Penguin Café

urban urtyp spezial am 17. Januar

2020-01-18T02:19:25+01:00

"Hätte gerne zwei Tickets für die Pinguine ... fühle mich da sehr artverwandt." Mail ging an uns, weiter: "Sammle alles seit über dreißig Jahren, wohl etwas archetypisches." In der Tat, aber auch etwas, das einen Hauch Freiheit verspricht. "Der Sammler träumt sich nicht nur in eine feme oder vergangene Welt", schrieb Walter Benjamin im Passagen-Werk, "sondern zugleich in eine bessere, in der (...) die Dinge von der Fron frei sind, nützlich zu sein." Zweckfreie Freude: gilt fürs Sammeln, gilt fürs Hören, hier alle Infos zum Konzert des Penguin Café.

Gioras Geschenk

Giora Feidmans “Klezmer for Peace” | 11. Januar

2020-01-15T22:05:24+01:00

Musiker aus Israel und der Türkei, zwei Gesellschaften, die sich schwer auseinander gelebt haben. Giora Feidman ist, ungekrönt und unbestritten, der King of Klezmer, seine Vision: dass Klezmer-Musik zurück finde in einen Kontext, in dem sie nicht zu Hause ist. Weil Klezmer eben da zu Hause ist: im Nicht-Identischen. Klezmer for Peace ist Feidmans Vermächtnis an unsere Zukunft. Hier alle Infos zum Konzert.

Welche Musik sich aus der Stille schält

Penguin Café | urban urtyp spezial | 17. Januar

„Es gibt Orte, die ich gefühlsmäßig mit Kreativität verbinde, Orte, an denen endlose Weiten und Leere, verbunden mit einem Gefühl von Schönheit und Zeitlosigkeit den idealen Rahmen bilden, um darin etwas zu erschaffen.“ Arthur Jeffes sitzt in der Antarktis wie vor dem weißen Blatt Papier, dem leeren, und horcht darauf, welche Musik sich aus der Stille schält. Die Welt der Pinguine schmilzt, das Penguin Café Orchestra ist legendär: Arthur ist der Sohn des PCO-Maestro , er hört. Alle .

Böllern & Orgeln

Orgelkonzert zur Silvesternacht

2019-12-26T11:15:57+01:00

Böllern ist schon okay. Kein Mensch glaubt mehr an böse Geister außer an die, die man selber vertrieben hat. Aus eben diesem Grund ist die Orgel das Pendant zum Böller. Jedenfalls, wenn man Herder folgt, Johann Gottfried, er glaubte, als er die Orgel mit ihrer Windlade hörte: "... die Lüfte rauschen. Hört, / Jehovah kommt! Er kommt! sein Donner ruft!" Wo georgelt werde, so Herder  -  der Mann war immerhin Superintendent  -  passierten erstaunliche Dinge, „stürzen Graber! Horch, / die Toten regen sich!“ Also: Böllern vertreibt die bösen Geister, Orgeln weckt die Toten auf, beides stimmt nicht, beides gewinnt seinen Sinn aus irdischen Lüsten. Mit dem Unterschied, dass eine Schuke-Orgel tausendmal schöner klingt als sagen wir eine "Cluster-70-Schuss-Feuerwerk-Batterie", nämlich  -  nochmal Herder  -  wie ein "vielarmger Strom / Der uns ergreift und in das weite Meer / Der [...]

“Ihm reicht ein Augenaufschlag”

Herman van Veen, Edith Leerkes

"Er nimmt seine Sache ernst. Sich selber nicht. Das macht ihn ungeheuer sympathisch." Schrieb die WAZ über das Konzert, das Herman van Veen und Edith Leerkes im Dezember 2007 bei uns gegeben haben: "Er braucht keine Requisiten. Ihm reicht eine Kunstpause, ein Schmunzeln, ein Augenaufschlag." Die Ruhr Nachrichten damals titelten fröhlich: "Pipi-Pause nach 'Stiller Nacht'". Jetzt, 12 Jahre später, .  //  , Einlass ab 19 Uhr.

