Brandt Brauer Frick

"Echo" live am 15. November | VVK gestartet

Dani­el Brandt, Jan Brau­er, Paul Frick by Max Parovs­ky ©

Tech­no, klas­sisch instru­men­tiert. Klas­sik, von Tech­no inspi­riert: „Als wir anfin­gen, hat­ten wir nur ein Mikro und ein kaput­tes Kla­vier.“ So begann die Affä­re zwi­schen Tech­no und Klas­sik, sie dau­ert an: Brandt Brau­er Frick stel­len ihr neu­es Album bei uns vor, es ist ein Coup, ein urban urtyp spe­zi­al! VVK hat jetzt begon­nen, Tickets gibt es über­all und hier bei uns und am bes­ten per Mail an tickets@urbanurtyp.de Und hier alle Infos zum Kon­zert.

BDS stumm geschaltet: Der stille Beschluss von Bochum

Lee­re Rega­le: Micha Ull­mans Denk­mal zur Erin­ne­rung an die Bücher­ver­bren­nung 1933 auf dem Bebel­platz Ber­lin | Foto (cc) by Luis Alvaz

Der Rat der Stadt Bochum hat  —  ohne Auf­he­bens dar­um zu machen  —  der BDS-Kam­pa­gne alle Türen gewie­sen: „Nein zu Anti­se­mi­tis­mus“ ist der Rats­be­schluss beti­telt, getra­gen wird er von allen Mit­glie­dern aller Frak­tio­nen mit Aus­nah­me der bei­den NDP-Nazis: „Der Rat der Stadt Bochum ver­ur­teilt jeg­li­che Form von anti­se­mi­ti­schem und anti­is­rae­li­schem Den­ken und Han­deln, ins­be­son­de­re auch das Wir­ken der Boycott‑, Dive­st­ment- und Sanc­tions-Bewe­gung (BDS-Kam­pa­gne).“ Und: „Der Rat for­dert die Ver­wal­tung und die stadt­na­hen Gesell­schaf­ten auf, alles im Rah­men der recht­li­chen Mög­lich­kei­ten zu unter­neh­men, um der BDS-Bewe­gung eben­so wie allen Grup­pie­run­gen, die eine grund­sätz­lich anti­is­rae­li­sche und damit anti­se­mi­ti­sche Hal­tung haben, kei­ne Ein­rich­tun­gen und Räum­lich­kei­ten für ihre Ver­an­stal­tun­gen und sons­ti­gen Zwe­cke bereit­zu­stel­len“. Zu den stadt­na­hen Ein­rich­tun­gen zäh­len in Bochum ua die Jahr­hun­dert­hal­le, zen­tra­ler Spiel­ort der noch bis 2020 von Ste­fa­nie Carp kura­tier­ten Ruhr­tri­en­na­le, sowie der Ruhr­Con­gress: Hier will am 18. und 19. Juni die bri­tisch-aus­tra­li­sche Band Dead Can Dance auf­tre­ten, deren Kopf, Bren­dan Per­ry, sich mit eini­ger Vehe­menz an der BDS-Het­ze betei­ligt.

Wei­ter­le­sen

Genesis, Gabriel, Klassik-Genre

The Watch | Gabriel Era | 24. Mai

Eigent­lich gibt es bei uns kei­ne Tri­bu­tes, unei­gent­lich schon, das gesam­te Klas­sik-Gen­re ist nichts ande­res, auch sie spie­len nach. Inso­fern lau­tet die Fra­ge: Sind die frü­hen GENESIS nicht sel­ber bereits Klas­sik? Hier alle Infos zum Kon­zert mit THE WATCH, es ist die Band, die Ste­ve Hackett mein­te, als er sag­te: „I recom­mend them.“

Seven Soul

Donnerstag 23. Mai

Seven by Sven Ger­mann ©

Er wird wie­der und wie­der mit Prince ver­gli­chen, die Lat­te liegt extrem hoch, und das heißt, sie wur­de von denen, die ihn gehört haben, so hoch gelegt. Sei­ne Tour jetzt spielt er, Stadt für Stadt, ua mit Tho­mas D, Wolf­gang Nie­de­cken, Ste­fa­nie Heint­z­mann, Gre­gor Meyle, Laith Al-Deen … und in Bochum mit Roman Lob. Alle Infos und Tickets hier.

