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Faun | Acoustic

17. November, 20:0022:00

Faun by Ben Wolf ©

Müs­sen wir FAUN noch vor­stel­len? Sie keh­ren regel­mä­ßig bei uns ein, es hat etwas von Kir­chen­jahr, wenn sie kom­men. Und dazu ein­la­den, sich ein­mal im Jahr vor­zu­stel­len, dass es das ein­mal in der Welt gege­ben hat, ein Leben ohne Strom. Die Dreh­lei­er hand­ge­dreht, die Töne geformt wie Vasen, für jeden ein­zel­nen hat sich ein Kör­per ins Geschirr gelegt, ein mensch­li­cher: Die Sack­pfei­fe zu beatmen, das als Bei­spiel, ist Leis­tungs­sport. Was leis­ten FAUN? Hör-Rei­sen in eine Welt, die man geträumt haben mag, so ver­träumt ist sie und so ver­traut.

Als trä­te man einen Schritt hin­ter die Moder­ne zurück. Nicht, weil das moder­ne Leben so uner­träg­lich wäre  —  ist es nicht, die Chris­tus­kir­che bei­spiels­wei­se wird, anders als die Kir­chen des Mit­tel­al­ters, beheizt sein, wenn FAUN spie­len: 18 Grad wie auf Mal­lor­ca  —  son­dern man tritt einen Schritt hin­ter die Moder­ne zurück, um ein Gespür zu bekom­men dafür, aus was sich die Moder­ne her­aus ent­wi­ckelt hat. Auf wes­sen Schul­tern wir eigent­lich ste­hen. Was das für Erfah­run­gen sein mögen, die mit­schwin­gen in dem Sound einer Dreh­lei­er, in dem Vibra­to einer Holz­flö­te, dem Klang von Schlüs­sel­fie­del und Dudel­sack und einer Lau­te, deren Sai­ten aus Darm gemacht waren. Was wir hören, die­sen Klang haben Genera­tio­nen vor uns gehört, und die Emp­fin­dun­gen, die wir heu­te ent­wi­ckeln, mögen die Men­schen vor uns ähn­lich erfah­ren haben. Es sind die, auf deren Schul­tern wir heu­te ste­hen.

Ist das roman­tisch, so zu den­ken, so zu hören? Ja. Ist es anti-modern? Nein. FAUN spie­len vor­mo­der­ne Musik in einer moder­nen Archi­tek­tur, die Chris­tus­kir­che ist eine Iko­ne der Moder­ne. Ein Hör-Raum für FAUNs Hör-Rei­se:

Die spie­le­risch leicht in die Ver­gan­gen­heit führt, hand­werk­lich per­fekt gemacht, mit mehr­stim­mi­gen Gesangs­sät­zen und eige­nen Bal­la­den, mit Aus­flü­gen ins Kel­ti­sche und Skan­di­na­vi­sche … Und nun doch ein paar Wor­te zur Gegen­wart von FAUN für alle, die es noch nicht wis­sen: Mit über 800 Kon­zer­ten, diver­sen Chart­plat­zie­run­gen in den Top Ten, mit Echo Nomi­nie­run­gen, Gold- und Pla­tin-Aus­zeich­nun­gen sowie diver­sen Fern­seh­auf­trit­ten zählt die For­ma­ti­on ganz ent­spannt zu den Top Five der Folk- und Mit­tel­al­ter-Ensem­bles.

Des­halb kom­men sie ja so regel­mä­ßig vor­bei: Mit­tel­al­ter meets Moder­ne. 


FAUN | Acoustic 2019

Oli­ver s. Tyr | Gesang, ver­schie­de­ne Lau­ten, kel­ti­sche Har­fe & Schlüs­sel­fie­del
Fio­na Fre­wert | Gesang, ver­schie­de­ne Flö­ten, Dudel­sack, Chalu­meaux & Fuja­ra
Lau­ra Fel­la | Gesang, Per­kus­si­on
Ste­phan Groth | Gesang, Dreh­lei­er, Cis­ter & ver­schie­de­ne Flö­ten
Rüdi­ger Maul | Per­kus­si­on

» Sonn­tag 17. Novem­ber | 20:00 Uhr
» Ein­lass 19:.00 Uhr
» VVK 28,00 € zzgl. Geb.
» Tickets in allen VVK-Stel­len bun­des­weit oder direkt hier bei uns online ordern