Neue Suche benötigt?

Wenn Sie keine passenden Treffer gefunden haben, versuchen Sie eine neue Suche!

ChorWerk Ruhr | Ein deutsches Requiem

michalak_chor (24) - Kopie 2Konzert zum Volkstrauertag am Platz des europäischen Versprechens []
Warum müssen Menschen leiden? Wie kann Gott es zulassen, dass die verzweifeln, die er liebt, wie kann er bei sich selber sein, wenn er uns traurig sieht? Johannes Brahms hat diese Frage, die Theodizee-Frage, „das große Warum“ genannt und eine „kleine Abhandlung über das große ‚Warum ‘“ geschrieben, die Motette wurde zu einem berührenden Werk: „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“. Zehn Jahre zuvor, 1868, hatte Brahms sich erstmals der Frage gestellt, wie Gott es zulassen kann, dass Menschen verzweifeln im Angesicht des Todes. Angesichts sinnlosen Leidens, angesichts einer nicht fassbaren Endgültigkeit. Das „Deutsche Requiem“ beruht  -  wie auch Brahms Motette  -  auf biblischen Texten beider Testamente, und zwar  -  deswegen "deutsches" Requiem  -  in der Übersetzung von Luther. Ausgewählt und zusammen gestellt hat Brahms die Texte selber, und beide Male hat er bei dieser Komposition der Texte eine Haltung bewiesen, die er selber einmal als „ketzerisch“ bezeichnet hat, die man aber, wenn man die Bibel kennt, nur als biblisch bezeichnen kann: Er verweigert den falschen Trost, der darin liegt zu glauben, der Tod sei nur der Übergang in eine bessere Welt. Nichts bei Brahms weist darauf hin, was ja so viele gerne glauben, dass jeder Tod nur eine Reise sei und jedes Requiem ein Reisesegen. Der Tod, lässt Brahms mit 1 Kor 15 singen, werde nicht durchwandert, er müsse überwunden werden, und zwar nicht von uns, sondern von Gott, und zwar nicht jetzt, sondern "zur Zeit der letzten Posaune". Keinen Tag vorher, dann aber "plötzlich, in einem Augenblick". Damit aber verweigert Brahms seiner Zeit das, was sie am höchsten verehrt, den Glauben an einen Fortschritt, der das Totenreich durchquere wie ein Conquistadeur seine Kolonien oder das proletarische Subjekt seine geschichtliche Mission oder eben die Aufklärung das Schattenreich. Der Tod markiert eine Grenze, keine Seele ist unsterblich: Mit dieser Feststellung steht Brahms  -  anders als so viele Seelsorger heute  -  auf biblischem Boden. Wo es um die Frage geht, warum Menschen leiden und sich quälen und es ihnen mit Leib und Seele nicht anders ergeht als dem Vieh  -  "wie dieses stirbt so sterben sie auch", heißt seelsorgerlich nüchtern beim Prediger Salomo  -   von dieser Frage getrieben rettet sich Brahms in kein Fortschrittspathos hinein, sondern er flieht vor der Frage weg zu ihr hin, er flieht von Gott zu Gott, dem Gott Abrahams:
"Herr, wessen soll ich mich trösten? Ich hoffe auf Dich."
Lässt sich dies  -  das Leiden angesichts des Todes  -  lässt sich dies mit großem Orchester und noch größerem Chor ausdrücken? Brahms hat das Requiem, hier ganz Kind seiner Zeit, für eine reichlich große Besetzung geschrieben, allein der Chor sollte 200 Stimmen stellen. Florian Helgath reduziert auf 29 solistische Stimmen und übersetzt das gewaltige Orchester in den Klang von zwei Flügeln. Eine vierhändige Klavierfassung des Werkes hatte bereits Brahms selber erstellt, sie kommt einer schöpferischen Um– und Neugestaltung des Werkes bereits nahe. Das Duo d’ Accord erstellt derzeit eine eigene, neue Klavier-Transkription für zwei Klaviere. So entsteht eine kammermusikalisch transparente Form, dazu da, Antworten zu finden auf die Frage, wie es klingt, auf einen Gott zu hoffen, der sagt:
"Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet."
 
CWR 102 | EIN DEUTSCHES REQUIEM JOHANNES BRAHMS | 1833 - 1897 _ Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen (1878) für gemischten Chor a cappella 10‘ JOHANNES BRAHMS | 1833 - 1897 _ Ein deutsches Requiem op. 45 (1866) Transkription für Solisten, Chor und 2 Klaviere vom Duo d’Accord 80’ MIT | Klavierduo Lucia Huang & Sebastian Euler | Musikalische Leitung
>> Einlass ab 16:00 Uhr >> Einführung in die Werke: voraussichtlich 16:30 Uhr >> VVK 24,00 € zzgl. Gebühren | halber Preis für alle bis 25 Jahre >> und in allen besseren VVK-Stellen
CWR 102 ist eine Kooperation von , Christuskirche Bochum und dem
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | Ein deutsches Requiem