andere über uns (II)

JM Welke über Deine Lakaien

JÖRG MARIA WELKE im Feuilleton des MEDIENHAUSES BAUER: "Intim und ohne Elektronik. Das deutsche Ausnahme-Duo Deine Lakaien überzeugt mit seinem Akustik-Konzert in der Bochumer Christuskirche. | Bochum. Klassisch ausgebildeter Dirigent, Pianist, Komponist und Kapellmeister der eine. Theater/Filmwissenschaftler, Gothic-/Dark-Wave-Fan und mit einer überwältigenden Naturstimme gesegnet der andere. Ernst Horn, der vom klassischen Musikbetrieb Gelangweilte, lernte den rastlosen Studenten Alexander Veljanov per Inserat kennen. Horn suchte einen experimentierfreudigen Sänger für ein Bandprojekt, das seine Vorliebe für elektronische Musik mit seinen klassischen Wurzeln vereinen sollte. Es klickte auf Anhieb – seit 1985 sind Veljanov und Horn Deine Lakaien. Was sie gemeinsam mit vielen hochkarätigen Gastmusikern in knapp 35 Jahren geschaffen haben, ist ohnegleichen und kann ohne Übertreibung jetzt schon als großes Vermächtnis der Musikgeschichte bezeichnet werden. Die Tonsprache der Lakaien ist ein homogener Mix aus Pop, klassischer und elektronischer Avantgarde, aus dezenten Mittelalter-, Folkund dunkel dräuenden Goth-Elementen. Die von beiden verfassten eindringlichen Texte sind melancholisch verschattete Momentaufnahmen aus mal lebenstrunkenen, mal abgründig verkarsteten Seelenlandschaften. Fangemeinde ist schlicht überwältigt Das alles ist herrlich komplex und verführerisch einschmeichelnd zugleich. Und es funktioniert auf verblüffende Weise auch ganz reduziert: Ein präparierter Flügel und eine Stimme genügen, um den ganzen magischen Lakaien-Kosmos heraufzubeschwören. So geschehen am Mittwochabend vor einem hoch konzentrierten Publikum in der Bochumer Christuskirche, diesem immer wieder beeindruckend atmosphärischen Spielort.Dort gastierten die Lakaien im Rahmen ihrer Acoustica- Tournee gemeinsam mit zwei musikalischen Ablegern. Horn betreibt seit 2001 gemeinsam mit der Sopranistin Sabine Lutzenberger das Studioprojekt Helium Vola, in dem sie Mittelalter-Lyrik mit tanzflächenorientierten Electronic-Sounds verknüpfen. Sie eröffneten das Mini-Festival mit einer knapp dreiviertelstündigen Songfolge, die einen repräsentativen Querschnitt ihres Oeuvres bot. Dank des von Horn fantasievoll präparierten, mit perkussiver und rhythmischer Energie gespielten Flügels gelang die instrumentale Rückführung auf die rein akustische Ebene ganz famos. Das Set endete mit einem Duett von Lutzenberger und Veljanov, das elegant zum etwa gleichlangen Auftritt Veljanovs mit Songs aus seiner parallel laufenden Solokarriere überleitete. Dem Britpop zugewandtes Songwriting verschmolz mit einfühlsam in den Raum entlassenen Klavier- und Gitarrenklängen (Igor Zotik und Goran Trajkoski), die Veljanovs ungemein flexiblen Bass-Bariton in elysische Gefilde trugen. Mit gleicher, weißglühender Intensität dann nach der Pause Deine Lakaien. Wer schon immer wissen wollte, was ein Flügel in puncto Klangerzeugung zu leisten vermag, wurde bei diesem gemeinsamen Streifzug Horns und Veljanovs durch drei Jahrzehnte Bandgeschichte aufs Vortrefflichste belehrt. Elf starke Titel, drei Zugaben, Hunderte überwältigte Fans: Ein großartiger Konzertabend!"

