch schweigt, hört er die Stille, die zur Natur werden kann, wunderbar lautmalerisch ist dies in Monteverdis „Ecco mormolar l’onde“ dargestellt, ebenso wie andererseits der Madrigalist Marenzio mit dem nachklingenden Echo, dem Nachlauschen in die Stille hinein, in „O tu che fra le selve occulta vivi“ einen beredten Dialog des Menschen mit seinem eigenen Schweigen erzeugt ... Hello silence  -  um „The Sound of Silence“, den Song von Simon & Garfunkel, den jedermensch kennt, einmal leicht abzuwandeln  -  „hello silence, my friend, I come to talk to you again ….“
CHORWERK RUHR | MARC SCHMOLLING ENSEMBLE “The Sound Of Silence” Trompete: TOM ARTHURS Saxophon: CHRISTIAN WEIDNER Violine: BILINA VOUTCHKOVA Klavier: MARC SCHMOLLING Kontrabass: ANTONIO BORGHINI CHORWERK RUHR Dirigent: FLORIAN HELGATH >> Sonntag 17. Februar 2019 | 17:00 Uhr >> Einlass 16:00 h >> Einführung 16:30 h >> Tickets 22 / 11 € >> Ermäßigung gilt für alle bis 25 Jahre >> Tickets können Sie Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro Bochum.   
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Chorwerk Ruhr

Was andere schrieben: "Imposant und stimmgewaltig" sei dieser Chor, "wunderschön und betörend", "wie ein Lottogewinn" sei er und "eine Sensation", sei "erstklassig" und "grandios" und "präzise ausbalanciert" und sei bei alledem "extrem anspruchsvoll", sei "klar und homogen, präzise und feinnervig, stilbewusst und differenziert", sei "an Präzision, Intonation und schönen Stimmen auch bei schwierigsten Stücken kaum zu übertreffen", sei einfach "Weltklasse" und "singulär: Solch eine Denk- und Klanglandschaft sucht in ihrer kontemplativen Kraft ihresgleichen". Weiter? Weiter: CHORWERK RUHR biete eine "schlichtweg fabelhafte Klangkultur", "erlesene Fähigkeiten" und "unglaubliche Dynamik", "beeindruckende Präsenz" und "schwebende Leichtigkeit", "höchste Sangeskunst" und eine "geradezu vollkommene Tonreinheit und Brillanz", dazu eine "selten zu erlebende Intensität", einen "schwerelosen, flexiblen, stets homogenen Klang, plastische Diktion und lupenreine Intonation", summa summarum also "glänzende Solisten, die sich zu einer Weltklasse-Einheit fügen". Und ja, es geht noch weiter, es geht höher: "Hier sind irdische und spirituelle Konzentration zu sich selbst gekommen. In höchster denkbarer Verdichtung." Geht noch höher, es geht "lächelnd zum Gipfelkreuz: So musiziert das Elite-Ensemble unter Florian Helgath, das kaum Grenzen zu kennen scheint." Noch höher? "Einmal Himmel und zurück". Abflug: 18. November 17 Uhr. Terminal: Christuskirche Bochum. Tickets: . Erstmal aber: Einmal Ungarn und zurück, Ungarn a capella: Die Namen, die im neuesten CWR-Programm auftauchen, sind einerseits bekannt: Franz Liszt, Béla Bartok und György Ligeti zählen zum Repertoire aller großen Chöre, auch die Namen von Jósef Karai und Zoltán Kodály tauchen ab und an auf den Programmzetteln auf, aber Péter Zombola? Márton Levente Horváth? Levente Gyöngyösi oder Barna Szabo? Es sind die Namen von vier Komponisten, die alle Mitte 30 bis Anfang 40 sind und aus einer überreichen Tradition schöpfen  -  und eben darauf gründet die Idee dieses Konzerts: Das Programm stellt Vergangenheit und Gegenwart nicht gegenüber, sondern  -  und dies gilt als eine der vorzüglichsten Qualitäten von Chorwerk Ruhr  -  verbindet sie miteinander. Man hört und staunt: Geistliche Werke begegnen der ungarischen Volksmusik, der barocke Klang des Cembalos dem „Hungarian Rock“, der wiederum in einer typisch ungarischen Liedweise endet … Es wird eine Reise, ja, aber sie führt nicht auf gerader Strecke von Station zu Station zum Ziel, sondern in einen Hörraum hinein, der in alle Richtungen verweist. Dass die Christuskirche als Hörraum für Chormusik die Voraussetzungen bietet, die ein Weltklasse-Chor braucht, hat sich längstens bewiesen: Chorwerk Ruhr und Christuskirche kooperieren seit 15 Jahren zusammen, der Kirchenraum trägt die „fabelhafte Klangkultur“ des Chors über sich hinaus. Nach Ungarn und wieder zurück.