ChorWerk Ruhr | Ein deutsches Requiem

michalak_chor (24) - Kopie 2Konzert zum Volkstrauertag am Platz des europäischen Versprechens []
Warum müssen Menschen leiden? Wie kann Gott es zulassen, dass die verzweifeln, die er liebt, wie kann er bei sich selber sein, wenn er uns traurig sieht? Johannes Brahms hat diese Frage, die Theodizee-Frage, „das große Warum“ genannt und eine „kleine Abhandlung über das große ‚Warum ‘“ geschrieben, die Motette wurde zu einem berührenden Werk: „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“. Zehn Jahre zuvor, 1868, hatte Brahms sich erstmals der Frage gestellt, wie Gott es zulassen kann, dass Menschen verzweifeln im Angesicht des Todes. Angesichts sinnlosen Leidens, angesichts einer nicht fassbaren Endgültigkeit. Das „Deutsche Requiem“ beruht  -  wie auch Brahms Motette  -  auf biblischen Texten beider Testamente, und zwar  -  deswegen "deutsches" Requiem  -  in der Übersetzung von Luther. Ausgewählt und zusammen gestellt hat Brahms die Texte selber, und beide Male hat er bei dieser Komposition der Texte eine Haltung bewiesen, die er selber einmal als „ketzerisch“ bezeichnet hat, die man aber, wenn man die Bibel kennt, nur als biblisch bezeichnen kann: Er verweigert den falschen Trost, der darin liegt zu glauben, der Tod sei nur der Übergang in eine bessere Welt. Nichts bei Brahms weist darauf hin, was ja so viele gerne glauben, dass jeder Tod nur eine Reise sei und jedes Requiem ein Reisesegen. Der Tod, lässt Brahms mit 1 Kor 15 singen, werde nicht durchwandert, er müsse überwunden werden, und zwar nicht von uns, sondern von Gott, und zwar nicht jetzt, sondern "zur Zeit der letzten Posaune". Keinen Tag vorher, dann aber "plötzlich, in einem Augenblick". Damit aber verweigert Brahms seiner Zeit das, was sie am höchsten verehrt, den Glauben an einen Fortschritt, der das Totenreich durchquere wie ein Conquistadeur seine Kolonien oder das proletarische Subjekt seine geschichtliche Mission oder eben die Aufklärung das Schattenreich. Der Tod markiert eine Grenze, keine Seele ist unsterblich: Mit dieser Feststellung steht Brahms  -  anders als so viele Seelsorger heute  -  auf biblischem Boden. Wo es um die Frage geht, warum Menschen leiden und sich quälen und es ihnen mit Leib und Seele nicht anders ergeht als dem Vieh  -  "wie dieses stirbt so sterben sie auch", heißt seelsorgerlich nüchtern beim Prediger Salomo  -   von dieser Frage getrieben rettet sich Brahms in kein Fortschrittspathos hinein, sondern er flieht vor der Frage weg zu ihr hin, er flieht von Gott zu Gott, dem Gott Abrahams:
"Herr, wessen soll ich mich trösten? Ich hoffe auf Dich."
Lässt sich dies  -  das Leiden angesichts des Todes  -  lässt sich dies mit großem Orchester und noch größerem Chor ausdrücken? Brahms hat das Requiem, hier ganz Kind seiner Zeit, für eine reichlich große Besetzung geschrieben, allein der Chor sollte 200 Stimmen stellen. Florian Helgath reduziert auf 29 solistische Stimmen und übersetzt das gewaltige Orchester in den Klang von zwei Flügeln. Eine vierhändige Klavierfassung des Werkes hatte bereits Brahms selber erstellt, sie kommt einer schöpferischen Um– und Neugestaltung des Werkes bereits nahe. Das Duo d’ Accord erstellt derzeit eine eigene, neue Klavier-Transkription für zwei Klaviere. So entsteht eine kammermusikalisch transparente Form, dazu da, Antworten zu finden auf die Frage, wie es klingt, auf einen Gott zu hoffen, der sagt:
"Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet."
 
CWR 102 | EIN DEUTSCHES REQUIEM JOHANNES BRAHMS | 1833 - 1897 _ Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen (1878) für gemischten Chor a cappella 10‘ JOHANNES BRAHMS | 1833 - 1897 _ Ein deutsches Requiem op. 45 (1866) Transkription für Solisten, Chor und 2 Klaviere vom Duo d’Accord 80’ MIT | Klavierduo Lucia Huang & Sebastian Euler | Musikalische Leitung
>> Einlass ab 16:00 Uhr >> Einführung in die Werke: voraussichtlich 16:30 Uhr >> VVK 24,00 € zzgl. Gebühren | halber Preis für alle bis 25 Jahre >> und in allen besseren VVK-Stellen
CWR 102 ist eine Kooperation von , Christuskirche Bochum und dem
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | Ein deutsches Requiem

