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ChorWerk Ruhr November 2017 in der Christuskirche | (c) Sabine Michalak

Wie klingt es, wenn eine Welt zerfällt, ihre Ordnung zerbricht, wenn eine Gesellschaft sich auflöst und neu arrangiert und anders wieder findet? ChorWerk Ruhr  –  „Aushängeschild des Ruhrgebiets“, unser choir in residence  –  stellt Werke der englischen Reformationszeit den Werken der baltischen Gegenwart gegenüber. Musik des 16. Jahrhunderts einerseits und des 20. Jahrhunderts andererseits, jeweils im Umfeld der Umbrüche entstanden, die Gesellschaft durchschütteln, ein Widerhall von dem, was war und ist und was sein könnte. 

Und beide getragen von der menschlichen Stimme, die singt: Die baltischen Staaten haben sich, man hat es hier im Land der Reformation fast wieder vergessen, mit einer „singenden Revolution“ von der Übermacht gelöst, zwischen 1987 und 1991 waren es singende Demonstranten, die das Sowjetreich nicht gestürzt, aber vorgeführt haben: Wenn der Staat entscheidet, was zu singen sei, ist was faul im Staate. 

Ein Abend mit Werken u.a. von Thomas Tallis, William Byrd und Ēriks Ešenvalds unter Leitung von Stephen Layton, einem der profiliertesten Chordirigenten Europas. Hauptwerk des Abends: die „Missa Rigensis“ des lettischen Komponisten Uģis Prauliņš. Hier das gesamte 

PROGRAMM

Uģis Prauliņš (*1957)
Missa Rigensis

William Byrd (1543-1623)
Ave verum corpus

Thomas Tallis (1505-1585)
Salvator mundi

Vytautas Miškinis (*1954)
Angelus suis Deus

Eriks Ešenvalds (*1977)
Magnificat

William Byrd (1543-1623)
O Lord, make thy servant Elizabeth

Thomas Tallis (1505-1585)
If ye love me

Paweł Łukaszewski (*1968)
Nunc dimittis


Die „Missa Rigensis“ des Letten Uģis Prauliņš ist eine Hommage an dessen Heimatstadt Riga und steht im Geiste der großen Messen der Renaissance. Dabei trägt sie die charakteristische Handschrift des Komponisten, der in seiner Musik auf alte Traditionen und lettische Volksmusik ebenso zurückgreift wie auf Einflüsse aus der Rockmusik und moderne Elemente. So entsteht eine fantasievolle Vertonung des Messetextes, modern und zeitlos zugleich, die das Medium Chor in den Mittelpunkt rückt.

Zwischen die Teile der Messe setzt Dirigent Layton Werke des Litauers Vytautas Miškinis, des Letten Ēriks Ešenvalds und des Polen Paweł Łukaszewski sowie Motetten aus der englischen Renaissance von Thomas Tallis und William Byrd. Beide dienten als Katholiken der protestantischen Königin Elisabeth I. und erlebten die unmittelbaren Folgen der Reformation in der Church of England.

Stephen Layton ist einer der profiliertesten Chordirigenten Europas. Gegenwärtig leitet er unter anderem den Chor des Trinity College Cambridge und ist Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der City of London Sinfonia. Layton kann auf ein enorm breit gefächertes Repertoire und eine große Zahl von CD- und Rundfunkaufnahmen zurückblicken. Neben Alter und Barockmusik gilt sein Interesse besonders der Neuen Musik. In den vergangenen Jahren leitete er viele Uraufführungen und Ersteinspielungen, darunter auch Werke von Ēriks Ešenvalds, Paweł Łukaszewski und Uģis Prauliņš.


CHORWERK RUHR | Er stürzt die Mächtigen …

>> Samstag 21. April 2018 | 20 Uhr
>> Einlass 19 Uhr | Einführung 19:30 Uhr
>> VVK 22 € zzgl. Gebühren | wie immer 1/2 Preis für alle bis 25 Jahre
>> Tickets können Sie direkt hier auf unserer Seite ordern

 

 

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