CHORWERK RUHR | Balladen und andere Geschichten

CEMBALO und ORGEL: Christian Rieger CHORWERK RUHR DIRIGENT: Zoltán Pad » Sonntag 18. November | 17 Uhr » Einlass 16:15 Uhr » VVK 22 € zzgl. Gebühren | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre » Tickets in allen VVK-Stellen bundesweit >> hier Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro Bochum.         
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Chorwerk Ruhr | Balladen und andere Geschichten

Himmel, Europa hören! Es ist ein , gefüllt mit Erzählen und Erfahren, Klängen und Klagen, Geschichten und Balladen. Sich abschotten hieße, die Welt als Heimatmuseum einzurichten, die Gedankenwelt so groß wie jede Kleinstadt. Aber auch das ist alles schon so oft gesagt, am Ende geht es nie ums Einsehen, sondern ums Einhören, um das Einfühlen. Beispiel: Ungarn. Weiß jeder sofort, was davon zu halten sei, Grenzzäune, üble Kampagnen, Viktor Orban usw. Und jetzt: Ungarn a capella, ungarische Chormusik. Ganz andere Stimmen, die da herüber wehen, eine Welt tut sich auf: Der Abend ist dreiteilig angelegt, zu Beginn erklingen geistliche Werke vorwiegend jüngerer zeitgenössischer Komponisten aus Ungarn. Eingefügt ist hier dann aber eine Motette des Spätromantikers  -  und gebürtigen Ungarns  -  Franz Liszt: Dessen geistliche Musik ist äußerst vielfältig, das 1860 komponierte, bis zu achtstimmige „Vater unser“ findet sich, dort dann in lateinischer Fassung und leicht verändert, auch in dessen Oratorium „Christus“ wieder. Der instrumentale Mittelteil des Konzertes überrascht mit dem Klang des barocken Cembalos. 1978 schrieb György Ligeti, der wohl bedeutendste ungarische Komponist nach 1945, die Solo-Werke „Hungarian Rock“ und „Passacaglia ungherese“. „Hungarian Rock“, das in Untertitel auch „Chaconne“ heißt, verweist wie die „Passacaglia ungharese“ auf barocke Formtypen, die von ostinaten, wiederkehrenden Elementen im Bass bestimmt sind. Im Stil des Jazzrock findet sich in „Hungarian Rock“ ein 4-taktiger beat-betonter Chorus, der den musikalischen Verlauf hochvirtuos aufpeitscht. Getragen von einem typisch ungarischen „Aksak-Rhythmus“ (9/8tel), endet das Stück in einem langsamen Abgesang, der sich als typisch ungarische Volksliedweise zu erkennen gibt. In der „Passacaglia ungherese“ existiert ebenfalls eine ostinate Schicht. Die Melodie selbst trägt mit ihrer modalen Harmonik und ihren Vorschlagstönen dabei alle typischen Merkmale des Ungarischen. Der vokale weltliche Schlussteil des Konzertes greift mit Zoltán Kodálys Chorwerk „Bilder aus der Matra-Gegend“ (1931) und Bártoks „Vier ungarischen Volksliedern“ (1930) auf das Zentrum ungarischer Chormusik zurück. Dezidiert an echter ungarischer Volksmusik orientiert, lösten diese Komponisten eine regelrechte ungarische Chorbewegung aus, getragen von der pädagogischen Tatkraft Kodálys. Sowohl Bártok als auch Kodály waren Pioniere der musikethnischen Feldforschung und wollten die ungarische Musik vom echten Volkslied aus erneuern. Bártoks Chorsätze zeigen dabei einen Typus der Volksliedverarbeitung, der sowohl dichte polyphone Einarbeitung als auch harsche Dissonanzen zulässt und explizit anspruchsvoll komponiert ist.