ChorWerk Ruhr | Stabat Mater

ChorWerk Ruhr in der Christuskirche | (c) Sabine Michalak Johann Sebastian Bach in seiner hervorragendsten Eigenschaft: als Tonsetzer eines protestantischen Kirchenliedes. „Jesu, meine Freude“ (BWV 227) ist eines seiner berühmtesten Werke, mit souveräner Kompositionskunst führt er die Motette in jeder einzelnen Liedstrophe zu individueller Aussagekraft. Bach ist Exeget, die Römerbrief-Theologie des Apostels Paulus  -  durch Martin Luthers kraftvolle Sprache farbenreich interpretiert  -  erfährt in Bachs Musik eine nuancierte Kontur hin zu einer Wirkmächtigkeit, die bis heute ihresgleichen sucht. Und dann  -  die Klangwelt der Steine. Geronnenes Leben, das Ondrej Adamek erhört. Der tschechische Komponist und Dirigent, 1979 geboren, zählt unter den jungen Komponisten zu den gefragtesten: Uraufführungen beim Luzern-Festival 2008 durch Pierre Boulez sowie 2014 für die Donaueschinger Musiktage zeigen dies. „Steinar“   -  „Steine“  -  heißt eines seiner Werke: Ursprünglich mit sechs Vokalisten besetzt und als Auftragswerk der Wittener Tage für neue Kammermusik 2015 komponiert, erklingt es nun in chorischer Fassung, und das heißt: Die Sängerinnen und Sänger agieren zugleich als Percussionisten an eher ungewöhnlichen Materialien: Kieselsteinen, Kazoos, Wah-Wah-Tubes. Die Grenzen zwischen Gesang und Geräusch, Vokalem und Instrumentalem zerfließen. Auch das Vokale selbst wechselt zwischen gesungenen Melodien, artikulierten Phonemen und Sprechen, aber auch jazziger und opernhafter Stimmgebung. Adámek interessiert sich für das gesamte Klangfarbenspektrum des Vokalen, das er mit der Original-Lyrik des isländischen Dichters Sjón in semantische Beziehung setzt  -  einer rätselhaften Szene zwischen spielerischem Steinwurf und brutaler Steinigung. Brutal der Tod am Kreuz, ein Staatsmorden, das Tage dauern kann. Unter dem Kreuz Jesu seine Mutter Maria: „Stabat mater dolorosa“ ist ein mittelalterliches Gedicht, wohl im 13. Jahrhundert geschrieben, es hat zahlreiche Komponisten zu ergreifenden Vertonungen angeregt. Die Version von Domenico Scarlatti, dem Zeitgenossen Bachs, gehört zu den weniger bekannten, ist aber eine der eindrucksvollsten. Ungewöhnlich ist die zehnstimmige Anlage des lediglich continuo-begleiteten Vokalsatzes: Sie ermöglicht Scarlatti eine ungeheuer dichte polyphone Kompositionsweise, reich an harmonischen Spannungen und Verdichtungen, die den Text tragen, ihn fühlbar machen.

CWR 94

JOHANN SEBASTIAN BACH | 1685-1750 _ Jesu, meine Freude | Motette für fünfstimmigen Chor BWV 227 | 20‘ ONDREJ ADAMEK | *1979 _ Steinar für 24 Sängerinnen und Sänger mit Instrumenten | 25‘ DOMENICO SCARLATTI | 1685-1757 _ Stabat Mater für zehnstimmigen Chor | 30‘

Mit

Björn Colell | Laute Günter Holzhausen | Violone Christoph Anselm Noll | Orgel ChorWerk Ruhr Florian Helgath | Leitung

Tickets

22 Euro | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre | jeweils zzgl. Gebühren sowie in allen besseren VVK-Stellen.

Florian Helgath | Dirigent

Künstlerischer Leiter von ChorWerk Ruhr seit 2011. Erste musikalische Erfahrungen in seiner Heimatstadt bei den Regensburger Domspatzen und später an der Hochschule für Musik und Theater in München. Internationale Erfolge als Finalist und Preisträger bei Wettbewerben wie dem Eric Ericson Award 2006 in Schweden sowie bei der Competition For Young Choral Conductors 2007 in Budapest. 2009 bis 2014 Leiter des Dänischen Rundfunkchors als Chorus Master. Dirigent des Via Nova Chor München mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Chormusik: Seit 2008 hat er mit diesem Ensemble zahlreiche Uraufführungen dirigiert und wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Regelmäßig zu Gast beim SWR Vokalensemble, beim RIAS Kammerchor, beim Chor des Bayerischen Rundfunks, dem MDR Rundfunkchor, dem Choer de Radio France. Helgath arbeitet mit den Bochumer Symphonikern, dem Münchener Rundfunkorchester, dem Danish Chamber Orchestra, den Münchner Symphonikern, der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln sowie dem Ensemble Resonanz aus Hamburg zusammen. Einstudierungen und Assistenzen übernahm er unter anderem für Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Rafael Frühbeck de Burgos und Christian Thielemann.

ChorWerk Ruhr

1999 gegründet, ein professionelles und flexibel agierendes Vokalensemble. Sein Repertoire reicht von der abendländischen Ein- und Mehrstimmigkeit bis zu großen oratorischen Werken. Mit Florian Helgath als Dirigenten legt der Chor einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, neue Chormusik in Bezug auf traditionelle Musikformen zu beleuchten und sie vor dem Hintergrund der reichen Musikgeschichte neu wirken zu lassen. Seit Gründung des Chors fanden Konzerte mit Musik aus allen Epochen bis zur Gegenwart statt in Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Reinhard Goebel, Robin Gritton, Susanna Mälkki, Kent Nagano, Peter Neumann, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Marcus Stenz, Bruno Weil und Hans Zender. Konzerte mit renommierten Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, Ensemble Resonanz, l’arte dell mondo, dem Ensemble Musikfabrik, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, dem Ensemble Modern, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Häufige Aufnahmen durch WDR und DLF und Teilnahme an nationalen wie internationalen Musikfestivals. Enge Kooperation mit der Ruhrtriennale.
  Eine ChorWerk Ruhr Produktion . Die Zusammenarbeit von Christuskirche Bochum und ChorWerk Ruhr geht auf das Jahr 2001 zurück. 2013 trat das Kulturbüro der Stadt der Kooperation bei. Gemeinsames Ziel: dem Elite-Chor eine HörHeimat im Ruhrgebiet schaffen. ChorWerk Ruhr selber ist ein Projekt der Kultur Ruhr GmbH, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | Stabat Mater

