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Nathan Gray | An Evening with … A_U_S_V_E_R_K_A_U_F_T

17. März, 20:00

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Ben Chris­to, Nathan Gray, Isa­bel­le Klemt

Der Pun­ker, sei­ne Bands hei­ßen: Boy­sets­fire, I Am Here­sy, The Cas­ting Out. Kei­ne davon ist bekannt dafür, dass sie Musik weich gespült hät­te. Er sel­ber hat eine lan­ge Stre­cke zurück gelegt: christ­li­ches Eltern­haus, das ihm bei­gebracht hat, Din­ge, die man glaubt, zu befra­gen. Lan­ge Jah­re der Suche und Ablö­sung, die Frei­heit des Punks und die Abstür­ze, in die Frei­heit mün­den kann, dann eini­ge Zeit über ein Anbän­deln mit der „Church of Satan“, deren zen­tra­lis­ti­sches Prin­zip so gar nicht zu ihm und dem Punk pas­sen will, zuletzt eine Abkehr davon und der Schritt auf sich sel­ber zu:

I sell my soul back to mys­elf / To find true sal­va­ti­on and save my heart from the rising flood To find true love

heißt es in „Burn away“. Es sei das ers­te Mal in sei­ner Kar­rie­re, sagt er von sich, dass er sich nicht ver­ste­cke. Nicht hin­ter dem Post­hard­core von Boy­sets­fire, nicht hin­ter sei­nen Band­kol­le­gen, nicht hin­ter sei­nen Zwei­feln an sich selbst. Nicht leicht für einen Star, der er nun ein­mal ist, aus dem Schat­ten zu tre­ten, den er auf sich sel­ber wirft. Und dann her­aus zu tre­ten auf die Büh­ne.

Was man jetzt doch etwas genau­er for­mu­lie­ren muss: Nathan Gray tritt in den Altar­raum einer Kir­che. Zusam­men mit Ben Chris­to, Gitar­rist der Sis­ters Of Mer­cy, und mit der Cel­lis­tin Isa­bel­le Klemt, hat er im letz­ten Jahr bereits einen inti­men Abend in der Ring­kir­che Wies­ba­den und dann einen wei­te­ren in der Iser­loh­ner Dechen­höh­le gespielt und auf­ge­zeich­net. Auf dem Live-Album  —  es ist Anfang Febru­ar erschie­nen  —  spricht er, wenn er singt, über sich sel­ber, spricht offen und ver­letz­lich über ver­let­zen­de Erfah­run­gen und den wei­ten Weg nach innen. Eine Erfah­rung, die hin­un­ter reicht ins Herz der Fins­ter­nis  —  es ist immer das eige­ne. Die düs­te­ren Erfah­run­gen in sei­nem Leben, die Depres­sio­nen, die über ihn her­ein gebro­chen sind, die Dro­gen, er spricht dar­über, wie er sich dem hat stel­len kön­nen. Wie er gelernt hat, sich sel­ber und ande­ren zu ver­ge­ben. Und, es ist der Punkt: Dies alles steckt in sei­ner Musik, immer schon.

Sei­ne Songs in der Chris­tus­kir­che: neu arran­giert, Zukunft statt Abgrund. Und die Akus­tik der Chris­tus­kir­che wird eben die­se Songs über sich sel­ber hin­aus tra­gen in den  —  das passt  —  Abend des Sonn­tags hin­ein.


NATHAN GRAY | An Evening With Nathan Gray

» Sonn­tag 17. März 2019 | 20 Uhr
» Ein­lass 19 Uhr | Sup­port 20 h | Gray ca 20:45 h
» VVK 26,10 €

» Park­haus P3 (neben­an) bis 23:00 h geöff­net | Park­haus P5 (Brück­stra­ße) bis 24:00 h