CHORWERK RUHR

zählt zu den bedeutendsten Kammerchören in Deutschland. Das 1999 gegründete Vokalensemble entwickelte sich zu einer festen Säule der Vokalkunst im deutschsprachigen Raum. Die außerordentliche Qualität des Chores ist es den speziellen Anforderungen solistischer Besetzungen ebenso gerecht zu werden wie perfekte Verschmelzung des Ensembles im Chorklang. Seit der Gründung fanden Konzerte mit Musik aus allen Epochen bis zur Gegenwart statt in Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Frieder Bernius, Sylvain Cambreling, Reinhard Goebel, Robin Gritton, Rupert Huber, Susanna Mälkki, Kent Nagano, Peter Neumann, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Marcus Stenz, Bruno Weil und Hans Zender. Im November 2011 hat der mehrfach ausgezeichnete Dirigent Florian Helgath die Künstlerische Leitung übernommen. Er sieht einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, neue Chormusik in Bezug auf traditionelle Musikformen zu beleuchten und somit für den Zuhörer vor dem Hintergrund der reichen Musikgeschichte neu wirken zu lassen. CHORWERK RUHR hat er als eines der künstlerischen Markenzeichen der Metropolregion Ruhr und als einer der Spitzenchöre Deutschlands etabliert. Konzerte mit renommierten Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, Ensemble Resonanz, l’arte dell mondo, dem Ensemble Musikfabrik, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, dem Ensemble Modern, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Häufige Aufnahmen durch WDR und DLF und Teilnahme an nationalen sowie internationalen Musikfestivals spiegeln. CHORWERK RUHR ist ein Teil der Kultur Ruhr GmbH, kooperiert regelmäßig und in je besonderer Form mit der Ruhrtriennale und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Landes Nordrhein-Westfalen.

ZOLTÁN PAD – DIRIGENT

studierte Chordirigieren bei Péter Erdei in Budapest. Dank eines DAAD-Stipendiums verbrachte er im Anschluss ein akademisches Jahr in der Klasse von Michael Gläser an der Musikhochschule in München. 2008 leitete er die Chöre der Zentralen Musikakademie in Peking. Zwischen 2009 und 2014 war er Chefdirigent des Debrecen Kodály Chores, . Im Juli 2016 übernahm er bei den Salzburger Festspielen die Einstudierung des Ungarischen Rundfunkchores bei der Uraufführung von Péter Eötvös Halleluja, mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Daniel Harding. Einstudierungen und Assistenzen übernahm er in den vergangenen Jahren für Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Pier Giorgio Morandi, Ennio Morricone, Zoltán Kocsis, Tamás Vásáry, György Vashegyi, Gergely Kesselyák, Iván Fischer, Ádám Fischer, Martin Haselböck und Howard Arman. Bei der Aufführung großer oratorischer Werke kam es in der Vergangenheit zur Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Orchestern wie dem Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks, den Kodály Philharmonikern, dem Orchester der Staatsphilharmoniker von Oradea und dem Symphonieorchester Alba Regia. Mit dem Kodály Chores dirigierte er die ungarischen Erstaufführungen Konzert für Chor von Alfred Schnittke, Der versiegelte Engel (Zapechatlennyi angel) von Rodion Schtschedrin und das Oratorium The Company of Heaven von Benjamin Britten. Mit diesem Ensemble erhielt er im Dezember 2012 den Prima-Preis. Im März 2007 gewann er den Publikumspreis und einen Spezialpreis beim 4. Internationalen Wettbewerb für junge Dirigenten / International Competition for Young Conductors der European Choral Association – Europa Cantat. Seit 2005 unterrichtet er Chordirigieren am Kodály Institut der Liszt-Akademie in Budapest. Von 2009-2014 war er Mitglied des künstlerischen Beirats des Internationalen Béla Bartók Chorwettbewerbes in Debrecen und 2013 und 2014 leitete er den Wettbewerb als Künstlerischer Leiter.

PROGRAMM

József Karai (1927-2013) _ De profundis (1981) | 5’30” Franz Liszt (1811-1886) _ Das Vaterunser (1869) | 7’50” Péter Zombola (*1983) _ Libera me (2009) | 2’ György Orbán (*1947) _ Chiaro (2006) | 2’ Lajos Huszár (*1948) _ Strafe mich nicht in deinem Zorn (2014) | ca 6’ Márton Levente Horváth (*1983) _ O salutaris hostia (2005) | 3’ Levente Gyöngyösi (*1975) _ Cantate Domino | 2’10”

György Ligeti (1923-2006) _ Hungarian Rock (1978) – für Cembalo | 5’10”

György Ligeti _ Passacaglia ungherese (1978) – für Cembalo | 5’