ChorWerk Ruhr | Stabat Mater

ChorWerk Ruhr in der Christuskirche | (c) Sabine Michalak Johann Sebastian Bach in seiner hervorragendsten Eigenschaft: als Tonsetzer eines protestantischen Kirchenliedes. „Jesu, meine Freude“ (BWV 227) ist eines seiner berühmtesten Werke, mit souveräner Kompositionskunst führt er die Motette in jeder einzelnen Liedstrophe zu individueller Aussagekraft. Bach ist Exeget, die Römerbrief-Theologie des Apostels Paulus  -  durch Martin Luthers kraftvolle Sprache farbenreich interpretiert  -  erfährt in Bachs Musik eine nuancierte Kontur hin zu einer Wirkmächtigkeit, die bis heute ihresgleichen sucht. Und dann  -  die Klangwelt der Steine. Geronnenes Leben, das Ondrej Adamek erhört. Der tschechische Komponist und Dirigent, 1979 geboren, zählt unter den jungen Komponisten zu den gefragtesten: Uraufführungen beim Luzern-Festival 2008 durch Pierre Boulez sowie 2014 für die Donaueschinger Musiktage zeigen dies. „Steinar“   -  „Steine“  -  heißt eines seiner Werke: Ursprünglich mit sechs Vokalisten besetzt und als Auftragswerk der Wittener Tage für neue Kammermusik 2015 komponiert, erklingt es nun in chorischer Fassung, und das heißt: Die Sängerinnen und Sänger agieren zugleich als Percussionisten an eher ungewöhnlichen Materialien: Kieselsteinen, Kazoos, Wah-Wah-Tubes. Die Grenzen zwischen Gesang und Geräusch, Vokalem und Instrumentalem zerfließen. Auch das Vokale selbst wechselt zwischen gesungenen Melodien, artikulierten Phonemen und Sprechen, aber auch jazziger und opernhafter Stimmgebung. Adámek interessiert sich für das gesamte Klangfarbenspektrum des Vokalen, das er mit der Original-Lyrik des isländischen Dichters Sjón in semantische Beziehung setzt  -  einer rätselhaften Szene zwischen spielerischem Steinwurf und brutaler Steinigung. Brutal der Tod am Kreuz, ein Staatsmorden, das Tage dauern kann. Unter dem Kreuz Jesu seine Mutter Maria: „Stabat mater dolorosa“ ist ein mittelalterliches Gedicht, wohl im 13. Jahrhundert geschrieben, es hat zahlreiche Komponisten zu ergreifenden Vertonungen angeregt. Die Version von Domenico Scarlatti, dem Zeitgenossen Bachs, gehört zu den weniger bekannten, ist aber eine der eindrucksvollsten. Ungewöhnlich ist die zehnstimmige Anlage des lediglich continuo-begleiteten Vokalsatzes: Sie ermöglicht Scarlatti eine ungeheuer dichte polyphone Kompositionsweise, reich an harmonischen Spannungen und Verdichtungen, die den Text tragen, ihn fühlbar machen.

CWR 94

JOHANN SEBASTIAN BACH | 1685-1750 _ Jesu, meine Freude | Motette für fünfstimmigen Chor BWV 227 | 20‘ ONDREJ ADAMEK | *1979 _ Steinar für 24 Sängerinnen und Sänger mit Instrumenten | 25‘ DOMENICO SCARLATTI | 1685-1757 _ Stabat Mater für zehnstimmigen Chor | 30‘

Mit

Björn Colell | Laute Günter Holzhausen | Violone Christoph Anselm Noll | Orgel ChorWerk Ruhr Florian Helgath | Leitung

Tickets

22 Euro | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre | jeweils zzgl. Gebühren sowie in allen besseren VVK-Stellen.

Florian Helgath | Dirigent

Künstlerischer Leiter von ChorWerk Ruhr seit 2011. Erste musikalische Erfahrungen in seiner Heimatstadt bei den Regensburger Domspatzen und später an der Hochschule für Musik und Theater in München. Internationale Erfolge als Finalist und Preisträger bei Wettbewerben wie dem Eric Ericson Award 2006 in Schweden sowie bei der Competition For Young Choral Conductors 2007 in Budapest. 2009 bis 2014 Leiter des Dänischen Rundfunkchors als Chorus Master. Dirigent des Via Nova Chor München mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Chormusik: Seit 2008 hat er mit diesem Ensemble zahlreiche Uraufführungen dirigiert und wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Regelmäßig zu Gast beim SWR Vokalensemble, beim RIAS Kammerchor, beim Chor des Bayerischen Rundfunks, dem MDR Rundfunkchor, dem Choer de Radio France. Helgath arbeitet mit den Bochumer Symphonikern, dem Münchener Rundfunkorchester, dem Danish Chamber Orchestra, den Münchner Symphonikern, der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln sowie dem Ensemble Resonanz aus Hamburg zusammen. Einstudierungen und Assistenzen übernahm er unter anderem für Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Rafael Frühbeck de Burgos und Christian Thielemann.

ChorWerk Ruhr

1999 gegründet, ein professionelles und flexibel agierendes Vokalensemble. Sein Repertoire reicht von der abendländischen Ein- und Mehrstimmigkeit bis zu großen oratorischen Werken. Mit Florian Helgath als Dirigenten legt der Chor einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, neue Chormusik in Bezug auf traditionelle Musikformen zu beleuchten und sie vor dem Hintergrund der reichen Musikgeschichte neu wirken zu lassen. Seit Gründung des Chors fanden Konzerte mit Musik aus allen Epochen bis zur Gegenwart statt in Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Reinhard Goebel, Robin Gritton, Susanna Mälkki, Kent Nagano, Peter Neumann, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Marcus Stenz, Bruno Weil und Hans Zender. Konzerte mit renommierten Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, Ensemble Resonanz, l’arte dell mondo, dem Ensemble Musikfabrik, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, dem Ensemble Modern, der Jungen Deutschen Philharmonie, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Häufige Aufnahmen durch WDR und DLF und Teilnahme an nationalen wie internationalen Musikfestivals. Enge Kooperation mit der Ruhrtriennale.
  Eine ChorWerk Ruhr Produktion . Die Zusammenarbeit von Christuskirche Bochum und ChorWerk Ruhr geht auf das Jahr 2001 zurück. 2013 trat das Kulturbüro der Stadt der Kooperation bei. Gemeinsames Ziel: dem Elite-Chor eine HörHeimat im Ruhrgebiet schaffen. ChorWerk Ruhr selber ist ein Projekt der Kultur Ruhr GmbH, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | Stabat Mater