Versprechen auf Freiheit

Europäische Flüchtlingspolitik | 15. Mai

Migrants in Hun­ga­ry 2015 Aug by Gémes Sán­dor / SzomSzed (cc)

Es sind die Migran­ten, die Euro­pa lie­ben, die dem Ver­spre­chen auf Sicher­heit und Frei­heit ver­trau­en. Dis­kus­si­ons­abend ua mit Beri­van Aymaz, MdL für Die Grü­nen. Alle Infos hier

Volker Beck und die Freiheit (von) der Religion

Stadt des europäischen Versprechens | 10. Mai

Vol­ker Beck by Sabi­ne Hahne­feld ©

Reli­gi­on ist über­holt, die Gesell­schaft säku­la­ri­siert, das The­ma durch? Ein Blick in die Zei­tung, es geht um das Kopf­tuch in der Schu­le und das Kreuz im Gerichts­saal, um Arbeits­recht und Kin­der­ehe, ums freie Bekennt­nis und freie Got­tes­läs­te­rung, um reli­gi­ös getun­ten Ter­ror und Ter­ror gegen die, die sich reli­gi­ös ver­ste­hen … Euro­pa, sagt Vol­ker Beck, braucht eine durch­dach­te Reli­gi­ons­po­li­tik. Wei­ter­le­sen

Jochen Gerz — ein Café-Gespräch

Stadt des europäischen Versprechens | 9. Mai

Jochen Gerz mit Joel Epal­le vom VfL Bochum 2010 in der Chris­tus­kir­che | © Sab­i­tha Saul

„Wo liegt Euro­pa? Gibt es einen Ort in unse­rem Her­zen, der die­sen Namen trägt?“ Jochen Gerz hat die­se Fra­ge gestellt in einer Zeit, in der Euro­pa zeit­los erschien. Das hat sich geän­dert, Euro­pa steht zur Wahl. Also spre­chen wir über uns, der Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens liegt im Her­zen der Stadt. Ein Café-Gespräch mit Jochen Gerz, er zählt zu den wich­tigs­ten Künst­ler der Gegen­wart, mit dem Direk­tor des Kunst­mu­se­ums Hans Gün­ter Golin­ski und dem Kul­tur­chef der WAZ, Jens Dirk­sen. // Beginn: 17 Uhr! Alle Infos hier kli­cken.

Poetry Slam „Mein Europa“

Stadt des europäischen Versprechens | 8. Mai

Euro­päi­sches Par­la­ment, Straß­burg | (cc) Diliff

„Man kann sich in Euro­pa über eine Ver­ord­nung zum Krumm­heits­grad einer Bana­ne ärgern. Ich per­sön­lich fand die Jahr­hun­der­te davor vol­ler Krie­ge noch etwas ärger­li­cher.“ Poe­try-Slam ist das lite­ra­ri­sche Live-For­mat, es bringt, was hoch ist, auf Augen­hö­he. Wei­ter­le­sen

Bilder von morgen

urbEXPO im Schlegel-Haus | 1. - 19. Mai

urb­EX­PO in den Schle­gel­kel­ler | Foto thw

Bio­gra­phi­sche Bruch­stü­cke, zer­fal­le­ne Wel­ten, kein Mensch auf kei­nem der Fotos: Die „Ästhe­tik des Ver­falls“ — jähr­li­ches The­ma der urb­EX­PO im Schle­gel-Haus gegen­über — ist ein memen­to mori, sie lehrt beden­ken, dass wir ster­ben müs­sen. Oder genau­er: Sie lehrt sehen, dass wir gestor­ben sein könn­ten. So kurz vor der Euro­pa­wahl ist das ein unmit­tel­bar poli­ti­scher Blick, er lehrt sehen, dass auch wir, wir Euro­pä­er, aus den Bil­dern von mor­gen ver­schwun­den sein könn­ten. Und dann kommt man aus dem Schle­gel-Kel­ler zurück ans Licht und steht vor der Fra­ge: Wäre Euro­pa tat­säch­lich zer­schla­gen, wie sähen wir uns sel­ber an?

Stadt des europäischen Versprechens

Europa-Tage 8. - 10. Mai

Platz des euro­päi­schen Ver­spre­chens, Eröff­nung Dezem­ber 2015 | Foto Sab­i­tha Saul ©

„Wo liegt Euro­pa? Gibt es einen Ort in unse­rer Ima­gi­na­ti­on, der die­sen Namen trägt? Gibt es eine ver­bor­ge­ne Stel­le in unse­rem Her­zen?“ Die Fra­ge ist von Jochen Gerz, er hat sie uns vor Jah­ren gestellt in einer Zeit, in der Euro­pa zeit­los erschien und Frie­den in Euro­pa so selbst­ver­ständ­lich wie Tag und Nacht. Seit­dem hat sich vie­les geän­dert, Wei­ter­le­sen

Und das alles aus? Den Alpen.