Béla Bartók (1881-1945) _ Négy magyar népdal (Vier ungarische Volkslieder) | 12’ Barna Szabó (*1976) _ Lachrymarium / 1. Ye heavy states of night, 6. Come, heavy sleep | 4’ Zoltán Kodály (1882-1967) _ Mátrai képek | 11’30”   CEMBALO und ORGEL: Christian Rieger CHORWERK RUHR DIRIGENT: Zoltán Pad  

CHORWERK RUHR | Balladen und andere Geschichten

>> Sonntag 18. November | 17 Uhr >> Einlass 16:15 Uhr >> VVK 22 € zzgl. Gebühren | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre >> Tickets in allen VVK-Stellen bundesweit Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro Bochum.   
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Chorwerk Ruhr | Balladen und andere Geschichten

Himmel, Europa hören! Es ist ein , gefüllt mit Erzählen und Erfahren, Klängen und Klagen, Geschichten und Balladen. Sich abschotten hieße, die Welt als Heimatmuseum einzurichten, die Gedankenwelt so groß wie jede Kleinstadt. Aber auch das ist alles schon so oft gesagt, am Ende geht es nie ums Einsehen, sondern ums Einhören, um das Einfühlen. Beispiel: Ungarn. Weiß jeder sofort, was davon zu halten sei, Grenzzäune, üble Kampagnen, Viktor Orban usw. Und jetzt: Ungarn a capella, ungarische Chormusik. Ganz andere Stimmen, die da herüber wehen, eine Welt tut sich auf: Der Abend ist dreiteilig angelegt, zu Beginn erklingen geistliche Werke vorwiegend jüngerer zeitgenössischer Komponisten aus Ungarn. Eingefügt ist hier dann aber eine Motette des Spätromantikers  -  und gebürtigen Ungarns  -  Franz Liszt: Dessen geistliche Musik ist äußerst vielfältig, das 1860 komponierte, bis zu achtstimmige „Vater unser“ findet sich, dort dann in lateinischer Fassung und leicht verändert, auch in dessen Oratorium „Christus“ wieder. Der instrumentale Mittelteil des Konzertes überrascht mit dem Klang des barocken Cembalos. 1978 schrieb György Ligeti, der wohl bedeutendste ungarische Komponist nach 1945, die Solo-Werke „Hungarian Rock“ und „Passacaglia ungherese“. „Hungarian Rock“, das in Untertitel auch „Chaconne“ heißt, verweist wie die „Passacaglia ungharese“ auf barocke Formtypen, die von ostinaten, wiederkehrenden Elementen im Bass bestimmt sind. Im Stil des Jazzrock findet sich in „Hungarian Rock“ ein 4-taktiger beat-betonter Chorus, der den musikalischen Verlauf hochvirtuos aufpeitscht. Getragen von einem typisch ungarischen „Aksak-Rhythmus“ (9/8tel), endet das Stück in einem langsamen Abgesang, der sich als typisch ungarische Volksliedweise zu erkennen gibt. In der „Passacaglia ungherese“ existiert ebenfalls eine ostinate Schicht. Die Melodie selbst trägt mit ihrer modalen Harmonik und ihren Vorschlagstönen dabei alle typischen Merkmale des Ungarischen. Der vokale weltliche Schlussteil des Konzertes greift mit Zoltán Kodálys Chorwerk „Bilder aus der Matra-Gegend“ (1931) und Bártoks „Vier ungarischen Volksliedern“ (1930) auf das Zentrum ungarischer Chormusik zurück. Dezidiert an echter ungarischer Volksmusik orientiert, lösten diese Komponisten eine regelrechte ungarische Chorbewegung aus, getragen von der pädagogischen Tatkraft Kodálys. Sowohl Bártok als auch Kodály waren Pioniere der musikethnischen Feldforschung und wollten die ungarische Musik vom echten Volkslied aus erneuern. Bártoks Chorsätze zeigen dabei einen Typus der Volksliedverarbeitung, der sowohl dichte polyphone Einarbeitung als auch harsche Dissonanzen zulässt und explizit anspruchsvoll komponiert ist.