ChorWerk Ruhr | “Der Gesang der Nachtigall”

FOTO: PEDRO MALINOWSKIChorwerk RuhrKONTAKTKultur Ruhr GmbHLeithestraße 3545886 GelsenkirchenTelefon 0209. 60 50 7 - 100Telefax 0209. 60 50 7 - 109Facebook: www.facebook.com/chorwerkruhrPROJEKTLEITUNGJürgen WagnerDurchwahl 0209. 60 507 - 114E-Mail an j.wagner@chorwerkruhr.dePROJEKTKOORDINATIONMartina OssobleDurchwahl 0209. 60 507 - 115E-Mail an m.ossoble@chorwerkruhr.dePROJEKTASSISTENZKevin JagelkiDurchwahl 0209. 60 507 - 116E-Mail an k.jagelki@chorwerkruhr.deWenig Zeit? Kurze Info: Der Wunderchor von der Ruhr, unser choir in residence, lädt zum exklusiven Open Air auf die Wasserburg Kemnade. Mit dabei: Schauspiel-Star Angela Winkler. Limitierte Platzzahl! Das Schöne an der Nachtigall ist nicht ihr Gesang, sondern dass sie, die singen kann wie keine, unter die Sperlinge zählt. Ihre engsten Verwandten heißen Spatz & Meise, biblisch hätte man Krethi & Plethi gesagt, ins Örtliche übersetzt: Rhein & Ruhr. Von eben dort dieser Gesang, von hier: ChorWerk Ruhr ist ein Wunderchor, unser choir in residence, er schafft es, eine Komposition wie "The Nightingale" von Ugis Praulins [*1957]  -  ein ungemein anspruchsvolles Werk, an dem sich Spreu vom Weizen trennt wie Spatzen von der Nachtigall  -  er schafft es, ein solches Werk nicht nur zu meistern, sondern zu singen:
"In wechselnden Stimmen und Stimmungen erzählte der Chor das Märchen von Hans Christian Andersen, das von der Nachtigallenstimme der Flöte durchwoben wird. Die expressive Dramatik, die variable Rhythmik und die Vielgestaltigkeit der Ausdrucksmittel trugen unmittelbar dazu bei, das zum Schluss restlos begeisterte Publikum in den Bann zu ziehen – ein schier märchenhafter Abend!“
schrieb Tobias Böcker 2014, als ChorWerk Ruhr das Märchen erstmals erzählte  -  auch in der Christuskirche , wir wohnten einem Naturwunder bei. Und dessen expliziter Verdoppelung: In der Natur singen nur die Nachtigall-Männchen ... Jetzt also dieses Wunder und seine Verdoppelung erneut  -  nicht in der Christuskirche dieses Mal, dafür in der freien Luft, das Konzert ist ein ! Jahrhundertealtes Gemäuer, offener Himmel, Nachtigallen in den Weiden ... Es klingt perfekt: "Die brillierende Flöte flattert über dem Chor, der so ziemlich alle Formen der menschlichen Lautbildung einsetzt, der Perkussion, Erzählerin und genial agierendes, polyphones Gebilde ist ..." Die Anzahl der Plätze ist limitiert, Tickets sind exklusiv.

Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“

hat der lettische Komponist Uģis Prauliņš 2010 musikalisch übersetzt: Eine Blockflöten-Nachtigall, sehr expressiv, begleitet die Hörer durchs Geschehen; das Gesangsensemble aus 20 Solo-Stimmen erzählt aus Andersens berühmtem Märchen über den chinesischen Kaiser, der seinen lebhaften Vogel gegen eine leblose Spieluhr eingetauscht hat und sich, vor Langeweile in Todesstarre verfallen, noch gerade rechtzeitig noch an seinen singenden Freund erinnert ...

Angela Winkler, Schauspielerin

u.a. in Die Blechtrommel und Die verlorene Ehre der Katharina Blum, vielfache Zusammenarbeit mit Peter Zadek, liest Passagen aus Andersens Märchen.

Das Programm

Es war der Gesang, der selbst den Kaiser von China aus seiner Todesstarre befreit, aus der Erstarrung befreit haben Gesang und Blockflöte tatsächlich einmal die Musik: Als die Renaissancezeit sich dem Ende zuneigte, wollten gestrenge Musiktheoretiker verhindern, dass das enge theoretische Regelwerk der polyphonen Satztechnik vom frischen Wind einer neuartigen expressiven Unmittelbarkeit durchblasen würde. Damals verhalfen Diminutionen  –  das sind virtuose Bearbeitungen einzelner Stimmen aus bereits komponierten Musikstücken  –  der ungezügelten Spielfreude zum Durchbruch. Im Programm des ChorWerk Ruhr stehen dafür die Kompositionen Josquins Desprez‘ und Cipriano de Rore. Clément Janequin (1485-1558) lässt in seinem berühmten Chanson Le chant des oiseaux (Der Gesang der Vögel) ein ganzes Heer von Vögeln vor unseren Ohren lebendig werden. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde der französische Komponist für seine außergewöhnlichen klangmalerischen Fähigkeiten gerühmt. So werden Drossel, Amsel oder Nachtigall in der fünfstimmigen Komposition nicht nur im Text benannt, sondern ihr Gesang wird zugleich von den Sängern mit unterschiedlichen lautmalerischen Silbenfolgen auf ebenso originelle wie eindrückliche Weise imitiert.

