Platz des europäischen Versprechens

Dem Öffentlichen Raum Bedeutung geben

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Foto Sabitha Saul

Wo liegt Europa? Gibt es einen Ort in unserer Vorstellung, der diesen Namen trägt? Aus 14726 Versprechen ist –  rund um die Christuskirche herum  –  ein öffentlicher Raum entstanden, der Platz des europäischen Versprechens.

Menschen aus ganz Europa haben diesem Platz ihren Namen gegeben und sich selber ein persönliches Versprechen. Der Platz ist, Buchstabe für Buchstabe, aus ihren Namen gebaut, er ist 3000 qm groß: 14 726 Namen, tief in Stein gefräst, bilden einen neuen öffentlichen Raum.

Die Versprechen aber, für welche die vielen Namen bürgen, bleiben unsichtbar, sie sind still, sie sind frei. Jeder spricht für sich, niemand spricht für andere, es gibt keine Stellvertretung. Europa, sagt Jochen Gerz, „soll nicht mit einer Stimme sprechen, sondern mit vielen. Die Toleranz hat viele Stimmen.“

» europeanpromise.eu

Ausgangsort des neuen Platzes ist die Christuskirche: In ihrem alten Turm wird der Erste Weltkrieg erinnert, die Ur-Katastrophe Europas. Die Namen von Gefallenen aus Bochum stehen hier neben den Namen der „Feindstaaten Deutschlands“. 1931 wurde dieser prekäre Raum der Öffentlichkeit übergeben, nach 1945 wurde er vergessen, 1998 erschlossen und zur öffentlichen Diskussion gestellt.

Aus diesem Raum heraus haben wir das Konzept für eine Kirche der Kulturen entwickelt, aus dieser Kirche heraus entsteht heute der Platz des europäischen Versprechens. Das erste Steinfeld  –  5,40 x 3,80 Meter groß  –  wurde 2009 im Turm der Christuskirche verlegt, am 11. Dezember 2015 wurde der Platz aus 14 726 Namen, in 63 Steinplatten graviert und auf 21 Steinfelder verteilt, eröffnet.


 

Rede von Jochen Gerz zur Eröffnung: Jochen Gerz – Rede zur Eroeffnung PlatzDesEuropaeischenVersprechens

Rede von OB Thomas Eiskirch zur Eröffnung: OB Thomas Eiskirch – Rede zur Eroeffnung PlatzDesEuropaeischenVersprechens

Rede von Peter Friese, Kunstwissenschaftler, zur Eröffnung: Peter Friese – Rede zur Eroeffnung

 

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(c) Platz des europäischen Versprechens | Foto Patrick Skrypczak

 

(c) Der PLATZ DES EUROPÄISCHEN VERSPRECHENS von JOCHEN GERZ ist im Auftrag der Stadt Bochum und der Christuskirche Bochum mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen von 2007 bis 2015 in Bochum entstanden.

 

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