CHORWERK RUHR

zählt zu den bedeutendsten Kammerchören in Deutschland. Das 1999 gegründete Vokalensemble entwickelte sich zu einer festen Säule der Vokalkunst im deutschsprachigen Raum. Die außerordentliche Qualität des Chores ist es den speziellen Anforderungen solistischer Besetzungen ebenso gerecht zu werden wie perfekte Verschmelzung des Ensembles im Chorklang. Seit der Gründung fanden Konzerte mit Musik aus allen Epochen bis zur Gegenwart statt in Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Frieder Bernius, Sylvain Cambreling, Reinhard Goebel, Robin Gritton, Rupert Huber, Susanna Mälkki, Kent Nagano, Peter Neumann, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Marcus Stenz, Bruno Weil und Hans Zender. Im November 2011 hat der mehrfach ausgezeichnete Dirigent Florian Helgath die Künstlerische Leitung übernommen. Er sieht einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, neue Chormusik in Bezug auf traditionelle Musikformen zu beleuchten und somit für den Zuhörer vor dem Hintergrund der reichen Musikgeschichte neu wirken zu lassen. CHORWERK RUHR hat er als eines der künstlerischen Markenzeichen der Metropolregion Ruhr und als einer der Spitzenchöre Deutschlands etabliert. Konzerte mit renommierten Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, Ensemble Resonanz, l’arte dell mondo, dem Ensemble Musikfabrik, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, dem Ensemble Modern, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Häufige Aufnahmen durch WDR und DLF und Teilnahme an nationalen sowie internationalen Musikfestivals spiegeln. CHORWERK RUHR ist ein Teil der Kultur Ruhr GmbH, kooperiert regelmäßig und in je besonderer Form mit der Ruhrtriennale und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Landes Nordrhein-Westfalen.

ZOLTÁN PAD – DIRIGENT

studierte Chordirigieren bei Péter Erdei in Budapest. Dank eines DAAD-Stipendiums verbrachte er im Anschluss ein akademisches Jahr in der Klasse von Michael Gläser an der Musikhochschule in München. 2008 leitete er die Chöre der Zentralen Musikakademie in Peking. Zwischen 2009 und 2014 war er Chefdirigent des Debrecen Kodály Chores, . Im Juli 2016 übernahm er bei den Salzburger Festspielen die Einstudierung des Ungarischen Rundfunkchores bei der Uraufführung von Péter Eötvös Halleluja, mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Daniel Harding. Einstudierungen und Assistenzen übernahm er in den vergangenen Jahren für Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Pier Giorgio Morandi, Ennio Morricone, Zoltán Kocsis, Tamás Vásáry, György Vashegyi, Gergely Kesselyák, Iván Fischer, Ádám Fischer, Martin Haselböck und Howard Arman. Bei der Aufführung großer oratorischer Werke kam es in der Vergangenheit zur Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Orchestern wie dem Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks, den Kodály Philharmonikern, dem Orchester der Staatsphilharmoniker von Oradea und dem Symphonieorchester Alba Regia. Mit dem Kodály Chores dirigierte er die ungarischen Erstaufführungen Konzert für Chor von Alfred Schnittke, Der versiegelte Engel (Zapechatlennyi angel) von Rodion Schtschedrin und das Oratorium The Company of Heaven von Benjamin Britten. Mit diesem Ensemble erhielt er im Dezember 2012 den Prima-Preis. Im März 2007 gewann er den Publikumspreis und einen Spezialpreis beim 4. Internationalen Wettbewerb für junge Dirigenten / International Competition for Young Conductors der European Choral Association – Europa Cantat. Seit 2005 unterrichtet er Chordirigieren am Kodály Institut der Liszt-Akademie in Budapest. Von 2009-2014 war er Mitglied des künstlerischen Beirats des Internationalen Béla Bartók Chorwettbewerbes in Debrecen und 2013 und 2014 leitete er den Wettbewerb als Künstlerischer Leiter.

PROGRAMM

József Karai (1927-2013) _ De profundis (1981) | 5’30” Franz Liszt (1811-1886) _ Das Vaterunser (1869) | 7’50” Péter Zombola (*1983) _ Libera me (2009) | 2’ György Orbán (*1947) _ Chiaro (2006) | 2’ Lajos Huszár (*1948) _ Strafe mich nicht in deinem Zorn (2014) | ca 6’ Márton Levente Horváth (*1983) _ O salutaris hostia (2005) | 3’ Levente Gyöngyösi (*1975) _ Cantate Domino | 2’10”

György Ligeti (1923-2006) _ Hungarian Rock (1978) – für Cembalo | 5’10”

György Ligeti _ Passacaglia ungherese (1978) – für Cembalo | 5’