JOSQUIN DESPREZ | 1450/55 – 1521 _Mille regretz für gemischten Chor mit Diminutionen für Blockflöte von Diego Ortiz

CIPRIANO DE RORE | 1515/16 – 1565 _Ancor che col partire für gemischten Chor mit Diminutionen für Blockflöte von Riccardo Rogniono

CLÉMENT JANEQUIN | 1485 – 1558 _Le Chant des Oiseaux für gemischten Chor a cappella

JACOB VAN EYCK | 1590 – 1657 _Engels Nachtegaeltje für Blockflöte solo

FRANCOIS COUPERIN | 1668 – 1733 _Le Rossignol en amour und Le Rossignol Vanqeur für Blockflöte solo arrangiert

UGIS PRAULINS | *1957 _The Nightingale Musik zu dem Märchen „Die Nachtigall“ von Hans Christian Andersen für gemischten Chor und Blockflöte (2010), ergänzt durch eine Lesung des Märchens.


MIT Michala Petri | Blockflöte Angela Winkler | Erzählerin ChorWerk Ruhr Florian Helgath | Dirigent TICKETS | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre | Tickets an jeder besseren VVK-Stelle ORT Haus Kemnade | An der Kemnade 10, 45527 Hattingen Bei Regen wird das Konzert in die ehemaligen Stallungen der Burg verlegt. EINE PRODUKTION VON ChorWerk Ruhr im Verbund mit Christuskirche Bochum und Stadt Bochum und mit Unterstützung der Sparkasse Bochum.            
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | “Der Gesang der Nachtigall”

ChorWerk Ruhr | “Der Gesang der Nachtigall”

FOTO: PEDRO MALINOWSKIChorwerk RuhrKONTAKTKultur Ruhr GmbHLeithestraße 3545886 GelsenkirchenTelefon 0209. 60 50 7 - 100Telefax 0209. 60 50 7 - 109Facebook: www.facebook.com/chorwerkruhrPROJEKTLEITUNGJürgen WagnerDurchwahl 0209. 60 507 - 114E-Mail an j.wagner@chorwerkruhr.dePROJEKTKOORDINATIONMartina OssobleDurchwahl 0209. 60 507 - 115E-Mail an m.ossoble@chorwerkruhr.dePROJEKTASSISTENZKevin JagelkiDurchwahl 0209. 60 507 - 116E-Mail an k.jagelki@chorwerkruhr.deWenig Zeit? Kurze Info: Der Wunderchor von der Ruhr, unser choir in residence, lädt zum exklusiven Open Air auf die Wasserburg Kemnade. Mit dabei: Schauspiel-Star Angela Winkler. Limitierte Platzzahl! Das Schöne an der Nachtigall ist nicht ihr Gesang, sondern dass sie, die singen kann wie keine, unter die Sperlinge zählt. Ihre engsten Verwandten heißen Spatz & Meise, biblisch hätte man Krethi & Plethi gesagt, ins Örtliche übersetzt: Rhein & Ruhr. Von eben dort dieser Gesang, von hier: ChorWerk Ruhr ist ein Wunderchor, unser choir in residence, er schafft es, eine Komposition wie "The Nightingale" von Ugis Praulins [*1957]  -  ein ungemein anspruchsvolles Werk, an dem sich Spreu vom Weizen trennt wie Spatzen von der Nachtigall  -  er schafft es, ein solches Werk nicht nur zu meistern, sondern zu singen:
"In wechselnden Stimmen und Stimmungen erzählte der Chor das Märchen von Hans Christian Andersen, das von der Nachtigallenstimme der Flöte durchwoben wird. Die expressive Dramatik, die variable Rhythmik und die Vielgestaltigkeit der Ausdrucksmittel trugen unmittelbar dazu bei, das zum Schluss restlos begeisterte Publikum in den Bann zu ziehen – ein schier märchenhafter Abend!“
schrieb Tobias Böcker 2014, als ChorWerk Ruhr das Märchen erstmals erzählte  -  auch in der Christuskirche , wir wohnten einem Naturwunder bei. Und dessen expliziter Verdoppelung: In der Natur singen nur die Nachtigall-Männchen ... Jetzt also dieses Wunder und seine Verdoppelung erneut  -  nicht in der Christuskirche dieses Mal, dafür in der freien Luft, das Konzert ist ein ! Jahrhundertealtes Gemäuer, offener Himmel, Nachtigallen in den Weiden ... Es klingt perfekt: "Die brillierende Flöte flattert über dem Chor, der so ziemlich alle Formen der menschlichen Lautbildung einsetzt, der Perkussion, Erzählerin und genial agierendes, polyphones Gebilde ist ..." Die Anzahl der Plätze ist limitiert, Tickets sind exklusiv.

Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“

hat der lettische Komponist Uģis Prauliņš 2010 musikalisch übersetzt: Eine Blockflöten-Nachtigall, sehr expressiv, begleitet die Hörer durchs Geschehen; das Gesangsensemble aus 20 Solo-Stimmen erzählt aus Andersens berühmtem Märchen über den chinesischen Kaiser, der seinen lebhaften Vogel gegen eine leblose Spieluhr eingetauscht hat und sich, vor Langeweile in Todesstarre verfallen, noch gerade rechtzeitig noch an seinen singenden Freund erinnert ...