Herbert Pixner Projekt | 4. Mai

Her­bert Pix­ner by Sin­nes­bich­ler-de ©

Blues? Ja. Folk? Ja. Rock? Ja. Auch Jazz­rock? Ja. World­mu­sic? Ja. Klas­sik? Ja. Volks­mu­sik? Auch das. Dance? Sicher. Tran­ce? Ja doch, und das alles aus? Den Alpen. Mit einer stei­ri­schen Har­mo­ni­ka. Einem Instru­ment, das so ähn­lich und vor allem so eigen ist, wie es das Kla­vier des Berg­manns war, das Ban­do­ne­on. Womit gesagt ist: Her­bert passt zu Bochum wie die Har­fe  —  auch sie ist Teil von Pix­ners Com­bo  —  zur E‑Gitarre und alle zusam­men zur stei­ri­schen Har­mo­ni­ka. Ziem­lich ver­rückt, das Gan­ze, defi­ni­tiv geni­al. Hier alle Infos zum Kon­zert.

„Woanders ist auch Himmel“

Interview mit Max Kühlem für bodo 2/2019

Foto | Dani­el Sad­row­ski für bodo 02/2019

Pfar­rer Tho­mas Wes­sel hat aus der inner­städ­ti­schen Chris­tus­kir­che in Bochum einen span­nen­den Ort für Kunst, Kul­tur, Poli­tik und Geden­ken gemacht. Immer wie­der mischt er sich enga­giert in aktu­el­le Debat­ten ein. Max Flo­ri­an Küh­lem woll­te wis­sen: Was ist das für ein Typ? Wei­ter­le­sen

Frank Martin: Golgotha

Konzert zum Karfreitag | Stadtkantorei, BoSy

Rijks­mu­se­um Ams­ter­dam, Late Rem­brandt Expo­si­ti­on 2015, The Three Crosses 1653 (cc)

Unter­gangs­stim­mung, Krieg bricht aus. Krieg mit Eng­land, es ist das Jahr 1652, und Rem­brandt malt, was er sieht, ein Licht-Dun­kel-Dra­ma. Men­schen, die nicht wis­sen wohin, in der Mit­te drei elen­dig Lei­den­de, die kei­ne Erlö­sung ver­spre­chen außer der einen: dass sol­ches Lei­den nicht gesche­hen soll. Knapp drei Jahr­hun­der­te spä­ter hat Frank Mar­tin  —  den Welt­krieg hat er in der Schweiz über­lebt, er sieht den Schre­cken in Rem­brandts „Drei Kreu­ze“ gespie­gelt  —  „Gol­go­tha“ geschrie­ben. Ein Werk zwi­schen Oper und Pas­si­on. Eines, das fest­hält an der Hoff­nung, dass sol­ches Lei­den nie wie­der sei.  //  70 Jah­re nach der Urauf­füh­rung im April 1949 füh­ren Stadt­kan­to­rei Bochum und Bochu­mer Sym­pho­ni­ker das Werk erneut auf. Tickets an der Tages­kas­se, alle Infos hier.

Ich kann beim besten Willen keine SS-Runen entdecken

bds deutsch­land screen­shot

Aktu­el­le Kam­pa­gne des BDS, der anti-israe­li­schen Kul­tur­het­ze, die es bei der letz­ten Ruhr­tri­en­na­le aufs Podi­um gebracht hat, die Kam­pa­ge macht deut­lich: BDS ist anti­se­mi­tisch bis ins Mark. Das Logo des Euro­vi­si­on Song Con­tests, der Mit­te Mai in Tel Aviv statt­fin­det, hat BDS exakt so mani­pu­liert, dass im Zen­trum des Bil­des SS-Runen erschei­nen. Isra­el  —  eine demo­kra­ti­sche Repu­blik, Zufluchts­ort für die Weni­gen, die von SS und ihren Hel­fern nicht ermor­det wer­den konn­ten  —  wird von BDS als SS-Staat denun­ziert: Für BDS ist Tel Aviv ein KZ. Für mich ist BDS faschis­tisch: Wer so mit SS-Runen han­tiert, hat sie ins Herz geschlos­sen.  Wei­ter­le­sen

Anti-Terror-Sperre

Video-Still aus Lea W. Freys „Dyl­an“, gedreht in Ber­lin.