Béla Bartók (1881-1945) _ Négy magyar népdal (Vier ungarische Volkslieder) | 12’ Barna Szabó (*1976) _ Lachrymarium / 1. Ye heavy states of night, 6. Come, heavy sleep | 4’ Zoltán Kodály (1882-1967) _ Mátrai képek | 11’30”   CEMBALO und ORGEL: Christian Rieger CHORWERK RUHR DIRIGENT: Zoltán Pad  

CHORWERK RUHR | Balladen und andere Geschichten

>> Sonntag 18. November | 17 Uhr >> Einlass 16:15 Uhr >> VVK 22 € zzgl. Gebühren | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre >> Tickets in allen VVK-Stellen bundesweit Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit der Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro Bochum.   
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ChorWerk Ruhr | “Er stürzt die Mächtigen …”

Wie klingt es, wenn eine Welt zerfällt, ihre Ordnung zerbricht, wenn eine Gesellschaft sich auflöst und neu arrangiert und anders wieder findet? ChorWerk Ruhr  -  „Aushängeschild des Ruhrgebiets“, unser choir in residence  -  stellt Werke der englischen Reformationszeit den Werken der baltischen Gegenwart gegenüber. Musik des 16. Jahrhunderts einerseits und des 20. Jahrhunderts andererseits, jeweils im Umfeld der Umbrüche entstanden, die Gesellschaft durchschütteln, ein Widerhall von dem, was war und ist und was sein könnte.  Und beide getragen von der menschlichen Stimme, die singt: Die baltischen Staaten haben sich, man hat es hier im Land der Reformation fast wieder vergessen, mit einer „singenden Revolution“ von der Übermacht gelöst, zwischen 1987 und 1991 waren es singende Demonstranten, die das Sowjetreich nicht gestürzt, aber vorgeführt haben: Wenn der Staat entscheidet, was zu singen sei, ist was faul im Staate.  Ein Abend mit Werken u.a. von Thomas Tallis, William Byrd und Ēriks Ešenvalds unter Leitung von Stephen Layton, einem der profiliertesten Chordirigenten Europas. Hauptwerk des Abends: die „Missa Rigensis“ des lettischen Komponisten Uģis Prauliņš. Hier das gesamte  PROGRAMM Uģis Prauliņš (*1957) Missa Rigensis William Byrd (1543-1623) Ave verum corpus Thomas Tallis (1505-1585) Salvator mundi Vytautas Miškinis (*1954) Angelus suis Deus Eriks Ešenvalds (*1977) Magnificat William Byrd (1543-1623) O Lord, make thy servant Elizabeth Thomas Tallis (1505-1585) If ye love me Paweł Łukaszewski (*1968) Nunc dimittis
Die „Missa Rigensis“ des Letten Uģis Prauliņš ist eine Hommage an dessen Heimatstadt Riga und steht im Geiste der großen Messen der Renaissance. Dabei trägt sie die charakteristische Handschrift des Komponisten, der in seiner Musik auf alte Traditionen und lettische Volksmusik ebenso zurückgreift wie auf Einflüsse aus der Rockmusik und moderne Elemente. So entsteht eine fantasievolle Vertonung des Messetextes, modern und zeitlos zugleich, die das Medium Chor in den Mittelpunkt rückt. Zwischen die Teile der Messe setzt Dirigent Layton Werke des Litauers Vytautas Miškinis, des Letten Ēriks Ešenvalds und des Polen Paweł Łukaszewski sowie Motetten aus der englischen Renaissance von Thomas Tallis und William Byrd. Beide dienten als Katholiken der protestantischen Königin Elisabeth I. und erlebten die unmittelbaren Folgen der Reformation in der Church of England. Stephen Layton ist einer der profiliertesten Chordirigenten Europas. Gegenwärtig leitet er unter anderem den Chor des Trinity College Cambridge und ist Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der City of London Sinfonia. Layton kann auf ein enorm breit gefächertes Repertoire und eine große Zahl von CD- und Rundfunkaufnahmen zurückblicken. Neben Alter und Barockmusik gilt sein Interesse besonders der Neuen Musik. In den vergangenen Jahren leitete er viele Uraufführungen und Ersteinspielungen, darunter auch Werke von Ēriks Ešenvalds, Paweł Łukaszewski und Uģis Prauliņš.
CHORWERK RUHR | Er stürzt die Mächtigen ... >> Samstag 21. April 2018 | 20 Uhr >> Einlass 19 Uhr | Einführung 19:30 Uhr >> VVK 22 € zzgl. Gebühren | wie immer 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre >> Tickets können Sie    
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