Angela Winkler, Schauspielerin

u.a. in Die Blechtrommel und Die verlorene Ehre der Katharina Blum, vielfache Zusammenarbeit mit Peter Zadek, liest Passagen aus Andersens Märchen.

Das Programm

Es war der Gesang, der selbst den Kaiser von China aus seiner Todesstarre befreit, aus der Erstarrung befreit haben Gesang und Blockflöte tatsächlich einmal die Musik: Als die Renaissancezeit sich dem Ende zuneigte, wollten gestrenge Musiktheoretiker verhindern, dass das enge theoretische Regelwerk der polyphonen Satztechnik vom frischen Wind einer neuartigen expressiven Unmittelbarkeit durchblasen würde. Damals verhalfen Diminutionen  –  das sind virtuose Bearbeitungen einzelner Stimmen aus bereits komponierten Musikstücken  –  der ungezügelten Spielfreude zum Durchbruch. Im Programm des ChorWerk Ruhr stehen dafür die Kompositionen Josquins Desprez‘ und Cipriano de Rore. Clément Janequin (1485-1558) lässt in seinem berühmten Chanson Le chant des oiseaux (Der Gesang der Vögel) ein ganzes Heer von Vögeln vor unseren Ohren lebendig werden. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde der französische Komponist für seine außergewöhnlichen klangmalerischen Fähigkeiten gerühmt. So werden Drossel, Amsel oder Nachtigall in der fünfstimmigen Komposition nicht nur im Text benannt, sondern ihr Gesang wird zugleich von den Sängern mit unterschiedlichen lautmalerischen Silbenfolgen auf ebenso originelle wie eindrückliche Weise imitiert.

JOSQUIN DESPREZ | 1450/55 – 1521 _Mille regretz für gemischten Chor mit Diminutionen für Blockflöte von Diego Ortiz

CIPRIANO DE RORE | 1515/16 – 1565 _Ancor che col partire für gemischten Chor mit Diminutionen für Blockflöte von Riccardo Rogniono

CLÉMENT JANEQUIN | 1485 – 1558 _Le Chant des Oiseaux für gemischten Chor a cappella

JACOB VAN EYCK | 1590 – 1657 _Engels Nachtegaeltje für Blockflöte solo

FRANCOIS COUPERIN | 1668 – 1733 _Le Rossignol en amour und Le Rossignol Vanqeur für Blockflöte solo arrangiert

UGIS PRAULINS | *1957 _The Nightingale Musik zu dem Märchen „Die Nachtigall“ von Hans Christian Andersen für gemischten Chor und Blockflöte (2010), ergänzt durch eine Lesung des Märchens.


MIT Michala Petri | Blockflöte Angela Winkler | Erzählerin ChorWerk Ruhr Florian Helgath | Dirigent TICKETS | 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre | Tickets an jeder besseren VVK-Stelle ORT Haus Kemnade | An der Kemnade 10, 45527 Hattingen Bei Regen wird das Konzert in die ehemaligen Stallungen der Burg verlegt. EINE PRODUKTION VON ChorWerk Ruhr im Verbund mit Christuskirche Bochum und Stadt Bochum und mit Unterstützung der Sparkasse Bochum.            
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | “Der Gesang der Nachtigall”

ChorWerk Ruhr | “Es tönt ein voller Harfenklang”

michalak-24 - KopieCWR 85 | PROGRAMM JOHANNES BRAHMS (1833 - 1897) Vier Gesänge, op. 17 für Frauenchor mit Begleitung von zwei Hörnern und Harfe _ Nr. 1: Es tönt ein voller Harfenklang _ Nr. 2: Lied von Shakespeare _ Nr. 3: Der Gärtner _ Nr. 4: Gesang aus Fingal FRANZ SCHUBERT (1797 - 1828) Gesang der Geister über den Wassern, D 714 für achtstimmigen Männerchor und Streichquintett (1820) THOMAS BLOMENKAMP (* 1955) Nachtlieder mit Gedichten von Chamisso, Mörike und Eichendorff für gemischten Chor, zwei Hörner, Harfe, zwei Violen, zwei Violoncelli und Kontrabass (2015) ChorWerk Ruhr Kompositionsauftrag / Uraufführung RICHARD STRAUSS (1864 - 1949) Zwei Gesänge, op. 34 22‘ für 16-stimmigen gemischten Chor a cappella _ Nr. 1: Der Abend _ Nr. 2: Hymne Katrina Szederkenyi | Harfe Waltraud Prinz und Joan Ratiu | Horn Ensemble Ruhr ChorWerk Ruhr Florian Helgath, Musikalische Leitung
>> 19:30 h: Einführung Florian Helgath und Thomas Blomenkamp im Gespräch mit Ulrich Schardt
Am Beginn des Jahrhunderts: Feldzüge, Restauration, desillusionierte Bürger, die sich ins Private zurück ziehen. Gemeint ist das 19. Jahrhundert, die Feldzüge waren die von Napoleon, die Restauration die von Metternich, und der Rückzug ins Private schuf einen neuen Menschentyp, den Biedermeier. Ein Effekt dieser schwierigen Jahre: Es entstand ein ungeheuer reichhaltiges Chormusik-Repertoire, eine Art ästhetisches Rückzugsgebiet für äußerlich bedrängte wache Geister. Chormusik löste sich ab von kirchlichen und sakramentalen Bezügen und wurde  -  eine neue Gattung für bürgerliches Engagement auf gehobenem Niveau  -  schnell so beliebt, dass sie weit über die Epoche der Salons und privaten Lese- und Musiziergesellschaften hinaus reichte und das gesamte Jahrhundert hindurch mit neuen großartigen Kompositionen beehrt wurde. Franz Schuberts faszinierender „Gesang der Geister über den Wassern“, hier in der zweiten Fassung für achtstimmigen Männerchor und Streichquintett zu hören, gehört zum Urgestein jener neuen Vokalmusik-Gattung, mit der man sich in den bürgerlichen Salons vergnügte. Johannes Brahms knüpfte mit mehreren Opera an die weltliche Chorlied-Tradition an; seine „Vier Gesänge op. 17“ fordern eine Harfe und zwei Hörner als Begleitung, womit er das romantische Ideal aufs Eindrücklichste nochmals aufleben lässt. Richard Strauss schließlich, für den Vokalmusik oft ein Ventil für seine überbordende musikalische Ideenfülle war, erprobte im Chor-Genre gern den sinfonischen Klang mit atemberaubend vielstimmigen, klanglich raffiniert angelegten Partituren. „Der Abend“ und „Hymne“ für 16-stimmigen Chor a cappella sind Höhepunkte der Chorliteratur des Fin de siècle. >> VVK 22,00 EURo zzgl. Geb. | halber Preis bis 25 Jahre >> >> Mehr Infos zum Konzert: >> Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit: Christuskirche Bochum und Kulturbüro Bochum
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | “Es tönt ein voller Harfenklang”