Dass die Ewig­keit in den Ramsch gera­ten könn­te, ist eine ewig wun­der­ba­re Nach­richt. Biblisch gese­hen war die Fra­ge ja nie, wie das wohl sei, wenn es ein ewi­ges Leben im Jen­seits gäbe, son­dern wie es wür­de, wäre das ewi­ge Leben heu­te und hier. So gefragt, bleibt man in der Tat auf Rest­pos­ten sit­zen, auf Kali­fa­ten und 1000-jäh­ri­gen Rei­chen, der Ewi­ge sei gelobt.

andere über uns (I)

Sól­sta­fir, gese­hen von Sara Flei­scher ©

Metal-Ham­mer (Foto) und Reflec­tions of Darkness (Text) zum Kon­zert von Sól­sta­fir: „A very spe­cial con­cert awai­ted the appro­xi­mate­ly 850 visi­tors of the Chris­tus­kir­che in Bochum on this Thurs­day evening. Howe­ver, anyo­ne who thinks of a gos­pel choir or an organ requi­em at a Pro­tes­tant church could not be more wrong. Ins­tead, SÓLSTAFIR had announ­ced their arri­val from Ice­land. Tho­se gen­tle­men who have refer­red to them­sel­ves in the past as ‚Anti­chris­ti­an Ice­lan­dic Hea­then Bas­tards‘.  Wei­ter­le­sen

Großstadt-Pop

Lea W. Frey & Band | urban urtyp #72

Lea W. Frey Band by Dovi­le Ser­mo­kas ©

Kühl elek­tri­fi­ziert, sub­til har­mo­nisch, eine eis­meer­kla­re Stim­me, die durch 4 Okta­ven in die Stra­to­sphä­re steigt. Wo sich der Sound mit dem von Por­tishead ver­ei­nen mag, von Sonic Youth und auch dem von Can, den alten Krautro­ckern. Aber natür­lich spie­len sie alle hie­nie­den, an den Drums sitzt Andi Haberl von THE NOTWIST, an den Sai­ten arbei­ten zwei Jaz­zer, die erup­ti­ven Sounds rührt Liz Kosack an, Ambi­ent-Künst­le­rin aus NY. Das Gan­ze ergibt? Wei­ter­le­sen

Popstars des Jazz

Tingvall Trio | Freitag 29. März

Mar­tin Ting­vall Trio 2017 in der Chris­tus­kir­che by Sabi­ne Hahne­feld ©

Drei Solis­ten: Mar­tin Ting­vall am Pia­no, Omar Rodri­guez Cal­vo am Kon­tra­bass, Jür­gen Spie­gel an den Drums, zusam­men eine Live­band par excel­lence. Die sich bewahrt hat, was ent­schei­dend ist dafür, über­haupt Musik zu machen: die Lust an dem Moment, in dem man sich sel­ber über die Wirk­lich­keit hin­aus spielt. TT ent­bin­den eine Ener­gie, die einen  —  nein, nicht „mit­reißt“, mit so einem Wort schmü­cken sich Kir­mes­bands  —  die einen ent­hebt. Der Pop-Effekt, er ist groß­ar­tig. // Alle Infos zum Kon­zert Wei­ter­le­sen

„Verstehen, was ich glaube“

Nathan Gray | Ausverkauft


„So I give what I have left / Ton­ight / I give it all back wit­hout a fight / And I alrea­dy lost my mind so many times …“ Nathan Gray, Stim­me von Boy­set­fire, jetzt solo. Was mit Sicher­heit kei­ne Evan­ge­li­sa­ti­on wer­den wird, kei­ne Beleh­rung und kei­ne Bekeh­rung in die­se oder jene Vor­stel­lungs­welt hin­ein. Im Inter­view mit Sebas­ti­an Bar­to­schek hat Gray ein­mal erzählt, er habe, christ­lich erzo­gen, von klein auf gelernt, „dass ich ver­ste­hen muss­te, was ich glau­be und nicht nur sage, dass ich die­ses oder jenes bin“. Will­kom­men!  //  Infos zum Kon­zert

Laibach !

"The Sound of Music" | 23. März

Lai­bach 2017 in der Chris­tus­kir­che | © Sabi­ne Hahne­feld

Hon­ke Ram­bow ist Lai­bach-Exeget, zum jüngs­ten Album des slo­we­ni­schen Künst­ler­kol­lek­tivs schreibt er: „Sie haben es wie­der allen gezeigt. Nicht nur, dass sie in Nord­ko­rea auf­ge­tre­ten sind. Nach dem Nietz­sche-Album, des­sen rau­nen­des Indus­tri­al-Ambi­ent die ewig­gest­ri­gen Fans in Sicher­heit wieg­te, haben Lai­bach mit ‚The Sound of Music‘ ein Album ver­öf­fent­licht, das wie­der mal fast alle vor den Kopf stößt. Die Lai­bach-Ver­sio­nen der Musi­cal-Songs schei­nen an man­chen Stel­len fast noch kit­schi­ger als das Ori­gi­nal.“ Wei­ter­le­sen