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Giora Feidman by Felix Broede

Zum 70. Mal jährt sich der Tag, an dem die wenigen, die Auschwitz überlebt haben, befreit worden sind. Weltweit wird der Millionen unschuldiger Menschen gedacht, die von den Deutschen und ihren Helfern in Europa ermordet worden sind.

Das Verbrechen ist monströs, die Zahl der Opfer unermesslich. Wahr ist aber auch: Die Nazis haben nicht gesiegt, sie wurden besiegt.

Von denen, die ihnen Widerstand geleistet haben. In der Christuskirche begehen wir diesen Tag, den schwersten im Kalender, immer auch als Tag der Befreiung.

Eine Befreiung, die andauert. Denn auch, wer dem Morden entkam, ist deshalb nicht entkommen. “Wer einmal in Auschwitz war, der kommt nicht mehr heraus“, sagt Coco Schumann, der große Swing-Gitarrist, der Auschwitz überlebt hat [und 2002 zum Tag der Befreiung bei uns gespielt hat]: „Vergessen kann man es nicht, irgendwann muss man anfangen, die Erinnerung mit in das Leben zu nehmen.“

In das Leben, in die Musik. Giora Feidman hat ihnen  –  den Ermordeten, den Überlebenden  –  eine Stimme gegeben, es ist die Stimme seiner Klarinette. Sie kann das Lachen erinnern von denen, die nicht mehr lachen können, ihr Weinen, ihre Freude, die Klage, die Stille.

Klezmer-Musik ist eine Musik der Erinnerung, ist aber deshalb keine tote Musik, Feidman hat sie in die Gegenwart geholt und ihr zurück gegeben, was diese Musik schon immer ausgemacht hat: Klezmer war immer grenzüberschreitend, war immer schon Weltmusik, von Weltmusikbürgern gespielt. Und ein Weltmusikbürger, ein Klezmorim, war auch Feidman sein Leben lang: einer, der hört, was andernorts gespielt wird und es aufnimmt in sein eigenes Spiel. Tango, Jazz, Klassik  –  in seine Musik fliegt alles hinein, was Jewish Soul in sich trägt.

Auch die Einfühlung von denen, die seine Musik hören, auch sie fliegt hinein in das, was entsteht: „Zusammen mit dem Publikum bildet unser Trio ein Quartett“, sagt der 78jährige, „und wenn Sie den Spirit des Ortes einbeziehen, sind wir ein Quintett  –  in dieser Form nur einen Abend lang“.


KONZERT ZUM 70. JAHRESTAG DER BEFREIUNG VON AUSCHWITZ

MIT

Giora Feidman | clar
Enrique Ugarte | acc
Guido Jäger | bass

TICKETS

Für jede verkaufte Karte geht ein Frei-Ticket an sozial Bedürftige, Schüler/innen und Initiativen, welche die Erinnerung an die Ermordeten bewahren.

27. JANUAR

Das Konzert mit Giora Feidman findet am Sonntag, 25. Januar statt. Es steht am Beginn der Woche, in der sich der 27. Januar jährt, der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz  –  Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Am 27. Januar wird die JÜDISCHE GEMEINDE BOCHUM-HERNE-HATTINGEN um 17 Uhr zu einer öffentlichen Gedenkstunde in die Synagoge einladen.

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44787 Bochum