ChorWerk Ruhr | “Es tönt ein voller Harfenklang”

michalak-24 - KopieCWR 85 | PROGRAMM JOHANNES BRAHMS (1833 - 1897) Vier Gesänge, op. 17 für Frauenchor mit Begleitung von zwei Hörnern und Harfe _ Nr. 1: Es tönt ein voller Harfenklang _ Nr. 2: Lied von Shakespeare _ Nr. 3: Der Gärtner _ Nr. 4: Gesang aus Fingal FRANZ SCHUBERT (1797 - 1828) Gesang der Geister über den Wassern, D 714 für achtstimmigen Männerchor und Streichquintett (1820) THOMAS BLOMENKAMP (* 1955) Nachtlieder mit Gedichten von Chamisso, Mörike und Eichendorff für gemischten Chor, zwei Hörner, Harfe, zwei Violen, zwei Violoncelli und Kontrabass (2015) ChorWerk Ruhr Kompositionsauftrag / Uraufführung RICHARD STRAUSS (1864 - 1949) Zwei Gesänge, op. 34 22‘ für 16-stimmigen gemischten Chor a cappella _ Nr. 1: Der Abend _ Nr. 2: Hymne Katrina Szederkenyi | Harfe Waltraud Prinz und Joan Ratiu | Horn Ensemble Ruhr ChorWerk Ruhr Florian Helgath, Musikalische Leitung
>> 19:30 h: Einführung Florian Helgath und Thomas Blomenkamp im Gespräch mit Ulrich Schardt
Am Beginn des Jahrhunderts: Feldzüge, Restauration, desillusionierte Bürger, die sich ins Private zurück ziehen. Gemeint ist das 19. Jahrhundert, die Feldzüge waren die von Napoleon, die Restauration die von Metternich, und der Rückzug ins Private schuf einen neuen Menschentyp, den Biedermeier. Ein Effekt dieser schwierigen Jahre: Es entstand ein ungeheuer reichhaltiges Chormusik-Repertoire, eine Art ästhetisches Rückzugsgebiet für äußerlich bedrängte wache Geister. Chormusik löste sich ab von kirchlichen und sakramentalen Bezügen und wurde  -  eine neue Gattung für bürgerliches Engagement auf gehobenem Niveau  -  schnell so beliebt, dass sie weit über die Epoche der Salons und privaten Lese- und Musiziergesellschaften hinaus reichte und das gesamte Jahrhundert hindurch mit neuen großartigen Kompositionen beehrt wurde. Franz Schuberts faszinierender „Gesang der Geister über den Wassern“, hier in der zweiten Fassung für achtstimmigen Männerchor und Streichquintett zu hören, gehört zum Urgestein jener neuen Vokalmusik-Gattung, mit der man sich in den bürgerlichen Salons vergnügte. Johannes Brahms knüpfte mit mehreren Opera an die weltliche Chorlied-Tradition an; seine „Vier Gesänge op. 17“ fordern eine Harfe und zwei Hörner als Begleitung, womit er das romantische Ideal aufs Eindrücklichste nochmals aufleben lässt. Richard Strauss schließlich, für den Vokalmusik oft ein Ventil für seine überbordende musikalische Ideenfülle war, erprobte im Chor-Genre gern den sinfonischen Klang mit atemberaubend vielstimmigen, klanglich raffiniert angelegten Partituren. „Der Abend“ und „Hymne“ für 16-stimmigen Chor a cappella sind Höhepunkte der Chorliteratur des Fin de siècle. >> VVK 22,00 EURo zzgl. Geb. | halber Preis bis 25 Jahre >> >> Mehr Infos zum Konzert: >> Eine ChorWerk Ruhr Produktion in Kooperation mit: Christuskirche Bochum und Kulturbüro Bochum
Kommentare deaktiviert für ChorWerk Ruhr | “Es tönt ein voller Harfenklang”

NEWSLETTER ABONNIEREN

KONTAKT

Christuskirche Bochum
Kirche der Kulturen
Platz des euro­päi­schen Versprechens
44787 Bochum