44787 Rockpommel

Rockpommel's Land hat eine Postleitzahl. Eine Band, die ungemein einflussreich war, die aber nie auf die Podeste der Rockmusik gehoben wurde: Grobschnitt, 1970 in Hagen gegründet, war Avantgarde ihrer Zeit, ihre Bühnenshow legendär. Sie experimentierten mit theatralischen Einschüben in absurden Kostümen, mit fröhlichem Klamauk und ätzendem Polithumor, mit optischen Effekten und viel Nebel. Und aus diesem bunt schillernden Nebel heraus drangen ihre episch langen Improvisationen: Grobschnitt war immer mehr Zappa als Krautrock. War links engagiert, aber unverbiestert, mehr Monty Python als Ton Scheibe Scherben. Ende der 80er hat sich die Band aus der Nachbarstadt aufgelöst, jetzt kommen zwei der Grobschnitten von einst - Künstlernamen: Lupo und Willi Wildschwein - zusammen mit Willis Sohn als Trio zurück, als Gitarren-Trio. Ein rein akustisches Programm, das sie spielen, alle Klassiker neu interpretiert einschließlich der epischen Werke „Solar Music“ und eben „Rockpommel’s Land“. Zwei Jahre lang haben die drei ihr Projekt vorbereitet, ohne dass irgendwer – auch Insider der Szene nicht – etwas davon mitbekommen hätten. Dann gab es zwei Warm-Up-Konzerte zuhause in Hagen, dort wurden die Akustik-Versionen der Klassiker umjubelt, jetzt der Schritt hinaus auf eine große Bühne, und da ist es jetzt so: Seitdem die Grobschnitt-Plakate in der Christuskirche hängen, stehen Menschen verschiedenster Provenienz davor - mit Krawatte plus Karriere und mit ohne - stehen davor und staunen : Grobschnitt? Gibt es? Wieder? Und dann erzählen sie alle, als breche ein Stausee an Erinnerung aus der Schleuse hervor, ihre persönliche Grobschnitt-Geschichte. Und spätestens jetzt wird klar, was der Satz oben bedeutet: dass diese Band ungemein einflussreich gewesen ist. Grobschnitt ist eine der wichtigsten Bands der jüngeren deutschen Musikgeschichte, soweit ist das klar, mehr als das aber macht ihre Musik bei mehr als vielen ein paar Kapitel Lebensgeschichte aus.
GROBSCHNITT | Acoustic Party Gerd Otto Kühn aka Lupo | Leadgitarre Stefan Danielak aka Willi Wildschein | Gitarre, Gesang Stefan Danielak jun. aka Nuki | Gitarre, Gesang, Percussion » Samstag 23. November | 20 Uhr » VVK 40,60 € » Tickets Nach dem Konzert ist vor den Selfies mit Lupo, Willi und Nuki. Kein Dress-Code, aber . » Parkhaus P3 direkt nebenan hat eigens bis 24:00 h geöffnet!  

Gehörte Geschichte, gefühlte

Faun | 17. November

"Wozu studieren wir die Geschichte?" Rhetorische Frage von Horst Bredekamp, Antwort: "Um Alternativen zu uns zu erfahren." Hätte uns ja nicht geben müssen, keinen von uns. Gibt uns aber, "das Leben ist schön",. Und es hat einen langen Atem, das kurze Leben, davon erzählen Faun, indem sie akustische Instrumente beatmen. Es sind Jahrhunderte alte Erfahrungen, die mitschwingen im Sound einer Drehleier, dem Vibrato einer Holzflöte, dem Klang von Schlüsselfiedel und Dudelsack und einer Laute, deren Saiten aus tierischem Gedärm gemacht waren. Diesen Klang haben Generationen vor uns gehört, und die Empfindungen, die wir heute entwickeln, mögen ähnliche gewesen sein ... Wozu hören wir Musik? Um uns selber zu erfahren. //  Hier .

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Platz des euro­päi­schen Versprechens
44787 Bochum